Feldbesetzung in Northeim 12.04.2008
Nach einer Kundgebung gegen Agrogentechnik auf den Münsterplatz in Northeim (Hesssen), wurde die Versuchsfläche des KWS Saat AG in Northeim besetzt. Mit einer Fahradtour, welche gestern in Witzenhausen auf dem Marktplatz gestartet ist und in Northeim auf dem Marktplatz ihr Ziel erreicht hat, wurde die Aktion eingeläutet. Heute wurde ein Camp errichtet und gut drei Dutzend Demonstranten befinden sich zur Zeit vor Ort und werden von den netten Herren in blau gut beschützt. Die Besetzung wird unbefristet fortgesetzt. Ziel der Aktion ist es, die Bestellung des Feldes mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben zu verhindern. Jeder Mensch der die Aktion unterstützen oder teilnehmen will, ist herzlich eingeladen vorbei zu kommen.
Après un piquet contre les OGM sur le Münsterplatz à Northeim (Hesse), un champ d'essai à été occupé pas des faucheurs volontaires. L'action a débutée hier avec un tour à vélo, partant à Witzenhausen et ayant pour point d'arrivée la place du marché à Nordheim. Aujourd'hui un camp a été érigé sur le champ d'essai de la KWS Saat et quelques douzaines de manifestants sont sur place, bien protégés par les forces de l'ordre. Le but de l'action est d'empécher la semance de betteraves à sucre génétiquement manipulées. Chacun/e ayant envie de participer, est amicalement invité/e à nous rejoindre sur place. L'action est de durée indéterminée!
After a demonstration against GMOs in Northeim, a research field from the KWS Saat AG has been squatted. The action started yesterday with a bike-tour from Witzenhausen to Northeim. Today a camp had been build up. Nearly three dozen people are there right now, well protected by the police forces. The aim of the occupation is to avoid the sowing of genetically modified sugar beet. Everyone who wants to join can come along. The field-occupation is open-ended.
Les Faucheurs Volontaires
Après un piquet contre les OGM sur le Münsterplatz à Northeim (Hesse), un champ d'essai à été occupé pas des faucheurs volontaires. L'action a débutée hier avec un tour à vélo, partant à Witzenhausen et ayant pour point d'arrivée la place du marché à Nordheim. Aujourd'hui un camp a été érigé sur le champ d'essai de la KWS Saat et quelques douzaines de manifestants sont sur place, bien protégés par les forces de l'ordre. Le but de l'action est d'empécher la semance de betteraves à sucre génétiquement manipulées. Chacun/e ayant envie de participer, est amicalement invité/e à nous rejoindre sur place. L'action est de durée indéterminée!
After a demonstration against GMOs in Northeim, a research field from the KWS Saat AG has been squatted. The action started yesterday with a bike-tour from Witzenhausen to Northeim. Today a camp had been build up. Nearly three dozen people are there right now, well protected by the police forces. The aim of the occupation is to avoid the sowing of genetically modified sugar beet. Everyone who wants to join can come along. The field-occupation is open-ended.
Les Faucheurs Volontaires
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Ergänzungen
Karte
www.unibio.de
Wegbeschreibung/Itinéraire/directions:
A7, Ausfahrt/sortie/slip road 70
Fehlerkorrektur
Die Demonstration, infolge der Fahrradtour gegen Gentechnik, in Northeim und die Feldbesetzung müssen strengstens voneinander getrennt gesehen werden!
Wir werden standhaft bleiben! Solange bis die Aussaat verhindert wurde!
Wir freuen uns über jede Art von Unterstützung!
Fotos
Resolution des Stadtrats Northeim
Resolution gegen den Versuchsanbau genmanipulierter Zuckerrüben auf dem Gebiet der Stadt Northeim durch die KWS Saat AG
Im kommenden Jahr will die KWS Saat AG an zwei Standorten in Northeim gentechnisch veränderte Zuckerrüben anbauen.
Gentechnische Verfahren verändern das Erbgut vorhandener Arten (Tiere, Pflanzen, Bakterien, Viren) durch Isolierung und Neukombination der DNA (Träger der Erbinformation) und erzeugen so genannte transgene Organismen.
Die Roundup-Ready-Zuckerrübe (H7-1) hat die KWS mit dem amerikanischen Chemiekonzern und Herbizidhersteller Monsanto entwickelt. Sie ist durch Manipulationen in ihrem Erbgut tolerant gegenüber dem Totalherbizid (Pflanzenvernichtungsmittel, wirken auf alle Gewächse und töten sie ab) Roundup-Ready (Wirkstoff: Glyphosat).
Freisetzungsversuche mit genmanipulierten Pflanzen haben beispielsweise in Nordamerika gezeigt, dass sich diese transgenen Veränderungen auch bei anderen Gewächsen zeigen (so genannter horizontaler Gentransfer), es also zu einer weitflächigen unkontrollierten Verbreitung (Kontamination / Verunreinigung) der manipulierten Gene in die Umwelt kommt (z.B. Entwicklung mehrfach resistenter/widerstandsfähiger Un- bzw. Wildkräuter).
Ein Nebeneinander (Koexistenz) von konventioneller, ökologischer und agrogentechnischer Landwirtschaft ist deshalb nicht möglich.
Die unvermeidbaren Kontaminationen schließen eine Koexistenz aus oder führen zu massiven Benachteiligungen (bis hin zur Existenzbedrohung) konventionell oder ökologisch arbeitender Landwirte.
Darüber hinaus sind die vielleicht erst in Jahren / Jahrzehnten auftretenden Folgen und Nebenfolgen (Nebenwirkungen) gentechnischer Manipulationen unbekannt. Einmal in den Verkehr gebrachte Genveränderungen sind nicht wieder rückholbar und deshalb außer Kontrolle.
Da alle Ziele einer guten landwirtschaftlichen Praxis mit herkömmlichen Methoden erreicht werden können, kann auf Grund der unbekannten Risiken für unsere Umwelt und die Gesundheit der Menschen - noch dazu ohne Nachteile für die Verbraucher – auf den Einsatz genmanipulierter Pflanzen verzichtet werden!
• Aus vorgenanten Gründen fordert der Rat der Stadt Northeim die KWS Saat AG auf, den geplanten Anbau der genveränderten Zuckerrübe H7-1 in Northeim und anderswo nicht durchzuführen und den Antrag beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zurückzuziehen.
• Weiterhin fordert der Rat der Stadt alle Northeimerinnen und Northeimer auf, sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Northeim einzusetzen und damit die natürlichen Ökosysteme und die Northeimer Verbraucher vor unbekannten Gesundheitsrisiken zu schützen.
Northeim am 11. Dezember 2007