Naziterror in Sachsen stoppen
Colditz, 23. Februar: 100 vermummte Neonazis, etliche stürmen ein Elektrogeschäft, richten über 10.000 Euro Sachschaden an. Der braune Spuk ist verschwunden, bevor Polizei eintrifft. Man habe die Nazis zuvor politisch nicht zuordnen können, so die anschließende Entschuldigung.
Hinterher wurde mitgeteilt, dass Mitglieder des verbotenen „Sturm 34“ beteiligt gewesen seien. Es handelte sich um einen Racheakt an dem Besitzer jener Halle, die mehrfach für alternative Konzerte vermietet worden war. Bereits das erste war massiv mit Steinwürfen angegriffen worden. Zum letzten Konzert meldete die Polizei vor Ort das Gegenteil des Geschehens. Ein rechtes Konzert habe stattgefunden, das Linke überfallen wollten. Drei Besucher mussten nach Naziangriffen im Krankenhaus behandelt werden. Der Bürgermeister
hat jetzt die Nutzung der Halle für Konzerte aus baurechtlichen Gründen untersagt.
Colditz, 16. Februar: fünf junge Leute bemerken, dass ihr PKW verfolgt wird. Wenig später kommen ihnen drei weitere Fahrzeuge entgegen. Ihr Kleinwagen wird von Neonazis mit Eisenstangen und Baseballschlägern demoliert, Schlimmeres kann die alarmierte Polizei verhindern. Die lapidare Meldung im Polizei-Pressebericht: bei Colditz sei ein PKW von Unbekannten demoliert worden.
Die Mitglieder von „Sturm 34“ sind weiterhin aktiv. Die Serie von Pleiten, Pech und Pannen in den Verfahren gegen die Mitglieder reißt nicht ab. Noch immer sind die Jugendlichen in Mittweida ohne alternatives Jugendzentrum. Wie in Colditz. Wie in Mügeln, wo Bürgermeister Deuse den einzigen Club dieser Art in der Stadt schließen ließ.
Aber Westsachsen ist keine Einzelfall. In Ostsachsen sprengten Nazis in der Nacht zum 08.März den Briefkasten der Geschäftsstelle der Linken und zerstörten diesen dabei. Nach den Anschlägen am vorangegangen Wochenende in Zittau und Görlitz und den Anschlägen auf das Abgeordnetenbüro der Landtagsabgeordneten Bettina Simon in Löbau in der selben Woche ist dies bereits der 5 Anschlag innerhalb von 7 Tagen.
Die Vernetzungsbemühungen der Neonazis haben in Sachsen 2007 eine neue Qualität erreicht. Sie gehen konspirativ und öffentlichkeitswirksam vor.
Wir wollen und dürfen nicht vergessen: auch eine neue Qualität an Gewalt und Brutalität ist im Spiel.
Ziel muss es sein, diesen braunen Terror zu stoppen, Dass sich dabei nicht auf die staatlichen Organe verlassen werden darf, ist klar.
Es gilt einen antifaschistischen Selbstschutz zu entwickeln und aufzubauen. Damit sich antifaschistische Gruppen weiter vernetzen und Strategien entwickeln können, wird am 30.März 2008 im Autonomen Jugendzentrum Chemnitz der 4. Antifaschistische Ratschlag durchgeführt.
Und das Chemnitz ebenso ein erhebliches Problem mit Nazis hat, dürfte spätestens am 05.März klar geworden sein. Am späten Nachmittag des 5.3. hatten sich im Südosten von Chemnitz ca. 100 Nazis versammelt, um ihrem Opferkult zu huldigen und die Bombardierung von Chemnitz vor 63 Jahren durch die Alliierten dazu zu benutzen, die deutschen Verbrechen zu relativieren.
Gegen 18.00 Uhr hatte sich eine spontane antifaschistische Demonstration auf der Bernsdorfer Straße in Richtung des Kundgebungsplatzes der Nazis in Bewegung gesetzt, um die bereits zwischen Wartburgstraße und Augsburger Straße versammelten antifaschistischen Demonstrant_innen zu unterstützen.
Kaum in Bewegung, sahen sich die Demonstrant_innen mit einer halben Hundertschaft Polizei konfrontiert. Ohne jegliche Vorwarnung prügelten die martialisch wirkenden, schwarz gekleideten Polizisten auf die Demonstrant_innen ein.
Nach dem Übergriff auf die Spontandemonstration kam es zu weiteren Übergriffen der Polizei auf Antifas. Nach der Auflösung der Nazikundgebung wurden die Gegendemonstrant_innen aggressiv vom Ort des Protests weggetrieben und wichen in die Bernsdorfer Strasse stadteinwärts zurück, begleitet durch einige Einsatzfahrzeuge der Polizei. Plötzlich machten diese auf der Straße kehrt. Kurz darauf griffen 30 Nazis von der Rehwitzer Straße über eine Grünfläche kommend die Gegendemonstrant_innen an. Zum Teil waren die Nazis mit Stöcken bewaffnet und prügelten mehrere Personen krankenhausreif. Unbehelligt von der Polizei konnte sich die Gruppe der Angreifer wieder zurückziehen.
Es sind diese sächsischen Zustände, gegen die wir aktiv werden müssen. Gegen den Naziterror, der beabsichtigt ganze Regionen von politischen Gegnern und Nicht- Deutschen zu „säubern“. Aber auch gegen die Nazis in den Parlamenten, die sie 2008 auf Kreisebene flächendeckend erobern wollen. Gegen die Rassisten mit Baseball-Schlägern und gegen die Rassisten mit Schlips und im Zweireiher.
Wir müssen gemeinsam beratschlagen, wie wir diese sächsischen Zuständern ändern können, wie wir uns noch besser vernetzen. Für ein Sachsen ohne Nazis und Rassisten.
Weitere Infos zum 4. Antifaschistischen Ratschlag Sachsen unter
www.antifaschistischer-ratschlag.de
hat jetzt die Nutzung der Halle für Konzerte aus baurechtlichen Gründen untersagt.
Colditz, 16. Februar: fünf junge Leute bemerken, dass ihr PKW verfolgt wird. Wenig später kommen ihnen drei weitere Fahrzeuge entgegen. Ihr Kleinwagen wird von Neonazis mit Eisenstangen und Baseballschlägern demoliert, Schlimmeres kann die alarmierte Polizei verhindern. Die lapidare Meldung im Polizei-Pressebericht: bei Colditz sei ein PKW von Unbekannten demoliert worden.
Die Mitglieder von „Sturm 34“ sind weiterhin aktiv. Die Serie von Pleiten, Pech und Pannen in den Verfahren gegen die Mitglieder reißt nicht ab. Noch immer sind die Jugendlichen in Mittweida ohne alternatives Jugendzentrum. Wie in Colditz. Wie in Mügeln, wo Bürgermeister Deuse den einzigen Club dieser Art in der Stadt schließen ließ.
Aber Westsachsen ist keine Einzelfall. In Ostsachsen sprengten Nazis in der Nacht zum 08.März den Briefkasten der Geschäftsstelle der Linken und zerstörten diesen dabei. Nach den Anschlägen am vorangegangen Wochenende in Zittau und Görlitz und den Anschlägen auf das Abgeordnetenbüro der Landtagsabgeordneten Bettina Simon in Löbau in der selben Woche ist dies bereits der 5 Anschlag innerhalb von 7 Tagen.
Die Vernetzungsbemühungen der Neonazis haben in Sachsen 2007 eine neue Qualität erreicht. Sie gehen konspirativ und öffentlichkeitswirksam vor.
Wir wollen und dürfen nicht vergessen: auch eine neue Qualität an Gewalt und Brutalität ist im Spiel.
Ziel muss es sein, diesen braunen Terror zu stoppen, Dass sich dabei nicht auf die staatlichen Organe verlassen werden darf, ist klar.
Es gilt einen antifaschistischen Selbstschutz zu entwickeln und aufzubauen. Damit sich antifaschistische Gruppen weiter vernetzen und Strategien entwickeln können, wird am 30.März 2008 im Autonomen Jugendzentrum Chemnitz der 4. Antifaschistische Ratschlag durchgeführt.
Und das Chemnitz ebenso ein erhebliches Problem mit Nazis hat, dürfte spätestens am 05.März klar geworden sein. Am späten Nachmittag des 5.3. hatten sich im Südosten von Chemnitz ca. 100 Nazis versammelt, um ihrem Opferkult zu huldigen und die Bombardierung von Chemnitz vor 63 Jahren durch die Alliierten dazu zu benutzen, die deutschen Verbrechen zu relativieren.
Gegen 18.00 Uhr hatte sich eine spontane antifaschistische Demonstration auf der Bernsdorfer Straße in Richtung des Kundgebungsplatzes der Nazis in Bewegung gesetzt, um die bereits zwischen Wartburgstraße und Augsburger Straße versammelten antifaschistischen Demonstrant_innen zu unterstützen.
Kaum in Bewegung, sahen sich die Demonstrant_innen mit einer halben Hundertschaft Polizei konfrontiert. Ohne jegliche Vorwarnung prügelten die martialisch wirkenden, schwarz gekleideten Polizisten auf die Demonstrant_innen ein.
Nach dem Übergriff auf die Spontandemonstration kam es zu weiteren Übergriffen der Polizei auf Antifas. Nach der Auflösung der Nazikundgebung wurden die Gegendemonstrant_innen aggressiv vom Ort des Protests weggetrieben und wichen in die Bernsdorfer Strasse stadteinwärts zurück, begleitet durch einige Einsatzfahrzeuge der Polizei. Plötzlich machten diese auf der Straße kehrt. Kurz darauf griffen 30 Nazis von der Rehwitzer Straße über eine Grünfläche kommend die Gegendemonstrant_innen an. Zum Teil waren die Nazis mit Stöcken bewaffnet und prügelten mehrere Personen krankenhausreif. Unbehelligt von der Polizei konnte sich die Gruppe der Angreifer wieder zurückziehen.
Es sind diese sächsischen Zustände, gegen die wir aktiv werden müssen. Gegen den Naziterror, der beabsichtigt ganze Regionen von politischen Gegnern und Nicht- Deutschen zu „säubern“. Aber auch gegen die Nazis in den Parlamenten, die sie 2008 auf Kreisebene flächendeckend erobern wollen. Gegen die Rassisten mit Baseball-Schlägern und gegen die Rassisten mit Schlips und im Zweireiher.
Wir müssen gemeinsam beratschlagen, wie wir diese sächsischen Zuständern ändern können, wie wir uns noch besser vernetzen. Für ein Sachsen ohne Nazis und Rassisten.
Weitere Infos zum 4. Antifaschistischen Ratschlag Sachsen unter
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Ergänzungen
@ BNR
Schaus Du hier:
Quelle: www.redok.de
redok
24.02.2008
Colditz. Rund 100 vermummte Rechtsextremisten haben am Samstag in Colditz (Muldentalkreis) randaliert und ein Geschäftslokal schwer beschädigt. Viele der Randalierer gehören zu der verbotenen Kameradschaft "Sturm 34", teilte die Polizei mit. Erst vor einer Woche hatten rechtsextreme Schläger das Auto von fünf Nazi-Gegnern demoliert und sie mit dem Tode bedroht.
Die Gruppe sei offensichtlich angereist, um ein Konzert aus der linken Szene zu stören, hieß es. Als klar wurde, dass ein solches Konzert in Colditz gar nicht stattfand, zogen die dunkel gekleideten und vermummten Neonazis gegen 19.30 Uhr durch die Innenstadt. Aus der Menge heraus wurden Fensterscheiben eines Elektrogeschäfts und einer Wohnung eingeschlagen und Nebelgranaten in einen Geschäftsraum geworfen. Personen seien nicht verletzt worden, der Auflauf der Rechtsextremen habe sich nach etwa zehn Minuten aufgelöst. Die Polizei nahm von mehreren Beteiligten die Personalien auf. Zur Aufklärung wurde eine Ermittlungsgruppe beim Dezernat Staatsschutz eingerichtet. Viele der Randalierer seien der verbotenen Neonazi-Kameradschaft "Sturm 34" zuzuordnen, teilte die Polizei in Leipzig mit.
Laut der Sprecherin der Linksfraktion für antifaschistische Politik, Kerstin Köditz (Grimma), handelte es sich um einen "gezielten politischen Racheakt" der Neonazis auf das Elektrogeschäft in Colditz, denn der Inhaber des Ladens hatte bereits mehrfach eine in seinem Besitz befindliche Halle an junge Leute zur Durchführung linker Konzerte und von Aufklärungsveranstaltungen vermietet. Die Familie sei in der jüngsten Vergangenheit mehrfach bedroht worden, so Köditz. Nach Angaben des Besitzers sei ein Sachschaden von rund 100.000 Euro entstanden.
Überfall mit Gesichtsmasken und Baseballschlägern
Erst vor einer Woche hatten Neonazis bei Colditz einen gewalttätigen Angriff auf politische Gegner verübt. Fünf junge Männer aus Geringswalde waren am Samstag mit dem Auto auf dem Rückweg von einer Demonstration gegen Rechtsextremismus in Borna. Dabei wurden sie über mehrere Kilometer auch über Nebenstraßen und durch ein Waldstück von vier Fahrzeugen verfolgt. Schließlich wurden sie nach eigenen Angaben ausgebremst und auf der B 176 zum Halten gezwungen. Aus den vier Wagen seien mit Masken vermummte Männer ausgestiegen und hätten das Auto der Nazi-Gegner mit Baseballschlägern und Schlagstöcken demoliert. Die jungen Leute konnten dennoch mit Mühe flüchten und Richtung Hartha weiterfahren, wo ihnen die herbeigerufene Polizei entgegenkam, berichtete die Leipziger Volkszeitung. Die Polizei nahm die Anzeige auf und sicherte Spuren. Das Auto hatte Totalschaden.
In der Nacht darauf wurden die jungen Männer in Geringswalde mit dem Tode bedroht, berichtete die Chemnitzer Morgenpost am Freitag. Einer der Betroffenen: "Mehrere Autos fuhren vor, aus denen Nazi-Musik dröhnte. Die maskierten Insassen stiegen aus, grölten 'Freitag machen wir euch kalt!'" Beim Eintreffen der Polizei waren die Nazis bereits verschwunden.
Von dem rechtsextremen Hintergrund war freilich in der Polizei-Pressemeldung über den Überfall auf der B 176 keine Rede: dort wurde nur über eine "Sachbeschädigung" berichtet. Erst auf Nachhaken der Medien ergänzte die Polizei die Meldung.
In den folgenden Tagen wurden aus Kreisen der Berufsschulen in Rochlitz und Mittweida weitere Morddrohungen laut, berichtete der Bürgermeister von Geringswalde, Rainer Eckert (66, Die Linke). "Wir hatten mitbekommen, dass die Nazis etwas Größeres planen. Eine üble Geschichte - die Jungs stehen alle auf einer 'Schwarzen Liste'." Bürgermeister Eckert forderte Polizeischutz für den 5.000-Einwohner-Ort an.
Kerstin Köditz brachte den Überfall im Landtags-Innenausschuss auf die Tagesordnung. Inzwischen kümmert sich Sachsens Landespolizeipräsident Bernd Merbitz (52) selbst um den Fall. "Er sagte, die Opfer hatten Todesangst, weil die vermummten Täter mit äußerster Brutalität vorgingen", berichtete Köditz aus der Ausschuss-Sitzung.
Am Freitag hatten die beiden sächsischen Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt in ihrer Jahresbilanz für 2007 eine erhebliche Zunahme rechtsextremer Übergriffe konstatiert.
Brauner Terror in Sachsen
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Der Antirassistische Sonntagsspaziergang findet seit 2005 jährlich im Umfeld des 21. März (Internationaler Tag gegen rassistische Diskriminierung) statt.
Demo - 16.03. - 15 Uhr - Wurzen, Bahnhof
Was ist Antifaschismus?
Würde ein echter Antifaschismus nicht eher bedeuten, Gleiches mit Gleichem zu vergelten? Denn soviel ist nun nach 18 Jahren zunehmender Naziübergriffe klar: Erst wenn wir dieses Prinzip eisern, korrekt und unerbittlich anwenden, wird der Zulauf zu den Neonazis abnehmen!
Das heisst konkret: Wenn die Nazis ein Haus, eine Wohnung oder einen Laden angreifen, greifen wir etwas Entsprechendes von ihnen an. Wenn sie jemanden verprügeln, verprügeln wir jemanden von ihnen. Wenn sie jemanden töten, dann töten wir jemanden von ihnen. Und machen das auch genau so publik. Nur das wäre ein Antifaschismus, der seiner Bezeichnung würdig wäre. Direkte Vergeltung ist die einzige Fremdsprache, welche auch Nazis verstehen.
Denn der Sinn des Antifaschismus wäre es, die Aktionen der Nazis kurzzuschliessen, um mit dem Nazitum grundlegend aufzuräumen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Antifa-Demos dienen der Propaganda gegen die Nazis, können den konsequenten Kampf gegen sie jedoch nicht ersetzen.
Polizei versucht zu deckeln
Der 19-jährige Mann (der Name ist der Redaktion bekannt) wurde in der Nacht vom 9. zum 10. Februar vor einer Diskothek von Rettungskräften mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden. Nach über zwei Wochen im künstlichen Koma befindet er sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung, wie seine Schwester gegenüber dem ND berichten konnte. Er sei zwar immer noch teilweise auf der linken Körperhälfte gelähmt, Ärzte hätten allerdings in Aussicht gestellt, dass er wieder vollständig gesund wird.
Dass der junge Mann überhaupt noch am Leben ist, verdankt er einem glücklichen Umstand. Zeugen schilderten dem ND, dass der Rettungsdienst das Opfer, nachdem es aus der Bewusstlosigkeit erwachte, nach Hause schicken wollte. Nur die Tatsache, dass der Punk seinen Hausschlüssel nicht fand, führte dazu, dass er ins Klinikum Greiz gebracht wurde. Nach der Feststellung einer Hirnschwellung und zweimaliger Reanimation wurde das Opfer anschließend in ein künstliches Koma versetzt. Warum der Rettungsdienst nicht sofort die Polizei über den Vorfall informierte, ist bislang offen.
Der junge Mann, der durch einen Irokesenhaarschnitt als Punk deutlich zu erkennen ist, wollte gegen 24 Uhr die Diskothek in der Stadthalle der Elsterstadt verlassen und traf vor dem Eingang auf eine Gruppe von zirka 15 rechtsgerichteten Jugendlichen, die zuvor bereits wegen einer Schlägerei aus der Disko geflogen waren. Aus der Gruppe heraus wurde der junge Punk angegriffen, fiel durch einen gezielten Schlag mit dem Kopf frontal auf den Boden und blieb regungslos liegen. Nachdem Freunde zu helfen versuchten, wurden diese beschimpft und zurückgezogen. Man solle die »Zecke« liegen lassen und man würde auch nochmals reintreten, soll laut Zeugenaussagen geäußert worden sein.
Dass die Täter der rechten Szene zuzuordnen sind, beweist zudem ihre Kleidung. Zeugen erklärten gegenüber dem ND, dass diese die in der rechten Szene beliebte Modemarke »Thor Steinar« und T-Shirts mit der Aufschrift »Weiße Wölfe« getragen haben. Die Tatsache, dass Neonazis in der Region verstärkt auftreten, hat offensichtlich auch damit zu tun, dass vor einigen Monaten eine szenebekannte Person ihre Haftstrafe verbüßte und nunmehr wieder auf freiem Fuß ist. Auch diese soll laut Zeugen in der Gruppe gewesen sein, aus der der junge Punk angegriffen wurde.
Der Sprecher der Polizeidirektion Gera, Michael Schwenzer, bestätigte lediglich, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Kriminalinspektion Gera laufen. Die Ernsthaftigkeit stellen allerdings Zeugen in Frage. Obwohl sie als Zeugen benannt worden sind, wurden sie nach ND-Informationen bis zum jetzigen Zeitpunkt von der Polizei nicht befragt.
Auch die Staatsanwaltschaft Gera scheint die bisherigen Ergebnisse anzuzweifeln und hat deshalb den Fall mit dem Auftrag, weitere Untersuchungen durchzuführen, an die Kriminalinspektion zurückgegeben. Derzeit laufen gegen zwei an der Tat offensichtlich beteiligte Männer Ermittlungen. Die Schwester des Opfers betonte, dass ihr Bruder, der sich an den Tathergang bislang nicht erinnern kann, daran interessiert ist, dass alles aufgeklärt wird. Verwundert zeigte sie sich allerdings darüber, dass es seitens der Polizei trotz Nachfrage bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Rückmeldung bei der Familie über den Stand der Ermittlungen gegeben habe.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Wenn übertreiben, dann aber richtig! — BNR
ahja — ?
15.Leipzig Nazidemo — scheisse
@Mügeln — ...