Es gibt nichts Neues, Rudi
Ein Beitrag zum gedenken an Rudi Dutschke:
Gerne möchten die SPD und die Gewerkschaften sich als progressive Kraft darstellen. Als wären sie gegen die Ausbombung der Zivilbevölkerung in Vietnam, als wären sie Teil der 68er-Bewegung gewesen, als wären sie gegen die Verdummung der Arbeitnehmer durch die Bild-Zeitung vorgegangen.
Doch SPD und Gewerkschaften standen zusammen mit den Reaktionären der CDU, die eine kalte Amnestie, Restauration und Rehabilitierung der Mitläufern und Täter des NS-Staates in den staatlichen Institutionen durchgesetzt hatten, auf der anderen Seite der Barrikade.
Gerne möchten die SPD und die Gewerkschaften sich als progressive Kraft darstellen. Als wären sie gegen die Ausbombung der Zivilbevölkerung in Vietnam, als wären sie Teil der 68er-Bewegung gewesen, als wären sie gegen die Verdummung der Arbeitnehmer durch die Bild-Zeitung vorgegangen.
Doch SPD und Gewerkschaften standen zusammen mit den Reaktionären der CDU, die eine kalte Amnestie, Restauration und Rehabilitierung der Mitläufern und Täter des NS-Staates in den staatlichen Institutionen durchgesetzt hatten, auf der anderen Seite der Barrikade.
Die organisierte Arbeitnehmerschaft unter der SPD und den Gewerkschaften war für die Reaktion, für die Berufsverbote, für den Ausschluss der Linken und Kriegsgegner aus den Gewerkschaften in Form der Unvereinbarkeitsbeschlüsse usw..
Dies war Fortsetzung ihrer Tradition, für Kaiser Wilhelm in den Krieg zu ziehen. Oder ihrer Tradition in der Weimarer Republik unter ihrem SPD-Führer Noske „Einer muss der Bluthund sein“ Aufstände der kleinen Leute zusammen zu schießen. Oder nach dem zweiten Weltkrieg in ihrer Einführung von Berufsverboten z.B. gegen einen Lokomotivführer, der sich abseits neben der SPD als Vertreter der kleinen Leute zur Wahl gestellt hat. Und gegen viele andere.
Eine Tradition Rudi, die sich heute in Hartz IV und dem Krieg in Afghanistan fortsetzt. Genauso wie SPD und Gewerkschaften eine Gegendemonstration gegen Dich durchgeführt haben, ein paar Wochen bevor Du angeschossen wurdest.
Die letzten 100 Jahre Tradition von SPD und Gewerkschaften: 100 Jahre Tradition von Korrumpierung Arschkriecherei und Verrat der kleinen Leute. 100 Jahre Soldaten-Frischfleisch für deutsche Kanonen. 100 Jahre Buchstabieren von Völkischem Beobachter und Bildzeitung durch den deutschen Soldaten und Arbeitnehmer. Jetzt wird Deutschland unter der SPD und den Gewerkschaften am Hindukusch „verteidigt“. Leider sind wir nicht viel weiter gekommen als beim ersten Weltkrieg. Die kleinen Leute wählen SPD-Führer, die für den Krieg stimmen. Um die unten in Afrika oder jetzt Afghanistan an unser Niveau heranzuführen. Das ist nichts Neues, Rudi.
Und dazu heute das Bla-Bala wie damals die Zeit war mit Dir in den Talkshows. Ein bisschen Einschaltquote, während die EU sich die Fischereirechte mit radarausgerüsteten Schiffen vor den Stränden der Hungergebiete in Afrika für ein paar Euros gesichert hat. Darüber gibt’s keine Talkshows. Also nach wie vor das christlich-abendländliche Modell jetzt mit Europa als Aushängeschild. Sonst gibt’s eigentlich nichts Neues, Rudi.
Ach ja, da war noch was: Profi-Werbeagenturen kopieren die Anti-Kultur und Formen des Protestes von heute und vermarkten sie im Auftrag von IBM, Telekom, Microsoft usw.. Ehrlicher Protest hat keine (sub)kulturelle Identität mehr. Die Industrie hat dies u.a. im Forum von Barcelona vorgeführt. Und es gibt high-tec-Überwachung überall und die Folter der USA ist aufgeflogen. Darüber gibt’s auch keine Talkshows. Folter in EU-Staaten ist nicht aufgeflogen. Sonst gibt’s eigentlich nichts neues, Rudi.
Dies war Fortsetzung ihrer Tradition, für Kaiser Wilhelm in den Krieg zu ziehen. Oder ihrer Tradition in der Weimarer Republik unter ihrem SPD-Führer Noske „Einer muss der Bluthund sein“ Aufstände der kleinen Leute zusammen zu schießen. Oder nach dem zweiten Weltkrieg in ihrer Einführung von Berufsverboten z.B. gegen einen Lokomotivführer, der sich abseits neben der SPD als Vertreter der kleinen Leute zur Wahl gestellt hat. Und gegen viele andere.
Eine Tradition Rudi, die sich heute in Hartz IV und dem Krieg in Afghanistan fortsetzt. Genauso wie SPD und Gewerkschaften eine Gegendemonstration gegen Dich durchgeführt haben, ein paar Wochen bevor Du angeschossen wurdest.
Die letzten 100 Jahre Tradition von SPD und Gewerkschaften: 100 Jahre Tradition von Korrumpierung Arschkriecherei und Verrat der kleinen Leute. 100 Jahre Soldaten-Frischfleisch für deutsche Kanonen. 100 Jahre Buchstabieren von Völkischem Beobachter und Bildzeitung durch den deutschen Soldaten und Arbeitnehmer. Jetzt wird Deutschland unter der SPD und den Gewerkschaften am Hindukusch „verteidigt“. Leider sind wir nicht viel weiter gekommen als beim ersten Weltkrieg. Die kleinen Leute wählen SPD-Führer, die für den Krieg stimmen. Um die unten in Afrika oder jetzt Afghanistan an unser Niveau heranzuführen. Das ist nichts Neues, Rudi.
Und dazu heute das Bla-Bala wie damals die Zeit war mit Dir in den Talkshows. Ein bisschen Einschaltquote, während die EU sich die Fischereirechte mit radarausgerüsteten Schiffen vor den Stränden der Hungergebiete in Afrika für ein paar Euros gesichert hat. Darüber gibt’s keine Talkshows. Also nach wie vor das christlich-abendländliche Modell jetzt mit Europa als Aushängeschild. Sonst gibt’s eigentlich nichts Neues, Rudi.
Ach ja, da war noch was: Profi-Werbeagenturen kopieren die Anti-Kultur und Formen des Protestes von heute und vermarkten sie im Auftrag von IBM, Telekom, Microsoft usw.. Ehrlicher Protest hat keine (sub)kulturelle Identität mehr. Die Industrie hat dies u.a. im Forum von Barcelona vorgeführt. Und es gibt high-tec-Überwachung überall und die Folter der USA ist aufgeflogen. Darüber gibt’s auch keine Talkshows. Folter in EU-Staaten ist nicht aufgeflogen. Sonst gibt’s eigentlich nichts neues, Rudi.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Naja!
Was in Deinem Beitrag fehlt ist eine politische Konsequenz. Und die kann nicht darin bestehen, noch verbohrtere Revolutionspropaganda zu machen. Für revolutionäre Veränderungen zu kämpfen heißt doch vor allem, Menschen auf einen Entwicklungsprozess zu bringen, sie zu politischer Arbeit und Selbstorganisierung zu ermuntern. Sich im immer engeren Kreis auf die Schulter zu klopfen oder um die korrekte Revolutionsdefinition zu zanken, bringt nichts außer Identität nach innen. Trotz polemischer Zuspitzungen (z.B.: Was hat ein HartzIV-Empfänger von der Mayday-Parade?) bietet die Offenheit der Mayday-Bewegung endlich Chancen aus dem selbst mitgeschaffenen Ghetto auszubrechen. Deshalb ist es nur zu begrüßen, dass das Projekt in Berlin, Hamburg und zahlreichen anderen Städten Europa fortgeführt wird. Also Schluss mit Retro, enjoy the mayday!
Leider gibt es keine starke radikale Linke ..
das einzige was die radikale linke derzeit schaffen kann ist widersprüche in den regierungsparteien zu verstärken und im dgb radikal an der basis zu wirken (streiks, vorträge, seminare leiten).
der rest ist subkultur und gebrösel. auch schon und wichtig aber nichts was irgendwas verändert.