Überfall auf Südkurdistan

Hasan Ocak 22.02.2008 20:01 Themen: Militarismus Weltweit
Die türkische Armee ist heute in den Nordirak (Südkurdistan) einmarschiert.
Hier sind die wichtigsten Infos, die aus der linken türkischen und kurdischen Presse übersetzt sind.

- Der verantwortliche Oberbefehlshaber Bekir Kalyoncu hatte schon 2003 bei einer Veranstaltung behauptet, dass Mosul und Kirkuk eigentlich der Türkei gehört.

- Die europaweite kurdische Konföderation Kon-Kurd rief alle fortschrittlichen Kräfte auf, gegen dieses Massaker zu demonstrieren.

- Die HPG (Volksbefreiungskräfte des kurdischen Volkes)hat die kurdischen Jugendlichen in den türkischen Großstädten zum Serhildan aufgerufen (Serhildan hat die gleiche Bedeutung wie Aufstand)

- Die Kräfte um Barzani und Talabani haben den Pesmergas im Nordirak die Anweisung gegeben, sich unter keinen Umständen einzumischen.
Die Pesmergas haben sich an einigen wichtigen Punkten gesammelt. In firatnews.com steht dass sich kleinere amerikanische Verbände den Pesmerga-Verbänden angeschlossen haben.

- Talabani soll in den nächsten Tage die Türkei besuchen.

- Einer der obersten Befehlshaber der US-Besatzer, Amiral Gregory Smith, hat heute erklärt, dass die sie über diesen Überfall bescheid wissen und die Türkei dabei unterstützen werden.
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Ergänzungen

Heute: Demos in Hamburg & Frankfurt

Internationalist 23.02.2008 - 15:06
Demo in Hamburg:

Stoppt die Türkische Militär Aggression!!!
Wer schweigt und duldet macht sich Mitschuldig!!!

Nach monatelangen Luftbombardierungen, die von antikurdischen Pogromen türkischer Faschisten begleitet worden sind, hat die Türkische Armee nun in der Nacht zum Donnerstag ihre Bodenoffensive in Süd-Kurdistan gegen die Kurdischen Freiheitskämpfer gestartet. Wer annimmt, dass das Ziel dieser fortgesetzten Aggression ausschließlich die PKK Guerilleros sind irrt sich. Das Ziel dieses Angriffs sind neben der Kurdischen Freiheitsbewegung auch die Errungenschaften des Kurdischen Volkes welche sie in ihrem Befreiungskampf für eine in Freiheit und Gerechtigkeit existierende Gesellschaft erkämpft hat. Die Erklärung der USAmerikanischen Regierung welche die Bodenoffensive als eine neue Eskalationsstufe in diesem Konflikt bezeichnet hat, ist zwar zutreffend aber sie täuscht nicht darüber hinweg dass es die amerikanische Regierung war mit deren Erlaubnis und militärischer Aufklärung die Türkische Luftwaffe monatelang mutmaßliche Stellungen der PKK in Süd-Kurdistan bombardiert hat. Deshalb empfinden wir diese Erklärung als eine Verhöhnung des kurdischen Volkes und sehen darin einen erneuten Beweis für die Heuchelei der USA in Punkto Freiheit und Gerechtigkeit. Die meisten Europäischen Staaten und die USA welche noch vor einigen Tagen das Selbstbestimmungsrecht der Kosovo-Albaner anerkannt haben verschließen heute vor der Verletzung grundlegendster Menschenrechte des kurdischen Volkes die Augen. Seit nunmehr fast 15 Jahren versucht die Kurdische Freiheitsbewegung in Nordkurdistan diesen Konflikt auf friedlichem Wege zu lösen und hat dabei ihren Verzicht auf die Forderung eines eigenen Staates erklärt. Diese Friedensabsichten die noch mit diversen einseitigen Waffenstillstandserklärungen untermauert werden sollten, wurden als eine Schwäche er Kurdischen Freiheitsbewegung gedeutet und neue Vernichtungspläne ausgearbeitet und durchgeführt wie wir sie auch in der heutigen Gegenwart in Form dieser Bodenoffensive mitkriegen. Das Kurdische Volk muss in diesem Augenblick der Aggression seitens des Türkischen Staates wissen, dass dies ein Angriff auf seine nationalen Interessen ist und dem einheitlich entgegentreten. Hierbei wird die Internationale Solidarität der Weltöffentlichkeit unerlässlich sein für die Abwehr der Türkischen Militäraggression. In diesem Sinne, rufen wir alle Menschen, für die Werte wie Internationale Solidarität, Freiheit und Gerechtigkeit eine Bedeutung haben, dazu auf an den verschiedenen Protestaktionen gegen die Bodenoffensive des Türkischen Militärs in Süd-Kurdistan teilzunehmen. Außer den großen Protestaktionen die sicherlich stattfinden werden, sollte ein jeder auch versuchen auf Eigeninitiative beruhende, frei von irgendwelchen Strukturen, auf lokaler Ebene gut durchdachte und besonnene öffentlichkeitswirksame Aktionen zu organisieren und durchzuführen.

Wer schweigt und duldet macht sich Mitschuldig!!Gemeinsam in der Praxis Internationale Solidarität beweisen!!!

Demonstration am Samstag in HH!

Aus Protest gegen die gestern gestartete Bodenoperation der türkischen Armee in Südkurdistan / Nordirak findet morgen eine Demonstration statt.

Auftakt: Hamburg HBF, Hachmannplatz
Samstag, 23.02.2008, 13.30 Uhr

Y E KI T I Y A XWE N D EK A R Ê N KU R DI S T A N
V e r b a n d d e r S t u d i e r e n d e n a u s K u r d i s t a n e . V .
 http://www.yxk-online.com







Demo in Frankfurt/Main:
Heute um 15 Uhr an der Bockenheimer Warte (Nähe Uni) in Frankfurt findet eine Demo statt. Ich hoffe doch sehr, dass viele erscheinen werden.

Schwere Gefechte in Kurdistan

Internationalist 23.02.2008 - 15:18
Nach Angaben der Guerilla und der türkischen Armee kam es gestern in Südkurdistan zu schweren Gefechten. Dutzende Tote auf beiden Seiten sind das Ergebniss. Die Türkische Armee dringt immer weiter vor. Auch F16-Bomber, Kampfjets und Panzer werden eingesetzt. Die PKK-Guerilla HPG hat als Vergeltung Guerillaaktionen in türkkischen Grosstädten angeküdnigt. Zivilsten sollen jedoch geschont werden. Währendessen fliehen viele Bauern der kurdischen Berge vor der türkischen Armee. Ihr Hab& Gut und vor allem ihre Vieherden müssen sie zurücklassen. Ob es auch Tote aus der Zivilbevölkerung gibt ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Spiegel:  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,537308,00.html

In Frankfurt und Hamburg finden heute Demos statt. Für Berlin ist mitte nächster Woche eine (grössere) Demonstration geplant. Die kurdische Bevölkerung im Exil freut sich über Solidarität von Seiten der hiesigen radikalen Linken.




Ticker der Informationstelle Kurdistan

Antifa 23.02.2008 - 15:25
aktuelle Informationen gibt es immer auf der Seite der Informationstelle Kurdistan:
 http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/

hier die letzten News (chronologisch, das heisst die neuste meldung ist ganz unten:

Bodenoperation gestartet

Die seit langer Zeit geplante grenzüberschreitende Bodenoperation der türkischen Armee nach Südkurdistan ist heute gestartet worden. In begrenzter Anzahl überschritten Militärs die Grenze im Gebiet Uludere-Cukurca. Das Grenzgebiet wurde für Zivilisten gesperrt.

An die militärischen Einheiten wurde der Befehl erteilt, aus jedem Dorf in Ulurdere und Beytüssebap Dorfschützer zu mobilisieren. Verhandlungen zwischen Militärs und Dorfschützerchefs ergaben, dass aus jedem Dorf lediglich zwei Dorfschützer mit guten Ortskenntnissen an der Operation teilnehmen.

Quelle: ANF, 21.02.2008, ISKU

Bombenangriffe und Gefechte in Kurdistan

Türkische Kampfflugzeuge haben Gebiete in Xaxurke, Zap, Çemco, Bradost, Sideka und Amédiye bombardiert. An der Operation sollen sich auch israelische Flugzeuge beteiligt haben. Es handelt sich nach Angaben aus der Guerilla um den bisher schwersten Angriff. Während des Luftangriffs wurde auch vom Boden in Semdinli und Cukurca aus Artilleriefeuer eingesetzt. In Xaxurke kam es nach Guerillaangaben zu einem Gefecht zwischen Einheiten der türkischen Armee und der HPG. Über den Ausgang liegen noch keine Informationen vor.

Widersprüchliche Angaben gab es zu einem vermeintlichen Gefecht zwischen der türkischen Armee und Peschmerga-Einheiten. Während der Sprecher des Präsidialamtes Südkurdistans, Fuat Hüseyin, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters angab, es sei zu einem Gefecht gekommen, als Panzer einen türkischen Stützpunkt im südkurdischen Bamerni verlassen wollten, wurde dies vom Sprecher der Peschmerga-Kräfte Cabbar El Yaver dementiert.

Quelle: ANF, 21.02.2008, ISKU

Brücken in Duhok von türkischen Kampfflugzeugen zerstört

In zwei Ortschaften nahe Duhok sind zwei Brücken durch die Bombardierung türkischer Kampfflugzeuge zerstört worden. Die Bevölkerung der Dörfer in den Gebieten Geliyê Reşave, Geliyê Balinda, Çiyayê Metîna, Kurêjahro, Reşave û Zilîgê, Kokerê, Hitîtê und Çemçiyê flüchtet zu Fuß Richtung Duhok.

Quelle: DIHA, 21.02.2008, ISKU

Türkei: Operationen werden fortgesetzt

Auf seiner ersten Tagung im neuen Jahr hat der Nationale Sicherheitsrat (MGK) eine Fortsetzung der grenzüberschreitenden Militäroperationen beschlossen „solange Bedarf besteht“. Weiterhin wird in einer nach Abschluss der Tagung veröffentlichten Erklärung auf die „positiven Entwicklungen der letzten Zeit“ im Irak verwiesen und eine engere „Zusammenarbeit auf politischem, wirtschaftlichen, kulturellem und militärischem“ Gebiet angekündigt.

Quelle: DIHA, 21.02.2008, ISKU

Barzani: PKK ist nur ein Vorwand

Als Präsident der Region Kurdistan hat Mesut Barzani erklärt, die Türkei wolle eine sehr umfassende Operation in Südkurdistan durchführen: „Mit Luft- und Bodenoperationen kann die Türkei das Problem nicht lösen. Es handelt sich um ein internes Problem der Türkei, nicht Kurdistans. Die PKK befindet sich in der Türkei. Die Türkei hat andere Absichten in der Region Kurdistan. Die PKK ist dabei lediglich ein Vorwand.“

Weiter kritisierte Barzani die Haltung der irakischen Regierung: „Wir kritisieren das Schweigen der irakischen Regierung, und dass sie sich angesichts der Entwicklungen nicht positioniert. Wir wollen, dass sie Haltung dazu bezieht. Die Türkei fügt der Region Kurdistan und Zivilisten Schaden zu. Wir werden nicht länger dazu schweigen. Unter den Kurden muss eine Einheit geschaffen werden. Kurden werden nicht gegen Kurden kämpfen. Es wird nicht mehr zu Brüderkriegen wie in der Vergangenheit kommen. Darauf soll niemand warten. Wir haben deklariert, dass Kurden nicht gegen Kurden Krieg führen werden. Das resultiert aus unserer Achtung vor der kurdischen Nation und ist zu einer unveränderlichen Regel für die Kurden geworden.“

Quelle: ANF, 22.02.2008, ISKU

DTP ruft zu Protesten auf

Die DTP-Vorsitzende Emine Ayna hat die kurdische Bevölkerung zu Protesten gegen die in Südkurdistan von der türkischen Armee gestarteten Bodenoperation aufgerufen: „Wir haben uns sehr bemüht, eine solche Operation und die daraus entstehenden negativen Entwicklungen zu verhindern. Diese Bodenoperation wird niemandem nützen. Aber die Kurden werden dazu nicht schweigen. Seit langer Zeit versuchen die Kurden Gehör zu finden und deutlich zu machen, dass dieser Krieg nicht sein darf und niemand davon profitieren wird.“ Es handele sich um eine Operation gegen die kurdischen Forderungen nach Rechten und Freiheit, so Ayna: „Aber es geht nicht darum, gegen wen oder was sich diese Operation richtet. Selbst wenn dabei alle PKKler ums Leben kommen, wäre das keine Lösung. Es geht nicht um eine Lösung, sondern ums Töten. Eine Lösung ist nicht durch sterben und töten möglich, sondern durch leben und leben lassen.“

Auf einer Sitzung in Diyarbakir werde heute Nachmittag über mögliche Protestaktionen diskutiert werden, kündigte Ayna an: „Wir rufen unser Volk dazu auf, nicht zu schweigen.“

Quelle: ANF, 22.02.2008, ISKU

60 Dorfschützer festgenommen

In Sirnak-Beytüssebap sind 60 Dorfschützer aufgrund ihrer Weigerung, sich an den laufenden Militäroperationen zu beteiligen, von Jandarma-Einheiten festgenommen worden. Die betroffenen Dorfschützer gehören zum Stamm Jirkî.

Quelle: ANF, 22.02.2008, ISKU

HPG: Gefechte dauern an, keine Verluste

In einer ersten Erklärung zum Beginn der Bodenoperation der türkischen Armee in Südkurdistan haben die HPG mitgeteilt, bisher keine Verluste erlitten zuhaben. In den Gebieten Zap und Zagros seien Gefechten ausgebrochen, die noch andauerten.

Seit langer Zeit in den südkurdischen Gebieten Bamerni und Kanimasi stationierte türkische Panzer seien von der KDP und der Bevölkerung daran gehindert worden, die Stützpunkte zu verlassen. Die gesamte Bevölkerung Südkurdistans sei aufgerufen, auf diese Weise Widerstand zu leisten.

Weiterhin teilte das HPG-Hauptquartier mit, die undurchsichtige und inkonsequente Haltung der PUK zu den Operationen ermutige die Feinde des kurdischen Volkes.

Im Zap wurde ein Guerillafriedhof durch einen Bombenangriff vollkommen zerstört.

Die HPG riefen außerdem die kurdischen Jugendlichen in den Metropolen der Türkei zum Angriff auf.

Quelle: ANF, 22.02.2008, ISKU

Andere Indyartikel

Antifa 23.02.2008 - 15:26

Türkei meldet 50 Tote

Kurde 23.02.2008 - 15:30
Die Türkei meldet 50 Tote, darunter 5 Soldaten und 45 Guerillakämpfer. Die Kurdische Guerilla dementiert diese Zahlen und spricht von 22 Toten Soldaten und einigen verwundeten Guerillas. Beide Seiten melden schwere Gefechte.

 http://www.tirol.com/politik/international/77225/index.do

HPG meldet...

Kommunist 23.02.2008 - 16:57
HPG meldet:

22. FEBRUAR HPG-BIM Presseerklärung
22. Februar 2008

EIN HARTER SCHLAG GEGEN DIE TÜRKISCHE ARMEE, DIE EINE BODENOFFENSIVE GESTARTET HAT: IM GEBIET VON ÇIYA REŞ WURDEN 22 TÜRKISCHE SOLDATEN GETÖTET!
An die Presse und unser Volk;

Am 22. Februar 2008 haben unsere Guerillakräfte in Çiya Reş, welches dem Meder-Verteidigungsgebiet angehört eine an die türkische Armee gerichtete Aktion durchgeführt, nach dem diese eine Bodenoffensive über die Stadtteile Sêvê und Herekol (Landkreis Hakkari Çukurca) gestartet hat. Bei der verwirklichten Aktion wurden 22 türkische Soldaten getötet und eine unbekannte, in die Dutzende gehende Zahl an Soldaten verletzt. Die militärischen Operationen werden in dem Gebiet fortgeführt.

Am 21. Februar 2008 wurden erneut die Gebiete Zagros, Behdinan und Zap (die den Meder-Verteidigungsgebieten angehören) morgens von 11:45 Uhr bis nachts um 3 Uhr intensiv von türkischen Kampffliegern bombardiert. Nach den Luftangriffen wurden die Gebiete mit Mörsern, Katjuscha-Raketen und Granaten angegriffen. Heute wurden diese intensiven Luft- und Mörser-Angriffe fortgesetzt. Bei diesen Luftangriffen haben wir keine Verluste zu verzeichnen.

Während die türkische Armee die intensiven Angriffe in der Stadt Şemdinli (Provinz Hakkari) fortsetzt, entsendet sie tausende Soldaten nach Gerdiya (Provinz Zagros) und startet eine Bodenoffensive im Gebiet Bêsosin, die bis jetzt anhält.

HPG PRESSEZENTRUM

Istanbul: tausende Protestieren

cevan 23.02.2008 - 17:24
Tausende protestieren in Istanbul gegen Bodenoperation

In Istanbul haben sich Tausende Menschen vor der DTP-Zentrale versammelt, um gegen die vor zwei Tagen von der türkischen Armee begonnene Bodenoperation in Südkurdistan zu protestieren. In einem Redebeitrag erklärte Dursun Yildiz als stellvertretender Vorsitzender der Istanbuler DTP, die gemeinsam von Regierung und Opposition im Parlament beschlossene Genehmigung grenzüberschreitender Militäroperationen bedeute nicht nur für die Kurden, sondern für alle Menschen in der Türkei Leid.

Demo in Berlin

Canroz Dersimij 23.02.2008 - 19:33
Angemeldete Demonstration in Berlin gegen den Einmarsch der türkischen Armee:

Datum: Mittwoch, 27.02.08
Zeit: 16 Uhr
Auftaktsort: Kottbusser Tor
Abschlussort: Türkische Botschaft (nähe Ubhf. Heinrich-Heine-Straße)

Kriegsberichterstattung

Canroz Dersimij 23.02.2008 - 22:19
Die Volksverteidigungskräfte (HPG) haben in der Nähe des Dorfes Hore, welches dem Gebiet Çemço angehört, einen Kobra-Hubschrauber abgeschossen.

Es ist bekannt gegeben worden, dass in dem Gebiet Zap, in dem die türkische Armee ihre Operationen durchführt bei Gefechten zwischen den HPG und der türkischen Armee ein Kobra-Hubschrauber abgeschossen wurde.

HPG-nahe Quellen berichten, dass in der Nähe des Dorfes Hore, welches dem Gebiet Çemço angehört, ein Kobra-Hubschrauber abgeschossen wurde.

ANF NEWS AGENCY

Kriegsberichterstattung

Canroz Dersimij 24.02.2008 - 19:12
Unautorisierte Übersetzung:

ANKARA – Der Generalstab des türkischen Militärs hat bei seiner öffentlichen Erklärung den Verlust eines Hubschraubers anerkannt. In der Erklärung hieß es: „Ein Hubschrauber ist in einem Gebiet an der Grenze aus ungeklärten Gründen abhanden gekommen“.
Der Generalstab gab bekannt, dass bei den ganztägigen Gefechten während der grenzüberschreitenden Operationen ein Hubschrauber zerstört wurde und 8 Soldaten ums Leben gekommen seien. Die Volksverteidigungskräfte (HPG) gaben bereits bei ihrer gestrigen Erklärung bekannt, dass sie in der Nähe des Dorfes „Hore“ einen Hubschrauber abgeschossen haben.

ANF NEWS AGENCY

Demoaufruf

Canroz Dersimij 26.02.2008 - 11:02
Medieninformation des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin

Stoppt den Krieg in Kurdistan!
Demonstration Mittwoch 27. Februar 16 Uhr Kottbusser Tort Berlin

Aus Anlass des türkischen Überfalls auf Südkurdistan (Nordirak) rufen Kurdische Vereine aus Berlin und das Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin am Mittwoch 27.Februar zu einer Demonstration auf. Die Demonstration beginnt um 16 Uhr am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg und führt zum türkischen Konsulat in der Rungestrasse.

Seit Donnerstag sind 10.000 türkische Soldaten in den kurdischen Nordirak einmarschiert. Kampfflugzeuge haben bereits mehrere Dörfer und Brücken zerstört. Dutzende Menschen wurden getötet. Offiziell gilt der Einmarsch Guerillakämpfern der Arbeiterpartei Kurdistans, doch offenbar soll gleichzeitig die Kurdische Regionalregierung des Autonomiegebietes unter Druck gesetzt werden, auf ihre Ansprüche auf die Erdölstadt Kirkuk zu verzichten. Die USA unterstützten den völkerrechtswidrigen Überfall der Türkei auf das Nachbarland mit Aufklärungsflugzeugen, US-Hubschrauber fliegen verwundete türkische Soldaten aus.

Auch Deutschland ist Kriegspartei. Türkische Fernsehbilder beweise, dass der Großteil im Nordirak eingesetzten türkischen Militärtechnik aus deutscher Lieferung stammt: Leopard Panzer, Mercedes--LKW, G3-Gewehre. Ohne die deutsche Militärhilfe für den türkischen NATO-Partner wäre dieser Krieg so nicht möglich. Während die deutsche Regierung zur Unterdrückung des kurdischen Volkes in der Türkei und dem Überfall auf den Nordirak weitgehend schweigt, verfolgt sie mit dem PKK-Verbot kurdische Politikerinnen und Politiker in Deutschland.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee fordert:

Türkei und USA raus aus Kurdistan! Für das Selbstbestimmungsrecht des kurdischen Volkes!
Deutsche Panzer raus aus Kurdistan! Stoppt die Waffenlieferungen an die Türkei!
Aufhebung des PKK-Verbots!


Koordinierungsrat des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin

Kontakt:
E-Mail:  kurdistansolikom@gmx.de oder über Handy: 0151-56618652

Demobericht

Canroz Dersimij 27.02.2008 - 20:40
Es haben ca. 1500 Personen an der Demonstration teilgenommen. Die hohe Anzahl der Fahnen und die vielen und lauten Parolen, die gerufen wurden, sorgten für eine kämpferische Stimmung. Die Anlage war auch besser als letztes Mal. Das Polizeiaufgebot war wieder enorm. Die Polizisten waren sehr aggressiv und provokativ.*
Am Ende der Demonstration wurden die Personalien eines Redners verhaftet, weil er den Fakt, dass Erdogan ein Kindermörder ist, am Mikrofon zum Ausdruck brachte. Ansonsten sind mir keine Zwischenfälle bekannt.

* Ein Polizist meinte zu seinen Kollegen: „Wenn wir in Istanbul für Adolf Hitler demonstrieren würden, würden sie uns doch alle erschießen. Hier können terroristische Vereinigungen demonstrieren. Das kann doch nicht sein.“ Dies sagte er bewusst laut und deutlich vor vielen Jugendlichen, um so eine Eskalation zu bewirken, aber sein Versuch scheiterte, da sich die Demonstrant/innen nicht provozieren ließen. Damit verglich der Polizist Abdullah Öcalan, den Vorsitzenden einer politischen Bewegung, die für elementare kulturelle und politische Rechte eines Volkes kämpft, mit dem Vorsitzenden einer Bewegung, die 6 Mio. Menschen auf Grund ihrer Religion, Ethnizität und politischen Ansichten vergaste und viele Völker durch Eroberungskriege knechtete. Weiterhin behauptete der vermutliche Hitler-Sympathisant, dass die PKK „menschenverachtend“ sei.
Dass er über das kurdische Volk und seine Bewegung (die PKK) urteilt, ohne einen blassen Schimmer zu haben, stellte er dadurch unter Beweis, dass er davon ausgeht, dass die PKK in Istanbul über eine Genehmigung einer deutschen „Adolf-Hitler-Demonstration“ entscheidet.

Demobericht

Canroz Dersimij 27.02.2008 - 21:28

Medieninfo

Canroz Dersimij 28.02.2008 - 16:16
Medieninformation des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin

Kämpferische Demonstration gegen Krieg in Kurdistan
Redner des Kurdistan-Solidaritätskomitees wegen „Beleidigung“ des türkischen Präsidenten festgenommen


Rund 1500 Menschen haben am Mittwochabend in Berlin-Kreuzberg in einer kämpferischen Demonstration gegen den Überfall der türkischen Armee auf Südkurdistan (Nordirak) demonstriert. Unter den Demonstranten waren neben Kurdinnen und Kurden auch Mitglieder deutscher und türkischer sozialistischer und antifaschistischer Vereinigungen. Kundgebungsredner klagten die Bundesregierung der Beihilfe zu diesem völkerrechtswidrigen Krieg an, da auch zahlreiche Waffen aus deutscher Militärhilfe zum Einsatz kommen.

Die Polizei trat von Anfang an sehr aggressiv auf und drohte mehrfach, die Demonstration zu stoppen, weil angeblich Parolen zugunsten des in der Türkei inhaftierten kurdischen Politikers Abdullah Öcalan gerufen wurden. Für das Kurdistan-Solidaritätskomitee zeigt dies erneut die Notwendigkeit, endlich das PKK-Verbot in Deutschland aufzuheben.

Zum Ende der Demonstration sperrten Polizisten in voller Kampfmontur die Straße zum angemeldeten Ort der Abschlusskundgebung in Sichtweite der türkischen Botschaft an der Rungestraße. Als Begründung wurde angegeben, die Demonstranten hätten in Sprechchören den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan einen „Mörder“ genannt und dürften deswegen nicht vor der Botschaft demonstrieren.

Der Pressesprecher des Kurdistan-Solidaritätskomitees Dr Nick Brauns erklärte daraufhin über Lautsprecher, Erdogan trage die politische Verantwortung für das Morden seiner Armee in Kurdistan. Zudem habe Erdogan anlässlich großer Proteste in mehreren kurdischen Städten der Türkei vor zwei Jahren die Polizei dazu aufgerufen, selbst Frauen und Kinder zu töten, „wenn die sich zum Werkzeug des Terrors machen“. Daher sei die Parole „Erdogan Mörder“ eine legitime Meinungsäußerung. Die Polizei war anderer Meinung und nahm Dr Brauns wegen „Beleidigung“ Erdogans vorübergehend fest.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee verurteilt diesen Einschüchterungsversuch. Wir sind zuversichtlich, dass eine Anklage in diesem Fall ebenso scheitern wird, wie in der Vergangenheit gegen zahlreiche Kriegsgegner, die nach dem Überfall der USA auf den Irak wegen Plakaten mit der Aufschrift „Rumsfeld Massenmörder“ festgenommen wurden


Koordinierungsrat des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin

Kontakt:
E-Mail:  kurdistansolikom@gmx.de oder über Handy: 0151-56618652

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Soldaten — h-elite

an den sog. Menschen — h-elite

Freiheit für Kurdistan — KB Schwarz Weiss Rot

an "lomamina", again — Hugo II