Krieg in Südkurdistan // Proteste in Türkei
Hier eine Zusammenfassung der Ereignisse in den letzten Tagen in Südkurdistan, den Protesten in der Türkei und Europa
Seit letzten Donnerstag führt die Türkei mit 10 000 Soldaten und F-16Kampfjets, Hubschraubern, Panzern und nagelneuen deutschen Hecker & Koch – Gewehren einen blutigen Krieg gegen die kurdische Befreiungsbewegung und die Zivilbevölkerung im Nordirak. Entgegen der Verlautbarungen des türkischen Militärs wurden bisher mindestens 5 kurdische Dörfer durch Bombardierungen zerstört. Auch Infrakstruktur des Irakischen Staates wie Brücken wurden von der Armee zerstört. Die irakische Regierung protestiert gegen die Zerstörung von Infrastruktur und fordert den Rückzug der Türkei.
Seit letzten Donnerstag führt die Türkei mit 10 000 Soldaten und F-16Kampfjets, Hubschraubern, Panzern und nagelneuen deutschen Hecker & Koch – Gewehren einen blutigen Krieg gegen die kurdische Befreiungsbewegung und die Zivilbevölkerung im Nordirak. Entgegen der Verlautbarungen des türkischen Militärs wurden bisher mindestens 5 kurdische Dörfer durch Bombardierungen zerstört. Auch Infrakstruktur des Irakischen Staates wie Brücken wurden von der Armee zerstört. Die irakische Regierung protestiert gegen die Zerstörung von Infrastruktur und fordert den Rückzug der Türkei.
Die Anzahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung ist zu Zeit unklar. Nach kurdischen Angaben sind bisher mindestens 10 Dorfbewohner durch das türkische Militär ermordet wurden. Seit Samstag kommt es zu harten Gefechten mit der kurdischen Guerilla, mindestens ein Kampfhubschrauber wurde abgeschossen. Über die Zahl der Gefallenen Soldaten und Guerilleros läuft ein erbitterter Informationskrieg von beiden Seiten. Die Wahrheit ist bekanntlich das erste Opfer des Krieges. Nach Angaben des türkischen Militärs sind bisher rund 20 türkische Soldaten und 140 PKK-Kämpfer ums Leben gekommen. Die Guerilla dementiert meldet lediglich 10 eigene Verluste und 50 Gefallenen auf Seiten der Armee.
Die USA helfen dem türkischen Militär logistisch und transportieren verletzte Soldaten in US-Hubschraubern ab. Desweiteren sind israelische und amerikanische Aufklärungsdrohen im Einsatz um Stellungen der Guerilla aufzuspüren. Kurdische Quellen melden das sich die Operation für die türkische Armee zu einem Desaster entwickelt. Wegen dem heftigen Widerstand der Guerilla und dem starken Schnellfall kommt die Armee kaum voran. Etliche Soldaten sollen schon erfroren sein. Bürgerliche Medien melden das die Türkei auf ein „Haupquartier“ der PKK marschiert und es dort zu schweren Gefechten kommt. Auch dies dementiert die Guerilla. Am Wochende führte die Guerilla innerhalb der Türkei Aktionen durch. So wurde am Sonntag ein hoher Armeeangehöriger von unbekannten erschossen, ausserdem behauptet die Guerilla innerhalb der Türkei 5 Soldaten getötet zu haben. Die Guerilla hat die kurdische Jugend zum Volksaufstand aufgerufen und angekündigt Guerillaktionen in den türkischen Grosstädten durchzuführen. Die Zivilbevölkerung soll dabei geschont werden. Die Türksiche Armee hat 60 „sogenannte“ Dorfschützer (kurdische Söldner im Auftrag des Militärs) festgenommen weil sie sich weigerten an der Militäroperation teilzunehmen. Voher hatte die Guerilla die Dorfschützer in einer Erklärung gewarnt, das man sie nicht verschonen werde.
Proteste in der Türkei und Irak
In der Türkei kommt es derweil zu massiven Protesten gegen den Einmarsch. Schon am Freitag folgten tausende in Istanbul einem Aufruf der DTP (Partei der demokratische Gesellschaft) gegen den Krieg zu protestieren. In der Amed, in der nähe der kurdischen Grosstadt Diyarbarkir protestierten am Sonntag bis zu 100 000 tausend Menschen gegen den Einmarsch. Angeführt wurde die Demonstration von Frauen der Initiative „Mütter für den Frieden“, Abgeordneten und Bürgermeistern. Auf einem großen Transparent war der 16-jährige Yahya Menekse abgebildet, der bei den Protesten zum 15. Februar in Cizre von einem Panzer überrollt worden war.Auf der Abschlusskundgebung im Stadtzentrum hielt die ehemalige DEP-Abgeordnete Leyla Zana eine Ansprache, in der sie die Militäroperation verurteilte und die Abschlusserklärung des „Kongress für eine demokratische Gesellschaft“ verlas. Im Anschluss an die Kundgebung setzte sich die Menschenmasse wieder in Bewegung. Aus der Demonstration heraus wurden Gebäude und Geschäfte der AKP mit Steinen beworfen, woraufhin die Polizei Tränengas einsetzte. Bis in die Abendstunden kam es in mehreren Stadtteilen zu Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften. Auch in Mus-Bulanik haben ca. 3000 Menschen gegen die Angriffe der türkischen Armee demonstriert. In Izmir, Istanbul und Amed wurden unterdessen weitere 18 Fahrzeuge, eine AKP-Zentrale sowie ein staatliches Gebäude in Brand gesetzt. Im südkurdischen Hewler fand eine Protestaktion von ca. 200 Studierenden statt. Am Montag stoppte die Bevölkerung das Aussrücken von Panzern mit mitteln des zivilen Ungehorsams. In Batufa und Bamerni stellten sich tausende Menschen den Türkischen Panzern in den Weg. Für die nächsten Tage wird mit einer massiven Anwachsen der Protestwelle gerechnet. In Istanbul kam es gestern zu schweren Ausschreitungen. Auffällig ist das sowohl die türkischen, wie vor allem die europäischen Medien den Protest der kurdischen Bevölkerung in der Türkei totschweigen. Lediglich der kurdische Fernsehsender ROJ-TV und der arabische Sender Al-Dschazira berichtet darüber.
Proteste in Europa
Auch in Europa kommen die Proteste langsam in Fahrt. Am Wochende demonstrierten hunderte Kurden in Frankfurt/Main und Hamburg gegen den Einmarsch. Für den morgigen Mittwoch ist in Berlin eine Demo zur türkischen Botschaft geplant. Im österreichischen Graz besetzten kurdische Jugendliche am Montag ein Studio des staatlichen Fernsehsenders ORF und forderten eine objektive Berichterstattung im aktuellen Krieg. Zuvor gab es in Wien eine Demonstration. Für die kommende Wochen sind eine Reihe Aktionen geplant, unter anderem in Köln, Berlin, Dortmund, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund, Bochum, Brüssel und London. Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB) hat im Vorfeld der Demonstration am Mittwoch in Kreuzberg eine längere Positionierung zum Kurdistankonflikt verfasst, in dem sie einen umfassenden Überblick über die historische Entwicklung der Türkei, Geschichte und Ideologie der kurdischen Arbeiterpartei PKK und die Rolle Deutschlands bietet. Auch eine deutliche Kritik an dem nicht-verhalten der autonomen Antifabewegung wird darin geäussert. (
http://arab.antifa.de/index.php/content/view/133/1/). Zumindest ist merkwürdig das es aus der deutschen radikalen Linken noch kaum Stellungnahmen zu dem aktuellen Konflikt gibt. Auch wer die Politik der PKK aus nachvollziebaren Gründen ablehnt, sollte sich in der aktuellen Situation gegen den türkischen Staatsterrorismus und den aktuellen Krieg positionieren. Das dies nicht geschieht wirft ein düsteres Licht auf die radikale Linke in BRD.
Aktuelle Informationen zum Krieg auf:
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/
ROJ-TV mit Livestream von Riots und Demos (falls es nicht geht auf Youtube Roj Tv eingeben):
http://www.roj.tv/
Die USA helfen dem türkischen Militär logistisch und transportieren verletzte Soldaten in US-Hubschraubern ab. Desweiteren sind israelische und amerikanische Aufklärungsdrohen im Einsatz um Stellungen der Guerilla aufzuspüren. Kurdische Quellen melden das sich die Operation für die türkische Armee zu einem Desaster entwickelt. Wegen dem heftigen Widerstand der Guerilla und dem starken Schnellfall kommt die Armee kaum voran. Etliche Soldaten sollen schon erfroren sein. Bürgerliche Medien melden das die Türkei auf ein „Haupquartier“ der PKK marschiert und es dort zu schweren Gefechten kommt. Auch dies dementiert die Guerilla. Am Wochende führte die Guerilla innerhalb der Türkei Aktionen durch. So wurde am Sonntag ein hoher Armeeangehöriger von unbekannten erschossen, ausserdem behauptet die Guerilla innerhalb der Türkei 5 Soldaten getötet zu haben. Die Guerilla hat die kurdische Jugend zum Volksaufstand aufgerufen und angekündigt Guerillaktionen in den türkischen Grosstädten durchzuführen. Die Zivilbevölkerung soll dabei geschont werden. Die Türksiche Armee hat 60 „sogenannte“ Dorfschützer (kurdische Söldner im Auftrag des Militärs) festgenommen weil sie sich weigerten an der Militäroperation teilzunehmen. Voher hatte die Guerilla die Dorfschützer in einer Erklärung gewarnt, das man sie nicht verschonen werde.
Proteste in der Türkei und Irak
In der Türkei kommt es derweil zu massiven Protesten gegen den Einmarsch. Schon am Freitag folgten tausende in Istanbul einem Aufruf der DTP (Partei der demokratische Gesellschaft) gegen den Krieg zu protestieren. In der Amed, in der nähe der kurdischen Grosstadt Diyarbarkir protestierten am Sonntag bis zu 100 000 tausend Menschen gegen den Einmarsch. Angeführt wurde die Demonstration von Frauen der Initiative „Mütter für den Frieden“, Abgeordneten und Bürgermeistern. Auf einem großen Transparent war der 16-jährige Yahya Menekse abgebildet, der bei den Protesten zum 15. Februar in Cizre von einem Panzer überrollt worden war.Auf der Abschlusskundgebung im Stadtzentrum hielt die ehemalige DEP-Abgeordnete Leyla Zana eine Ansprache, in der sie die Militäroperation verurteilte und die Abschlusserklärung des „Kongress für eine demokratische Gesellschaft“ verlas. Im Anschluss an die Kundgebung setzte sich die Menschenmasse wieder in Bewegung. Aus der Demonstration heraus wurden Gebäude und Geschäfte der AKP mit Steinen beworfen, woraufhin die Polizei Tränengas einsetzte. Bis in die Abendstunden kam es in mehreren Stadtteilen zu Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften. Auch in Mus-Bulanik haben ca. 3000 Menschen gegen die Angriffe der türkischen Armee demonstriert. In Izmir, Istanbul und Amed wurden unterdessen weitere 18 Fahrzeuge, eine AKP-Zentrale sowie ein staatliches Gebäude in Brand gesetzt. Im südkurdischen Hewler fand eine Protestaktion von ca. 200 Studierenden statt. Am Montag stoppte die Bevölkerung das Aussrücken von Panzern mit mitteln des zivilen Ungehorsams. In Batufa und Bamerni stellten sich tausende Menschen den Türkischen Panzern in den Weg. Für die nächsten Tage wird mit einer massiven Anwachsen der Protestwelle gerechnet. In Istanbul kam es gestern zu schweren Ausschreitungen. Auffällig ist das sowohl die türkischen, wie vor allem die europäischen Medien den Protest der kurdischen Bevölkerung in der Türkei totschweigen. Lediglich der kurdische Fernsehsender ROJ-TV und der arabische Sender Al-Dschazira berichtet darüber.
Proteste in Europa
Auch in Europa kommen die Proteste langsam in Fahrt. Am Wochende demonstrierten hunderte Kurden in Frankfurt/Main und Hamburg gegen den Einmarsch. Für den morgigen Mittwoch ist in Berlin eine Demo zur türkischen Botschaft geplant. Im österreichischen Graz besetzten kurdische Jugendliche am Montag ein Studio des staatlichen Fernsehsenders ORF und forderten eine objektive Berichterstattung im aktuellen Krieg. Zuvor gab es in Wien eine Demonstration. Für die kommende Wochen sind eine Reihe Aktionen geplant, unter anderem in Köln, Berlin, Dortmund, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund, Bochum, Brüssel und London. Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB) hat im Vorfeld der Demonstration am Mittwoch in Kreuzberg eine längere Positionierung zum Kurdistankonflikt verfasst, in dem sie einen umfassenden Überblick über die historische Entwicklung der Türkei, Geschichte und Ideologie der kurdischen Arbeiterpartei PKK und die Rolle Deutschlands bietet. Auch eine deutliche Kritik an dem nicht-verhalten der autonomen Antifabewegung wird darin geäussert. (
http://arab.antifa.de/index.php/content/view/133/1/). Zumindest ist merkwürdig das es aus der deutschen radikalen Linken noch kaum Stellungnahmen zu dem aktuellen Konflikt gibt. Auch wer die Politik der PKK aus nachvollziebaren Gründen ablehnt, sollte sich in der aktuellen Situation gegen den türkischen Staatsterrorismus und den aktuellen Krieg positionieren. Das dies nicht geschieht wirft ein düsteres Licht auf die radikale Linke in BRD. Aktuelle Informationen zum Krieg auf:
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/ ROJ-TV mit Livestream von Riots und Demos (falls es nicht geht auf Youtube Roj Tv eingeben):
http://www.roj.tv/
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Ergänzungen
Geplante Protestaktionen in Europa
In Europa lebende Kurden werden in den kommenden zwei Wochen mit verschiedenen Aktionen gegen den Besatzungsversuch der türkischen Armee in Südkurdistan protestieren.
26.02., 16 Uhr, Köln: Kundgebung vor dem Dom
27.02., 16 Uhr, Berlin: Demonstration in Kreuzberg zur türkischen Botschaft
27.02., 17-20 Uhr, Dortmund, Essen, Duisburg: Fackelmärsche
29.02., Düsseldorf: Kundgebung vor US-Konsulat
01.03., Dortmund: Kundgebung
03.03., Duisburg, Essen, Dortmund: Kundgebung
04.03., Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg: Informationsstände
04./05.03., Düsseldorf: Mahnwache vor dem Landtag
27.02., London: Kundgebung vor Premierministeramt
01.03., London: Kundgebung vor BBC
02.03., 12 Uhr, London: Demonstration
27.02., Brüssel: Kundgebung vor türkischem Konsulat
Quelle: ANF, 25.02.2008, ISKU
Übersetzung aus dem Türkischen
ISKU | Informationsstelle Kurdistan
Demo morgen am Kotti (Berlin)
Stoppt den Krieg in Kurdistan!
Demonstration Mittwoch 27. Februar 16 Uhr Kottbusser Tort Berlin
Aus Anlass des türkischen Überfalls auf Südkurdistan (Nordirak) rufen Kurdische Vereine aus Berlin und das Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin am Mittwoch 27.Februar zu einer Demonstration auf. Die Demonstration beginnt um 16 Uhr am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg und führt zum türkischen Konsulat in der Rungestrasse.
Seit Donnerstag sind 10.000 türkische Soldaten in den kurdischen Nordirak einmarschiert. Kampfflugzeuge haben bereits mehrere Dörfer und Brücken zerstört. Dutzende Menschen wurden getötet. Offiziell gilt der Einmarsch Guerillakämpfern der Arbeiterpartei Kurdistans, doch offenbar soll gleichzeitig die Kurdische Regionalregierung des Autonomiegebietes unter Druck gesetzt werden, auf ihre Ansprüche auf die Erdölstadt Kirkuk zu verzichten. Die USA unterstützten den völkerrechtswidrigen Überfall der Türkei auf das Nachbarland mit Aufklärungsflugzeugen, US-Hubschrauber fliegen verwundete türkische Soldaten aus.
Auch Deutschland ist Kriegspartei. Türkische Fernsehbilder beweise, dass der Großteil im Nordirak eingesetzten türkischen Militärtechnik aus deutscher Lieferung stammt: Leopard Panzer, Mercedes--LKW, G3-Gewehre. Ohne die deutsche Militärhilfe für den türkischen NATO-Partner wäre dieser Krieg so nicht möglich. Während die deutsche Regierung zur Unterdrückung des kurdischen Volkes in der Türkei und dem Überfall auf den Nordirak weitgehend schweigt, verfolgt sie mit dem PKK-Verbot kurdische Politikerinnen und Politiker in Deutschland.
Das Kurdistan-Solidaritätskomitee fordert:
Türkei und USA raus aus Kurdistan! Für das Selbstbestimmungsrecht des kurdischen Volkes!
Deutsche Panzer raus aus Kurdistan! Stoppt die Waffenlieferungen an die Türkei!
Aufhebung des PKK-Verbots!
Koordinierungsrat des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin
Kontakt:
E-Mail:
weitere Indyartikel
Aufruf zur Demo in München:
Stoppt den Krieg in Kurdistan (Analyse der ARAB):
Überfall auf Südkurdistan:
Türkei greift Südkurdistan an// Proteste:
Iran steigt in die Schlacht mit ein..
Angriffe stoppen!
Spendenaufruf für die Versorgung der Flüchtlinge
Die im kurdischen Nordirak tätige Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international fordert das sofortige Ende der türkischen Militäroperationen. "Mit Luftangriffen, Bodenoffensiven und Parteiverboten wird die Türkei den Konflikt nicht lösen können", sagt Martin Glasenapp von medico international und weiter: "Die Kurden im Irak sehen in den türkischen Militäraktionen einen Angriff auf ihre Autonomie und den Versuch die Region zu destabilisieren. In der Türkei warten 20 Mio. Kurden auf Sprachfreiheit, soziale Rechte und Demokratie."
Aktuell bereiten die lokalen Partnerorganisationen von medico international und HAUKARI e.V. Nothilfemaßnahmen für kurdische Flüchtlinge aus der bergigen Qandilregion (Provinz Sulaimania) an der iranisch-irakischen Grenze vor.
Hier hat die türkische Armee bereits im Dezember mit Luftangriffen auf vermutete PKK-Stellungen begonnen. Die Bevölkerung von insgesamt 38 Bergdörfern war davon betroffen. "Es wurden auch Wohnhäuser, Schulen, Gesundheitsstationen und Moscheen zerstört. Die meisten der hier lebenden Menschen, vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen, sind geflohen und haben am Rande der Kleinstädte im Peshder-Tal Zuflucht gesucht", berichtet Karin Mlodoch von HAUKARI.
Auch in den aktuell nicht direkt von den Bombardierungen betroffenen Dörfern ist die Situation prekär: Medizinisches Personal wurde aus Angst vor Angriffen aus den Gesundheitsstationen abgezogen. Die Versorgungswege sind unterbrochen. Auch aus diesen Dörfern sind bereits viele Familien ins Peshder-Tal geflohen.
Die jetzt betroffenen Dörfer wurden 1991 mit Unterstützung von medico international wieder aufgebaut, nachdem sie bereits in den 70er Jahren durch die Truppen Saddam Husseins dem Erdboden gleichgemacht wurden.
Für die Versorgung der Flüchtlinge mit Medikamenten, Decken, Öfen und warmer Kleidung durch das kurdische Frauenzentrum KHANZAD und die Kurdistan Health Foundation (KHF) ruft medico international zu Spenden auf:
medico international
Konto-Nr. 1800
Frankfurter Sparkasse
BLZ 500 502 01
Spenden-Stichwort: Kurdistan
Demobericht
Am Ende der Demonstration wurden die Personalien eines Redners verhaftet, weil er den Fakt, dass Erdogan ein Kindermörder ist, am Mikrofon zum Ausdruck brachte. Ansonsten sind mir keine Zwischenfälle bekannt.
* Ein Polizist meinte zu seinen Kollegen: „Wenn wir in Istanbul für Adolf Hitler demonstrieren würden, würden sie uns doch alle erschießen. Hier können terroristische Vereinigungen demonstrieren. Das kann doch nicht sein.“ Dies sagte er bewusst laut und deutlich vor vielen Jugendlichen, um so eine Eskalation zu bewirken, aber sein Versuch scheiterte, da sich die Demonstrant/innen nicht provozieren ließen. Damit verglich der Polizist Abdullah Öcalan, den Vorsitzenden einer politischen Bewegung, die für elementare kulturelle und politische Rechte eines Volkes kämpft, mit dem Vorsitzenden einer Bewegung, die 6 Mio. Menschen auf Grund ihrer Religion, Ethnizität und politischen Ansichten vergaste und viele Völker durch Eroberungskriege knechtete. Weiterhin behauptete der vermutliche Hitler-Sympathisant, dass die PKK „menschenverachtend“ sei.
Dass er über das kurdische Volk und seine Bewegung (die PKK) urteilt, ohne einen blassen Schimmer zu haben, stellte er dadurch unter Beweis, dass er davon ausgeht, dass die PKK in Istanbul über eine Genehmigung einer deutschen „Adolf-Hitler-Demonstration“ entscheidet.
Demobericht
Medieninfo
Kämpferische Demonstration gegen Krieg in Kurdistan
Redner des Kurdistan-Solidaritätskomitees wegen „Beleidigung“ des türkischen Präsidenten festgenommen
Rund 1500 Menschen haben am Mittwochabend in Berlin-Kreuzberg in einer kämpferischen Demonstration gegen den Überfall der türkischen Armee auf Südkurdistan (Nordirak) demonstriert. Unter den Demonstranten waren neben Kurdinnen und Kurden auch Mitglieder deutscher und türkischer sozialistischer und antifaschistischer Vereinigungen. Kundgebungsredner klagten die Bundesregierung der Beihilfe zu diesem völkerrechtswidrigen Krieg an, da auch zahlreiche Waffen aus deutscher Militärhilfe zum Einsatz kommen.
Die Polizei trat von Anfang an sehr aggressiv auf und drohte mehrfach, die Demonstration zu stoppen, weil angeblich Parolen zugunsten des in der Türkei inhaftierten kurdischen Politikers Abdullah Öcalan gerufen wurden. Für das Kurdistan-Solidaritätskomitee zeigt dies erneut die Notwendigkeit, endlich das PKK-Verbot in Deutschland aufzuheben.
Zum Ende der Demonstration sperrten Polizisten in voller Kampfmontur die Straße zum angemeldeten Ort der Abschlusskundgebung in Sichtweite der türkischen Botschaft an der Rungestraße. Als Begründung wurde angegeben, die Demonstranten hätten in Sprechchören den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan einen „Mörder“ genannt und dürften deswegen nicht vor der Botschaft demonstrieren.
Der Pressesprecher des Kurdistan-Solidaritätskomitees Dr Nick Brauns erklärte daraufhin über Lautsprecher, Erdogan trage die politische Verantwortung für das Morden seiner Armee in Kurdistan. Zudem habe Erdogan anlässlich großer Proteste in mehreren kurdischen Städten der Türkei vor zwei Jahren die Polizei dazu aufgerufen, selbst Frauen und Kinder zu töten, „wenn die sich zum Werkzeug des Terrors machen“. Daher sei die Parole „Erdogan Mörder“ eine legitime Meinungsäußerung. Die Polizei war anderer Meinung und nahm Dr Brauns wegen „Beleidigung“ Erdogans vorübergehend fest.
Das Kurdistan-Solidaritätskomitee verurteilt diesen Einschüchterungsversuch. Wir sind zuversichtlich, dass eine Anklage in diesem Fall ebenso scheitern wird, wie in der Vergangenheit gegen zahlreiche Kriegsgegner, die nach dem Überfall der USA auf den Irak wegen Plakaten mit der Aufschrift „Rumsfeld Massenmörder“ festgenommen wurden
Koordinierungsrat des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin
Kontakt:
E-Mail:
Demonstration "Es Reicht" !
Kurdendemonstration in Istanbul aufgelöst
Der türkische Generalstab hatte die Offensive gegen die PKK-Kämpfer im Nordirak am Freitag für beendet erklärt. Nach Angaben der Streitkräfte wurden 240 Rebellen getötet. Die eigenen Verluste bezifferte die Armee auf 27 Soldaten. Die PKK sprach von 130 getöteten türkischen Soldaten und 5 toten Rebellen.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
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Feature — oihu