Vermutlich rechtsradikaler Brandanschlag
Vermutlich rechtsextreme Täter haben in der Nacht zum Samstag einen islamischen Gebetsraum in Sittensen (Landkreis Rotenburg/Wümme) in Brand gesetzt. Das Feuer beschädigte die Einrichtung des Raums, ging dann aber von alleine wieder aus. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Aufkleber an den Scheiben
An den Fensterscheiben des ehemaligen Lebensmittelmarktes hätten „Zettel mit rechtsradikalen Parolen“ geklebt, die sich gegen den Islam wandten, berichtete die Polizei am Samstagabend. Bei Überprüfung der Räumlichkeiten wurden nach Polizeiangaben in einem rund 30 Quadratmeter großem Vorraum des Gebäudes zwei Brandflecke entdeckt. Der Brandbeschleuniger in den geschleuderten Molotowcocktails hatte sich in dem Teppichboden des ehemaligen Lebensmittelgeschäfts festgesetzt. Das Feuer und die einsetzende Rauchentwicklung beschädigte das Mobiliar in dem als Aufenthaltsraum der Gebetsstätte genutzten Gebäudebereich. Das Feuer erlosch ohne Fremdeinwirkung und konnte nicht auf weitere Teile der Gebetsstätte übergreifen. An den Scheiben der Gebetsstätte fanden die Ermittler Aufkleber mit rechtsgerichteten und islamfeindlichen Parolen. Solche Zettel wurden auch an Laternenmasten in Sittensen gefunden. Die Spuren führten schließlich zu einem 18-jährigen Mann aus Sittensen, in dessen Wohnungen der Polizei zufolge ähnliche Klebezettel gefunden wurden. Da aber keine Haftgründe vorgelegen hätten, sei der Mann zunächst auf freiem Fuß geblieben. Die Ermittlungen dauerten noch an. Der junge Mann gehöre offensichtlich der rechtsextremen Szene an, sagte Polizeisprecher Detlev Kaldinski. Gegen ihn sei ein Strafverfahren wegen schwerer Brandstiftung eingeleitet worden. Dass es in der Nacht zum Ostersamstag zu keiner Katastrophe gekommen ist, ist laut Polizei lediglich auf Zufall und glückliche Umständen zurückzuführen. Der Tatverdächtige kündigte inzwischen an, sich von Jürgen Rieger anwaltlich vertreten zu lassen. Der Hamburger Rechtsanwalt und bekennender Rassist gilt als wichtiger Drahtzieher neofaschistischer Strukturen in Norddeutschland.
Schwere Brandstiftung und gefährdete Bewohner
Der Sachschaden werde nach ersten Ermittlungen auf insgesamt rund 10.000 Euro geschätzt hieß es. Gefährdet wurden weiterhin jedoch fünf schlafende Bewohner eines Einfamilienhauses, das mit der in einem Flachdachbau untergebrachten Gebetsstätte verbunden ist. Der 73 Jahre alte Hauseigentümer hatte am Morgen bemerkt, dass dort drei Fensterscheiben eingeschlagen waren. Im Vorraum fanden die Ermittler Reste von zerbrochenen Glasflaschen und Brandbeschleuniger. Um 2.30 Uhr hatte ein Anwohner der Gebetsstätte der Islamischen Gemeinschaft Sittensen, die in einem ehemaligen Lebensmittelmarkt untergebracht ist, das Klirren einer Scheibe und eine weglaufende Person bemerkt, aber nicht weiter darauf reagiert. Die Zettel mit den rechten Parolen stammten nach Polizeiangaben von einer Gruppe "Nationale Sozialisten". Die Bezeichnung „Nationalen Sozialisten“ bezieht sich dabei auf Organisationsmodelle der so genannten „Freien Kameradschaften“, einem Konzept der Neonaziszene, welches auf dem Zellenprinzip basiert und seit Mitte der 90er Jahre verstärkt von rechtsextremistischen Strukturen in Deutschland angewendet wird.
Drohungen gegen Andersdenkende
In dem Ort habe es in der Vergangenheit keine Probleme mit Neonazis gegeben. Die Polizei suche jetzt nach Zeugen, die weitere Hinweise zu dem Brandanschlag geben können. In der Vergangenheit trat die rechtsextremistische Szene in Sittensen kaum in Erscheinung. Im Zusammenhang mit der niedersächsischen Landtagswahl 2008 konnten BeobachterInnen allerdings eine spürbare personelle Veränderung in der Region wahrnehmen. Im Verlauf des Wahlkampfes fielen Neonazis die dem Umfeld des NPD-Unterbezirks Stade, zu dem Sittensen gehört, durch militante Drohungen gegen Andersdenkende und JournalistInnen auf. Die letzte Demonstration mit rechtsradikalem Hintergrund fand im Februar letzten Jahres statt.
Nazi-Offensive im Landkreis Rotenburg - Chronologie
http://de.indymedia.org/2007/02/167845.shtml
Naziaufmarsch in Rotenburg an der Wümme
http://de.indymedia.org/2007/02/168057.shtml
An den Fensterscheiben des ehemaligen Lebensmittelmarktes hätten „Zettel mit rechtsradikalen Parolen“ geklebt, die sich gegen den Islam wandten, berichtete die Polizei am Samstagabend. Bei Überprüfung der Räumlichkeiten wurden nach Polizeiangaben in einem rund 30 Quadratmeter großem Vorraum des Gebäudes zwei Brandflecke entdeckt. Der Brandbeschleuniger in den geschleuderten Molotowcocktails hatte sich in dem Teppichboden des ehemaligen Lebensmittelgeschäfts festgesetzt. Das Feuer und die einsetzende Rauchentwicklung beschädigte das Mobiliar in dem als Aufenthaltsraum der Gebetsstätte genutzten Gebäudebereich. Das Feuer erlosch ohne Fremdeinwirkung und konnte nicht auf weitere Teile der Gebetsstätte übergreifen. An den Scheiben der Gebetsstätte fanden die Ermittler Aufkleber mit rechtsgerichteten und islamfeindlichen Parolen. Solche Zettel wurden auch an Laternenmasten in Sittensen gefunden. Die Spuren führten schließlich zu einem 18-jährigen Mann aus Sittensen, in dessen Wohnungen der Polizei zufolge ähnliche Klebezettel gefunden wurden. Da aber keine Haftgründe vorgelegen hätten, sei der Mann zunächst auf freiem Fuß geblieben. Die Ermittlungen dauerten noch an. Der junge Mann gehöre offensichtlich der rechtsextremen Szene an, sagte Polizeisprecher Detlev Kaldinski. Gegen ihn sei ein Strafverfahren wegen schwerer Brandstiftung eingeleitet worden. Dass es in der Nacht zum Ostersamstag zu keiner Katastrophe gekommen ist, ist laut Polizei lediglich auf Zufall und glückliche Umständen zurückzuführen. Der Tatverdächtige kündigte inzwischen an, sich von Jürgen Rieger anwaltlich vertreten zu lassen. Der Hamburger Rechtsanwalt und bekennender Rassist gilt als wichtiger Drahtzieher neofaschistischer Strukturen in Norddeutschland.
Schwere Brandstiftung und gefährdete Bewohner
Der Sachschaden werde nach ersten Ermittlungen auf insgesamt rund 10.000 Euro geschätzt hieß es. Gefährdet wurden weiterhin jedoch fünf schlafende Bewohner eines Einfamilienhauses, das mit der in einem Flachdachbau untergebrachten Gebetsstätte verbunden ist. Der 73 Jahre alte Hauseigentümer hatte am Morgen bemerkt, dass dort drei Fensterscheiben eingeschlagen waren. Im Vorraum fanden die Ermittler Reste von zerbrochenen Glasflaschen und Brandbeschleuniger. Um 2.30 Uhr hatte ein Anwohner der Gebetsstätte der Islamischen Gemeinschaft Sittensen, die in einem ehemaligen Lebensmittelmarkt untergebracht ist, das Klirren einer Scheibe und eine weglaufende Person bemerkt, aber nicht weiter darauf reagiert. Die Zettel mit den rechten Parolen stammten nach Polizeiangaben von einer Gruppe "Nationale Sozialisten". Die Bezeichnung „Nationalen Sozialisten“ bezieht sich dabei auf Organisationsmodelle der so genannten „Freien Kameradschaften“, einem Konzept der Neonaziszene, welches auf dem Zellenprinzip basiert und seit Mitte der 90er Jahre verstärkt von rechtsextremistischen Strukturen in Deutschland angewendet wird.
Drohungen gegen Andersdenkende
In dem Ort habe es in der Vergangenheit keine Probleme mit Neonazis gegeben. Die Polizei suche jetzt nach Zeugen, die weitere Hinweise zu dem Brandanschlag geben können. In der Vergangenheit trat die rechtsextremistische Szene in Sittensen kaum in Erscheinung. Im Zusammenhang mit der niedersächsischen Landtagswahl 2008 konnten BeobachterInnen allerdings eine spürbare personelle Veränderung in der Region wahrnehmen. Im Verlauf des Wahlkampfes fielen Neonazis die dem Umfeld des NPD-Unterbezirks Stade, zu dem Sittensen gehört, durch militante Drohungen gegen Andersdenkende und JournalistInnen auf. Die letzte Demonstration mit rechtsradikalem Hintergrund fand im Februar letzten Jahres statt.
Nazi-Offensive im Landkreis Rotenburg - Chronologie
http://de.indymedia.org/2007/02/167845.shtml Naziaufmarsch in Rotenburg an der Wümme
http://de.indymedia.org/2007/02/168057.shtml
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Bericht
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Bilder haben die Rech-Nord-Leute hier:
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lala
Evangelische Kirche entsetzt
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@ Recherche-nord-fan — Maja
Bis auf... — Maja
doppelt gemoppelt — Dein Name
@ Dein Name — Hulk
rieger auf die füsse treten — mobiltelefon
@mobiltelefon — egal
@hulk — ..........
@handy — ..........
Haftbefehl nach Anschlag auf Gebetsraum — http://www.zevener-zeitung.de
@ .......... — hulk
Nazis gegen Islam? Da stimmt doch was nicht! — Jungle Rat
täter — ??