10 Thesen zur - Unabhängigkeit-Kosovas

Max Brym 18.02.2008 21:36 Themen: Militarismus Weltweit
Die Menschen in Prishtina werden wieder nüchtern. Der Rauschzustand muss tatsächlich verfliegen, denn das was als „Unabhängigkeit“ verkauft wird ist nichts anderes als organisierter Volksbetrug.
10 Thesen zur – Unabhängigkeit- Kosovas

Die Menschen in Prishtina werden wieder nüchtern. Der Rauschzustand muss tatsächlich verfliegen, denn das was als „Unabhängigkeit“ verkauft wird ist nichts anderes als organisierter Volksbetrug. Dazu einige Fakten und Überlegungen. 1. Kosovas Unabhängigkeit wurde von nicht legitimierten Politikern verkündet. Die Wahlbeteiligung lag anlässlich der Novemberwahl 2007 bei unter 40%. 2. Die Unabhängigkeit wurde auf der Basis des Athisaari-Planes bekannt gegeben. Dieser Plan teilt Kosova entlang ethnischer Linien. Das bosnische Muster lässt grüßen. Bosnien ist seit Jahren offiziell unabhängig aber in der Realität dreigeteilt.3. In Kosova wird ein hoher Kommissar der EU, aus den Niederlanden mit unbeschränkten Vollmachten regieren. Er kann jedes Gesetz ablehnen und jeden Politiker absetzen. 4. Die materielle Basis für die EU- Kolonie Kosova besteht in der sogenannten EULEX Mission. Knapp 2000 internationale Richter und Polizisten werden momentan nach Kosova eingeflogen. Tausende von NATO-Soldaten sichern das autoritäre Protektorat militärisch ab. Kosova erhält keine eigen Armee sowie kein Außen und Verteidigungsministerium. 5. Kosova erhält keinen Sitz in internationalen Gremien und in der UN. 6. Die Anerkennung Kosovas durch die USA, Frankreich, Deutschland und durch andere Staaten, hat nur den Wert, dass diese Staaten sich selbst und ihre Interessen in Kosova und auf dem Balkan anerkennen. 7. Die UN Resolution 1244 die Kosova als Bestandteil Serbiens definiert wurde nicht außer Kraft gesetzt. 8. Die Ökonomie des Landes steht weiter unter Kontrolle einer internationalen Privatisierungsagentur. 9. Kosova wurde eine künstlich konstruierte Fahne und Beethovens „Ode an die Freude“ aufgezwungen. Damit soll nichts gegen das Genie Beethoven gesagt werden, aber Beethoven wird der albanischen Nationalhymne entgegengestellt. Das klassische Werk Beethovens wird missbraucht um die koloniale Mission EULEX musikalisch zu untermalen.
10. Der Staat Kosova ist ein kolonial regiertes Gebilde deren Bürgern vorgegaukelt wird sie wären UNABHÄNGIG. Letzteres ist nichts anderes als organisierter Betrug dabei assistieren den Kolonialisten diensteifrige lokale Politiker, die sich selbst in eine neue kapitalistische Klasse verwandeln möchten. Bis dato sind es es nur finanziell privilegierte Kollaborateure.
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Ergänzungen

Unabhängigkeit von wem?

tut 19.02.2008 - 08:22
Die Regierung von Kosovo hat sich "unabhängig" erklärt.
Sie hat sich damit aus der Abhängigkeit von Serbien/Russland befreit und in eine andere Abhängigkeit (EU) begeben. War nicht genau das beabsichtigt? Wer etwas anderes zu erwarten? Was gibt es da zu lamentieren?
 http://de.indymedia.org/2008/02/207131.shtml

Und außerdem: Die "Unabhängigkeit" von Staaten (d.h. von Regierungen) sagt wenig über die Unabhängigkeit und Freiheit der dort lebenden Menschen.

weiterer bericht

bericht 19.02.2008 - 12:47
Imperialistische Politik im Kosovo verschärft die Kriegsgefahr


18.02.08
- Hunderttausende von Menschen feierten am Wochenende im Kosovo und in vielen Städten Europas. Die Menschen verbinden die Lostrennung des Landes von Serbien mit der Hoffnung auf eine Besserung ihrer Lage. Jedes vom Imperialismus unterdrückte Volk hat ein Recht auf Selbstbestimmung, was gegebenenfalls auch die Lostrennung und Errichtung eines eigenen Staates einschließt. Von Selbstbestimmung und wirklicher nationaler Unabhängigkeit kann aber beim Kosovo heute keine Rede sein. Nicht nur weil der Kosovo weiterhin eine Rolle als Kolonie unter imperialistischer Vorherrschaft spielen soll. Die Lostrennung vom Einfluss Serbiens und damit Russlands macht den Kosovo zum Spielball der Politik der imperialistischen Westmächte und erhöht die Kriegsgefahr.

Das Land, halb so groß wie Mecklenburg-Vorpommern, mit 2,1 Millionen Einwohnern, ist extrem arm. 95 Prozent der Bevölkerung sind Kosovo-Albaner, 150 000 sind Serben, weitere Minderheiten sind Sinti, Roma, Türken und andere Volksgruppen. Die ganze Infrastruktur des Kosovo wurde im NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999 zerstört. Seit 1999 hat sich die soziale Lage unter Verwaltung und Besetzung durch UNO und Nato eher noch verschlechtert. Über 50 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos. Die Industrie - Kosovo ist ein Land reich an Rohstoffen, unter anderem an Kohle und Gold - liegt am Boden.

Die Besatzungspolitik hat lediglich zu einem Aufblühen des Schmuggels mit Menschen, Waffen, Drogen und zu massenhafter Prostitution geführt. Dass dies beendet wird, ist überhaupt nicht zu erwarten. Ausdrücklich fordert der neue Präsident Hashim Thaci die Besatzungstruppen auf, im Land zu bleiben. Über diese Truppen berichtet Amnesty International, sie hätten "Hunderte von Verbrechen wie Morde, Vergewaltigungen, Entführungen unzureichend oder gar nicht untersucht". (Neuer Kosovobericht von "Amnesty International")

Bezeichnend ist die aggressive Rolle, die hier innerhalb der EU Deutschland spielt. Fast 2.000 Polizisten, die dort auch mit Waffen eingreifen sollen, schickt die EU in den Kosovo. Auf Druck von Deutschland kam es zur Entscheidung darüber, obwohl sechs EU-Staaten ausdrücklich gegen die Lostrennung des Kosovo und auch gegen diese Entsendung sind: Spanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Slowakei und Zypern. 

Das Vorgehen des westlichen Imperialismus zeigt die verschärfte Rivalität um imperialistische Einflusssphären, hier vor allem auf Kosten des russischen Imperialismus. Russland hat sofort seinerseits mit aggressivem Ton reagiert und eine UNO-Sicherheitsratssitzung gefordert. Es gibt keine Zustimmung der UNO zur Ablösung der UNO-Verwaltung im Kosovo. Im aktuellen Rechenschaftsberichtsentwurf des Zentralkomitees der MLPD zu ihrem VIII. Parteitag wird auf die Verschärfung der zwischenimperialistischen Widersprüche, wie sie hier deutlich wird, eingegangen: "Insbesondere die Widersprüche zwischen dem US-Imperialismus als Hauptkriegstreiber, der von den USA geführten Nato, der EU, Russland sowie China verschärfen die allgemeine Weltkriegsgefahr."

Bilder aus Prishtina

Conni Maly 19.02.2008 - 15:03
Bin zur Zeit in Prishtina und hab gestern mit dem Handy Fotos geschossen , an ner Kreuzung auf m Bill Clinton Boulevard. Da war ne Gruppe an Leuten unterwegs die durchsichtige Aufkleber auf die Ampeln geklebt haben mit Jo EuMik (Nein EUMission in Kosovo) auf Rot und auf Grün: Vetenvendosje, das heisst soviel wie Selbstbestimmung. Dann hielt ein
Auto an und Leute sind ausgestiegen , die sich drüber aufgeregt haben und es gab ne Menschenansammlung die da drüber dikutiert haben. Hat sich dann wieder aufgelöst.
Ds mit Vetenvendosje Forderung gibts hier ja schon lange, das ist so um den Albin Kurti herum entstanden. Die sind auch mal anlässlich einer Wahl mit nem Esel vor das UN Gebäude gezogen wo drauf stand Wählt mich...

Was ich nur sagen kann dass die Stimmung am Sonntag in Prishtina mich eher an ein gewonnenes Fussballspiel erinnert hat. Hupkonzerte, Autos mit Flaggen und und Böller. Das eigentlich tagelang..
Eine friedliche Menschenansammlung und Party im Stadtzentrum. JournalistenCamp im Grandhotel. Es gab keine Hotelzimmer mehr für Journalisten und Flüge sind zur Zeit scheiss teuer und eh ausgebucht.

Das die Konditionen, unter der diese sog Unabhängigkeit steht, fragwürdig sind und dass die Arbeit für die (vorallem albanische) Bevölkerung jetzt erst richtig losgeht, ist irgendwo klar. Vorher hiess es immer erst wenn der Status klar ist, dann könnte es sich hier zum Besseren entwickeln.
Eine Art Status ist jetzt da, mal gucken was kommt...

Fotos sind von bestagter Kreuzung mit den Ampeln (18.2)
Autonomes Soundsystem von Urban Fm (17.2.abends)
und Folkloregruppe

Jugoslawien durch den IWF zerstört

(muss ausgefüllt werden) 19.02.2008 - 15:04
Das gesamte Jugoslawien ist im Kern an den Krediten des IWFs verreckt und an den politischen Maßnahmen der Bundesrepublik Deutschland, deren Eliten es Jugoslawien nie verziehen haben, dass es Wehrmacht besiegte.

Abspaltung belohnt albanischen Terror

peter 19.02.2008 - 15:21
Die Abspaltung des Kosovo belohnt den jahrzehntelangen Vertreibungsterror der albanischen Faschisten seit 1941 und einen albanischen Mafiastaat der Drogen- und Sklavenhandel betreibt.

"Albanian Skenderbeg SS Division
Second World War: Genocide in Kosovo
Albanian Nazi troops in WW2 Launched a Wide Spread Terror Against
Kosovo Serbs"
 http://www.rastko.org.yu/kosovo/istorija/savic_skenderbeyss.html

Artikel aus der New York Times von 1987:
"By DAVID BINDER, Special to the New York Times
The New York Times
November 1, 1987, Sunday, Late City Final Edition
...
Ethnic Albanians in the Government have manipulated public funds and
regulations to take over land belonging to Serbs. And politicians
have exchanged vicious insults. Slavic Orthodox churches have been
attacked, and flags have been torn down. Wells have been poisoned and
crops burned. Slavic boys have been knifed, and some young ethnic
Albanians have been told by their elders to rape Serbian girls.

Ethnic Albanians comprise the fastest growing nationality in
Yugoslavia and are expected soon to become its third largest, after
the Serbs and Croats.

Radicals' Goals

The goal of the radical nationalists among them, one said in an
interview, is an "ethnic Albania that includes western Macedonia,
southern Montenegro, part of southern Serbia, Kosovo and Albania
itself." That includes large chunks of the republics that make up the
southern half of Yugoslavia. Other ethnic Albanian separatists admit
to a vision of a greater Albania governed from Pristina in southern
Yugoslavia rather than Tirana, the capital of neighboring Albania.
..."
 http://www.realitymacedonia.org.mk/web/news_page.asp?nid=1593

"Chronology of KLA's Terrorism and Aggression"
 http://www.eurinome.it/terrorism1.html

"KLA criminals with heads of Serb victims in their hands"
 http://www.kosovo.net/kladecapit.pdf

MRG-Report zum albanischen Terror gegen alle Nicht-Albaner:
"Nowhere else are there so many ‘ethnically pure’ towns and
villages scattered across such a small province. Nowhere is
there such a level of fear for so many minorities that they
will be harassed simply for who they are. And perhaps
nowhere else in Europe is at such a high risk of ethnic
cleansing occurring in the near future – or even a risk of
genocide."
>  http://www.minorityrights.org/admin/Download/pdf/MRGKosovoReport.pdf

Während der Pogrome von albanischen Nationalisten zerstörte Kirchen und Klöster:
 http://www.interfax-religion.com/kosovo/

Cedda Prlincevic berichtet von der Vertreibung aller Juden aus dem
Kosovo durch UCK und NATO:
"Herr Prlincevic, der Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Kosovo,
berichtet von seinen „Erlebnissen“ nach der Besetzung des Kosovo
durch die NATO / KFOR und deren UCK-Kumpane. Mord, Raub und
Plünderungen sind unter der neuen Herrschaft an der Tagesordnung.
Auch die Juden wurden aus dem Kosovo vertrieben."
 http://emperors-clothes.com/german/articles/d-Cedda-interview.htm

Ziel dieses Terrors ist die Wiederherstellung von Grossalbanien wie unter Adolf Hitler im 2. Weltkrieg. Dies wird von der UCK sogar offen propagiert.

ein weiterer interessanter Text zum Thema

Entdinglichung 20.02.2008 - 12:39

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