Berlin: AntifaschistInnen entfernen Nazipropaganda

Antifa Bündnis Marzahn-Hellersdorf [ABM] 23.03.2008 19:43 Themen: Antifa Antirassismus
Berlin: In den vergangenen Wochen häuften sich rechtsextreme Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf. Eine neue Dimension erreichen diese durch lokale Neonazis, die sich seit neuestem unter einem gemeinsamen Label organisieren. Dies nahmen AntifaschistInnen am Sonntag, den 23.3.2008, zum Anlass um gemeinsam die Nazipropaganda zu entfernen und auf die jüngsten Aktivitäten aufmerksam zu machen.
In den vergangenen Wochen häuften sich Aktivitäten von Neonazis im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.

In der Nacht zum 7.3.2008 wurden erneut Nazi-Aufkleber an die Geschäftsstelle der Volkssolidarität in der Marzahner Promenade geklebt. Diese tauchten auch im gesamten Umfeld entlang der Marzahner Promenade bis zum Einkaufszentrum Eastgate auf.

Eine regelrechte Propagandatour unternahm eine Gruppe von Neonazis in der Nacht zum 9.3.2008. Im gesamten Bezirk Marzahn-Hellersdorf wurden Plakate mit dem Aufruf "Antifagruppen zerschlagen" und so genannte Horst-Wessel-Gedenkplakate, welche den Nationalsozialisten zum Märtyrer verklären, verklebt. Des weiteren tauchten an zahlreichen Bahnhöfen, Straßenlaternen sowie Strom- und Briefkästen Aufkleber u.a. mit den Aufschriften "Nationale Sozialisten Bundesweite Aktion", "Antifa Banden zerschlagen" und "Dresden 1945 - Allierter Bombenterror und Völkermord" auf.

Anfang der letzten Woche wurde das Dorf Alt-Marzahn Ziel der rechtsextremen Propaganda. Neben zahlreichen Aufklebern der JN (Junge Nationaldemokraten – Jugendorganisation der NPD) tauchten ebenso Plakate einer bisher unbekannten Nazi-Gruppierung mit dem Namen „aktioNSgruppe (sic!) marzahn/hellersdorf“ auf. Diese fordert auf dem Plakat, die Durchsetzung eines „nationAlen (sic!) sozialismus“ und die Unterstützung bzw. Gründung örtlicher Aktionsgruppen (syn.: Kameradschaftsstrukturen).

Daniel Neumann, Pressesprecher des Antifaschistischen Bündnis Marzahn-Hellersdorf, erklärt dazu: „Ein Blick in die Chronik rechtsextremer Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf 2008 (1) zeigt eindrucksvoll, dass entgegen der Behauptung des Berliner Verfassungsschutzes (2) kein Rückgang der Bedrohungslage durch Rechtsextremisten in Marzahn-Hellersdorf konstatiert werden kann. Gerade der zunehmende Aktionismus sowie die offensichtliche Vernetzung von Nazis im Bezirk Marzahn-Hellersdorf durch die Gründung einer kameradschaftsähnlichen Struktur mit dem Namen „aktioNSgruppe marzahn/hellersdorf“ zeigt deutlich, dass die Gefahr des Rechtsextremismus eine Konstante in diesem Berliner Bezirk ist.“

Um ein Zeichen gegen die menschenverachtende Ideologie des Nationalsozialismus zu setzen und den jüngsten Aktivitäten der Neonazis zu begegnen, haben junge AntifaschistInnen aus Marzahn-Hellersdorf am heutigen Sonntag Nazipropaganda, die an zahlreichen Laternen, Strom- und Briefkästen im Dorf Alt-Marzahn klebte, entfernt. Sie werden den Bezirk nicht den Nazis überlassen.

(1) www.kein-verstecken.de/chronik.htm
(2) www.berlin.de/sen/inneres/verfassungsschutz/aktuell/am_rechtegewalt_07.02.2008.html
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Ergänzungen

rechter Lifestyle

Heinz 23.03.2008 - 20:44
rechts(radikale) Alltags"kultur" in Marzahn-Hellersdorf:

Kategorie C Ladengeschäft
Asgard Club
Boombastic Ladengeschäfte (verkaufen Thor Steinar)
Asgard Tattoo
Grimnir Tattoo
Highlander Tattoo

siehe dazu den verlinkten AIB-Artikel

Fake.....^^

Lubna 27.03.2008 - 19:26
....naja wir fällt auf das, wenn der Artikel in Dortmund, des Übergriffs auf Antifas am HBh, ein Fake war und er nicht stimmen sollte, dieser ja von selbigen geschrieben wurden, änliche
Links enthält und ebenfalls gefakt ist...

... sollte man endlich überprüfen und mal richtig stellen.

lb

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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nicht gerade spannend — karl-horst

@karl-horst — ...

Rechtsextreme Hooligans zerst. Fensterscheibe — http://www.scharf-links.de

Die Kritik ist .. — Gwendolin