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Demos in München gegen türkischen Einmarsch

Apoci 26.02.2008 18:04
Schweigt nicht!Stoppt den Krieg der Türkei gegen die Kurden! Die türkische Armee ist in die kurdische Autonomie-Region einmarschiert! Was der türkische Ministerpräsident Erdogan mit US-Präsident Bush am 5. November 2007 vereinbarte, setzt er jetzt in die Tat um. Die Türkei behauptet vordergründig, sie wolle die PKK vernichten - tatsächlich richtet sich die Invasion gegen das Selbstbestimmungsrecht des kurdischen Volkes. Kundgebung und Demo in München - vor den Konsulaten der Türkei und USA
Schweigt nicht! Stoppt den Krieg der Türkei
gegen die Kurden!

Die türkische Armee ist in die kurdische Autonomie-Region einmarschiert! Was der türkische Ministerpräsident Erdogan mit US-Präsident Bush am 5. November 2007 vereinbarte, setzt er jetzt in die Tat um. Die Türkei behauptet vordergründig, sie wolle die PKK vernichten - tatsächlich richtet sich die Invasion gegen das Selbstbestimmungsrecht des kurdischen Volkes.

Nach Luftbombardements startete die türkische Armee in der Nacht auf Freitag mit Panzern und zehntausenden Soldaten eine Bodenoffensive gegen die Stützpunkte der PKK-Guerillakräfte und zivile Dörfer. Die EU und die USA unterstützen die Invasion nicht nur politisch. Deutschland verkauft Waffen an die Türkei. Deutschland schiebt die Menschen in die Türkei ab, wo es einen Krieg gegen Kurden gibt. Deutschland unterstützt die Vernichtungspolitik der Türkei gegen Kurden. Die politisch aktivsten Kurden in Deutschland werden vom deutschen Staat schikaniert und ihr Aufenthaltstatus aberkannt. USA und Israel liefern Satellitenaufnahmen und Aufklärungsdrohnen. Die PKK bietet der Türkei seit Jahren die Hand zum Frieden, startete einen Waffenstillstand nach dem anderen - die Antwort der Türkei ist immer nur Krieg, Terror und Vernichtung. Gegen den türkischen Angriff auf ihre Souveränität ist die Regierung der kurdischen Autonomie-Region stumm geblieben. Für die Hoffnung auf kurzfristige Vorteile lässt sie die demokratischen Rechte der Kurden unter den Tisch fallen und gibt ihre Zustimmung zur Vernichtung derjenigen Kurden, die Widerstand leisten.

Der türkische Staat unterdrückt weiterhin die demokratischen Rechte der kurdischen Bevölkerung. Gegen die ins Parlament gewählte Kurdenpartei DTP läuft ein Verbotsverfahren, der DTP-Vorsitzende Demirtas sitzt in Haft. Bei Demonstrationen vor wenigen Tagen tötete ein Polizeipanzer einen 16jährigen. Durch Polizeiangriffe gab es dutzende Verletzte, knapp 300 Demonstranten wurden verhaftet. Immer mehr Folterfälle durch die Sicherheitskräfte alarmieren türkische Menschenrechtsorganisationen und Human Rights Watch. Noch vor zwei Wochen forderte Ministerpräsident Erdogan türkischen Unterricht an deutschen Schulen - in seinem eigenen Land ist Kurdisch-Unterricht für Kinder verboten! Der Gebrauch der kurdischen Sprache in der Politik wird mit schweren Strafen verfolgt.

Ohne die Lehre aus früheren Erfahrungen zu ziehen, dient die südkurdische Regierung den Interessen der USA, Israels und der EU, die im Nahen Osten eine imperialistische Politik verfolgen. Die südkurdische Regierung sollte nicht vergessen, dass sie als nächstes dran kommen könnte. Gegen die "teile und herrsche"-Politik muss das kurdische Volk zusammenstehen. Die Chance dazu ist noch nicht vertan. In Duhok ( Südkurdistan Nordirak ) haben die tausende Menschen mit Menschenketten verhindert, dass türkische Panzer ihre Stützpunkte verlassen.

Wir dürfen nicht tatenlos einem neuen Massaker zusehen, sondern müssen überall unsere demokratischen Forderungen erheben - gegen diejenigen Kräfte, die dem kurdischen Volk seine Rechte rauben wollen.

Wir rufen die Staaten der Region, insbesondere die Türkei auf, dem kurdischen Volk seine Rechte zuzugestehen. Versucht nicht, die kurdische Frage mit Gewalt zu lösen - es ist ein Spiel mit dem Feuer! Nur friedlich können wir die Geschwisterlichkeit der Völker sichern. Andernfalls werden wir ein Blutbad der Völker wie im früheren Jugoslawien erleben müssen. Deshalb rufen wir die Demokratinnen und Demokraten und die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Türkei auch auf, sich aktiv gegen den Einmarsch der Türkei zu stellen. Die Türkei privatisiert die staatlichen Unternehmen, zuletzt Tekel, wodurch hunderttausende Menschen arbeitslos werden. Der türkische Staat bildete die Banditen aus, die Hrant Dink und die christlichen Pfarrer ermordeten. Der türkische Staat vernichtet die Kurden. Wenn ihr euch jetzt gegen diesen Einmarsch stellt, haben wir eine Chance, dass Kurden und Türken miteinander in Frieden zu leben.

Wir rufen die demokratische Öffentlichkeit in Europa auf, gegen den erneuten türkischen Einmarsch und die Besatzung der Region scharf zu protestieren.

Stoppt die Vernichtung der Kurdinnen und Kurden und den Krieg in Kurdistan - für eine politische Lösung, die alle Rechte der Kurdinnen und Kurden anerkennt.
Alle Kolonialisten und Imperialisten raus aus Kurdistan!
Für das Selbstbestimmungsrecht der Kurdinnen und Kurden!
Türkische Armee und deutsche Panzer - raus aus Kurdistan!
EU, USA und Israel - Hände weg von Kurdistan!
Weg mit dem PKK-Verbot!
Keine Abschiebungen in die Türkei und den Irak!

Deutsch Kurdischer Freundschaftsverein, Marxistische Initiative, SDAJ, Welate Yekbuyi

Aktionen:
1) Kranz Niederlegung und Kundgebung
Am Mittwoch 27.02.08: 15-16.00 Uhr

Datum/Uhrzeit: Mi 27.02.08, 15-16.00 Uhr

Ort: Menzinger Straße 3 / gegenüber des türkischen Generalkonsulats

2) Kundgebung mit Demo zum Amerikanischen Konsulat

Datum/Uhrzeit: Sa 01.03.08, 14-16.00 Uhr.

Auftaktkundgebung Sendlinger-Tor-Platz 14.00 Uhr
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Ergänzungen

Protest in Duisburg

Roter Antifaschist 27.02.2008 - 21:56
Auch in Duisburg wurde gegen die Militärinterventionen der Türkei demonstriert!
Zu einer relativ spontanen Kundgebung vor dem Hbf. An dieser namen rund 60 internationale Aktivisten teil.
HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

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