Spionieren, spitzeln, mobben: LIDL (&Co)
Die Bespitzelung seiner Mitarbeiter hat den LIDL-Konzern in die Schlagzeilen gebracht. Es ist nicht das erste Mal, dass LIDL in die Kritik gerät. Die Machenschaften des Discounters sind auch keine Ausnahme unter den Supermarktketten.
Wie eine Recherche des Stern ergab, bespitzelte der Discount-Riese und Aldi-Konkurrent LIDL systematisch seine Mitarbeiter. Detektive, die von den LIDL-Angestellten für normale Ladendetektive gehalten wurden, montierten in den Filialen Minikameras, mit denen sie die Mitarbeiter überwachten. In Geheimdienstmanier wurden endlose Seiten an Spitzel-Dossiers zusammengestellt und an die Konzernzentrale übergeben. Neben Klogängen, Liebesverhältnissen und vermeintlichem „Charakter“ interessierte die LIDL-Bosse u.a. der Lebenswandel und die politische Einstellung ihrer Untergebenen. Die Überwachungen verliefen dabei stets nach dem gleichen Muster: Von Montag bis Mittwoch wurde bespitzelt, Donnerstag und Freitag die Protokolle geschrieben.
Nachdem diese Ungeheuerlichkeiten ans Licht kamen, versuchte LIDL zunächst zu leugnen, gab dann aber die Gestapo-Methoden zu. Aktuell versucht sich der Konzern damit herauszureden, die Detektive hätten ungefragt und aus eigenem Antrieb heraus gehandelt – eine dümmere Ausrede ist LIDL-Chef Schwarz anscheinend nicht eingefallen.
Der Skandal weitet sich immer mehr aus, auch andere Supermärkte werden verdächtigt. So sollen neben Schlecker auch Edeka und Plus bespitzelt haben.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di rät den betroffenen Mitarbeitern zu einer Sammelklage, Datenschützer und der DGB fordern eine Gesetzesinitiative gegen die Mitarbeiter-Überwachung.
Verbraucherschützer warnen auch die Kunden von LIDL – die Kameras seien angeblich in der Lage, bei der Zahlung mit Kreditkarte die Geheimzahl auszuspionieren.
Inzwischen werden die ersten Boykott-Aufrufe gegenüber LIDL laut. Datenschützer Peter Schaar warnt aber davor, LIDL oder die Supermarktketten als Einzelfälle zu betrachten. Er sieht eine generelle Tendenz zu mehr Überwachung im Arbeitsleben.
Der Überwachungsskandal ist übrigens nicht die erste Negativschlagzeile für den LIDL-Konzern. Schon seit längerem versucht Ver.di darauf aufmerksam zu machen, dass der Discounter seine Mitarbeiter unter Druck setzt, Betriebsratsgründungen unterbindet und Gewerkschaftsmitglieder mobbt. Damit beschäftigt sich auch das „Schwarzbuch LIDL“ von Andreas Hamann und Gudrun Giese.
Nachdem diese Ungeheuerlichkeiten ans Licht kamen, versuchte LIDL zunächst zu leugnen, gab dann aber die Gestapo-Methoden zu. Aktuell versucht sich der Konzern damit herauszureden, die Detektive hätten ungefragt und aus eigenem Antrieb heraus gehandelt – eine dümmere Ausrede ist LIDL-Chef Schwarz anscheinend nicht eingefallen.
Der Skandal weitet sich immer mehr aus, auch andere Supermärkte werden verdächtigt. So sollen neben Schlecker auch Edeka und Plus bespitzelt haben.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di rät den betroffenen Mitarbeitern zu einer Sammelklage, Datenschützer und der DGB fordern eine Gesetzesinitiative gegen die Mitarbeiter-Überwachung.
Verbraucherschützer warnen auch die Kunden von LIDL – die Kameras seien angeblich in der Lage, bei der Zahlung mit Kreditkarte die Geheimzahl auszuspionieren.
Inzwischen werden die ersten Boykott-Aufrufe gegenüber LIDL laut. Datenschützer Peter Schaar warnt aber davor, LIDL oder die Supermarktketten als Einzelfälle zu betrachten. Er sieht eine generelle Tendenz zu mehr Überwachung im Arbeitsleben.
Der Überwachungsskandal ist übrigens nicht die erste Negativschlagzeile für den LIDL-Konzern. Schon seit längerem versucht Ver.di darauf aufmerksam zu machen, dass der Discounter seine Mitarbeiter unter Druck setzt, Betriebsratsgründungen unterbindet und Gewerkschaftsmitglieder mobbt. Damit beschäftigt sich auch das „Schwarzbuch LIDL“ von Andreas Hamann und Gudrun Giese.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
BOYKOTT!
Der Discounter LIDL lässt seine Mitarbeiter widerrechtlich überwachen! Monatelang haben Detektive im Auftrag von LIDL in Filialen Mitarbeiter ausspioniert und intimste Details aus deren Privatleben protokolliert. LIDL verhindert seit Jahren aktiv die Etablierung von Betriebsräten, schüchtert Beschäftigte systematisch ein und droht engagierten Mitarbeitern
Das Billig-Discounter Prinzip von LIDL basiert auf Ausbeutung und progressivem Sozialdumping der Beschäftigten. Aus Imagegründen versucht sich LIDL in Schadensbegrenzung und entschuldigt sich öffentlich. Die Unternehmensphilosophie von LIDL darf nicht unterstützt werden. Schluss mit Sozialdumping, Ausbeutung und Bespitzelung. Solidarität mit den Beschäftigten! Gebt Euer Geld nicht LIDL! Genug geredet. BOYKOTT! JETZT!
Margret Mönig-Rahne
Sammelklagen gibt es in den USA (class action). In Deutschland gibt es derlei nicht.
Sowas sollte bei Ver.di eigentlich bekannt sein.
Mitarbeiter-Überwachung größter Umsatzbringer
Dies sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Detektive, Hans Sturhan, der "Welt am Sonntag". Die Überwachung von Angestellten mit Minikameras, Peilsendern und eingeschleusten Mitarbeitern sei der mit Abstand wichtigste Umsatzfaktor der Branche. Warendiebstahl und Untreue seien die Hauptgründe, warum Unternehmen Detektive auf Mitarbeiter ansetzten.
Zugleich distanzieren sich die Detektive von den systematischen Bespitzelungen beim Discounter Lidl, die von Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma durchgeführt worden seien. "Dort wurden fachfremd Kaufhausdetektive eingesetzt, die für die Überwachung von Mitarbeiterin weder qualifiziert noch berechtigt sind", sagte Sturhan. Das erkläre auch die Verstöße gegen den Datenschutz. Das Filmen mit versteckt angebrachten Kameras sei zwar ein gängiges Mittel zur Observierung von Angestellten. "Doch eine heimliche Videoüberwachung ist nur zulässig, wenn ein Anfangsverdacht besteht und die Überwachung räumlich und zeitlich begrenzt ist."
Inzwischen hatte sich auch Lidl von den Überwachsungsmethoden der Detektive distanziert und den Verzicht auf Videoüberwachung in den Geschäften angekündigt.
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In Deutschland gibt es den Angaben zufolge rund 1500 Detekteien mit gut 4000 Ermittlern. 3000 von ihnen seien vornehmlich oder ausschließlich im Auftrag der Wirtschaft tätig. Die Branche setze im Jahr rund 220 Millionen Euro um.
Verdeckte Einflussnahme auf Arbeitnehmerorgan
Die Arbeitnehmervertretung "Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger" (AUB) war schon einmal im Zusammenhang mit dem Siemens-Skandal in die Schlagzeilen geraten, und zwar für ihre arbeitgeberfreundliche Haltung. Nun wurde bekannt, dass offenbar auch der Einzelhandelskonzern Aldi Nord die AUB jahrelang als Gegenorganisation zur Gewerkschaft ver.di gefördert hat.
Über eine Anwaltskanzlei seien verdeckte Zahlungen an den damaligen AUB-Chef Wilhelm Schelsky vorgenommen worden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Darauf gestoßen sei die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth bei ihren Ermittlungen über die mutmaßlich gesetzewidrige Kooperation zwischen Siemens, Schelsky und der AUB.
Ein AUB-Mitarbeiter kümmerte sich um die Aldi-Betriebsräte
Schelsky habe bei den Vernehmungen gestanden, dass Aldi Nord über eine Anwaltskanzlei in Essen einen Mitarbeiter mit 120.000 Euro pro Jahr finanzierte. Dieser habe sich um die Betriebsräte von Aldi gekümmert. Die Aldi Einkauf GmbH in Essen bestätigte der "Süddeutschen Zeitung" diese Zahlungen. Sie seien bis 2006 erfolgt.
Im Februar 2007 wurde Schelsky verhaftet. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue und diverser Steuerstraftaten ermittelt. Er soll von Siemens Millionenzahlungen erhalten haben. Damit sollte er offenbar die AUB als Gegengewerkschaft zur IG Metall aufbauen.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
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FÜR MEHR MILITANTEN WIDERSTAND!!!!!
Wer aufmerksam ist...