Abschiebeanhörungen abschaffen!
An drei Tagen in dieser Woche, am 16., 17. und 18. April, werden erneut Flüchtlinge aus der gesamten Bundesrepublik zu so genannten Sammelanhörungen in die Zentrale Ausländerbehörde Dortmund, Kaiserstraße 129 –131, gebracht.
Dagegen protestierten gestern Flüchtlinge und MigrantInnen aus der demokratischen Republik Kongo gemeinsam mit UnterstützerInnen.
Dagegen protestierten gestern Flüchtlinge und MigrantInnen aus der demokratischen Republik Kongo gemeinsam mit UnterstützerInnen.
Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag in dieser Woche fanden und finden einmal wieder Sammelvorführungen von Flüchtlingen in der Zentralen Ausländerbehörde Dortmund statt.
Am Mittwoch betraf die Anhörung (vermutliche) Staatsangehörige Burundis, gestern und heute wurden und werden (vermeintliche) Staatsangehörige der DR Kongo vorgeführt.
Der Hintergrund dieses dubiosen Verfahrens ist, dass die Ausländerbehörden versuchen, Papiere für Flüchtlinge und MigrantInnen zu beschaffen, damit diese abgeschoben werden können.
Dafür werden Flüchtlinge dann bei diesen bei so genannten Sammelanhörungen Botschaftsangehörigen oder Delegationen aus ihren (angeblichen) Herkunftsländern vorgeführt. Diese "identifizieren" die Betroffenen als "ihre" Staatsangehörigen und stellen ihnen Reisepapiere aus – wofür sie von den hiesigen Behörden schon mal eine "Kopfprämie" von bis zu 500 € erhalten.
"Identifiziert" werden die Flüchtlinge anhand subjektiver Kriterien – wie etwa der Sprache. Allerdings existieren beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo neben Französisch als Amtssprache noch vier weitere - auch grenzüberschreitend gesprochene - als "Nationalsprachen" anerkannte Sprachen (sowie 200 andere Sprachen).
So werden auch schon einmal Flüchtlinge, die während der Anhörung schweigen oder aus einem anderen Land stammen, zu MitbürgerInnen der Botschaftsangehörigen gemacht. (Ein Beispiel findet sich hier:
http://www.abgeschoben-waf.de/archives/177)
Deshalb versammelten sich gestern einige Flüchtlinge und MigrantInnen aus der Demokratischen Republik Kongo und UnterstützerInnen vor der Zentralen Ausländerbehörde Dortmund, um dagegen zu protestieren und – soweit wie möglich – mit den Vorgeführten zu reden. Denn viele sind sich über den Zweck der Anhörung nicht im Klaren.
Einer Schätzung des International Rescue Committee zufolge hat der Konflikt im Kongo seit 1998 5,4 Millionen Todesopfer gefordert. Ende letzten Jahres berichteten verschiedene Zeitungen (zum wiederholten Mal) über Massenvergewaltigungen.
Von den Anhörungen am Mittwoch durch Angehörige der Botschaft Burundis war allerdings zu hören, dass kaum Flüchtlinge vorgeführt wurden – da die Botschaft Burundis im Allgemeinen keine Papiere ausstellt. Entsprechend gab es für die Botschaftsangehörigen auch kein Geld.
So erhalten die vorgeführten Flüchtlinge dann nur eine "Negativbescheinigung" – und es anzunehmen, dass die beiden Sammelvorführungen direkt hintereinander stattfanden, um sie dann noch den Angehörigen der Botschaft der DR Kongo vorzuführen und möglicherweise doch noch "identifizieren" zu lassen.
Etwas anders gehen da die Angehörigen der Botschaft der DR Kongo vor:
Eine Familie berichtete nach der Anhörung, die Fotos für ihre Papiere hätten schon vorgelegen.
Es lässt sich daher immer wieder nur raten: BOYKOTTIERT DIESE ABSCHIEBEANHÖRUNGEN!
KEINE ABSCHIEBUNGEN!
Am Mittwoch betraf die Anhörung (vermutliche) Staatsangehörige Burundis, gestern und heute wurden und werden (vermeintliche) Staatsangehörige der DR Kongo vorgeführt.
Der Hintergrund dieses dubiosen Verfahrens ist, dass die Ausländerbehörden versuchen, Papiere für Flüchtlinge und MigrantInnen zu beschaffen, damit diese abgeschoben werden können.
Dafür werden Flüchtlinge dann bei diesen bei so genannten Sammelanhörungen Botschaftsangehörigen oder Delegationen aus ihren (angeblichen) Herkunftsländern vorgeführt. Diese "identifizieren" die Betroffenen als "ihre" Staatsangehörigen und stellen ihnen Reisepapiere aus – wofür sie von den hiesigen Behörden schon mal eine "Kopfprämie" von bis zu 500 € erhalten.
"Identifiziert" werden die Flüchtlinge anhand subjektiver Kriterien – wie etwa der Sprache. Allerdings existieren beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo neben Französisch als Amtssprache noch vier weitere - auch grenzüberschreitend gesprochene - als "Nationalsprachen" anerkannte Sprachen (sowie 200 andere Sprachen).
So werden auch schon einmal Flüchtlinge, die während der Anhörung schweigen oder aus einem anderen Land stammen, zu MitbürgerInnen der Botschaftsangehörigen gemacht. (Ein Beispiel findet sich hier:
http://www.abgeschoben-waf.de/archives/177) Deshalb versammelten sich gestern einige Flüchtlinge und MigrantInnen aus der Demokratischen Republik Kongo und UnterstützerInnen vor der Zentralen Ausländerbehörde Dortmund, um dagegen zu protestieren und – soweit wie möglich – mit den Vorgeführten zu reden. Denn viele sind sich über den Zweck der Anhörung nicht im Klaren.
Einer Schätzung des International Rescue Committee zufolge hat der Konflikt im Kongo seit 1998 5,4 Millionen Todesopfer gefordert. Ende letzten Jahres berichteten verschiedene Zeitungen (zum wiederholten Mal) über Massenvergewaltigungen.
Von den Anhörungen am Mittwoch durch Angehörige der Botschaft Burundis war allerdings zu hören, dass kaum Flüchtlinge vorgeführt wurden – da die Botschaft Burundis im Allgemeinen keine Papiere ausstellt. Entsprechend gab es für die Botschaftsangehörigen auch kein Geld.
So erhalten die vorgeführten Flüchtlinge dann nur eine "Negativbescheinigung" – und es anzunehmen, dass die beiden Sammelvorführungen direkt hintereinander stattfanden, um sie dann noch den Angehörigen der Botschaft der DR Kongo vorzuführen und möglicherweise doch noch "identifizieren" zu lassen.
Etwas anders gehen da die Angehörigen der Botschaft der DR Kongo vor:
Eine Familie berichtete nach der Anhörung, die Fotos für ihre Papiere hätten schon vorgelegen.
Es lässt sich daher immer wieder nur raten: BOYKOTTIERT DIESE ABSCHIEBEANHÖRUNGEN!
KEINE ABSCHIEBUNGEN!
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Ergänzungen
Hier tut es dem Abschiebestaat richtig weh!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Ja zum Bleiberecht — angelo
@mods — lilian
~Bilder~ — xyz