Wovor haben Sie Angst, Frau Schawan?
KritikerInnen mahnen persönliche Verantwortung der Forschungsministerin für das havarierte Atommüll-Lager an und beenden zugleich einen siebenmonatigen Versuch, mit Frau Schawan ins Gespräch zu kommen. Sie fragen: Wovor haben Sie Angst, Frau Minister ?
Dr. Frank Hoffmann (61), DiplomIngenieur, Anwohner des in die Schlagzeilen gekommenen Atommüll-Lagers ASSE II und nicht grundsätzlich gegen Atomenergie, fand es äußerst beruhigend, dass die Bundesforschungsministerin zwar immer davon redete, Sicherheit habe bei der ASSE II höchste Priorität, von den konkreten Umständen vor Ort wenig zu wissen schien. Da Frau Schavan aber ständig betont, dass sie die Bürger in der Region Asse mit ihren Anliegen sehr ernst nimmt, schlug er im ASSE-II-Koordinationskreis der KritikerInnen vor, Frau Schawan zu einem Gespräch vor Ort einzuladen.
Zwar dominierten da die Zweifel an der Offenkeit und Lernfähigkeit der Ministerin, aber schließlich setzte sich das Argument durch, dass jede/r eine Chance verdient hat und das es allemal besser ist, miteinander zu reden, als nur in den Medien übereinander zu urteilen.
Auf die freundlich formulierte Einladung an die Ministerin (09. Juli 2007) antwortete eine nachgeordnete Mitarbeiterin („für Ihr Schreiben an Frau Ministerin Schawan danke ich ihnen“) im Ton freundlich belehrender Öffentlichkeitsarbeit. Ein zweiter (09. September) und dritter (18.11.) Brief blieben unbeantwortet. Man kennt ja dergleichen. Als Frau Schawan dann aber im Januar 2008 zum Wahlkampfauftritt im Nieders. Landtagswahlkampf im Hubschrauber in die ASSE II einflog, ohne sich zu einem Gespräch mit den Betroffenen herabzulassen, reichte es selbst dem Gutwilligsten. „Es wäre ein Leichtes gewesen, ein Gespräch mit engagierten Bürgern . . . herbeizuführen“, hieß es jetzt in einem 4. und wohl letzten Brief: „Das hatten wir von der politisch verantwortlichen Bundesministerin erwartet ! – Ja, das hatten wir von dem Menschen Anette Schawan erwartet.“
Für den ASSE-II-Koordinationskreis ist die Sache damit einstweilen erledigt; die Ministerin hatte Ihre Chance. Ein Vertreter: „Man hat nicht den Eindruck, dass sich Frau Schawan der Verantwortung bewusst ist, die sie persönlich trägt. Ist die Sicherheit und Gesundheit Frau Schawan weniger wichtig, als Excellenzinitiativen, in denen sie sich medial sonnen kann ?“
Initiator Frank Hoffmann: “Hier wird am Beispiel einer politischen Verantwortung mit großer Tragweite für den Umgang mit radioaktiven Stoffen in der Bundesrepublik ein Lehrstück für politische Unglaubwürdigkeit deutlich. Vollmundigen Sprüchen folgen Gleichgültigkeit und Ignoranz.“
Weitere Informationen:
• Auf Wunsch stellen wir den Schriftwechsel gern zur Verfügung.
Für Rückfragen:
• Dr. Frank Hoffmann, Tel: 05331 / 62818, mobil: 0171 9921137 eMail:
Frank.Hoffmann@fba-drhoffmann.de
Auf der Grundlage der „Remlinger Erklärung“ arbeiten im ASSE-II-Koordinationskreis zahlreichen Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen aus der Region zusammen, die sich kritisch mit der Zukunft des Atommüllagers Asse II auseinandersetzen. Mehr Informationen: www.asse2.de
ASSE-II-Koordinationskreis
Kontakt: Ursula Kleber, 05332-3547 oder 0175-85 17 973
Zwar dominierten da die Zweifel an der Offenkeit und Lernfähigkeit der Ministerin, aber schließlich setzte sich das Argument durch, dass jede/r eine Chance verdient hat und das es allemal besser ist, miteinander zu reden, als nur in den Medien übereinander zu urteilen.
Auf die freundlich formulierte Einladung an die Ministerin (09. Juli 2007) antwortete eine nachgeordnete Mitarbeiterin („für Ihr Schreiben an Frau Ministerin Schawan danke ich ihnen“) im Ton freundlich belehrender Öffentlichkeitsarbeit. Ein zweiter (09. September) und dritter (18.11.) Brief blieben unbeantwortet. Man kennt ja dergleichen. Als Frau Schawan dann aber im Januar 2008 zum Wahlkampfauftritt im Nieders. Landtagswahlkampf im Hubschrauber in die ASSE II einflog, ohne sich zu einem Gespräch mit den Betroffenen herabzulassen, reichte es selbst dem Gutwilligsten. „Es wäre ein Leichtes gewesen, ein Gespräch mit engagierten Bürgern . . . herbeizuführen“, hieß es jetzt in einem 4. und wohl letzten Brief: „Das hatten wir von der politisch verantwortlichen Bundesministerin erwartet ! – Ja, das hatten wir von dem Menschen Anette Schawan erwartet.“
Für den ASSE-II-Koordinationskreis ist die Sache damit einstweilen erledigt; die Ministerin hatte Ihre Chance. Ein Vertreter: „Man hat nicht den Eindruck, dass sich Frau Schawan der Verantwortung bewusst ist, die sie persönlich trägt. Ist die Sicherheit und Gesundheit Frau Schawan weniger wichtig, als Excellenzinitiativen, in denen sie sich medial sonnen kann ?“
Initiator Frank Hoffmann: “Hier wird am Beispiel einer politischen Verantwortung mit großer Tragweite für den Umgang mit radioaktiven Stoffen in der Bundesrepublik ein Lehrstück für politische Unglaubwürdigkeit deutlich. Vollmundigen Sprüchen folgen Gleichgültigkeit und Ignoranz.“
Weitere Informationen:
• Auf Wunsch stellen wir den Schriftwechsel gern zur Verfügung.
Für Rückfragen:
• Dr. Frank Hoffmann, Tel: 05331 / 62818, mobil: 0171 9921137 eMail:
Frank.Hoffmann@fba-drhoffmann.de Auf der Grundlage der „Remlinger Erklärung“ arbeiten im ASSE-II-Koordinationskreis zahlreichen Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen aus der Region zusammen, die sich kritisch mit der Zukunft des Atommüllagers Asse II auseinandersetzen. Mehr Informationen: www.asse2.de
ASSE-II-Koordinationskreis
Kontakt: Ursula Kleber, 05332-3547 oder 0175-85 17 973
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen