450 € für Seilaktion bei Uranmülltransport ?
Die Staatsanwaltschaft Münster fordert von der französischen Umweltaktivistin, die sich im Januar über der Bahnstrecke Gronau-Münster vor einem Uranmülltransport von Gronau nach Russland abgeseilt hat, laut einem lokalen Radiosender 30 Tagessätze à 15 Euro. Hört sich erstmal nicht so spektakulär an, aber vor allem die Bundespolizei und die Bahn wollen von der Fransösin Schadensersatz in fünfstelliger Höhe. Deshalb dürfte der Prozess eine besondere Bedeutung erhalten. Interessant ist übrigens, dass die Staatsanwaltschaft schon übers Radio ihre Forderungen verbreitet, die Betroffene aber noch gar keine Post erhalten hat.
Rückblende 16. Januar: Der erste Uranmüllzug in 2008 ist gerade erst aus Gronau Richtung Russland gestartet, da hält die Bundespolizei in schon bei Metelen an. Grund: Zwischen Metelen und Burgsteinfurt hängt eine einzelne Aktivistin hoch über der Strecke zwischen den Bäumen am Seil. Erst nach sieben Stunden hat die Bundespolizei die Frau runtergeholt und gibt die Strecke für den Uranmüllzug mit rund 1000 t abgereichertem Uranhexafluorid wieder frei.
Besonders pikant: Durch ein Schreiben der Deutschen Bahn an die Betroffene stellte sich heraus, dass die eigens aus St. Augustin bei Bonn eingeflogenen Polizeikletterer zur GSG 9 gehörten. Die Bundespolizei bestreitet dies später - die Bahn bleibt bei ihrer Aussage.
Nun also der nächste Schritt: Die Staatsanwaltschaft will cash sehen. Über den konkreten Tatvorwurf ist noch nichts bekannt. Anscheinend ist auch die Höhe nicht so sehr entscheidend, wie die Möglichkeit nach einer möglichen Verurteilung zivilrechtliche Schadensersatzansprüche geltend machen zu können. Da war bereits von 10 000 bis 20 000 Euro die Rede.
Aber das sind noch alles ungelegte Eier, denn offiziell ist der Betroffenen noch nichts zugestellt worden. Und in vergleichbaren Verfahren in Niedersachsen gab es bereits Freisprüche für derartige Abseilaktionen. Aber die Staatsanwaltschaft scheint schon mal prophylaktisch über die Medien Druck machen zu wollen.
Die Urenco hält sich übrigens völlig zurück bei Schadensersatzanforderungen. In dem Bahnschreiben war der Uranzug schwammig mit "Güterzug einer Privatfirma" umschrieben worden. Die wollen möglichst wenig Öffentlichkeit und natürlich gar nicht über Atommüll, Urananreicherung, Uranmüllexport und ähnlich unappetitliche Dinge reden. Also dürfen (wieder mal) Staatsanwaltschaft, Bundespolizei und DB für die Urenco die Kohlen aus dem Feuer holen.
Die Anti-Atom-Initiativen im Münsterland rufen zur Solidarität mit der betroffenen Umweltaktivistin auf. Gib Repression keine Chance!!
PS: Bereits im April ist mit einem weiteren Uranmülltransport von Gronau nach Russland zu rechnen ! (Infos: www.urantransport.de).
Besonders pikant: Durch ein Schreiben der Deutschen Bahn an die Betroffene stellte sich heraus, dass die eigens aus St. Augustin bei Bonn eingeflogenen Polizeikletterer zur GSG 9 gehörten. Die Bundespolizei bestreitet dies später - die Bahn bleibt bei ihrer Aussage.
Nun also der nächste Schritt: Die Staatsanwaltschaft will cash sehen. Über den konkreten Tatvorwurf ist noch nichts bekannt. Anscheinend ist auch die Höhe nicht so sehr entscheidend, wie die Möglichkeit nach einer möglichen Verurteilung zivilrechtliche Schadensersatzansprüche geltend machen zu können. Da war bereits von 10 000 bis 20 000 Euro die Rede.
Aber das sind noch alles ungelegte Eier, denn offiziell ist der Betroffenen noch nichts zugestellt worden. Und in vergleichbaren Verfahren in Niedersachsen gab es bereits Freisprüche für derartige Abseilaktionen. Aber die Staatsanwaltschaft scheint schon mal prophylaktisch über die Medien Druck machen zu wollen.
Die Urenco hält sich übrigens völlig zurück bei Schadensersatzanforderungen. In dem Bahnschreiben war der Uranzug schwammig mit "Güterzug einer Privatfirma" umschrieben worden. Die wollen möglichst wenig Öffentlichkeit und natürlich gar nicht über Atommüll, Urananreicherung, Uranmüllexport und ähnlich unappetitliche Dinge reden. Also dürfen (wieder mal) Staatsanwaltschaft, Bundespolizei und DB für die Urenco die Kohlen aus dem Feuer holen.
Die Anti-Atom-Initiativen im Münsterland rufen zur Solidarität mit der betroffenen Umweltaktivistin auf. Gib Repression keine Chance!!
PS: Bereits im April ist mit einem weiteren Uranmülltransport von Gronau nach Russland zu rechnen ! (Infos: www.urantransport.de).
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Kinderkrebs - Mahnwache am AKW Krümmel
bundesweiten Mahnwachen für die schnelle Aufklärung der Häufung von
Kinderkrebs an Atomkraftwerken zu beteiligen. Die nächstgelegene Mahnwache
findet um 16 Uhr am AKW Krümmel bei Geesthacht statt. Mitfahrgelegenheiten
können über das BI-Büro in Lüchow unter Telnr. 05841 4684 angeboten und
erfragt werden.
Francis Althoff 05843-986789