Unruhen/Pogrome in Tibet/China

Beobachter 21.03.2008 12:37 Themen: Weltweit
Seit einigen Tagen protestieren angehörige der tibetischen Volksgruppe in verschiedenen chinesischen Provinzen gegen die als Besatzer gesehen Chinesen. Am häftigsten sind die Proteste in der autonomen Region Tibet sowie den Provinzen Gansu und Sichuan. Nach tagelangen friedlichen Demonstrationen in der alten Hauptstadt Tibets, Lhasa, weiteten sich die Proteste zu einer handfesten Revolte aus. Zahlreiche Gebäude und Autos wurden angezündet, dem äusseren nach als chinesen geltende Menschen wurden von aufgebrachten Tibetern gejagt und attackiert, chinesische Geschäfte wurden geplündert und angezündet. Die Aufständigen lieferten sich heftige Strassenschlachten mit den Sicherheitskräften.

Unruhen/Pogrome in Tibet/China - Eine Einschätzung

Kurze Zusammenfassung der Ereignisse der letzten Tage

Seit einigen Tagen protestieren angehörige der tibetischen Volksgruppe in verschiedenen chinesischen Provinzen gegen die als Besatzer gesehen Chinesen. Am häftigsten sind die Proteste in der autonomen Region Tibet sowie den Provinzen Gansu und Sichuan. Nach tagelangen friedlichen Demonstrationen in der alten Hauptstadt Tibets, Lhasa, weiteten sich die Proteste zu einer handfesten Revolte aus. Zahlreiche Gebäude und Autos wurden angezündet, dem äusseren nach als Chinesen geltende Menschen wurden von aufgebrachten Tibetern gejagt und attackiert, chinesische Geschäfte wurden geplündert und angezündet. Die Aufständigen lieferten sich heftige Strassenschlachten mit den Sicherheitskräften. Erst nachdem es zu pogromartigen Szenen gegenüber dem chinesischen Teil der Bevölkerung kam, begannen die chinesischen Sicherheitskräfte einzuschreiten. Fakt ist, es kamen Menschen ums Leben. Die tibetische 'Exilregierung' unter Federfürung Dalai Lama im indischen Dharamsala sprach sofort von einem blutig niedergeschlagenem Aufstand mit mindestens 100 Toten, später war sogar die Rede von mehreren hundert Toten. Die chinesische Regierung habe den Protest mit Militär und Polizei blutig niedergeschlagen, wie schon damals 1989 auf dem Tiananmen Platz in Beijing. Die chinesische Regierung hingegen spricht von lediglich 13 Toten. Ferner handele es sich bei den toten um Chinesen, die vom tibetischen Mob gelyncht wurden bzw. in ihren Häusern verbrannten. Mitlerweile gesteht die Regierung ein, auch auf Demonstranten geschossen zu haben: in Notwehr.

Diese Schilderung dürfte mehr oder weniger ohne Wertung den Fakten entsprechen.

Medien

Von den deutschen sowie internationalen Medien wie z.B. BBC oder CNN wurde bzw. wird die Version der Ereignisse der tibetischen 'Exilregierung' mit dem Dalai Lama als ihren Vorsitzenden vorwiegend unhinterfragt übernommen. Schnell war von einem neuen chinesischen Massaker an friedliebenden Buddhisten zu hören. Hunderte Tote soll es gegeben haben, friedliche Demonstranten sollen erschossen worden sein. Darüberhinaus wird der chinesische Unrechtsstaat, indem es Menschenrechte nicht gebe, angegriffen. Der Tenor geht geschlossen mehr oder weniger stark in die gleiche Richtung: die guten, friedliebenden, spirituellen Tibeter und die martialisch auftretenden kommunistischen Chinesen, die jeden Protest blutig unterdrücken. Der berliner Tagesspiegel toppt das ganze mit einem Vergleich von Olympia 1936 unter den Nationalsozialisten und Olympia 2008 in China. "Lernen aus Olympia 1936"(Tagesspiegel, 17.3.2008)

Chinesische Sicherheitskräfte werden fast ausschliesslich als martialisch ausgrüstet, paramilitärisch, knüppelnd und Tränengas schiessend beschrieben. Hier einige wenige zufällig ausgesuchte zitate:

"Um die Proteste unter Kontrolle zu bringen, sind 20.000 Angehörige der paramilitärischen bewaffneten Polizei (Wujing) von der Provinzhauptstadt Lanzhou an fünf Orte in den tibetischen Regionen von Gansu entsandt worden, berichtete Free Tibet Campaign. Augenzeugen hätten in Gannan 102 Lastwagen mit Polizeikräften gezählt, die mit Waffen und Tränengas ausgerüstet gewesen seien. In der Provinz Qinghai demonstrierten 200 tibetische Lehrer." Tagesspiegel, 19.3.2008

"Mit einem massiven Tränengaseinsatz hätten die Soldaten den Angriff abgewehrt, berichtete CTV aus der Grenzregion zu Tibet. Auf Bildern waren blutende Demonstranten und Rauch in den Straßen zu sehen." n-tv, 19.3.2008

"Tag drei nach den Protesten gegen die chinesische Fremdherrschaft: Während die Bewohner sich um Normalität bemühen, veranstalten Militärpolizisten Razzien." taz, 18.3.2008

Eine etwas differenzierte Einschätzung ist in dem Magazin "The Economist" zu lesen:

"An orgy of anti-Chinese rioting convulsed the Tibetan capital, Lhasa, on Friday March 14th, leaving security forces uncertain how to respond. For many hours mobs controlled the streets, burning and looting as they pleased."

"The mobs, ranging from small groups of youths (some armed with traditional Tibetan swords) to crowds of many dozens, including women and children, rampaged through the narrow alleys of the Tibetan quarter. They battered the shutters of shops, broke in and seized whatever they could, from hunks of meat to gas canisters and clothing." The Economist, 14.3.2008

http://www.economist.com/world/asia/displaystory.cfm?story_id=10870258

Die chinesischen Medien geben, wie zu erwarten, ein gänzlich anderes Bild:

"The riots erupted in the plateau city on Friday afternoon. Rioters killed 13 civilians and set fires at more than 300 locations and attacked schools, banks, hospitals, shops, government offices, utilities and state media offices." China Daily, 19.3.2008

http://www.chinadaily.com.cn/china/2008-03/19/content_6547192.htm

"The crime of rioters, including beating, burning, robbing and killing, greatly threatened the life of Lhasa residents and resulted in significant property damages, said Ragdi, former vice-chairman of the Standing Committee of the National People's Congress, or China's top legislature." Xinhua, 19.3.2008

http://news.xinhuanet.com/english/2008-03/19/content_7820125.htm

Motivationen

Tibeter und die tibetische 'Exilregierung'

Gefordert wird die eine weitergehende tibetische Autonomie und Ende der chinesischen 'Besatzung'. Die 'Exilregierung' negiert zwar die Forderung nach einem eigenständigem Staat, dennoch wird dieser von vielen Tibet-Gruppen und Aktivisten gefordert. Hinzu kommt die Forderung nach einem Tibet, indem ethnische Tibeter die Mehrheit stellen. Oft wird von "Fremd im eigenen Land" gesprochen.

Chinesische Position

Die chinesische Regierung vertritt die Position, Tibet gehöre schon seit über 700 Jahren zu China. Es sei zwar zeitweise unabhängig gewesen, dennoch gehöre es seit geraumer Zeit zu China und sei daher nie wirklich annektiert worden. Die chinesische Seite beteuert darüberhinaus, in Tibet den Feudalismus und ein extrem religiös gepägtes System abgeschafft zu haben.

Wertung

So, wie es bis jetzt aussieht, haben sich die Versionen der tibetischen Exilregierung nicht bestätigt. Zwar haben, laut zahlreicher Medienberichte, die chinesischen Behörden Tibet abgeriegelt und nicht-chinesischer Presse die Berichterstatung verboten. Dennoch bleibt ein extrem grosses Fragezeichen: Wie schaffen es zahlreiche private Bildaufnahmen (aufgenommen z.B. mit Handy) nach Europa, und nicht ein einziges Bild von schiessenden Sicherheiskräften ist dabei? Vielmehr sieht es mitlerweile nach folgendem Szenario aus: Es gab einen blutigen Aufstand mit Toten, dieser wurde niedergeschlagen. Genau, wie es jeder andere Staat getan hätte bzw. hätte müssen, um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen. Beweise für eine blutige Niederschlagung gibt es offensichtlich nicht. Bilder, die um die Welt gehen, zeigen chinesiche Sicherheitskräfte, die in heftige Ausschreitungen verwickelt sind, Meschen festnehmen und Gebäude durchsuchen.
Letzteres ist fast zwingend mit derartigen Ausschreitungen ueberall verbunden, auch in Europa. Die Ausrüstung der so martialisch ausgrüsteten paramilitärischen Polizisten ist wohl kaum vergleichbar mit derer ihrer europäischen Kollegen. Es brauch eigentlich nicht erwähnt werden, dass diese immer mit Schusswaffen sowie Tränengas/Pfefferspray bewaffnet sind. Der berliner Tagesspiegel entdeckte eine besonders perfide chinesische Strategie: das Filmen von Tibetern. Die chinesische Polizei setze Kameras ein, um später randalierende Tibeter festnehmen zu können - in Deutschland gibt es wohl keine Demonstration, die nicht videoüberwacht wird. Festgehalten werden muss auch, dass die chinesische Polizei erst eingriff, als es nicht mehr anders ging. Tagelang wurde friedlich demonstriert. Erst als die Demonstrationen in dem pogromartigen Aufruhr gipfelten, wurde massiv eingeschritten.
Die neuen Meldungen von den abgefeuerten Schuessen in Sichuan belegen auch nicht perse die blutige Niederschlagung der Proteste. Wenn Aufständige eine Polizeiwache mit Steinen, Molotov-Cocktails und Macheten angreifen, ist Notwehr erstmal nicht so weit hergeholt.
Ebenso übel aufstossend ist die Glorifizierung des tibetischen Buddhismus. Die verklärende Sicht auf Tibet, vor der chinesischen Okkupation, als 'Dach der Welt' mit verwunschenen Klöstern, wo friedliebende Menschen im Einklang mit der Natur leben, stellt sich schnell nach ein klein bischen Nachforschen schlicht als falsch dar. In dem 'Shangri-La' herrschte vor 1950 ein Feudalismus, welcher zu dieser Zeit kaum noch auf der Welt existierte. Das tibetische Volk lebte unter Armut, es wurde eine Subsistenzwirtschaft betrieben, die nur durch streng gläubige Askese der Mönche und Nonnen funktionierte. Das Oberhaupt, der Dalai Lama, wurde noch nie demoktratisch gewählt: Wenn ein Dalai Lama stirbt, wird seine Reinkanation von hohen Mönchen ausgewahlt. Dieser behält seine Funktion auf Lebenszeit, wie der heutige Dalai Lama. Wie kaum ein anderer Mensch, schafft es der Dalai Lama zu Polariseren. Er agiert wie ein Regierungschef, lässt sich zu anderen Regierungschefs einladen und redet in europäischen Parlamenten. Seine 'weisen' Worte faszinieren Millionen. Wie keine andere Partei oder Organisation schafft er es in den ersten Tagen den blutigen Aufstand zu vermitteln. Die Aufständigen ernten weltweit Sympathie. Grausamkeiten werden erfolgreich ausschliesslich den Chinesen zugeschoben. In keinster Weise folgt eine Verurteilung, dessen was geschehen ist. Ein scheinbar unlösbares Paradoxon müsste sich ergeben: Wie können pazifistische Buddhisten blutige Pogrome durchführen? An dem Wiederspruch scheinen sich die wenigsten zu stören.

Zwei Videos von den Ereignissen

Tiberter-Mob schlägt Chinesen zusammen:

http://de.youtube.com/watch?v=JZLzKBvvGMg

Auschreitungen, chinesisches Fernsehen:

http://de.youtube.com/watch?v=D9AGr0A_i18

Zusammenfassend lässt sich wohl sagen, dass bei dem Umgang mit bürgerlicher Presse extreme Vorsicht geboten sein muss. Antichinesische bzw. antikommunistische Ressentiments sind noch immer weit verbreitet. Eine Destabilisierung China, auch von Aussen, klingt erstmal gar nicht so weit hergeholt. China als enorme Wirtschaftsmacht wurde schon immer kritisch bzw. ängstlich beäugt. Belegbar ist dies natürlich vorerst nicht. Hier soll nicht die chinesische Tibetpolitk blind gerechtfertigt werden. Fakt ist aber, durch den chinesischen Einfluss wurde einem barbarischen feudalistischen System die Grundlage entzogen. Fakt ist aber auch, dass viele Tibeter dort, mit dem wie es jetzt ist, unzufriegen sind und sich benachteiligt fühlen bzw. benachteiligt werden. Die chinesiche Regierung hat sich in der Vergangenheit nicht gerade schlau angestellt und tut es auch heute nicht unbedingt. Trotzdem waren die Lebensbedingungen vor dem Eintreffen der Chinesischen auf keinen Fall besser. Nur dem religiösen Wahnsinn wurde freien Lauf gelassen. Auch mit dem "Massenhaften Zuzug von Han-Chinesen" nach Tibet, bleibt die Region (auch perspektivisch) eine der am dünnnsten besiedelten Regionen der Welt.

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Ergänzungen

chinesische propaganda

free tibet 21.03.2008 - 14:18
es ist mehr als erschreckend mitzuerleben wie chinesische propaganda versucht ihr faschistisches verhalten dem politischen gegner zu unterstellen. das erinnert schwer an die taktik des reichstagsbrands - ekelhaft
hier mal n video das anderes spricht als die chinafaschopropaganda:  http://www.youtube.com/watch?feature=related&v=TAAyy_W0epA

NEIN!

jaja 21.03.2008 - 14:48
Es kann doch wohl nicht wahr sein, hier auf dieser Plattform so einen pro-chinesischen Artikel zu veröffentlichen! Wenn sich die chinesische Regierung wirklich nichts vorzuwerfen hat und alle Menschen in Tibet froh sind, dass sie von dem bösen Feudalismus und den bösen Mönchen befreit worden sind, dann würden diese Menschen erstens kaum anfangen zu protestieren und zweitens würde die chinesische Regierung dann nicht versuchen, diese Proteste zu unterbinden. In einem angeblich wertneutralen Artikel sollte auch daraufhin gewiesen werden, dass der Dalai Lama sich eindeutig gegen Gewalt, auch von Seiten der Demonstrierenden, ausgesprochen hat. Dass Armee und Polizei erst eingeschritten sind, als es zu gewaltsamen Ausschreitugen kam, ist eine Lüge. Festnahmen finden und fanden diese ganze Zeit gegen Menschen statt, die versuchen, Kritik an der momentanen Herrschaft zu üben. In China werden Menschenrechte massiv eingeschränkt und das schreiben nicht nur irgendwelche bürgerlichen Medien, sondern auch "amnesty international" und andere lokale und globale NGOs. Chinesische Kritik muss außerdem nicht als anti-kommunistische Hetze gebrandmarkt werden, da das, was in China passiert, sowieso nichts mehr mit Kommunismus zu tun hat, sondern reinster Turbokapitalismus ist. Einziger Unterschied - Es gibt nur einen Großkapitalisten: Den Staat. Und den Hinweis, dass Tibet eigentlich schon seit 700 Jahren zu China gehört, kann niemals ein ernsthaftes Argument sein! Wie verliefen denn die Grenzen und Herrschaftsansprüche in Europa vor 700 Jahren? ...


In der linken Bewegung geht es auch um Selbstbestimmung. Dass die Politik der chinesischen Regierung diese Selbstbestimmung massiv unterbindet, sollte allen klar sein! Und wenn alle dort-nicht-wohnhaften Menschen aus Tibet ausgewiesen werden, eine Nachrichtensperre verhängt wird, es zu Massenverhaftungen und Schnellverurteilungen kommt und immer mehr Militär aufmarschiert, dann sollte ebenfalls allen klar sein, dass die chinesische Regierung eine Politik zu verbergen sucht, die sie nicht rechtfertigen kann.

Wenn also über die Situation von Tibet berichtet wird, dann zumindest bitte ernsthaft wertneutral und nicht nur so tun, als ob!

Das CIA Gehiemkrieg auf Tibet

gegen alle faschismus , imperialismus ,.. 21.03.2008 - 14:52
Ich will nicht die China Besetzung auf Tibet verteiger ,aber oft die Westlischer Medien sind viele sachen die sie schweigen und eine beispiel ist wie Dalai Lama racist ist  http://www.antiwar.com/chu/c102999.html

The CIA's Secret War in Tibet

 http://www.kansaspress.ku.edu/concia.html

Buddha's Warriors-The Story of the CIA Backed Tibetan Freedom Fighters, the Chinese Invasion and the Ultimate Fall of Tibet

 http://www.phayul.com/news/article.aspx?id=8782&t=4&c=1

Was sagen anderen Medien ......

gegen alle faschismus , imperialismus ,.. 21.03.2008 - 20:09
THE Chinese authorities had been fearing trouble, but nothing on this scale. An orgy of anti-Chinese rioting convulsed the Tibetan capital, Lhasa, on Friday March 14th, leaving security forces uncertain how to respond. For many hours mobs controlled the streets, burning and looting as they pleased.


 http://www.economist.com/daily/news/displaystory.cfm?story_id=10870258

UNDER the gaze of troops armed with automatic rifles, bayonets and batons, residents of Lhasa’s old Tibetan quarter are now being allowed outdoors after many hours of cowering in their homes. Burnt-out buildings, smashed shop-fronts and piles of looted property are ubiquitous reminders of an orgy of anti-Chinese rioting. Lhasa is back under control, but with a heavy hand.

 http://www.economist.com/daily/news/displaystory.cfm?story_id=10871821&top_story=1

``Monks and very young men down to the age of 15-16 are smashing the Chinese shops, kicking in doors and windows, setting the shops on fire and beating the Chinese in the vicinity,'' the Danish daily Politiken quoted an unidentified witness as saying.

 http://www.guardian.co.uk/world/feedarticle/7386817

Tibetan youths rampaged through Lhasa against Chinese: witness

 http://www.straitstimes.com/Latest%2BNews/Asia/STIStory_217614.html

Am Donnerstag in Berlin

Roland Ionas Bialke 22.03.2008 - 07:51
Vorgestern gab es in Berlin eine Kundgebung vor der chinesischen Botschaft, bei der sich ein 26-jähriger Mann selbst angezündet hat.

 http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDENEI13673820080321
 http://www.focus.de/politik/ausland/berlin_aid_266514.html

Es ist grauenvoll

strike 22.03.2008 - 16:02
..dass man diese chinesische Hasspropaganda (,,Reolgiösem Wahn freien Lauf gelassen.") auch noch auf Indymedia lesen muss. Die Organisation ,,Free Tibet" hat bereits vor 3 tagen Bilder veröffentlicht, die hingerichtete Demonstranten mit Kopfschüssen auf Fotos zeigen. Die Propaganda des Autors ist somit absolut verfälschend und erfasst die reelle Situation in Tibet in keinem Maß.

 http://www.tibet-initiative.de/frames.html?Seite=/Kap9/9-5/Kap9_5-0.html
 http://www.free-tibet.info/tibet-news/verfaelschte-tibet-berichterstattung-in-den-medien/

tibet riots: the propaganda war

no chr.! 22.03.2008 - 16:08
schon seit beginn der (versuchten) pogrome in tibet und einigen angrenzenden chines. provinzen werden, in ermangelung authentischer dokumente über die "brutalen einsätze der chines. besatzungskräfte", bilder aus indien und nepal (wo anti-chines. demos z.t. brutal niedergeknüppelt wurden) den (ahnungslosen) konsumenten der bürgerlichen medien "untergejubelt"..

just check out following (auch wenn die machart etwas sehr "befremdlich" ist!!):
Riot in Tibet: True face of western media
 http://www.youtube.com/watch?v=uSQnK5FcKas

PS.:
am heutigen morgen war auf "spiegel online" folgendes zu lesen:

China erhöht den Druck auf die aufständischen Tibeter. Staatliche Stellen kündigten am Samstag die rücksichtslose Niederschlagung der Protestbewegung an. Die staatliche "Volkszeitung" rief zur "Vernichtung der Dalai-Clique" auf...

Auch die Parteizeitung "Renmin Ribao" veröffentlichte einen Leitartikel in dem hieß es: "Wir müssen die üblen Absichten der sezessionistischen Kräfte durchschauen, das Banner der sozialen Stabilität hochhalten und die Verschwörung entschlossen niederschlagen."

.."volkszeitung"(dt.) = "renmin ribao" (chin.), gemeint ist also ein und dieselbe zeitung.. aber man wollte wohl eine gewisse vielfalt der berichterstattung suggerieren!

seit wenigen stunden ist der artikel in einer korrigierten version zu lesen (war wohl ein wenig zu offentsichtlich??!!).

pro china?

A.F.F. 23.03.2008 - 16:28
Meines Erachtens ist der Artikel ein bisschen zu china-freundlich.
Selbst wenn sie ein Feudalsystem mit extrem religösen Prägungen abgeschaftt haben sollten, wurde es durch ein "links"faschistisches, pseudo-kommunistisches und diktatorisches Regime/System ersetzt.

Fakt ist: Die chinesische Regierung verletzt massivst die Menschenrechte und übt Terror und Unterdrückung gegen viele ethnische Minderheiten aus, betroffen sind ja nicht nur die Tibeter.
So oder so ist es ein quasi-faschistisches System das keinerlei Bewunderung oder Fürsprechung verdient!
Wie man zu dem sehr religiös geprägten System der Tibeter steht, darüber kann man sich lange streiten, aber so oder so ist das chinesische System abzulehnen!

Mann zündete sich bei einer Kundgebung an

Berliner 23.03.2008 - 20:59
Eingabe: 20.03.2008 - 19:30 Uhr
Mann zündete sich bei einer Kundgebung an
Mitte
# 0840

Leichte Verletzungen trug ein 26-Jähriger heute Nachmittag davon, als er sich in Mitte selbst anzündete.

Etwa 100 Menschen nahmen gegen 13 Uhr an einer einstündigen Kundgebung „ Mahnwache für Tibet“ auf der Jannowitzbrücke teil, in deren Verlauf sich der Mann mit einer brennbaren Flüssigkeit übergoss und diese entzündete. Mehrere Versammlungsteilnehmer löschten sofort die brennende Kleidung des Mannes.

Zuvor hatten drei Unbekannte aus der Gruppe heraus erfolglos versucht, dem chinesischen Botschafter eine Petition zu überreichen. Die Polizei ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

München: Polizeieinsatz vor Generalkonsulat

Leser 23.03.2008 - 21:01
Polizeieinsatz vor chinesischem Generalkonsulat

Bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München gingen am 17. März, etwa gegen 09.30 Uhr, Anrufe ein, in denen mitgeteilt wurde, dass mehrere Personen, offensichtlich Angehörige des tibetischen Volkes, versuchten, in das Konsulat zu gelangen. Als die Polizei kurze Zeit danach eintraf, stellte sich heraus, dass 25 bis 30 Personen auf das Grundstück des Konsulats an der Romanstraße gelangt waren und versucht hatten, in das Gebäude einzudringen.

Dies konnte von Bediensteten des Konsulats verhindert werden, wobei mehrere von ihnen leichtere Verletzungen durch Schläge erlitten haben. Die Eindringlinge verbrannten zudem eine chinesische Staatsflagge und schmierten Parolen an die Südseite des Konsulatsgebäudes. Von den eingesetzten Polizeibeamten wurden insgesamt 26 Personen vorläufig festgenommen, wobei es auch zu Körperverletzungsdelikten sowie Widerstandshandlungen gegen die Beamten kam. Sämtliche Festgenommenen wurden ins Polizeipräsidium München gebracht, wo sie derzeit erkennungsdienstlich behandelt und vernommen werden.

Die Ermittlungen, die die Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums München übernommen hat, dauern an.

Chinesische Soldaten als Mönche verkleidet

Baya 23.03.2008 - 23:46
Bereits am 14. März heißt es in einer Veröffentlichung der Tibetischen Zentralregierung "China rolls out tanks to suppress Tibet Protests". "Um die protestierende Menge zum Widerstand aufzustacheln, so wird berichtet, hätten chinesische Polizisten in Mönchsroben friedliche Demonstranten aufgepeitscht, die Polizeifahrzeuge in Brand zu setzen."

Aus exiltibetischen Kreisen, die bislang noch ab und zu sporadische Kontakte per siehe Stichwort "Mobilfunk"Mobiltelefon herstellen konnten, hieß es gestern:

“Vor mindestens fünf Tagen hörte ich, daß Tibeter gesagt hätten, sie hätten ‚Mönche’ gesehen, die Besitztümer zertrümmerten, und als sie diese auf Tibetisch ansprachen, warum sie so etwas täten, stellte sich heraus, daß sie überhaupt kein Tibetisch sprachen. Solches ist natürlich schwer zu beweisen, Ich glaube jedoch nicht, daß es nur ein Gerücht ist, nur unter den gegenwärtigen Umständen ist es schwer einen Nachweis zu erbringen.“

Bei Phayul erschien gestern folgender Artikel des irischen Schriftstellers Gordon Thomas. Er war gestern auch auf der Website Canada Free Press, zu sehen, verschwand aber inzwischen aus unerklärlichen Gründen wieder. Wir luden die Seite gestern herunter und können sie auf Wunsch zur Verfügung stellen. Die Behauptungen müssten bewiesen werden, sie könnten aber durchaus wahr sein.

www.phayul.com

 http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AfA_politik/13912.php

Versorgung abgeschnitten

Info 24.03.2008 - 00:07
Tibetanische Klöster von Versorgung abgeschnitten

Mehrere Klöster in Tibet sind nach Informationen der deutschen Tibet Initiative von der Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln abgeschnitten. Es drohe eine humanitäre Katastrophe, sagte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Grader. Die Informationen habe er über einen Vertrauensmann erhalten, der telefonischen Kontakt in die Region habe. Demnach werde verletzten Tibetern die medizinische Versorgung vorenthalten. In der Hauptstadt Lhasa gebe es massenhafte Hausdurchsuchungen und Verhaftungen.

Es geht um mehr als nur um Dalai Lama

Radio Z 24.03.2008 - 09:09
Über historische und soziale Hintergründe des aktuellen Konflikts in Tibet sprach Radio Z mit Dr. Klaus Fritsche vom Asienhaus und Asienstiftung:

 http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=21625

Erste Störung auf der "Reise der Harmonie"

Maja 24.03.2008 - 22:20
Der Zeitpunkt war medienwirksam: Bei der Zeremonie zur Entzündung des olympischen Feuers sprach gerade der Chef des Pekinger Olympia-Komitees von der Harmonie zwischen den Völkern, da gingen hinter ihm Protestfahnen in die Höhe. Drei Franzosen wurden festgenommen. Das Feuer wurde später trotzdem entfacht, Harmonie aber will sich nicht einstellen.

 http://www.tagesschau.de/ausland/olympia52.html

Studiogespraech zum thema TIBET

Info 24.03.2008 - 23:02
In der Sendung trotz allem auf orange 94,0 plaudert Herby Loitsch mit zwei Gästen aus Tibet über die Situation im Allgemeinen und in der letzten zeit. Der Großteil des Gespräches ist auf Englisch.

 http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=9177

Neue Tibeterproteste

Info 25.03.2008 - 09:19
Wie hier in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu sind auch in China wieder Tibeter-Demonstrationen von einem massiven Polizeiaufgebot niedergeschlagen worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet unterdessen, dass im tibetischen Teil der Provinz Sichuan ein Polizist von Demonstranten gelyncht wurde. In Indien haben exiltibetische Gruppen ihren geplanten Marsch in Richtung Tibet unterbrochen. Die Mönche und Mitglieder des tibetischen Exil-Parlaments wollten eigentlich bis zur Grenze marschieren. Nun aber stehen Sicherheitsbedenken gegen diesen Plan, erklärt Parlamentssprecherin Dolma Gyari. Die Marschierer würden nun in Richtung der indischen Hauptstadt New Delhi ziehen, um dort Druck auf die Vereinten Nationen zu machen.

Über die genauen Vorgänge gibt es kaum unabhängige Informationen. Nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua kam der Polizist bei Zusammenstößen mit bewaffneten Demonstranten in Garze in der Provinz Sichuan zu Tode. Unter Berufung auf örtliche Medien heißt es, die Polizei habe lediglich "Warnschüsse" abgegeben.

Dem allerdings widersprechen Angaben von Exiltibetern, wonach in derselben Region im Luhuo-Kreis mindestens ein 18 Jahre alter tibetischer Mönch von der Polizei erschossen wurde. Die Sicherheitskräfte hätten mehrmals wahllos in die Menge der rund 200 protestierenden Tibeter - unter ihnen viele Nonnen und Mönche - gefeuert, als diese sich einem Behördengebäude näherten, berichtet die tibetische Organisation TCHRD.

Begleitet von Protesten gegen das harte Vorgehen Chinas in Tibet wurde gestern in der Stadt Olympia die Fackel für die Spiele in Peking entzündet. Der fünfmonatige Fackellauf bis in die chinesische Hauptstadt wird zum Ziel tibetischer Proteste.

China: Tibeter sollen sich schämen

http://www.euronews.net 25.03.2008 - 18:50
Bei den seit Tagen andauernden Protesten von Exil-Tibetern in Nepals Hauptstadt Kathmandu sind erneut mehr als 100 Demonstranten festgenommen worden. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein, um eine Kundgebung vor der chinesischen Botschaft aufzulösen. Nepals Regierung unterstützt die umstrittene Tibet-Politik Chinas und hat angekündigt, anti-chinesische Proteste nicht zu tolerieren.

Gestern hatten kurz nach der Zeremonie zur Olympischen Flamme in Griechenland tibetische Studenten im Zentrum der Stadt Olympia gegen China und für ein freies Tibet protestiert. Sie wurden von griechischen Sicherheitskräften in Gewahrsam genommen.

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, die Tibeter sollten sich schämen, die Zeremonie in Olympia gestört zu haben. Sie hätten den olympischen Geist missachtet. China hat erneut jede ausländische Vermittlung wegen der Unruhen in Tibet abgelehnt.

Kritik an China nimmt an Schärfe zu

http://www.tagesschau.de 25.03.2008 - 18:52
Frankreich denkt offen über Teilboykott der Spiele nach

Die chinesische Führung lehnt Gespräche mit protestierenden Tibetern oder eine ausländische Vermittlung in der Tibet-Krise weiter hartnäckig ab. "Tibet ist ein innere Angelegenheit Chinas und erlaubt keine ausländische Einmischung", betonte ein Regierungsprecher.

China erlaubt Journalisten-Reise - unter Aufsicht

Als erste Reaktion auf die anhaltende Kritik an Chinas Umgang mit der Krise in Tibet plant die Regierung eine Lockerung des strengen Einreiseverbots für ausländische Journalisten. Nach Angaben des Außenministeriums sollen rund ein Dutzend ausgewählter Journalisten an einer organisierten Reise nach Lhasa teilnehmen. Dort könnten diese dann mit den "Opfer krimineller Gewaltakte" sprechen. Zudem sollten Orte besichtigt werden, die geplündert oder niedergebrannt worden seien. Offen ließ das Außenministerium, ob die Journalisten auch Kontakt mit Mönchen und oppositionellen Gruppen aufnehmen dürfen.
Frankreich erhöht den Druck auf China

Frankreichs Präsident Sarkozy schloss einen Boykott der Olympia-Eröffnungfeier in Peking oder andere Aktionen während der Spiele nicht aus. "Ich werde meine Entscheidung der Entwicklung der Lage anpassen", sagte er. Er warb gleichzeitig um Chinas Verständnis um die weltweite Besorgnis in der Tibet-Frage, und damit indirekt um einen Dialog zwischen der chinesischen Führung und dem Dalai Lama.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen droht offen mit einem Boykott der Berichterstattung aus Peking. Sollte die chinesische Regierung Berichte über Demonstrationen verändern oder zensieren, werde France Télévisions "zweifellos entscheiden, nicht über die Olympischen Spiele zu berichten", wurde Sportchef Daniel Bilalian in französischen Medien zitiert.

Deutschland bleibt bei Boykott-Ablehnung

Die deutsche Bundesregierung dagegen lehnt Boykottmaßnahmen weiterhin ab, forderte China und den Dalai Lama jedoch erneut zum Dialog auf. Außenminister Frank-Walter Steinmeier appellierte an China, mit mehr Offenheit auf die Vorgänge in Tibet zu reagieren.

Dalai Lama versucht zu besänftigen

http://www.euronews.net 26.03.2008 - 07:12
Dalai Lama fordert Chinesen zu Achtsamkeit gegenüber Tibetern auf

Das Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, der Dalai Lama, rief seine Landsleute zu Gewaltfreiheit auf und appellierte an China, den Tibetern mit Achtsamkeit zu begegnen. "Wir zeigen schließlich auch Respekt vor China und der chinesischen Kultur", sagte der Dalai Lama. "Wir sind nicht einmal gegen den chinesischen Kommunismus. Viele der Demonstranten sind sogar ideologisch gesehen Kommunisten."

China lehnte erneut jede ausländische Vermittlung wegen der Unruhen in Tibet. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, die Tibeter missachteten mit ihren Aktionen den olympischen Geist. Sie sollten sich schämen.

Bei den seit Tagen andauernden Protesten von Exil-Tibetern in Nepals Hauptstadt Kathmandu sind erneut mehr als 100 Demonstranten festgenommen worden. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein, um eine Kundgebung vor der chinesischen Botschaft aufzulösen. Nepals Regierung unterstützt die umstrittene Tibet-Politik Chinas und hat angekündigt, anti-chinesische Proteste nicht zu tolerieren.

China laesst Journalisten ins Land

Luke 27.03.2008 - 07:57
Jetzt mal ne wirkliche Ergaenzung von mir:

China hat einer ausgewaehlten Gruppe von 26 Journalisten eine 3 Taegige Journalisten Reise erlaubt.

Waehrend sich die Basler Zeitung lediglich darueber mockiert, selber nicht dabei gewesen zu sein ( http://www.baz.ch/news/ticker.cfm?keyID=D9D08A04-1208-4059-9E63E3737491F484&startpage=1&ObjectID=EAA0FBBC-1422-0CEF-7073AF17851D1FBC), schreibt die BBC von Stoerungen des Besuchs durch Moenche ( http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7315895.stm)

manipulierte Fotos kein Thema?

Fritz. K. 31.03.2008 - 17:05
Sind die in den westlichen Medien manipulierten Bilder kein Thema hier? Darf man dann, wenn man keine prügelnden chinesischen Polizisten fotografieren kann, prügelnde nepalesische und indische Polizisten als chinesische ausgeben? Was will man mit manipulierten und gefälschten Bildern bezwecken? Hier ist ein Bild, das zeigt, wie die Bildzeitung noch am 28.03. Manipulation auftischte, nachdem andere Medienanstalten gezwungenermaßen Fotomanipulationen zugegeben haben. http://byfiles.storage.live.com/y1phrrOYdDY5fsou-TTazQdHfMyDMvqe6VXNtq5Mv5YLSwIJsmiZZxARJqrWJXbGMufJKk1sn--5Rc Im Hintergrund des Originals stehen wieder keine chinesischen, sondern nepalesische Polizisten. Ist es ein Wunder, dass Auslandschinesen jetzt weltweit Demonstrationen gegen einseitige Berichterstattungen in den westlichen Medien organisieren? dass ein junger IT-Unternehmer auf eigenen Kosten eine massenhaft besuchte Webseite mit dem Namen anti-cnn.com aufmachte? Eines ist klar: die westlichen Medien haben diesmal ihre Glaubwürdigkeit selbst bei regierungskritischen Chinesen verloren.

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Völkische Dalai-Lama-Clique will Krieg!

Wie der Stahl gehärtet wurde! 21.03.2008 - 14:16
Jeder halbwegs aufgeklärte Mensch weiss, dass sog. "Völker" nichts anderes als theoretische Konstrukte zur Aufspaltung der weltweiten revolutionären Masse in faktisch isolierte und damit neutralisierte Partikel sind. Es gibt keine "Tibeter", es gibt keine "Chinesen"; es gibt nur MENSCHEN!

Allein der Satz über die "massenhafte Ansiedlung von Han-Chinesen" ist (in anderem Kontext) zu 100% nazikompatibel. Was soll dieser Satz denn aussagen? Doch wohl nichts anderes als "Ausländer raus (aus Tibet)"?! Nein, spätestens hier muss der innere Aufschrei erfolgen, um nicht auf völkisch-rassistische Bahnen abzugleiten und das alte faulige Lied von "Volk", "Nation" und am Ende auch "Rasse" mitzublöken!

Die schurkisch-faschistische Dalai-Lama-Clique versucht mit ihrer konterrevolutionären Wühlarbeit die Errungenschaften des jahrzehntelangen Aufbaus der revolutionären Massen in Tibet zu zerschlagen und die Menschen dort wieder unter ein mittelalterlich-klerikal-feudalistisches Joch zu zwingen.
Dies wird ihnen aber nicht gelingen!
Die proletarischen Massen werden die Herden der Agenten und Saboteure des bushistisch-kapitalistischen Zentrums zerschmettern und den Massen Freiheit, Frieden, Brot und Arbeit sichern.

Die Revolutionäre Volksbefreiungsarmee steht heute in Tibet an der Spitze der Welt-Antifa-Bewegung an vorderster Front Aug' in Aug' dem hinterhältigsten Klassenfeind gegenüber und wird nicht wanken und wird nicht weichen!


Der Osten bleibt ROT!!!

trottel

der 21.03.2008 - 14:26
was ist denn das fuern schrottartikel du verteidigst ein menschenverachtendes regime? ist das die form von kommunismus in der du leben wollen wuerdest? das ist lächerlich china ist korrupt hat kein interesse am wohlergehen der bevoelkerung! wie kannst du behaupten das deine schilderungen der wahrheit entsprechen warst du da? vollidiot

pro-china?!

teep 21.03.2008 - 14:29
Sicher stimmt es, dass man mit der 'bürgerlichen' Presse vorsichtig sein muss, aber mit diesem Artikel auch. Mich springt ja geradezu die Glorifizierung des chinesischen 'Kommunismus' an, der 'Kommunismus' in dem Leute als Sklaven gehalten werden um bei WorldOfWarcraft Gold und Items zu sammeln, der 'Kommunismus' in dem keine Oposition herrschen kann, wo das Internet zensiert ist... etc.!
Ich könnte mich noch mehr über Details aus diesem Artikel aufregen, diese Feststellung, dass die Fakten wohl so weit stimmen.. DAS nenne ich doch mal fundierte Argumentation, ich stelle zwei Meinungen dar und... fällt einem ja nichts mehr zu ein.
Ich neige ja nich zu Verschwörungstheorien, aber bei dem Artikel habe ich fast das Gefühl, dass da ein Angestellter der chinesischen Botschaft einenen 'freiwilligen' Auftrag hatte, oder war es doch jemand, der noch seine Mao-Bibel im Schrank stehen hat und das nicht zum Spass?!
Ernsthaft, sicher kann mensch sich über die Darstellung in Medien aufregen, wobei ich analysieren doch vorziehen würde, aber deswegen gleich zu negieren und die chinesischen Darstellungen für richtig halten, dass erinnert mich fast an DKP Abgeordnete, die sich die Stasi zurückwünschen.

Bravo

denkender mensch 21.03.2008 - 15:04
Endlich mal ein Artikel, der nicht moraltriefend, unhinterfragt die westliche Propaganda übernimmt, wie ein naives Kind, dem man erzählt es wäre vom Storch gebracht worden.

videos

nimand 21.03.2008 - 15:12
Grundsetzlich finde ich es begrüßenswert wenn Menschen Banken angreifen

Wertung

Zibbo 21.03.2008 - 15:27
ich denke, dass es eine einfach Lösung gibt diese unruhen zu stoppen, würde china tibet abkoppeln, könnte tibet sich als unabhängigen staat ausprobieren. was momentan geschieht ist freiheitsberaubung und da legitimieren sich solche aufstände auch mit mollis! jede/r hat das recht für seine/ihre freiheit zu kämpfen und wenn dies verboten wird, muss mensch halt zu härteren mitteln greifen.

Interessenlage bedenken!

denkender mensch 21.03.2008 - 16:21
Schon einmal nachgedacht, dass in Tibet Wasseresourcen liegen? Oder dass wenn Tibet unabhängig würde dort sofort eine US Army Base enstehen würde?

schwarz und weiß

Anarcho 21.03.2008 - 16:35
Schön, dass die hiesige Linke immer so schön zu differenzieren weiß... Unpackbar, wenn hier das chinesische Vorgehen in Tibet gerechtfertigt wird - immerhin hat der Gewaltausbrauch der letzten Tage eine 50jährige Vorgeschichte von Repression und Unterdrückung - oder wenn man auf der anderen Seite die unschönen Dimensionen der Revolte nicht sehen mag. Deutsche Medien gehen (noch) kaum darauf ein, in diversen englischsprachigen Berichten wird aber sehr wohl die pogromartige Stimmung aufgezeigt (darauf einzugehen ist dann auch das einzig gute an dem Artikel).

Es ist immer das selbe Spiel: die eine Unterdrückung wird verteidigt (weil kommunistischen o.ä. - jedenfalls gut und Antikap/Antifa/Antiimp/wasauchimmer), die andere verteufelt - an statt sich generell gegen Unterdrückung und Herrschaft zu stellen. Wie kann man bitte mit dem religiös-feudalistischen Regime die darauffolgende Unterdrückung durch die chinesischen Truppen noch 50 Jahre später (!) rechtfertigen? All die Verhaftungen, die Folter und die Morde? Gegen eine Verbesserung ihres Lebens würden die "Befreiten" wohl kaum so revoltieren... Auf der anderen Seite wird die verklärende Darstellung des "friedlichen tibetischen Buddhismus" des Westens kritiklos übernommen, ohne in die Forderungen nach einem freien Tibet auch die Forderung nach mehr Freiheit für die Mensch einzubeziehen - zurück zur religiös-feudalistischen Gesellschaft von vor 60 jahren kann ja kaum die Losung sein. Da lohnt sich die Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen in Tibet so um 1900 unter der Mönchsherrschaft doch, um sich von einer verklärenden Vorstellung des friedlichen Tibets ordentlich zu kurieren...

Sei`s drum, bildet euch eine eigene Meinung...

freiheit für tibet!

lasst se doch machen! 21.03.2008 - 16:36
das sogenannte sozialistische experiment mao zedongs in china ist seit spät. dem "großen sprung nach vorn"  http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Sprung_nach_vorn gescheitert, man kann hier heute nur noch von einer perfekten kopie des kapitalismus samt faschistischer tendenzen und ausbeutung der menschen sprechen. punkt.

also: kommunisten-nazis (die simpsons:  http://www.myvideo.de/watch/970041/McBain_vs_Kommunistennazis) bzw. rechts"kommunisten" (stalinistische und trotzkistische verbrecher/verräter, maoisten und anderes gesockse) ächten!

freiheit für tibet!
hoch die internationale solidarität!

asds

asdasd 21.03.2008 - 16:55
also
wie ich schon unter andere artikle geshcirebn habe

hat die linke nichts anders zutun als sich geschenisse der weltgeschichte heruaszusuchen und sich darn zu spalten?
gibt es einen grund für eine slidairtät mit china ?
gibt es einen grund für dei solidarität mit tibeter sofern sie keine emanzipierte sozialsitische forderung stellen ?

nartülich erinnern die bilder der tibeter die for dem chinesischen polizeiapparat in die knie gehn an usnern eigenen kampf aber gemmesn müsen solche aufstände an der forderungen werden

des wegen gibt es für dei deutshce linke in diesem konflikt weder gut noch schlecht
da weder der stalinisitsche sozialsimus in china noch budisitsche mönche in tibet unser foderungen und vorstellungen gerecht werden
ähnlcihes gilt auch im konflikt israel vs palästina

the end

tomas alexander hartmann 21.03.2008 - 17:19
China hat Tibet besetzt, mehrere Hunderttausend Tibeter getötet und eine ganze Kultur ausgelöscht ( NZZ vom 19.03.08 ) Jetzt werden Mönche erschossen ihr geistiger Führer beleidigt und entehrt und denen gedroht die mit einer letzen Zuckung ein Rest an menschliche Würde zurück gewinnen wollen, wenigstens daran sollten wir uns ein beispiel nehmen, denn wir haben, indem wir hier zuschauen schon längst keine Würde mehr
Tomas Alexander Hartmann

Zurück in die Barbarei

antifa6000 21.03.2008 - 17:46
Vor der "Besetzung" Tibets (Tibet war nie ein souveräner Staat sondern schon immer nur eine chinesische Region mit Autonomiestatus) durch China wurde die Sklaverei und Leibeigenschaft abgeschafft, Krankenhäuser und Schulen gebaut und die Lebenserwartung stieg bei der einfachen Bevölkerung um 20 Jahre. Wer das zurückdrehen möchte, nur um das klerikalfaschistische Regime des Dalai Lama wieder einsetzen zu können, der ist nicht mehr als ein reaktionärer Menschenfeind. Und die Phrasen von "nationaler Identität", "kulturellem Völkermord" und "nationaler Souveränität" sollten wir dann doch lieber der NPD überlassen. Die Menschen in Tibet haben ein recht darauf, keine Sklaven für die Mönchskaste sein zu müssen, älter als 25 zu werden, nicht an Buddhisten-Firlefanz glauben zu müssen, in die Schule gehen zu dürfen, Krankenversorgung wahrnehmen zu können und ihre Äcker mit Traktoren zu ebstellen, statt mit einem Holzpflug auf dem Rücken. So rum wird ein Schuh draus!

bravo

dalai 21.03.2008 - 18:21
endlich mal ein nachdenklicher artikel, gegenüber der ganze antichinesischen faschistenpropaganda.

Save Tibet

... 21.03.2008 - 18:42
China hat in den letzten Jahrzehnten über 1Mio TibeterInnen umgebracht....wie kann das nur positiv gewertet werden? Es macht mich einfach nur zutiefst traurig....

Ich denke wir haben doch einen Grundkonsens, dass hier keineR die Leibeigenschaft oder ähnliches zurückfordert....oder nicht? Die Unterdrückung soll nur endlich aufhören, egal ob in einem (Groß-)China als wirklich Autonome Republik Tibet oder als eigenständiger Staat...

endlich

moeper 21.03.2008 - 18:46
mal ein beitrag zu dem thema der die späre des ethnohippitums verläßt und nicht unreflektiert davon sabbert, 'man müsse die klerikalen feudalstrukturen' ähh den debil freundlichen dalei lama und seine bande weider an die macht bringen.

ju

hu 21.03.2008 - 18:55
@antifa600: guter comment.
man muss hier einfach deutlich sagen, das tibet ein teil chinas ist, und nicht besetzt ist. es gab in den 50 ern einen konflikt zwischen den armee der volksrepublik und den reaktionären kräften die in tibet die macht hatten, die wollten eben keinen sozialismus.
das wäre so als wenn die bayern unter führung des papstes die monarchie einführen würden, und wenn dann die dortige bundeswehr dagegen vorgeht, alle behaupten würden die deutsche würden bayern besetzen. mal ganz abgesehen davon das tibet sozial gesehen eines der rückständigsten teile chinas war.inkl. sklaverei. das die nutzniesser sich gegen die, natürlich zu kritisierende, neue ordnung stellten ist klar. ausserdem war der kampf gegen den buddhismus in ganz china mit aller härte geführt worden, das hat nichts mit rassismus oder kolonialismus zu tun.tibet ist gauso ein teil chinas wie die anderen provinzen, es gibt da unendlich viele sprachen kulturen usw...man sollte sich jetzt nebenbei gesagt auch nicht vor den karren des deustchen imperialismus spannen lassen.

so nicht!

anti... 21.03.2008 - 19:13
Greuelpropaganda von ...: "Save Tibet" bitte löschen. Solche Fantastereien schaden der Pro-Tibet-Bewegeung mehr als sie nützen, weil Lügen und Übertrteibungen leicht aufgedeckt werden können!

bitte?

mal in china gewesen 21.03.2008 - 19:14
Was bitte?
gehts noch?

Es stimmt zwar sicher das die Tibeter nicht die horde vegetarischer Pazifisten sind, als die sie manch ein Dalai Lama fan gerne darstellt, aber das du hier stumpf die behauptungen der Chinesischen Regierung zu fakten erhebsst kann ja wohl echt nicht wahr sein.

Also es tut mir leid aber die Chinesischen medien unterliegen massivster Zensur und es werden meiner Erfahrung nach schon Kleinigkeiten propagandistisch verbrämt.
Auch das extrem brutale Vorgehen der chinesichen Polizei habe ich mit eigenen Augen gesehen.
Ich hab zwar nur die Räumung eines Slum Viertels in Shanghai miterlebt, denke aber das mit aufständischen Provinzen nicht grade sanfter umgegangen wird.

Die tatsache das es auch auf seiten der Tibeter zu gewalttaten kommt ändert nichts an der Sachlage:
Wir haben es hier mit einer ethnischen Minderheit zu tun, die von einer Diktatur militärisch unterdrückt wird.

Und das du einfach die Aussagen dieser Diktatur übernimmst ist einfach traurig.

Noch ein paar Anmerkungen

Beobachter 21.03.2008 - 22:16
Also, an alle die diesem Beitrag missverstanden haben bzw. missverstehen wollten:
Hier wird in keinster Weise chinesische Propaganda betrieben bzw. gutgeheissen. Im Gegenteil, es wird die Propanda "unserer" Medienmaschinerie etwas hinterfragt. Die Mehrheit der "Free Tibet"-Aktivisten nehmen fast alles kritiklos hin, was ihnen die Sprecher in den Nachrichten oder im Fernsehen ins Ohr labern. Das in China kein progressiver Kommunismus präsent ist, ist klar. Dennoch laufen in China viele Sachen anders, als in vergleichbaren Ländern. Fakt ist: China ist das Land Asiens, in dem die Rolle der Frau am progressivsten ist, wo es keine mit Indien vergleichbaren Slumviertel gibt, wo weniger hungern als bei den Nachbaren. Das Land, was von der "Tibet-Bewegung" immer als soooo progressiv betrachtet wird (Indien), ist kaum weniger restriktiv. Es gibt zahlreiche Provinzen, in denen irgendwelche Ethnien ihre nationalen Unabhängigkeiten fordern (Ein paar Beispiele: Die Mizos in Mizoram, die Assamesen in Assam, die Manipuresen in Manipur, Sikhs in Punjab, Anurachalesen in Anurachal Pradesh, ... usw.). In all diesen Provinzen herrschen blutige ethnische Konflikte und sind teilweise auch für Ausländer geschlossen. Komisch nur, dass die ganzen Menschenrechtler ankommen, wenn es um einen Staat geht, der ein etwas anderes Gesellschaftsmodell praktiziert. Das die chinesische Polizei auch extrem brutal agiert, wird hier nicht in Frage gestellt! Natürlich wird von den "westlichen Ländern" versucht China von allen Seiten in die Enge zu treiben. Eine extrem aufstrebende Macht, 'kommunistisch', haben Atombomben und bevölkerungsmässig das grösste Land der Erde und vor allem: die "Chinesen" können international mitreden. Die europäische und US-amerikanische Asienpolitik würde gänzlich anders aussehen, wenn es nicht den chinesischen Pol geben würde.
Völlig absurd ist es, wenn vermeintlich Linke auf den Zug aufspringen und Ihre Solidarität mit einer rückwärtsgewandten volkisch-religiösen Gruppe kundtun. Darüberhinaus gibt es bestimmt 50 andere Ethnien in China. Ein Beispiel: die Provinz Xinjiang, hier leben viele Uiguren moslemischen Glaubens. Auch hier gibt es auch einen Konfliktherd, obwohl die chinesiche Regierung extrem viel Geld in die Region pumpt (es wurden sogar Moscheen gebaut!). Die öffentlichen Schritfzeichen (Verkehrsschilder, Zeitungen, Läden, usw.) sind fast immer zweissprachig: arabisch und chinesisch. Gleiches trifft für Tibet zu, wer sich die gelinkten Videos mal genau anschaut, sieht auch das. Die Sprachen der Minderheiten werden offen gesprochen! Religiöse Kleidungen werden offen getragen! Wo hier der "kulturelle Genozid" sein soll, mögen die "Tibet-Aktivisten" mal erklären. Nur eine kleine Anmerkung: Es wurde auch eine Mosche zerstört, während der Ausschreitungen in Lhasa. Sieht ganz nach Tibet den Tibetern aus, oder nicht? Bezeichend ist, das keiner der agressiven Kritiker/Innen in irgendeiner Weise auf die extreme Brutalität des Aufstandes eingeht. Es wird schweigend zugestimmt, wenn Menschen wegen ihrer weisseren Hautfarbe und "mehr Schlitzaugen" als die Tibeter, halb oder ganz tot geschlagen werden. Wenn Gebäude angezuendet werden in denen sich Menschen aufhalten. Gegen Sachschaden im Rahmen eines Protestes wäre wohl nichts auszusetzen, aber das Geschehene ist unzweideutig ein Pogrom.
Nochmals etwas mehr zum Dalai Lama und seiner "Clique" (wie es die chinesische Regierung sagt): Nie hat sich die 'Exilregierung' vor dem, was passiert ist, distanziert! Wer sich die Worte mal genau anhört und etwas zwischen den Zeilen liest, bekommt schnell mit, das zwar von einer Distanzierung zur Gewalt gesprochen wird,in keinester Weise aber wird etwas gesagt, wie "es war nicht gewollt" oder "es ist scheisse passiert" oder "der Prostest ist in die falsche Richtung gegangen". Nichts dergleichen. Es wird gesagt, es solle eine internationale Untersuchung geben, vom Boykott der Olympischen Spiele wird gesprochen und er werde Zurücktreten, wenn die Gewalt weitergehe. Von welcher Gewalt hier geredet wird, bleibt völlig unklar. Was er macht ist sehr gut, aus seiner Position. In der Hinsicht könnte die radikale Linke in Deutschland von ihm lernen. Heftige Ausschreitungen in Rostock 2007: sofort ist die Linke eingeknickt, hat genau sinngemäß das obige gesagt. Nur interessanterweise ist nichts dergleichen aus Dharamsala zu hören. Warum auch? Die "friedliebenden Buddhisten" sind noch nie das gewesen, für was sie gehalten werden. Und vorallem: Sie bekommen, egal was passiert, weltweite Solidarität. Wenn US-Abgeordnete mit dem Dalai Lama ueber das brutal besetzte Tibet reden, kann Mensch eigentlich nur lachen (oder weinen). Wer mal schaut, in welchen Kreisen sich der "Tibet-Gott" und seine Aktivisten sonst so bewegt, dem müsste schnell auffalllen, das es sich nicht selten um rechtskonservative Kreise handelt. An dem tibetischen Buddhismus, dem Dalai Lama und der 'Exilregierung' ist nichts, solange Mensch auch sucht, progressives zu finden. Rein gar nichts! Zum Ende ein kleines Bild von geliebten Dalai Lama mit dem ach so progressiven Roland Koch von der CDU (beide bezeichnen sich übrigends als beste Freunde!).

Bildchen

antifa 21.03.2008 - 22:57
Dalai Lama trifft Altnazi Heinrich Harrer, ex SA- und NSDAP-Mitglied sowie SS-Oberscharführer.

Dalai sagt dazu: „Natürlich wusste ich, dass Heinrich Harrer deutscher Abstammung war – und zwar zu einer Zeit, in der die Deutschen wegen des Zweiten Weltkrieges weltweit als Buhmänner dastanden. Wir Tibeter haben traditionsgemäß schon immer für die Underdogs Partei ergriffen und meinten auch, dass die Deutschen gegen Ende der vierziger Jahre von den Alliierten genügend bestraft und gedemütigt worden waren. Wir fanden, man sollte sie in Ruhe lassen und ihnen helfen.“

Vor 1950:

„Das tibetische Strafrecht leitete sich aus einem Gesetzeswerk Dschingis Khans des frühen 13. Jahrhunderts ab und zeichnete sich durch extreme Grausamkeit aus. Zu den bis weit in das 20. Jahrhundert hinein üblichen Strafmaßnahmen zählten öffentliche Auspeitschung, das Abschneiden von Gliedmaßen, Herausreißen der Zungen, Ausstechen der Augen, das Abziehen der Haut bei lebendigem Leibe und dergleichen. Obgleich der 13. Dalai Lama 1913 das Abhacken von Gliedern unter Verbot gestellt hatte, wurden derlei Strafen noch bis in die 1950er Jahre hinein vorgenommen. [...] Selbst die ansonsten gänzlich unkritische Autorin Indra Majupuria weist in ihrem Buch Tibetan Women auf historische Belege dafür hin, dass im ‚alten Tibet’ eine Frau bei Ehebruch völlig legal von ihrem Ehemann getötet werden konnte.“

dalai lama

dd-autonom 22.03.2008 - 00:32
der dalai-lama ist ein rassistischer theokrat, das sollte mensch vielleicht mal bedenken wenn er sich bedingungslos auf die seite tibets schlägt

Save Tibet

... 22.03.2008 - 03:19
@anti...:wieso "Greulpropaganda"? Tatsache! Es wurden weit mehr als 1Mio Menschen in Tibet seit dem Einmarsch der Volksbefreiungsarmee getötet.

ich versuche einmal ganz kurz die Position der Menschen zusammen zufassen, die für China und gegen Tibet(mal ganz platt gesagt) sind


wenn eineR pro Tibet ist, dann: ist er/sie pro Patriachat, rückstandig, reaktionär, und dafür das Tibet ein Teil von China bleibt...
und XIV.Dalai Lama ist ein: Unterdrücker, Rassist, Kriegstreiber...

ok? hab ich das richtig verstanden



aber: -als am 17.Novermber 1950 seine Amtsübernahme erfolgte(er war gerade einmal 15 Jahre alt), war eine seiner ersten Amtshandlungen eine Reformkomission einzuführen...
-sicher es war ein rückständiges von Feudalherrschaft geprägtes Land
-aber eine Epoche der Aufklärung gab es zu dem Zeitpunkt in Tibet noch nicht
-als nun aber der XIV.Dalai Lama began Reformen einzuleiten(z.B. Befreiung der Bauern aus der Schuldknechtschaft) boykottierten die Chinesen(nach ihrem Einmarsch am 9.September 1951 in Lhasa) diese
-vielleicht passte es nicht in das Bild eines hoffnungslos verkrusteten und rückständigen Tibets, was schließlich eines der Argumente für den Einmarsch war

Titel der Ergänzung

Dein Name 22.03.2008 - 09:59
Wie in einem anderen Konflikt verläuft hier die Grenze nicht zwischen "links" und "rechts", sondern von oben nach unten.
Für jemanden der sich als progressiv und "links" schimpft kann es nicht sein, dass er sich auf die Seite eines totalitären sozialistischen Staats oder eines rassistischen Theokraten schlägt.
Es muss eine Solidarisierung mit dem "Proletariat" geben, das heißt sowohl mit den Menschen die jetzt von tibetischen Mönchen in einem offenen Progrom in ihren Häusern angezündet werden, sowie mit den Menschen die von den chinesischen Autoriäten unterdrückt und zensiert werden.
Wäre man zynisch, so könnte man den Konflikt zwischen China und Tibet als nützlich sehen, denn zwei eindeutig totalitäre und rückständige Systeme versuchen sich gegenseitig auszulöschen.

Bald kommt wieder der 1. Mai

Bigbud 22.03.2008 - 10:55
... und dann werde ich an dieser Stelle die wieder die Berichte vom Polizeistaat lesen der unbescholtene Bürgen unter Einsatz stärkster Gewalt daran hindert, dass sie ihren demokratischen Rechten nachkommen können. Es ist ja schön, wenn Dinge kritisch hinterfragt werden um eine andere Perspektive zu bekommen - aber wenn das Hinterfragen nur noch einen funktionalen Anspruch erfüllt kann man es einfach auch sein lassen.

Zu Warriors From The Magic Mountain

Gordon Liu 22.03.2008 - 13:19
ok, die tibetische exilregierung ist bestimmt keine emanzipatorische bewegung. die haben eigene ordnungskräfte, die im zweifelsfall auch mal gegen abweichler in den eigenen reihen vorgehen. was sie letztendlich wollen ist wahrscheinlich das, worum es immer geht - macht und einfluß. auch hat in tibet vor der chinesischen "befreiung" tatsächlich finsterster feudalismus geherrscht, aber muß die welt denn immer eine gute und eine schlechte seite haben?!?!

die tibetische bevölkerung hat sich die besetzung, die massermorde und die enteignungen sowie die völlige entmündigung im "eigenen" land nicht ausgedacht. tibeter leben heute vorwiegend isoliert weit draussen oder in ärmlichen ringen (teilweise slumartig) um die großen städte tibets und haben keinen zugriff auf produktionsmittel, keinen anteil an der ausbeutung von tibets reichen bodenschätzen, keine politische mitsprache (die wichtigen ämter sind alle von chinesen besetzt, bzw von tibetern, die genau das tun, was sie sollen - parteipropaganda herunterbeten (DAS ist mal fortschrittlich wie bei den autonomen!!!)). der gesamte verwaltungsapparat, auch für religionsangelegenheiten, ist rein chinesisch und tibeter sind mittlerweile auch zahlenmäßig eine minderheit. straßennamen sind chinesisch (was vor allem ältere tibeter nicht sprechen und verstehen), die geschäftssprache und amtssprache ist chinesisch, es gibt kaum tibetische geschäfte in innenstädten (außer lhasa und gyantse). tibeter dürfen sich nicht zwischen einzelnen städten und provinzen innerhalb tibets hin und herbewegen, sie müssen vorher eine genehmigung beantragen. es gibt überall ständig strassensperren durch polizei und militär und willkürliche übergriffe auf tibeter. auch dürfen sie ihre religion nicht ungehindert ausüben. tibeter in den metropolen haben hauptsächlich dienstleistungsjobs für chinesen (als bauarbeiter, fabrikarbeiter) und bekommen einen deutlich geringeren lohn bei gleicher arbeit wie ihre chinesischen kollegen. wer seinen unmut öffentlich äußert, verschwindet in qinghai im arbeitslager, wird oft gefoltert oder auch gleich umgebracht.

als gegenleistung haben sie jetzt eine (für viele tibeter unerschwingliche) bahn, strom in den städten, asphaltierte strassen und in den metropolen eine medizinische grundversorgung durch krankenhäuser (die auch nicht umsonst ist).

die wut der tibeter ist gerechtfertigt und hat jahrzehnte alte wurzeln. der dalai-lama mag davon profitieren, aber die verursacher der momentanen mißstände sind eindeutig die chinesischen besatzer!!!

es ist natürlich völlig inakzeptabel, wenn sich diese berechtigte wut undifferenziert in progromen gegen chinesen entlädt, aber wenn eine "bank of china" oder ein "public security bureau" in flammen aufgeht, oder ein paar soldaten n stein an die birne kriegen - weiter so!

Erinnerung an G8-Berichterstattung

AntifascistRuhrpott 23.03.2008 - 00:43
Da war der Aufschrei groß, als die Sicherheitskräfte "für Ordnung sorgen" mussten.

Wie kann es sein, dass ein so pro-autoritärer Bericht auf Indymedia gepostet wird????
Die armen Bullen und Soldaten wurden zuerst angegriffen... was gehtn jetzt?

Was soll der Scheiß ?!

Iko 23.03.2008 - 20:42
Jeder Chinese der in Tibet angesiedelt wurde, wusste dass er seit Jahrzehnten alleine mit seiner Anwesenheit die Tibeter unterdrückt und das war bewusst gewollt von der chinesischen Regierung.

diff

luke 24.03.2008 - 12:57
natuerlich ist China nicht kommunistisch. Ich frage mich schon immer, wie Menschen, die sich Kommunisten nennen das heutige politische System China ohne oder mit nur geringen Einschraenkungen befuerworten koennen. China ist heute groesstenteils kapitalistisch. Der groesste Kapitalist ist allerdings nicht der Staat (wie hier an anderer Stelle behauptet wird) sondern imperialistische Konzerne. Das Hauptsaechliche was Kommunismus ausmacht ist das nicht Vorhandensein von Privateigentum an Produktionsmitteln. Doch das gibt es in China seit etlichen Jahren. Man denke an die Textilbranche, die dort Tausende von ArbeiterInnen ausbeutet, man denke an die Elektronikbranche etc. Was uebriggeblieben ist ist die in leider vielen (Ex)Realsozialistischen Staaten vorhandene Ein Parteien Diktatur, Pressezensur, Unterdrueckung von politisch Oppositionellen.
Jedoch (was den Autor des obigen Textes vielleicht dazu veranlasst hat, von anti-Kommunistischer Hetze zu sprechen) stellen die westlichen Medien und Regierungen, wie auch die KPCh selbst China als kommunistisch dar und ein grossteil der westlichen Bevoelerung uebernimmt dies, obwohl das Hauptkriterium, wodurch sich kommunismus definiert, eben nicht gegeben ist (s.o.)

Es ist allerdings auch zu beachten, was die tibetische "Exilregierung" fuer ein System fordert. Der Dalai Lama fordert demokratische Rechte fuer Tibeter. Doch wo ist die Demokratie im von vielen tibetischen Moenchen geforderten System? Der Dalai Lam, als politisches Oberhaupt der Tibeter groesstenteils anerkannt, ist dies auf Grund einer mit einer Quasi-Erbmonarchie. Niemand hat ihn gewaehlt. Er wurde von geistlichen tibetischen Oberhaeuptern als Reinkarnation des vorangegangen Dalai Lama auserwaehlt.
Auch ansonsten sind die Forderungen des Dalai lamas alles andere als demokratisch und fortschrittlich ( http://www.dalailama.com/page.121.htm) Er fordert, dass andere "Voelker" als die Tibeter Tibet verlassen muessen (it is imperative that (...)Chinese settlers return to China). Solche Forderungen weisen meines Erachtens wenig Unterschiede zu den von den meisten Indymedia Usern verurteilten "Auslaender raus" Rufen auf.

um auf den aktuellen Konflikt zu kommen: Wir hier in Deutschland, sind nicht selber in China, bzw. Tibet und koennen aus eigener Erfahrung ueber die Lage dort urteilen. Wir muessen uns auf andere Quellen berufen. Sowohl die chinesische, als auch die westliche/tibetische hat ihre eigene Motivation und verfaelschte Berichterstattung. Es ist mit Sicherheit zu verurteilen, dass die chinesische Regierung Auslaender, Journalisten, NGOs und UNO Beobachter zur Ausreise zwingt. Jedoch muss man auch nachvollziehen koennen, dass gegen gewalttaetige Aufstaende, wie sie anscheinend, wenn ich die vielen verschiedenen Medienberichte auswerte, geschehen sind, von chinesischer Seite vorgegangen wird. Das wuerde, wie der Autor oben richtig feststellt, vermutlich jede Regierung machen. Wenn Tibeter (auch wenn das der Dalai Lama offiziell oder auch in Wirklichkeit verurteil) Chinesische Anwohner brutal zusammenpruegeln, Haeuser anzuenden und mehr Gealt gegen "Auslaender" anwenden, dann kann man das nicht dulden. Dann muss dass jeder Freiheitsliebende Mensch, Kommunist und Antifaschist verurteilen(auch wenn er evtl. berechtigte Zweifel an der Annektierung Tibets hegt.
Ebenso gibt es aber bestimmt auch berechtigte Zweifel

Kaka gemacht

Dolph Lundgren 25.03.2008 - 18:10
Mit diesem Artikel hat sich indymedia selbst als kritisches medium disqualifiziert.
Wer nach der Maxime alle "linken" Regime (Venezuela, China, Kuba etc.) seien unterstützenswert, nur weil sie als links bezeichnet werden, vorgeht hat doch die diskrepanz zwischen titel und inhalt einer staatsform nicht verstanden. China ist und bleibt inhaltlich ein korruptes, faschistisches und demokratisch unkontrollierbar gewalttätiges Regime (siehe Einflüsse in Burma, Afrika) schlimmer als jeder westliche Staat (USA eingeschlossen).
Es geht hier doch gar nicht um den Gegensatz Westliche Welt - Kommunismus, sondern wie eine Regierung tatsächlich mit der Bevölkerung umgeht, hier hat China gravierende Rückstände. Wahren Kommunismus hat es auf Landesebene noch nie gegeben, ihr unverbesserlichen Rotfaschisten!

@ dolph lundgren

luke 26.03.2008 - 18:29
Dein Kommentar hat naruerlich viel mit dem Thema zu tun...

Es geht hier nicht um eine pro China Haltung! Es geht lediglich darum, dass mal erkannt wird, dass Tibet selber ein rassistisch, klerikalfaschistischer Staat ist und keine linke Unterstuetzung verdient hat.

China selber ist zu grossen Teilen genauso kapitalistisch wie die USA, nur dass bei China durch Ein-Parteien System und die Ausweisung auslaendischer Journalisten, Touristen etc die staatliche Repression, Meinungsunterdrueckung und Zensur noch offensichtlicher ist, als in den USA und anderen kapitalistischen Staaten...

ich glaube es hackt!

unglaublich 02.04.2008 - 02:34
Was ich hier von einigen Leuten lese, verschlägt es einem glatt die Sprache. Wenn hier einige Leute, die sich als "Linke" bezeichnen die Gewalt, Mord und Totschlag begrüßen sind in meinen Augen Lumpen und Faschisten, aber keine Linke!
Links steht in erster Linie für Selbstbestimmung, Tolleranz und Humanismus, aber einige Freaks hier ballern so einen Bullshit von sich! Der Kampf der Linken soll der Befreiung dienen, aber nicht der Repression!
Es kann ja wohl nicht war sein was hier für Argumente geliefert werden um die Unterdrückung, seitens der Chinesen rechtzufertigen. Wenn es so "Rot" in China ist, dann frage ich mich, weshalb kooperiert die Regierung mit dem sog. "Klassenfeind"? Die Regierung in Peking lässt bei sich die Menschen im eigenem Land verrecken, lässt zu dass die Umwelt verpestet wird und das Ganze im Zeichen des Kapitalismus. Also hört mal auf hier zu heucheln!
Solche lächerlichen Freaks sollten sich schnellstens mal auf die Couch begeben! MORD IST UND BLEIBT UNRECHT! ÜBERALL!