Ostereiersuche der Nazis verboten

Königs Wusterhausen bei Berlin 25.03.2008 20:28 Themen: Antifa
Neonazis versuchten am 24.März 2008 eine Mahnwache in Königs Wusterhausen durchzuführen, nachdem ihre "Ostereiersuche" in Waßmannsdorf verboten wurde
Gestern, am 24. März 2008 sammelten sich gegen 19:00 ca. 20-30 Neonazis am S Bahnhof Königs Wusterhausen, um gegen das Verbot, eine Veranstaltung namens „Ostarafest“ in Waßmannsdorf durchzuführen, zu protestieren.
Jedoch fasste die Polizei dies als eine Ersatzveranstaltung auf und unternahm den Versuch die ca. 30 Nazis wegzuschicken, nachdem dieser gescheitert ist, nahmen sie die Personalien von 20 der 30 Neonazis auf und erteilten ihnen Platzverweise. Etwa 15 der Übriggebliebenen Nazis stiegen 21:19 in die Regionalbahn in Richtung Berlin nach Rathenow.

Dieses „Ostereiersuchen“ der Nazis in Waßmannsdorf wurde von einem „ehemaligen Funktionär einer verbotenen Kameradschaft aus Berlin“ veranstaltet und wahrscheinlich auch längerfristig geplant.


Diese Vorkommnisse reihen sich ein in eine lange Liste brauner Aktivitäten rund um Königs Wusterhausen. Für kommenden Oktober haben Kameradschaftsaktivisten aus Berlin (Bethage) in Zusammenarbeit mit der Lokalen NPD unter Michael Thalheim bereits einen weiteren neofaschistischen Aufmarsch angemeldet. Schon im Oktober 2007 marschierten 300 Neonazis unter dem Motto "Jugend braucht Perspektive" durch die Stadt.



Antifaschistische Gruppen aus KW:
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Autonome Antifa Königs Wusterhausen
aakw.de.vu
Bündnis Gegen Rechts - KW
bgr-kw.de.vu
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Ergänzungen

Stichwort "spontan"

Autonomia 25.03.2008 - 21:25
Die Nazis haben versucht die Sache spontan bei den Bullen anzumelden, was dazu führte, dass eine starke Polizeipräsenz vor Ort war. War also von Anfang an hoffnungslos und es wurde nicht weiter mobilisiert. Bei einem Infostand des BürgerInnenbündnis gegen Rechts waren am Freitag jedoch mehr Nazis in Königs Wusterhausen, um dagegen vorzugehen, was ihnen nicht gelungen ist. Das Potenzial ist also vorhanden, wurde nur gestern nicht ausgeschöpft.

Fight Nazis

I-net Adresse

www.aakw.de.vu 26.03.2008 - 01:43
Die Internetadresse der lokalen Gruppe lautet:

www.aakw.de.vu

Lager von Thor Steinar

Goofy 26.03.2008 - 08:07
Das Lager von Thor Steinar befindet sich in einem Dorf das neben Königs Wusterhausen liegt und Bestensee heißt.
Das Lager ist auf einem Privatgelände mit Sicherheitskameras und Hinterhofverschlag angelegt d.h es ist von der Straße aus nicht einsichtbar und sieht ziemlich normal bis uninteressant aus!

KW-TV

Beobachter 28.03.2008 - 16:01
 http://www.kw-tv.de/index.php?site=vod/beitrag1&vor=programm

Ein Beitrag über einen kürzlich durchgeführten antifaschistischen Infotisch in Königs Wusterhausen, neonazistische Gewalt und die Lage vor Ort.

Anmekung: Nach beendigung des Interviews, als das Fernsehteam wieder weg war, versuchten noch 15 Neonazis den Stand anzugreifen, brachen der Versuch jedoch ab, als sich ihnen Leute in den Weg Stellten.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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TS-Stadt

- 25.03.2008 - 20:36
Ist doch auch die Stadt, in der Thor Steinar produziert/vermarktet wird oder?
Mich wundert nur, dass dann nur 30 Nazis da waren. Wenn die Belegschaft von Thor Steinar (ca. 300) auch noch kommen würde....

aakw

aakw 25.03.2008 - 21:05
die adresse heisst richtig

@-

Antifa 25.03.2008 - 21:06
Ja, Königs Wusterhausen ist die Stadt in der der Thor Steinar Gründer Axel Kopelke sein erstes Geschäft hatte. Das Thor Steinar Lager ist in einem Dorf, das zu Königs Wusterhausen dazu gehört.

Aber wie kommst du denn auf die Zahl von 300 Angestellten? Die Sachen werden alle in der Türkei und in China produziert und im Lager arbeiten garantiert keine 300 Leute, da reichen vermutlich 3 Angestellte.


bzgl. TS-Stadt

Der Glaser 25.03.2008 - 21:16
Die hinter Thor Steinar stehende MediaTex Gmbh unterhält bei Königs Wusterhausen lediglich Firmensitz, Lager und Vertrieb. Produzieren tun die woanders u.a. in der Türkei, weil's so schön billig ist...

Dass zum Zeitpunkt der Auflösung nur 20 bis 30 Neonazis vor Ort waren, sollte nicht genutzt werden, die Strukturen dort zu verharmlosen. Dass sie kurzfristig ein hohes Mobilisierungspotential haben, vor Ort bestens integriert sind und selbstverständlich nicht vor Gewalt gegen jene zurück schrecken, die die Brwontoww-Wohlfühl-Atmosphäre störem, kann man in der Chronik der lokalen Antifagruppe nachlesen.

Ts = Nazis

antifa 26.03.2008 - 17:54
Als der Tönsberg sich noch am Alexanderplatz befand, beschäftigte dieser auch Berliner Kameradschaftsnazis (z.B. Julia M)!