Häuserkampf in Kapstadt
Die 1600 BewohnerInnen hatten Häuser besetzt die eigentlich für diejenigen vorgesehen waren, die in den nächsten Wochen aus der Joe Slovo Siedlung zwangsumgesiedelt werden sollen. Joe Slovo ist eine Innenstadtnahe aus Shacks (Baracken/Wellblechhütten) bestehende informelle Armensiedlung, die einem Wohnungsbauprojekt weichen soll. Die BewohnerInnen wehren sich gegen die Umsiedlung nach Delft, da sie aus guten Gründen befürchten, dass sie an den Stadtrand gedrängt und nicht von den neuen Häusern profitieren werden. Im September 2007 wurde deshalb aus Protest für einige Stunden die N2 Autobahn blockiert. Die Polizei reagierte mit Gummigeschossen und räumte mit einem massiven Aufgebot.
Um die Joe Slovo Leute überhaupt räumen zu können, muss die Stadt erstmal die Häuser in Delft frei bekommen, das ist der Hintergrund für die aktuellen Räumungen bei denen abermals Gummigeschosse eingesetzt wurden. Laut Ashraf Cassiem von der Anti-Eviction-Campaign (Antiräumungskampagne) wurden dabei mindestens drei Kinder verletzt.
Die Armen wehren sich dagegen, die gescheiterte Wohnungspolitik des ANC und der in Kapstadt regierenden Democratic Alliance (DA) ausbaden zu müssen. Sie wollen nicht als bloße Manövriermasse behandelt werden, sondern verlangen endlich eine soziale Lösung der Wohnungskrise. Alleine in Kapstadt fehlen nach Schätzungen zwischen 260.000 und 400.000 Häuser und Mietwohnungen, gebaut werden pro Jahr nur etwa 25.000 Häuser.
Im Moment sammelt die Community Geld, um vor dem Obersten Gericht in Bloemfountain ein Stop der Räumungen zu erwirken. Generell brauchen die Basisinitiativen politische und finanzielle Unterstützung in ihrem Kampf gegen die weitere Stadtumstrukturierung.
Kapstadt für alle! – und nicht nur für Reiche, Weiße und deutsche Dauertouristen.
Genauere Infos zur Geschichte der Joe Slovo Siedlung finden sich hier:
http://amandla.blogsport.de/2007/10/25/bewohnerinnen-der-joe-slovo-siedlung-in-kapstadt-wehren-sich-gegen-ihre-umsiedlung-2/
Der neue Blog der Anti-Eviction-Campaign:
http://westerncapeantieviction.wordpress.com/
Um die Joe Slovo Leute überhaupt räumen zu können, muss die Stadt erstmal die Häuser in Delft frei bekommen, das ist der Hintergrund für die aktuellen Räumungen bei denen abermals Gummigeschosse eingesetzt wurden. Laut Ashraf Cassiem von der Anti-Eviction-Campaign (Antiräumungskampagne) wurden dabei mindestens drei Kinder verletzt.
Die Armen wehren sich dagegen, die gescheiterte Wohnungspolitik des ANC und der in Kapstadt regierenden Democratic Alliance (DA) ausbaden zu müssen. Sie wollen nicht als bloße Manövriermasse behandelt werden, sondern verlangen endlich eine soziale Lösung der Wohnungskrise. Alleine in Kapstadt fehlen nach Schätzungen zwischen 260.000 und 400.000 Häuser und Mietwohnungen, gebaut werden pro Jahr nur etwa 25.000 Häuser.
Im Moment sammelt die Community Geld, um vor dem Obersten Gericht in Bloemfountain ein Stop der Räumungen zu erwirken. Generell brauchen die Basisinitiativen politische und finanzielle Unterstützung in ihrem Kampf gegen die weitere Stadtumstrukturierung.
Kapstadt für alle! – und nicht nur für Reiche, Weiße und deutsche Dauertouristen.
Genauere Infos zur Geschichte der Joe Slovo Siedlung finden sich hier:
http://amandla.blogsport.de/2007/10/25/bewohnerinnen-der-joe-slovo-siedlung-in-kapstadt-wehren-sich-gegen-ihre-umsiedlung-2/ Der neue Blog der Anti-Eviction-Campaign:
http://westerncapeantieviction.wordpress.com/
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Film dazu — muss ausgefüllt werden
gescheiterte wohnungspolitik? — dein name
Irrealer Glauben hiesiger Besetzungen — riotqueer
schätzungen — alerta antifascista
Grüßchen aus Kreuzberg — N.Ormann
update: BewohnerInnen schlafen auf der Straße — amandla
weitere infos — meinname