Putins Polizeistaat wütet vor den Wahlen
Zusammenfassung einiger Berichte über Repression von russischen Indymedia-Seiten (ru. und piter.)
Bereits am letzten Wochenende glich die Petersburger Innenstadt einer Polizeifestung. Es wurde einfach alles verhindert, was sich dort eventuell tun wollen können hätte. Das betraf nicht nur die Aktionen zum "Tag des Deserteurs" (der anarchistischen Antwort auf den offiziellen militaristischen "Tag des Vaterlandsverteidigers" am 23.2.), sondern auch verschiedene Wahlkundgebungen linker und eher rechter Gruppierungen, den "Marsch der betrogenen WählerInnen" und eine Protestaktion von Faschos gegen die "jüdische" Regierung. Nur am frühen Morgen wurde eine Gedenkaktion der Menschenrechtsorganisation Memorial für die Opfer der Repression des Sowjetregimes mit ca. 30 Leuten geduldet. Den Rest des Tages stand die OMON (Sondereinheit) mit Bussen in der ganzen Innenstadt herum. Sie kontrollierte und filzte willkürlich vor allem junge Leute, die vorbeikamen. Wer irgendwie "verdächtig" erschien, landete gleich in den Bussen und wurde dort festgehalten.
Verhindert wurde auch ein Trauermarsch von Punks für den letzte Woche verstorbenen Anarcho-Liedermacher und Altpunk Jegor Letow, der ja eigentlich mit der Wahl überhaupt nichts zu tun hatte. Das Bullenaufgebot war gewaltig, jedeR einzelne der Protestierenden wurde gleich bei der Ankunft von zwei Cops in die Mitte genommen. Die meisten wurden gleich in Busse gesetzt, die restlichen aufgefordert, sich zu zerstreuen.
In Sibirien wurde der Student Jegor Starostin an einem Tag gleich zweimal verhaftet, erst an seinem Studienort Tomsk (wo er nach Intervention von Bekannten freikam) und dann auf der Heimfahrt nach Omsk. Dabei wurde er im Bahnhof Taiga aus dem Zug geholt. Nun bekam er aber am Bahnhof nicht den Preis für die restliche Strecke erstattet, sondern nur die Hälfte. Im Moment weiß niemand, wo er steckt, die Bahnhofspolizei behauptet, nichts damit zu tun zu haben, das sei die Kripo gewesen, sein Handy geht nicht und sein Geld reicht vermutlich nicht mehr für die Heimfahrt. Entweder ist er also noch bei der Kripo, oder er steht jetzt irgendwo mitten in Sibirien... Grund für die Schikane ist offenbar, dass seine Eltern (!) bei der anarchosyndikalistischen SKT (Sibirischen Konföderation der Arbeit) aktiv sind.
Verhindert wurde auch ein Trauermarsch von Punks für den letzte Woche verstorbenen Anarcho-Liedermacher und Altpunk Jegor Letow, der ja eigentlich mit der Wahl überhaupt nichts zu tun hatte. Das Bullenaufgebot war gewaltig, jedeR einzelne der Protestierenden wurde gleich bei der Ankunft von zwei Cops in die Mitte genommen. Die meisten wurden gleich in Busse gesetzt, die restlichen aufgefordert, sich zu zerstreuen.
In Sibirien wurde der Student Jegor Starostin an einem Tag gleich zweimal verhaftet, erst an seinem Studienort Tomsk (wo er nach Intervention von Bekannten freikam) und dann auf der Heimfahrt nach Omsk. Dabei wurde er im Bahnhof Taiga aus dem Zug geholt. Nun bekam er aber am Bahnhof nicht den Preis für die restliche Strecke erstattet, sondern nur die Hälfte. Im Moment weiß niemand, wo er steckt, die Bahnhofspolizei behauptet, nichts damit zu tun zu haben, das sei die Kripo gewesen, sein Handy geht nicht und sein Geld reicht vermutlich nicht mehr für die Heimfahrt. Entweder ist er also noch bei der Kripo, oder er steht jetzt irgendwo mitten in Sibirien... Grund für die Schikane ist offenbar, dass seine Eltern (!) bei der anarchosyndikalistischen SKT (Sibirischen Konföderation der Arbeit) aktiv sind.
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Ergänzungen
ARD Dokumentation