Razzia im kurdischen Verein in Kassel
Während gestern in Berlin über 1000 Menschen gegen den Einmarsch der Türkei in den Nordirak protestierten (
http://de.indymedia.org/2008/02/209095.shtml), holte der deutsche Staat ein weiteres Mal zu einem Repressionschlag gegen linke kurdische Strukturen in Deutschland aus. In Kassel stürmten 100 Bullen einen kurdischen Verein und demolierten die Tür. Vorwurf ist Spendensammeln für die PKK-Nachfolgeorganisation Kongra-Gel. Damit leistet der deutsche Staat ein weiteres Mal Schützenhilfe für den türkischen Staatsterrorismus. Solidarität wär angebracht.
http://de.indymedia.org/2008/02/209095.shtml), holte der deutsche Staat ein weiteres Mal zu einem Repressionschlag gegen linke kurdische Strukturen in Deutschland aus. In Kassel stürmten 100 Bullen einen kurdischen Verein und demolierten die Tür. Vorwurf ist Spendensammeln für die PKK-Nachfolgeorganisation Kongra-Gel. Damit leistet der deutsche Staat ein weiteres Mal Schützenhilfe für den türkischen Staatsterrorismus. Solidarität wär angebracht.
Razzia und Festnahmen im Zentrum für kurdische Kultur und Sprache in Kassel
Obwohl der Vereinsvorsitzende die Türe öffnen wollte, drangen gestern Nachmittag etwa 100 Polizeikräfte gewaltsam in das Zentrum für kurdische Kultur und Sprache e.V. in Kassel ein und durchsuchten alle Räumlichkeiten. Der Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Frankfurt/M., der die Anordnung mit Ermittlungen wegen Aktivitäten der „PKK-Nachfolgeorganisation KONGRA-GEL“ und deren Unterstützung begründet, datiert vom 4. Februar 2008. Sieben Personen wurden festgenommen, sechs am späten Abend nach erkennungsdienstlicher Behandlung wieder freigelassen; ein Kurde, Hemo Ö., befindet sich weiterhin in Haft. Er wird beschuldigt, im Raum Kassel „Spendensammlungen und sonstige Aktivitäten zu koordinieren“ und zu diesem Zweck „Treffen im Zentrum für kurdische Kultur und Sprache abzuhalten“.
Im Zuge der Durchsuchung wurden zahlreiche Bücher, Zeitschriften, PC, handys, Ordner und Vereinsunterlagen beschlagnahmt.
Azadî protestiert schärfstens gegen diese Polizeiaktion, die in einer Zeit äußerster Anspannung aufgrund des von der Türkei angezettelten Krieges gegen die kurdische Guerilla im Nordirak, durchgeführt wurde.
Nicht der Aggressor steht in Deutschland im Zentrum der Kritik und Ächtung, sondern unverändert sind es die Kurden, die ungeachtet aller Bemühungen um friedliche Lösungsvorschläge der ungezügelten Verfolgung ausgesetzt werden. Die politisch Verantwortlichen in Deutschland unterstützen mit der Stigmatisierung der Kurden als „kriminell“ oder „terroristisch“ die Kriegstreiberei des NATO-Partnerlandes Türkei.
Anfang Februar erst hatte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bei einem Besuch in Ankara seinem Kollegen Besir Atalay zugesagt, Deutschland werde „entschlossen“ gegen „jede Form von Terrorismus“ und gegen die PKK vorgehen. Als sei der türkisch-kurdische Konflikt ein „Terrorismus“-Problem. Die deutsche Politik sollte ihre Energie dafür aufbringen, nach einem politischen Weg zu suchen, um der seit Jahrzehnten schwelenden und ungelösten Frage endlich zu einer Lösung zu verhelfen, statt der Türkei auf ihrem Kriegspfad zu folgen. Er wird in eine Sackgasse führen!
Obwohl der Vereinsvorsitzende die Türe öffnen wollte, drangen gestern Nachmittag etwa 100 Polizeikräfte gewaltsam in das Zentrum für kurdische Kultur und Sprache e.V. in Kassel ein und durchsuchten alle Räumlichkeiten. Der Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Frankfurt/M., der die Anordnung mit Ermittlungen wegen Aktivitäten der „PKK-Nachfolgeorganisation KONGRA-GEL“ und deren Unterstützung begründet, datiert vom 4. Februar 2008. Sieben Personen wurden festgenommen, sechs am späten Abend nach erkennungsdienstlicher Behandlung wieder freigelassen; ein Kurde, Hemo Ö., befindet sich weiterhin in Haft. Er wird beschuldigt, im Raum Kassel „Spendensammlungen und sonstige Aktivitäten zu koordinieren“ und zu diesem Zweck „Treffen im Zentrum für kurdische Kultur und Sprache abzuhalten“.
Im Zuge der Durchsuchung wurden zahlreiche Bücher, Zeitschriften, PC, handys, Ordner und Vereinsunterlagen beschlagnahmt.
Azadî protestiert schärfstens gegen diese Polizeiaktion, die in einer Zeit äußerster Anspannung aufgrund des von der Türkei angezettelten Krieges gegen die kurdische Guerilla im Nordirak, durchgeführt wurde.
Nicht der Aggressor steht in Deutschland im Zentrum der Kritik und Ächtung, sondern unverändert sind es die Kurden, die ungeachtet aller Bemühungen um friedliche Lösungsvorschläge der ungezügelten Verfolgung ausgesetzt werden. Die politisch Verantwortlichen in Deutschland unterstützen mit der Stigmatisierung der Kurden als „kriminell“ oder „terroristisch“ die Kriegstreiberei des NATO-Partnerlandes Türkei.
Anfang Februar erst hatte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bei einem Besuch in Ankara seinem Kollegen Besir Atalay zugesagt, Deutschland werde „entschlossen“ gegen „jede Form von Terrorismus“ und gegen die PKK vorgehen. Als sei der türkisch-kurdische Konflikt ein „Terrorismus“-Problem. Die deutsche Politik sollte ihre Energie dafür aufbringen, nach einem politischen Weg zu suchen, um der seit Jahrzehnten schwelenden und ungelösten Frage endlich zu einer Lösung zu verhelfen, statt der Türkei auf ihrem Kriegspfad zu folgen. Er wird in eine Sackgasse führen!
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Ergänzungen
Widersprüchliche Meldungen
Acht Tage nach dem Beginn der Militäroffensive gegen mutmaßliche PKK-Stellungen im Nordirak hat die Türkei am Freitag offenbar Einheiten aus der Region abgezogen. Das berichteten türkische Medien unter Berufung auf einen US-Vertreter im Irak. Offizielle Bestätigungen aus der Türkei gab es zunächst nicht. Spekulationen einer türkischen Zeitung, wonach dies das Ende der Offensive einleiten könnte, wurden von Kurdenvertretern im Irak dementiert. Der Einsatz gehe in drei norirakischen Regionen weiter, hieß es.
Am Donnerstag hatte der türkische Verteidigungsminister Robert Gates bei einem Besuch in Ankara erneut auf ein rasches Ende der Militäroperation gedrängt. Die türkische Regierung erklärte dazu nur, sie werde sich nicht auf einen Zeitplan festlegen lassen. In der osttürkischen Stadt Cizre, 45 Kilometer von der irakischen Grenze entfernt, verliert die PKK unterdessen an Boden. Die kurdische Bevölkerung hat genug von den jahrzehntelangen Kämpfen zwischen PKK-Rebellen und der türkischen Armee. Die PKK habe der Stadt schwer geschadet, heißt es, und: Am besten wäre es, die PKK würde besiegt, damit Cizre sich endlich wirtschaftlich entwickeln könne.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
vielleicht