Berlin: Laden verkauft Knastprodukte
Am letzten Freitag (22. Februar) eröffnete in Berlins Mitte in der Rosa-Luxemburg-Strasse 25 ein Laden des Modelabels „Haeftling“. In diesem können unter Zwangsarbeit in Knästen hergestellte Produkte erworben werden.
Die Produktauswahl reicht von Bekleidung jeglicher Art, zu blau-weiß karierter Bettwäsche, Metalltellern und Wolldecken bis Bio-Kaffee aus dem Knast in Hünfeld und Schnäpsen aus der JVA Heilbronn. Momentan werden die Produkte in fünf deutschen Knästen und einem in Großbritannien hergestellt.
Die Geschichte des Knastes, früher auch Zuchthäuser genannt, ist auch die Geschichte der Zwangsarbeit und Ausbeutung. Vor über 300 Jahren wurden Knäste dazu eingerichtet, um „Arbeitsunwillige“ und Menschen, welche sich nicht unterordnen wollten, zur Arbeit zu zwingen. Entlohnung gab es so gut wie keine. Im eintretenden Wandel aufgrund der Industrialisierung, als es einen Mangel an Arbeitskräften gab, wurde das System der Ausbeutung mehr und mehr perfektioniert. Heutzutage ist es üblich, dass Inhaftierte für einen Tageslohn von acht Euro zur Arbeit gezwungen werden, es gibt in Deutschland einen Zwang zu arbeiten für Gefangene. Verweigern sie sich, werden ihnen keine Privilegien und Vergünstigungen zugesprochen, z.B. ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, nach 2/3 der Haft rauszukommen. Diese Menschen werden als nicht kooperativ eingestuft und stigmatisiert. Die Macher der Modemarke wollen indem sie die Produkte verkaufen, den Gefangenen bei der „Resozialisierung“ helfen, da ja bekanntlich im Kapitalismus mit Arbeit allen geholfen werden kann. Auf Kosten der Ausgebeuteten wird von Authentizität und Rauheit geschwaffelt.
Um sich außerdem in ein gutes Licht zu stellen, sollen drei bis fünf Prozent der Einnahmen an die Initiative gegen Todesstrafe und an Amnesty International gespendet werden. In Hamburg wird dieses Jahr eine weitere Filiale eröffnete werden.
Bereits im Jahr 2004 gab es für kurze Zeit schon einen Laden in der Schlesischen Strasse in Berlin-Kreuzberg. Als dieser aber innerhalb kürzester Zeit mehrere Male ungewollten Besuch (Buttersäure im Laden, kaputte Scheiben, usw.) bekam, wurde der Verkauf ins Internet verlagert und der Laden geschlossen.
Die Geschichte des Knastes, früher auch Zuchthäuser genannt, ist auch die Geschichte der Zwangsarbeit und Ausbeutung. Vor über 300 Jahren wurden Knäste dazu eingerichtet, um „Arbeitsunwillige“ und Menschen, welche sich nicht unterordnen wollten, zur Arbeit zu zwingen. Entlohnung gab es so gut wie keine. Im eintretenden Wandel aufgrund der Industrialisierung, als es einen Mangel an Arbeitskräften gab, wurde das System der Ausbeutung mehr und mehr perfektioniert. Heutzutage ist es üblich, dass Inhaftierte für einen Tageslohn von acht Euro zur Arbeit gezwungen werden, es gibt in Deutschland einen Zwang zu arbeiten für Gefangene. Verweigern sie sich, werden ihnen keine Privilegien und Vergünstigungen zugesprochen, z.B. ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, nach 2/3 der Haft rauszukommen. Diese Menschen werden als nicht kooperativ eingestuft und stigmatisiert. Die Macher der Modemarke wollen indem sie die Produkte verkaufen, den Gefangenen bei der „Resozialisierung“ helfen, da ja bekanntlich im Kapitalismus mit Arbeit allen geholfen werden kann. Auf Kosten der Ausgebeuteten wird von Authentizität und Rauheit geschwaffelt.
Um sich außerdem in ein gutes Licht zu stellen, sollen drei bis fünf Prozent der Einnahmen an die Initiative gegen Todesstrafe und an Amnesty International gespendet werden. In Hamburg wird dieses Jahr eine weitere Filiale eröffnete werden.
Bereits im Jahr 2004 gab es für kurze Zeit schon einen Laden in der Schlesischen Strasse in Berlin-Kreuzberg. Als dieser aber innerhalb kürzester Zeit mehrere Male ungewollten Besuch (Buttersäure im Laden, kaputte Scheiben, usw.) bekam, wurde der Verkauf ins Internet verlagert und der Laden geschlossen.
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Ergänzungen
Knastwear
UNFUG!
Problem in den Gefängnissen ist doch, dass es nicht für jeden Arbeit gibt. In Tegel haben nur zwei Drittel der Gefangenen Arbeit - viele hätten gerne welche. Deshalb soll das neue Gefängnis Heidering auch allen Häftlingen einen Arbeits-/Ausbildungsplatz bieten.
Wer etwas soziales tun will, kauft im Laden des Gefängnis Tegel ein und unterstützt damit die Gefangenen.
Linkes Geschwafel hilft denen nicht.
Gruß
Ich glaube nicht, ich weiß
Foucault hab ich auch schon gelesen und die Diskussion über Sinn und Unsinn von Knast kenne ich auch. Eine der wenigen resozialsierenden Wirkungen vom Knast dürfte aber nun gerade in der Ausbildung und halt solchen Projekten liegen.
Wenn man was von Eigenverantwortung und Selbstbestimmung faselt, heißt das halt auch, dass man für sein Handeln verantwortlich ist. Natürlich beeinflusst die Gesellschaft einen dabei, aber es gibt auch Leute, die keinen Job, wenig Geld, Liebeskummer... haben ohne gleich Leute abzuziehen, Drogen zu verticken, Kohle nach Liechtenstein zu verschieben...
Und Eigenverantwortung heißt Konsequenzen tragen - und die sind nunmal zum Teil Knast - ob das nun eine gute oder schlechte Lösung ist, sei dahingestellt.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@baberg — mal halblang hier
@baberg — A009
Ergänzung — Mein Name
noch was — Mein Name
Was solls — abc
@ abc — anarcho
unwissende Traumtänzer :( — ra0105
...die armen Opfer im Knast — hab ich auch
Nachdenken dann schreiben — Kommunist
für eine welt ohne knäste, — schön und gut,
joo — nordlicht