[Weimar] Aufgestanden - Platz genommen
Am Samstag, den 5. April 2008, fanden anlässlich einer Nazi-Demonstration unter dem Motto »Kinder, Zukunft, NPD!«, bürgerliche und antifaschistische Gegenaktion statt. Nach Angriffen auf das sozio-kulturelle Zentrum „Gerber“ vor zwei Wochen sollte auch deutlich gemacht werden, dass es für Nazis kein Platz in Weimar gebe. Organisiert und aufgerufen haben der Bürgermeister, das Bürger_innenbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar, das Haus für Sozialkultur und natürlich die autonome Antifa Weimar (AAW).
Um 9.45 Uhr kam der Lauti am Bahnhofsvorplatz und die ersten Antifas im Zug an. Auch die Polizei begann sich aufzubauen und die ersten Vorkontrollen vorzunehmen. Während sich die Antifa-Demo noch sammelte, blockierte die bürgerliche Demo unter dem Motto „Aufstehen – Platz nehmen“ die geplante Nazi-Route in der Schwanenseestraße/Ecke Goetheplatz mit 200 bis 300 BürgerInnen. Gegen 11.30 setzte sich die Antifa, begleitet von einem teilweise zwei-reihigen Polizeispalier, über die Carl-August-Allee in Richtung Stadtmitte in Bewegung. Die Route führte rund 400 TeilnehmerInnen über den Weimarplatz, an der Gerber vorbei, durch den Osten von Weimar, hin zur Abschlusskundgebung am Fröhlichplatz. Es kam, bis auf kleinere Rangeleien und Verlangsamen der Demo, zu keinen ernsthaften Zusammenstößen mit der Polizei. Schön zu beobachten waren außerdem zahlreiche spontane Sympathiebekundungen aus den Fenstern der Anwohner. Insgesamt eine sehr geschlossene und laute Demo, die sicherlich mehr hätte erreichen können. Gegen 13.00 Uhr löste sich ein Großteil der Antifa-Demo auf und viele TeilnehmerInnen begaben sich zurück in Richtung Innenstadt.
Im Anschluss kam es zu mehreren dezentralen Aktionen in der gesamten Weimarer Innenstadt. Es wurden weitere Blockaden auf der Nazi-Route aufgebaut. So konnten sich ca.100 Menschen, unterstützt durch die Samba-Truppe, in der Schwanenseestraße Ecke Coudraystraße, und weitere 30 auf der Schwanenseestraße Ecke Washingtonstraße, und ca.400 Menschen auf dem Sophienstiftplatz festsetzen. Die Blockade an der Washingtonstraße war bereits innerhalb einer dreiviertel Stunde von der Polizei geräumt worden, um den Nazis den nun etwas verkürzten Weg wieder frei zu machen. Bis auf wenige Meter Einbußen, konnten die Nazis ihre gesamte Route laufen und marschierten gemeinsam mit Transparenten entlang der angemeldeten Route zurück zu ihrem Ausgangspunkt.
Am Bahnhof kam es abschließend zur willkürlichen Räumung abreisender Gegendemonstranten seitens der Polizei, die nun schnellstmöglich die Nazis loswerden wollte. Es kam zu mehreren Treibjagten und Rangeleien und vereinzelt brutalen Festnahmen mit Kabelbindern. Der restliche Abend verlief jedoch ruhig und es kam zu keinen besonderen Vorkommnissen. Über den ganzen Tag kam es auf Seiten der Gegendemonstranten zu 15 Ingewahrsamnahmen und vier Festnahmen.
[blackredpress - berlin/thüringen]
weitere Fotos auf:
http://brp.jg-stadtmitte.de/index.php?option=com_content&task=view&id=76&Itemid=63
Um 9.45 Uhr kam der Lauti am Bahnhofsvorplatz und die ersten Antifas im Zug an. Auch die Polizei begann sich aufzubauen und die ersten Vorkontrollen vorzunehmen. Während sich die Antifa-Demo noch sammelte, blockierte die bürgerliche Demo unter dem Motto „Aufstehen – Platz nehmen“ die geplante Nazi-Route in der Schwanenseestraße/Ecke Goetheplatz mit 200 bis 300 BürgerInnen. Gegen 11.30 setzte sich die Antifa, begleitet von einem teilweise zwei-reihigen Polizeispalier, über die Carl-August-Allee in Richtung Stadtmitte in Bewegung. Die Route führte rund 400 TeilnehmerInnen über den Weimarplatz, an der Gerber vorbei, durch den Osten von Weimar, hin zur Abschlusskundgebung am Fröhlichplatz. Es kam, bis auf kleinere Rangeleien und Verlangsamen der Demo, zu keinen ernsthaften Zusammenstößen mit der Polizei. Schön zu beobachten waren außerdem zahlreiche spontane Sympathiebekundungen aus den Fenstern der Anwohner. Insgesamt eine sehr geschlossene und laute Demo, die sicherlich mehr hätte erreichen können. Gegen 13.00 Uhr löste sich ein Großteil der Antifa-Demo auf und viele TeilnehmerInnen begaben sich zurück in Richtung Innenstadt.
Im Anschluss kam es zu mehreren dezentralen Aktionen in der gesamten Weimarer Innenstadt. Es wurden weitere Blockaden auf der Nazi-Route aufgebaut. So konnten sich ca.100 Menschen, unterstützt durch die Samba-Truppe, in der Schwanenseestraße Ecke Coudraystraße, und weitere 30 auf der Schwanenseestraße Ecke Washingtonstraße, und ca.400 Menschen auf dem Sophienstiftplatz festsetzen. Die Blockade an der Washingtonstraße war bereits innerhalb einer dreiviertel Stunde von der Polizei geräumt worden, um den Nazis den nun etwas verkürzten Weg wieder frei zu machen. Bis auf wenige Meter Einbußen, konnten die Nazis ihre gesamte Route laufen und marschierten gemeinsam mit Transparenten entlang der angemeldeten Route zurück zu ihrem Ausgangspunkt.
Am Bahnhof kam es abschließend zur willkürlichen Räumung abreisender Gegendemonstranten seitens der Polizei, die nun schnellstmöglich die Nazis loswerden wollte. Es kam zu mehreren Treibjagten und Rangeleien und vereinzelt brutalen Festnahmen mit Kabelbindern. Der restliche Abend verlief jedoch ruhig und es kam zu keinen besonderen Vorkommnissen. Über den ganzen Tag kam es auf Seiten der Gegendemonstranten zu 15 Ingewahrsamnahmen und vier Festnahmen.
[blackredpress - berlin/thüringen]
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
jaja
nachdem wir uns aber bis dorthin gekämpft hatten, bekamen 150 leute plötzlich angst vor den anrückenden 40 riotbullen... und sie rannten einfach weg. ohne worte, da war mehr drin. und die leute die wegrannten sollten zweimal überlegen ob sie überall hinterrennen sollten, nur aus angst action zu verpassen, nur um dann gleich wieder die mücke zu machen. traurig traurig
die Mobiseite der Antifa
war eine gute Antifademo schaut euch die Bilder an und laßt euch nicht von irgendwelchen Trolls veralbern
Zusammen kämpfen
Zahlen !
Bürger_innen: 600-800
Antifas: 450-500
Alle Angaben ohne Gewähr !
hm...
man muss ja die Zahlen nicht ru ter spielen, nur weil es Bürger waren, in der gesamten Innenstadt waren wesentlich mehr Leute unterwegs als diese Angaben. Vielleicht 1000 oder mehr ohne Antifas. Und die Antifademo war auch größer als 450 menschen.
lieben gruß
Fotos von den Nazis !
Eindrücke
Fand die Berichte, die beim MDR kamen bißchen daneben, da wurde die Antifa-Demo nicht direkt erwähnt und auch nicht, dass es über 1000 Gegendemonstranten insgesamt gab.
Weiterhin empfand ich die Polizei bei der Blockade Schwanseestraße/Washingtonstraße als recht höflich und zumindest anfangs diskussionsbereit. War zwar nicht schön, dass sie dort nen 18jährigen einkassiert haben wegen Vermummung oder weiß der Geier, zuvor jemanden aus Jena von der evangelischen Gemeinde, dem sie dann ein Verbot für ganz Weimar an dem Tag ausgesprochen haben und auch noch Filmmaterial beschlagnahmten, aber bei der Auflösung der Sitzblockade sind sie relativ behutsam vorgegangen.
Neben den Nazis, die demonstrierten, müssen wohl noch mehr in der Stadt unterwegs gewesen sein, die fotografierten...
Kritik an der Polizei: Wieso ist es möglich, dass Nazis Fotos in Richtung Gegendemonstranten machen, dabei Polizisten direkt mit im Bild haben, denen aber nicht der Fotoapparat abgenommen wird wegen ageblicher "Porträtaufnahmen"???
hallo?
bitte nicht alles und jede/n über einen kamm scheren! meinungen sind immer ergebnisse von erkenntnisprozeßen und diese gilt es stets zu aktualisieren und in weimar wird das definitiv getan!
anyway ...
Inkorrekter Bericht
"Es kam, bis auf kleinere Rangeleien und Verlangsamen der Demo, zu keinen ernsthaften Zusammenstößen mit der Polizei."
Nein, überhaupt nicht. Lediglich 30 Menschen sind kurz vor der Abschlusskundgebung rechts aus durch das Polizeispalier gebrochen.
"So konnten sich ca.100 Menschen, unterstützt durch die Samba-Truppe, in der Schwanenseestraße Ecke Coudraystraße,[...]festsetzen."
Der beschriebene Sachverhalt ist schlichtweg falsch. Schwanseestraße/Ecke Courdreystraße gab es keine Blockade (schon wäre es gewesen!). Die gemeinte Blockade befand sich an der Schwanseestraße/ Ecke Karl-Liebknecht Straße, also nahe des Goetheplatzes. Die Naziroute wurde nicht über die Washington, sondern eben über genau diese Coudreystraße geleitet und somit um nur eine Querstraße verkürtzt.
Es ist mir schlichtweg unklar, wie man hier auf solche völlig falschen Angaben kommt.
lg
Bilder ;)
@jaja (ja)
- Tja, einmal ist keinmal, aber dafür dass das ein "spontaner" Zusammenschluss antifaschistischer Grüppchen war, war es ganz vertretbar.
- Nach der Demo ist vor der Demo
Diese Fotos sind selber aufgenommen.
Des Weiteren protestieren wir aufs schärfste gegen die bei Indymedia mittlerweile vorherrschende Zensur.
Antifaschisten aus Thüringen
noch mehr Bilder
Blockade mit Nachspiel
Reibungspunkt bleibt die Sitzblockade von etwa 40 Demonstranten, die am Samstag die Schwanseestraße auf Höhe der Washingtonstraße vor den Rechtsradikalen blockieren. Kurz nachdem militante Neonazis ausbrechen wollten und die Polizei mit Pfefferspray und Schlagstöcken dagegenhielt, wird die Blockade von der Thüringer Polizei gewaltsam aufgelöst. Spätestens hier hätte Bürgermeister Schwind als zuständiger Dezernent für die Versammlungsbehörde die NPD-Demo auflösen müssen, kritisierte gestern der Vorsitzende der Linken, Dirk Möller.
Schwind sagte, dass es nach Einschätzung der Polizei keinen gewaltsamen Blockade-Durchbruchsversuch gegeben habe. Die Polizei habe einige Teilnehmer in wenigen Augenblicken in die Schranken verwiesen. Das sei kein Grund für den Abbruch der Demo gewesen. Weimars Polizeichef Gregor Zeh sagte, dass die Sicherheitskräfte nach Präzedenz-Urteilen angewiesen seien, militante Störer in Demonstrationszügen erst zu isolieren und nur als Ultima Ratio eine Kundgebung aufzulösen. Bereits Jenas Polizeidirektor Andre? Röder sah in dem Aufflackern von Gewalt keinen ausreichenden Grund, um auf einen Demo-Abbruch zu drängen. Fakt ist aber: Der Polizeieinsatz kommt vor den Innenausschuss des Landtages.
Weimars Linke ging noch einen Schritt weiter: Angesichts der Ärztetage mit 1500 Teilnehmern und der Notfallübung am Bahnhof hätte Schwind wegen einer konkreten Gefährdung der öffentlichen Sicherheit die NPD-Demo im Vorfeld nicht genehmigen dürfen. Schwind sei weit hinter das Engagement der Bürger zurückgefallen, bedauerte Möller. Weder die Katastrophenschutzübung am Bahnhof noch der Kongress hätten die Sicherheitslage in Weimar so verändert, "dass das Recht auf Versammlungsfreiheit eingeschränkt oder gar ausgesetzt werden konnte", konterte Schwind.
Die Kritik am Polizeieinsatz spiegelt sich nicht in den Anzeigen gegen Polizisten wider. Zwei Beamte seien wegen Körperverletzung im Amt angezeigt worden, sagte der Sprecher der Polizeidirektion Jena, Sven Opitz, der TLZ. Während die 40 Sitzblockierer nicht wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt werden und auch mit keinem Bußgeld zu rechnen hätten, liefen 17 Strafverfahren gegen Teilnehmer der Gegendemonstration: Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstöße gegen das Vermummungsverbot und Betäubungsmittelgesetz lauten die Vorwürfe.
Die große Zahl an filmenden Polizisten hat zudem viele Weimarer irritiert. Grundsätzlich müsse man Beweissicherung und Dokumentation trennen, sagte Zeh. Diese unterliege dem Versammlungsgesetz, jene dem Strafrecht. Wenn der Verdacht von Straftaten besteht, weil es tatsächlich zu Auseinandersetzungen kommt oder verbotene Symbole gezeigt werden, dürften verdächtigen Personen gefilmt werden. Wenn sich die angenommenen Gefahren nicht realisiert haben, müssen die Bänder gelöscht werden. Kritiker sehen das Recht an einer Stelle allerdings konterkariert: Übersichtsaufnahmen zur Dokumentation und Schulungszwecken können von der Polizei immer angefertigt werden, da sie nicht der Identifikation dienen. Technisch allerdings ist eine solche Identifizierung immer möglich.
Radikale Kritik oder obsolete Ideologie?
So wird immer wieder der hegelianisch-marxistische Geschichtsdeterminismus als Ausgangspunkt der Gesellschaftskritik genommen, ohne dabei auf die Dialektik von Freiheit und Notwendigkeit einzugehen. In diesem Konzept ist die historische Notwendigkeit und die Freiheit ein und dasselbe, dabei ist praktisch noch immer die Freiheit geopfert worden. Denn wenn sich die Freiheit zwingend aus einer historischen Notwendigkeit ergibt, dann hat die Freiheit keinen eigenen ihr zustehenden Platz in der Gesellschaft, und sie wird aus diesem Grund nicht mit der genügenden Aufmerksamkeit in eigenen Analysen miteinbezogen.
Historischen waren es immer noch die liberalen Gesellschaften, in deren Philosophie die Freiheit ein eigenständiges Gut darstellt und daher auch aktiv gestaltet und bewahrt werden muss, welche zumindest teilweise individuelle Freiheit realisieren konnten. Gesellschaften, die den marxistischen Geschichtsdeterminismus als Grundlage der gesellschaftlichen Entwicklung annehmen, ist dagegen die Freiheit immer noch das erste Opfer dieses Determinismus und der schlimmen Dialektik von Freiheit und Notwendigkeit gewesen.
Ein antibürgerlicher Sozialismus oder Kommunismus, der nicht explizit eine andere Grundlage angibt und ausformuliert, wird immer in diesem marxistischen Dilemma stecken bleiben.
Die grundsätzliche Kritik an der Organisationsform der Nationalstaaten wird von mir geteilt. Doch denke ich ist auch die Überwindung dieses Ordnungsprinzips nicht mit marxistischen Kategorien denkbar. Denn auch die deterministische These von Marx bleibt in einem Zwangskollektiv verhaftet. Ein Ausweg, kann dagegen der Ansatz der "Zivilgesellschaft" sein. Kollektive werden sich auch in Zukunft noch immer konstituieren. Die Frage muss daher die nach ihrern Bedingungen dieser Konstituierung sein. Da denke ich gibt es eine primär politische Antwort: die nach der Frage den gemeinsam geteilten Werten und Normen, welche in einer Verfassung niedergelegt werden. Der Zusammenschluss erfolgt dann auf der aktiven Zustimmung dieses (grundlegend und nur rudimentär regelnden) Vertragswerks. Wichtig scheint mir zu sein, das eine plurale und offene Gesellschaft nicht als Gefahr, sondern als anzustrebenden Vorteil einer Gesellschaft gesehen werden.
Bei vielen linken Ideologien sehe ich, dass gerade das Konzept der pluralen und offenen Gesellschaft abgelehnt wird, da auf eine zwanghafte Harmonisierung der Gesellschaft gesetzt wird. In dieser homogenen Gesellschaft sollen dann nach diesen Ideologien Gerechtigkeit und soziale Gleichheit verwirklicht werden können, während Interessensgegensätze immer zum übel der gesamten Gesellschaft sind. Ich denke das beste System, löst diese Interessengegensätze nicht auf, sondern findet politische Wege den Ausgleich der verschiedenen Interessen zu institutionalisieren. Dafür müssen dann liberale und gerechte Institutionen geschaffen werden.
Auch sollte neben der Faschismuskritik die Totalitarismuskritik Eingang in linke Strömungen finden, denn emanzipatorische Politik muss immer vor allem die Freiheit im Auge behalten und darf diese keinem anderen gesellschaftlichen Gut völlig unterordnen.
Ich denke, dass die heutige Linke nicht immer nur in den Klassikern der linken Bewegung lesen sollte, sondern auch mal offen und aufnahmebereit Werke von "Hannah Arendt" oder "K. R. Popper" lesen sollte und diese auch mit in die eigenen Gesellschaftsanalysen aufnehmen sollte.
Sehr gut fande ich den Beitrage der Gruppe aus Leipzig, welcher auf der Abschlusskundgebung verlesen wurde.
P.S.: Ich habe sowohl die Antifa-Demo als auch die bürgerlichen Blockaden als sehr gut empfunden. Vor allem die ausbleibende totale Spaltung zwischen Antifa und Bürgern habe ich als positiv empfunden...
Grüße nach Weimar und in den Rest der Republik...
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
NPD und Kinder ... so eine Sache
frage
wie auch immer
In diesem Sinne Nationen und Kapitalismus zerstören!
@ A
@ ne frage
Hoch die Antinationale Solidarität.
Autistischer Quatsch
Bürger_innen: 600-800
Antifas: 450-500
Antifaschist ist jede/r wer sich sich Nazis entgegenstellt. Diese krampfhafte Unterscheidung zwischen eigener Wohlfühlsubkultur (als einzig wahre(TM) Antifa) und den pöhsen Erwachsenen ist Ausdruck einer extrem reaktionären und unreflektierten autistischen Denkweise. Die meisten selbsternannten wahren(TM) Antifas sind dabei wesentlich spiessiger/konervativer als das, was sie verächtlich "Bürger" nennen.
Immer schön Manschendrahtzaun und Leute in Schubladen schieben. Machen Nazis übrigens auch.
jederzeit wieder!
@Antifaschist
Haben doch wirklich nichts damit zu tun wenn irgendwelche Leute Demonstrierende in Bürger_innen und Antifa unterteilen!
Autismus ist ein angeborener abweichender Informationsverarbeitungsmodus.
Und dass diese Unterteilung angeboren ist kann man ja nun wirklich nicht behaupten!
Wenn jede/r Antifaschist_in ist, die/der sich den Nazis entgegenstellt... ist das dann nicht auch ein Schubladenetikett?
@ Eindrücke
Stimmt auffallend!
Nicht Alle!
Aber die ADs' haben Ihren Nationalismus!(auch die Weimaraner ADs')
Dort giebt es weit mehr "diese" Antifas!
Daher "Alle Nationalisten" augrenzen!
Stellt euch die Frage mal so! Und dann sagt worüber wir froh sein könnenmal wer wo mitgelaufen ist!
Shalom!
@d. aus b.
2. jegliche Nationalisten haben nen Knall und wenn ich mich als (zufällig in Deutschland geborene) Person mit deutscher Staatsangehörigkeit zum Staat Israel bekenne, dann ist das genauso beknackt, als wenn ich mich zu Deutschland bekenne, wenn nicht gar noch mehr. Ich als Individuum bekenne mich weder zu Deutschland, noch zu Israel, da ich beide Staaten nicht als das Non-Plus-Ultra eines funktionierenden, demokratischen, einwohnerfreundlichen Staates ansehe.
Ich würde es auch befürworten, wenn solche Schlagworte wie "pro-israel", "anti-amerikanisch", "anti-deutsch" bei Demonstrationen völlig außen vor bleiben würden. Nur soll ich mich der Demo verweigern, nur weil die ausrichtende Antifa pro-israel ist??? Das ist zu engstirnig gedacht. Gerade beim Protest gegen Rechts sollten Unterschiede im Detail außen vor bleiben. Der Konsens ist "Nazis raus", mehr ist da vorrangig nicht wichtig.
Grausig gegen wie viele Wände bzw. Bretter vorm Kopf man rennen kann...und wie ausgeprägt die bei einigen Angehörigen der linken Szene sind. Traurig.
Antid'
Israel ist aber kein Staat wie jeder andere, und erst Recht nicht wie Deutschland. Wie die Shoa singular ist, so ist auch Israel als eine Konsequenz der Shoa singular. Daher kannst du realpolitisch eben nicht sagen "alle Staaten sind scheiße", auch wenn Nationalstaaten grundlegend immer zu negieren sind:
Israel war und ist der einzige Staat (als territorialer Schutzraum aller Juden), dessen Existenz eine realpolitische Notwendigkeit hat.
Super, dass du Deutschland als Land der Deutschen Zustände und Deutschen Ideologie (Marx) mit der singularen Konsequenz (der Staatengründung Israels) aus der wiederum singularen Shoa vergleichst. Das zeugt wohl von einiger politischer Reife!
Israel-Solidarität bedeutet doch nicht, sich identitär mit Israel verbunden zu fühlen oder als "Staatsbürgerinn" zu bekennen, sondern diese singulare Konsequenz aus der Shoa und somit das Existenzrecht Israels anzuerkennen und wenn nötig zu verteidigen. Gar nicht mehr, und gar nicht weniger - und dein Individuum hat damit erst mal gar nichts zu tun, sondern ein politischer Reifeprozess (wie absurd, Menschen die Israel solidarisch sind, sind also keine "Individuen", keine "individuellen Menschen", oder was? Wo ist das Problem, so lange diese Solidarität nicht identitär wird?).
"Ich würde es auch befürworten, wenn solche Schlagworte wie "pro-israel", "anti-amerikanisch", "anti-deutsch" bei Demonstrationen völlig außen vor bleiben würden. Nur soll ich mich der Demo verweigern, nur weil die ausrichtende Antifa pro-israel ist??? Das ist zu engstirnig gedacht. Gerade beim Protest gegen Rechts sollten Unterschiede im Detail außen vor bleiben. Der Konsens ist "Nazis raus", mehr ist da vorrangig nicht wichtig.""
Ich würde befürworten, dass reaktionäre Ressentiments wie der Anti-Amerikanismus und Antizionismus aus linken Strukturen abgelehnt und die Singularität Israels anerkennt wird. Solange dies nicht der Fall ist, sind solche Begriffe auch auf Demos notwendig. Trozdem ist es super, dass du auf die Demo gekommen bist und einen Konsens gesucht hast.
"das selbstverständis der weimarer antifas ist ergebnis eines erkenntnisprozeßes, an dem sich von vielen seiten rege beteidigt wurde und welcher sich in ständiger selbstreflextion befindet. im gegensatz zu vielen gruppen, lässt sich in weimar sehr angenehm diskutieren und arbeiten. aber was solls, mit dialog kommt man in weimar auf jedenfall weiter und so weit ich weiß ist den palituch trägern auf der demo auch nichts passiert .. also so what, oder sollten das etwa alles nur haltlose anschuldigungen sein, wie sie plakativ gegen jede gruppe erhoben werden, die in ihrem selbstverständnis in eine ad richtung gehen?
bitte nicht alles und jede/n über einen kamm scheren! meinungen sind immer ergebnisse von erkenntnisprozeßen und diese gilt es stets zu aktualisieren und in weimar wird das definitiv getan!"
Dito, dass mein ich nämlich auch. Das Klima in Weimar ist äußerst angenehm. hier konnten problemlos Anarchistinnen neben antid' Kommis laufen, ohne das es zu einem Konflikt gekommen wäre. Das nennt man innerlinken Diskurs (auch wenn ich Palituch-Träger nicht auf ner Demo sehen will, zu erfahren warum sie es tragen und evtl am politischen Reifeprozess beizutragen bringt mehr, als sie von der Dmeo auszuschließen)!
Palitücher auf Demo-Diskussionen
In den 80ern und 90ern waren Palitücher auf Demonstrationen gegen Nazis noch kein Problem. Erklärt es sich denn nicht von selbst das leute die an solchen Demonstrationen teilnehmen höchstwarscheinlich keine Antisemiten sind?
Klar ist es für leute die sich mit der Materie auskennen mehr als fragwürdig mit einem solchen Tuch rumzurennen allerdings gibt es vor allem bei den Jüngeren oder bei den Punks zum Beispiel (ohne das ich diese jetzt als ungebildet oder politisch desorientiert darstellen will nur sie befassen sich zum Teil eben einfach nicht mit der Hintergrundgeschichte zu jedem zweiten Kleidungsstück) viele Leute die sich der Bedeutung dessen nicht bewußt sind. Für viele ist es eben nur ein Schmuck- oder Bekleidungsstück. Und ich kann mir wirklich schlimmereres vorstellen auf Demos als einen Menschen mit Palituch neben mir.
Gerade bei solchen Anlässen sollte man für jeden Demonstrationsteilnehmer dankbar sein und die Leute nicht durch Anfeindungen wegen Kleidungsstücken die in den 90ern auf Demos noch vollkommen normal waren verschrecken.
Wenn ich mir die Bilder so anschaue scheinen die Faschos ja ihre Auflagen (keine Hände in den Taschen vor allem) sehr genau eingehalten zu haben *lach*
Was für eine diziplinierte deutsche Gemeinschaft. ;)
Grafische Hochleistung mit Paint- Nazibilder
Aber immerhin ein paar weitere Bilder !
Die Quelle: Thiazi- Naziforum !
@AntiD
Bewohner von Weuimar sind Weimarer!
Zitat:
Israel ist aber kein Staat wie jeder andere, und erst Recht nicht wie Deutschland. Wie die Shoa singular ist, so ist auch Israel als eine Konsequenz der Shoa singular. Daher kannst du realpolitisch eben nicht sagen "alle Staaten sind scheiße", auch wenn Nationalstaaten grundlegend immer zu negieren sind:
Israel war und ist der einzige Staat (als territorialer Schutzraum aller Juden), dessen Existenz eine realpolitische Notwendigkeit hat.
Zuitat Ende:
Wenn mensch sich darauf zurückzieht das dies alles so bleiben soll, dann ist deine Ausführung richtig! Soll aber nicht so bleiben! Beim Entwurf einer emazipatorischjen Wellt für ALLE kann die objektive Realität des STAATES Israel und dem auch Ihm immanent inneliegenden Nationalismus, nur ein temporäres Anerkennen seiner tatsächlichen Schutzfunktion für Juden beinnhalten!
Realität ist aber auch das "der Staaat Israel" andere Ausgrenzungs- und Unterdrückungsmechanismen praktiziert! Er ist eben auch ein "Nationalstaat"!!!
Davor sollte mensch sich nicht verschliessen, sonst eist derjenige unglaubwürdig is jedweder Disskussion um Ausgrenzung und Unterdrückung, erst recht wenn sie antisemitisch tradiert ist! (die Diskussion!)
Also! Dann nimm mal selbst das Brett vor deinem Kopf weg, und setze deinen Focus weiter!
Manche sollten nicht nur soldarisch zu antisemitisch bedrohten Juden und Jüdinnen sein, sondern zu Allen Menschen die unter anderen aber letzendlich vorhandener Untersdückung leben müssen!
Du schriebst etwas im Sinne: solange ist alles OK, sobald die Solidarität der Leute nicht Identitär zum Staate Israel währe!
Auch richtig!
Das Problem ist nur sie ist es !!! solange sie zum Staat selbst postuliert und eingefordert wird! Und deshalb ist sie, auf der Grundlage eines erweiterten Focuses, abzulehnen!
Und nun lass gut sein!
Ich schliesse mit einem ehrlichen Shalom und nicht wie du mit einer Überheblichen Bemerkung über die "gerne herbeigeredete angebliche Beschränktheit" des Mitduskuanten!
Das bin ich nicht, das bist auch du nicht!
Das führt ansonsten nur zu "Blauäugigkeit"!
Thüringer Allgemeine