Wenn Erwerbslose Theater spielen
Zwei Tage konnte man in Berlin das legislative Theater erleben, eine besondere Form von Kunst, wo die Betroffenen eingreifen und sogar das Spiel verändern können, wenn auch nur im Theater.
Ein subjektiver Bericht über eine Vorführung.
Ein subjektiver Bericht über eine Vorführung.
Eine Szene am Arbeitsamt. Eine Fallmanagerin will eine Erwerbslose in einen Ein-Euro-Job vermitteln. Mit sanften Druck und versteckten Drohungen bringt sie die verunsicherte Frau schließlich dazu, einen Eingliederungsvertrag zu unterschreiben. Sie soll dann in einen Kindergarten arbeiten. Doch dort muss sie immer nur Stühle hin- und herschleppen.
Nach dieser Szene fragt der Moderator ins Publikum, wie es die Szene fand, ob es Kritik oder Änderungswünsche gibt. Tatäschlich meldete sich bald ein erfahrener Erwerbsloser. Er hätte alle rechtlichen Schritte ausgenutzt, um die Unterschrift unter den Eingliederungsvertrag so lange wie möglich hinaus zu zögern. Wenige Minuten später sitzt der Kritiker aus dem Publikum der Fallmanagerin gegenüber. Die Szene wird wiederholt, nur jetzt eben mit einen widerständigen Erwerbslosen, der auch ncoh seine Rechte kennt.
Auch die drei weiteren Szenen des Stücks wurden auf diese Weise vom Publikum begutachtet und werändert. Es ging dabei um miese Arbeitsbedingungen in einem Call-Center, um FrührenterInnen und ihre Rechte. Immer folgte der Aufführung eine Diskussion und viele wollten auch mitspielen. Dabei kamen die unterschiedlichsten Meinungen zu Wort. Ein junger Mann erklärte, schon oft in Callcentern gearbeitet zu haben und sehr zufrieden gewesen sein. Allerdings sei dort auch der Lohn höher gewesen, als in dem gespielten Beispiel. Auch für die Ein-Euro-Job brach ein Mann eine Lanze.
Aber ihm wurde auch schnell von anderen ZuschauerInnen widersprochen. Darunter waren viele ErwerbslosenaktivistInnen, die sich bein den Protesten gegen Hartz IV politisiert hatten. Sie hatten so die Möglichkeit, ihre Erfahrungen weiter zu vermitteln und auch noch ins Spiel einzugreifen, wenigstens im Theater.
Was ich sehr gut fand, war die Teilnahme von Menschen aus dem Publikum an den Szenen, die Möglickkeiten, sie zu verändern. Was ich bißchen kritisch sehe, war die doch sehr starke Dominanz der beiden Bundestagsabgeorndeten Wolfgang Wieland (Die Grünen) und Katja Kipping (Linkspartei). Es waren die VertreterInnen aller Partieen angechrieben worden. Doch nur die beiden hatten Zeit. Ich fand gut, dass sie anwesend waren. Ich hätte mir aber gewüncht, dass sie auch am Ende als ZuhörerInnen mit verfolgen, was die AktivistInnen und Betroffenen zu sagen haben. D.h. ich fand die Interviewpassagen mit den PolitikerInnen zu lang. Es hätten dagegen noch mehr Menschen aus dem Publikum zu Worte komme sollen. Es gab auch am Ende noch Meldungen, die allerdings nicht mehr berücksichtigt werden konnte.
Nach dieser Szene fragt der Moderator ins Publikum, wie es die Szene fand, ob es Kritik oder Änderungswünsche gibt. Tatäschlich meldete sich bald ein erfahrener Erwerbsloser. Er hätte alle rechtlichen Schritte ausgenutzt, um die Unterschrift unter den Eingliederungsvertrag so lange wie möglich hinaus zu zögern. Wenige Minuten später sitzt der Kritiker aus dem Publikum der Fallmanagerin gegenüber. Die Szene wird wiederholt, nur jetzt eben mit einen widerständigen Erwerbslosen, der auch ncoh seine Rechte kennt.
Auch die drei weiteren Szenen des Stücks wurden auf diese Weise vom Publikum begutachtet und werändert. Es ging dabei um miese Arbeitsbedingungen in einem Call-Center, um FrührenterInnen und ihre Rechte. Immer folgte der Aufführung eine Diskussion und viele wollten auch mitspielen. Dabei kamen die unterschiedlichsten Meinungen zu Wort. Ein junger Mann erklärte, schon oft in Callcentern gearbeitet zu haben und sehr zufrieden gewesen sein. Allerdings sei dort auch der Lohn höher gewesen, als in dem gespielten Beispiel. Auch für die Ein-Euro-Job brach ein Mann eine Lanze.
Aber ihm wurde auch schnell von anderen ZuschauerInnen widersprochen. Darunter waren viele ErwerbslosenaktivistInnen, die sich bein den Protesten gegen Hartz IV politisiert hatten. Sie hatten so die Möglichkeit, ihre Erfahrungen weiter zu vermitteln und auch noch ins Spiel einzugreifen, wenigstens im Theater.
Was ich sehr gut fand, war die Teilnahme von Menschen aus dem Publikum an den Szenen, die Möglickkeiten, sie zu verändern. Was ich bißchen kritisch sehe, war die doch sehr starke Dominanz der beiden Bundestagsabgeorndeten Wolfgang Wieland (Die Grünen) und Katja Kipping (Linkspartei). Es waren die VertreterInnen aller Partieen angechrieben worden. Doch nur die beiden hatten Zeit. Ich fand gut, dass sie anwesend waren. Ich hätte mir aber gewüncht, dass sie auch am Ende als ZuhörerInnen mit verfolgen, was die AktivistInnen und Betroffenen zu sagen haben. D.h. ich fand die Interviewpassagen mit den PolitikerInnen zu lang. Es hätten dagegen noch mehr Menschen aus dem Publikum zu Worte komme sollen. Es gab auch am Ende noch Meldungen, die allerdings nicht mehr berücksichtigt werden konnte.
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Ergänzungen
NA WO IST DER FILM JETZT! - der direktlink.
ok leute.
:] SO! FEEL INVITED. to lean back, take a (small) pack of chips or whatever, better close your curtain if sun shines in too brightly... aaaaaand... ENJOY IT.
[FRANKFUTthema mit DIETERabspann.]
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
allerdings. — apk
und wie! — anna
DU, PETER! — Dein Name