Protokoll der Autonomen VV vom 13.02.08
Protokoll der Autonomen VV vom 13.02.08 in der Köpi / Berlin
Die VV war, wie die letzten Male, wieder sehr gut besucht.
Thematisch ging es um Demokonzepte und Aktionsformen auf und nach Demonstrationen.
Die VV war, wie die letzten Male, wieder sehr gut besucht.
Thematisch ging es um Demokonzepte und Aktionsformen auf und nach Demonstrationen.
Protokoll der Autonomen VV vom 13.02.08 in der Köpi / Berlin
Die VV war, wie die letzten Male, wieder sehr gut besucht.
Thematisch ging es um Demokonzepte und Aktionsformen auf und nach Demonstrationen.
Es wurden verschiedene Aktionsformen vorgestellt:
Black Bloc
Rebel Clowns Army
Pink-Silver
Hedonisten
Spassguerilla
Tutti Bianchi
Action Samba Band
Kommunikationsguerilla
Als Demokonzepte kamen zur Sprache:
Critical Mass
Reclaim the Streets
Out of Control
Die verschiedenen Aktionsformen wurden zuerst kritisch (z.B. aufgesetzte Militanz des Schwarzen Blocks; Unverbindlichkeit der Hedonisten; abgenutzte Aktionsform der Rebel Clowns Army, usw.) andiskutiert.
Es wurde festgestellt, dass sich die (teils sehr neuen) Aktionsformen als Reaktion auf veränderte Einsatzkonzepte der Polizei und verstärkter Repression entstanden sind und als Alternative zu traditionellen Demonstrationsformen entwickelt wurden.
Im Laufe der Diskussion kam Mensch überein, dass die verschiedenen Arten des Protestes Vor- und Nachteile haben, sich aber, mithilfe besserer Kommunikation untereinander, ergänzen und bereichern können und sollten.
Ein besseres Absprechen und Vermitteln der Aktionsformen im Vorfeld (z.B. auf Städteplena) soll in Zukunft angestrebt werden. Zur Vermittlung eignen sich auch Demo- VVs, die zu Demonstrationen wieder vermehrt stattfinden sollen.
Des Weiteren soll die Kommunikation innerhalb der Demonstration verbessert werden. Hierarchische Informationsstrukturen müssen aufgebrochen werden. Hierzu wurde über die Idee eines Melderkonzeptes und eines Demoradios geredet.
Auch wurde sich über Strategien Gedanken gemacht, wie Mensch der immer stärker werdenden Repression der Polizei auf Demonstrationen Widerstand entgegensetzten kann. Ideen dazu waren z.B. Vermummung zurückerobern, Vorkontrollen geschlossen verhindern, Seitentransparente- Verbot unterlaufen, etc. Es wurde auch das Entwickeln und Erproben von neuen radikalen Demonstrationskonzepten besprochen, um aus der von der Polizei kontrollierten Enge und Dominanz auszubrechen und Raum für die eigene Dynamik zuschaffen. Dazu wurden, unter anderen, dass aktive Auflösen der Demonstration in defensiven Situationen und dezentrale Aktivitäten, wie nach den „One Struggle“ - und „Out of Controll“ - Demonstrationen genannt.
Es wurde diskutiert, ob es nicht manchmal sinnvoller ist, komplett auf die Anmeldung einer Demonstration zu verzichten, statt sich polizeiliche Auflagen diktieren zulassen. Als mögliche Veranstaltung wurde die revolutionäre 1. Mai- Demo (18 Uhr) genannt und beschlossen, mit dem Vorbereitungskreis Kontakt aufzunehmen.
Auch die zwingende Notwendigkeit von Lautsprecherwagen auf allen Demos wurde in Frage gestellt und dazu bemerkt, dass er sich manchmal als hinderlich für eine kraftvolle Stimmung und entwickelnde Spontanität erweist.
Das passive Konsumverhalten und die defensive Haltung bei polizeilichen Zwangsmaßnahmen vieler Demonstranten_innen, sowie das Fehlen spontaner und/ oder geplanter Reaktionen und Aktionen aus der Demo heraus wurden kritisiert.
Eigenverantwortliche Bezugsgruppen, die sich im Vorfeld organisieren und vorbereiten, sollen verstärkt entstehen, um kreatives Agieren und Reagieren zu ermöglichen (z.B. in Form von Städteblöcken, und kleineren politischen und privaten Zusammenhängen).
Es wurde darauf verwiesen, dass (kleine und große, kreative, militante, lustige und unberechenbare) Aktionen nicht nur auf Demonstrationen und ähnliche Events beschränken, sondern ein Teil des radikalen (Radikals im Sinne von Unversöhnlichkeit mit den Verhältnissen) alltäglichen Widerstandes sein sollten. Das Jahr 2008 bietet viele Möglichkeiten der Fantasie freien Lauf zulassen.
Auch der Punkt Kommunikation über den „Szenentellerrand“ hinaus wurde angesprochen. Dazu wurde bemerkt, dass Kommunikation mit den „Normalo“- Nachbarn_innen, Arbeits- und Schulkollegen_innen der 1. Schritt dazu ist und Aktionen sich selbst vermitteln sollten.
Folgediskussionen bitte in der Interim führen.
Im Anschluss der VV gab es noch zahlreiche Terminhinweise:
22.02. Demo gegen den neuen Thor- Steinar - Laden 17 Uhr, U- BHF Oranienburger Tor
22/23.02 Köpi feiert ihren 18. Geburtstag
25.02. Queer- VV im AH, Mehringdamm ?Uhr
01.03. Demo gegen Burschenschaften- Treffen
07.03. VV zur Andrea-Demo (Achtet auf Ankündigungen)
08.03. 14 Uhr, Demo: Freiheit für Andrea! U- BHF Eberswalderstraße
15.03 Demo, “Freiheit für alle Politischen Gefangenen“ 15h, U-BHF Mehringdamm
11/12.04 Squatter Action Days
Genauere Informationen zu Ort/ Zeit und Inhalt entnehmt bitte aus Flyer, dem Stressfaktor, etc.
Die VV war, wie die letzten Male, wieder sehr gut besucht.
Thematisch ging es um Demokonzepte und Aktionsformen auf und nach Demonstrationen.
Es wurden verschiedene Aktionsformen vorgestellt:
Black Bloc
Rebel Clowns Army
Pink-Silver
Hedonisten
Spassguerilla
Tutti Bianchi
Action Samba Band
Kommunikationsguerilla
Als Demokonzepte kamen zur Sprache:
Critical Mass
Reclaim the Streets
Out of Control
Die verschiedenen Aktionsformen wurden zuerst kritisch (z.B. aufgesetzte Militanz des Schwarzen Blocks; Unverbindlichkeit der Hedonisten; abgenutzte Aktionsform der Rebel Clowns Army, usw.) andiskutiert.
Es wurde festgestellt, dass sich die (teils sehr neuen) Aktionsformen als Reaktion auf veränderte Einsatzkonzepte der Polizei und verstärkter Repression entstanden sind und als Alternative zu traditionellen Demonstrationsformen entwickelt wurden.
Im Laufe der Diskussion kam Mensch überein, dass die verschiedenen Arten des Protestes Vor- und Nachteile haben, sich aber, mithilfe besserer Kommunikation untereinander, ergänzen und bereichern können und sollten.
Ein besseres Absprechen und Vermitteln der Aktionsformen im Vorfeld (z.B. auf Städteplena) soll in Zukunft angestrebt werden. Zur Vermittlung eignen sich auch Demo- VVs, die zu Demonstrationen wieder vermehrt stattfinden sollen.
Des Weiteren soll die Kommunikation innerhalb der Demonstration verbessert werden. Hierarchische Informationsstrukturen müssen aufgebrochen werden. Hierzu wurde über die Idee eines Melderkonzeptes und eines Demoradios geredet.
Auch wurde sich über Strategien Gedanken gemacht, wie Mensch der immer stärker werdenden Repression der Polizei auf Demonstrationen Widerstand entgegensetzten kann. Ideen dazu waren z.B. Vermummung zurückerobern, Vorkontrollen geschlossen verhindern, Seitentransparente- Verbot unterlaufen, etc. Es wurde auch das Entwickeln und Erproben von neuen radikalen Demonstrationskonzepten besprochen, um aus der von der Polizei kontrollierten Enge und Dominanz auszubrechen und Raum für die eigene Dynamik zuschaffen. Dazu wurden, unter anderen, dass aktive Auflösen der Demonstration in defensiven Situationen und dezentrale Aktivitäten, wie nach den „One Struggle“ - und „Out of Controll“ - Demonstrationen genannt.
Es wurde diskutiert, ob es nicht manchmal sinnvoller ist, komplett auf die Anmeldung einer Demonstration zu verzichten, statt sich polizeiliche Auflagen diktieren zulassen. Als mögliche Veranstaltung wurde die revolutionäre 1. Mai- Demo (18 Uhr) genannt und beschlossen, mit dem Vorbereitungskreis Kontakt aufzunehmen.
Auch die zwingende Notwendigkeit von Lautsprecherwagen auf allen Demos wurde in Frage gestellt und dazu bemerkt, dass er sich manchmal als hinderlich für eine kraftvolle Stimmung und entwickelnde Spontanität erweist.
Das passive Konsumverhalten und die defensive Haltung bei polizeilichen Zwangsmaßnahmen vieler Demonstranten_innen, sowie das Fehlen spontaner und/ oder geplanter Reaktionen und Aktionen aus der Demo heraus wurden kritisiert.
Eigenverantwortliche Bezugsgruppen, die sich im Vorfeld organisieren und vorbereiten, sollen verstärkt entstehen, um kreatives Agieren und Reagieren zu ermöglichen (z.B. in Form von Städteblöcken, und kleineren politischen und privaten Zusammenhängen).
Es wurde darauf verwiesen, dass (kleine und große, kreative, militante, lustige und unberechenbare) Aktionen nicht nur auf Demonstrationen und ähnliche Events beschränken, sondern ein Teil des radikalen (Radikals im Sinne von Unversöhnlichkeit mit den Verhältnissen) alltäglichen Widerstandes sein sollten. Das Jahr 2008 bietet viele Möglichkeiten der Fantasie freien Lauf zulassen.
Auch der Punkt Kommunikation über den „Szenentellerrand“ hinaus wurde angesprochen. Dazu wurde bemerkt, dass Kommunikation mit den „Normalo“- Nachbarn_innen, Arbeits- und Schulkollegen_innen der 1. Schritt dazu ist und Aktionen sich selbst vermitteln sollten.
Folgediskussionen bitte in der Interim führen.
Im Anschluss der VV gab es noch zahlreiche Terminhinweise:
22.02. Demo gegen den neuen Thor- Steinar - Laden 17 Uhr, U- BHF Oranienburger Tor
22/23.02 Köpi feiert ihren 18. Geburtstag
25.02. Queer- VV im AH, Mehringdamm ?Uhr
01.03. Demo gegen Burschenschaften- Treffen
07.03. VV zur Andrea-Demo (Achtet auf Ankündigungen)
08.03. 14 Uhr, Demo: Freiheit für Andrea! U- BHF Eberswalderstraße
15.03 Demo, “Freiheit für alle Politischen Gefangenen“ 15h, U-BHF Mehringdamm
11/12.04 Squatter Action Days
Genauere Informationen zu Ort/ Zeit und Inhalt entnehmt bitte aus Flyer, dem Stressfaktor, etc.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
NeueAktionsformen:Kopenhagen / Demos / Riots
"The style of the riots is very new to Denmark; groups of people moving about setting fires, focusing on mobility instead of directly confronting the police. Police spokesmen in different parts of the country have already expressed concern that the force won't be able to withstand continued pressure on this scale for long."
Fazit: Was Bullen zum Abkotzen bringt und Druck aufbaut ist also das VERMEIDEN einer direkten
Konfrontation mit Einsatzkäften und stattdessen an ANDERER Stelle Strassen zu blockieren,
Transpis aufzuhängen, Feuer zu machen.
"Out of Control" hat in Hamburg ganz gut geklappt, in Kopenhagen seit ein Paar Tagen wird diese Konzeption mit erhöhter Militanz durchgezogen. So erfolgreich, dass Einsatzleiter sich öffentlich beklagen. Ob nun militant oder nicht: Die Bullen routieren. Und je mehr Bullen zusammengezogen werden, desto mehr müssen sie sich Szenarien durchspielen und strategisch ihre Kräfte dirigieren. Wenn wir uns dann noch so weit im Stadtraum bewegen, dass es über die Innenstädte hinausgeht, können wir sowieso machen was wir wollen.
:)
Infos zur Demo am 01.03
Als größter und politisch einflußreichster Dachverband studentischer Verbindungen steht die DB für ein konservatives bis neofaschistisches Spektrum. Die in der DB organisierten Männer sind meist nicht die kahlrasierten, Springerstiefel tragenden und rumpöbelnden Nazihorden. Innerhalb der DB findet sich aber eine ähnliche, wenn nicht gar deckungsgleiche Ideologie wie bei Nazibanden.
Neben einem ausgeprägten Nationalismus, Rassismus und Militarismus ist die DB sexistisch und hat einen elitären Charakter. In führenden Funktionen der DB finden sich meist Vertreter der Burschenschaftlichen
Gemeinschaft, eine rechtsradikale Fraktion innerhalb der DB. Immer wieder werden sogenannte Einzellfälle bekannt, bei welchen Neonazis gemeinsame Veranstaltungen mit Burschenschaften durchführten oder selbst Verbindungsstudenten sind.
Ein gutes Beispiel für eine rechtsradikal stark durchsetzte Burschenschaft ist die “Burschenschaft Danubia München“. Aus ihren Reihen kamen zwei Vorsitzende des „Nationaldemokratischen Hochschulbundes“ (NHB), Lutz Kuche (1971-73) und Uwe Sauermann (1975-76). Unter Beteiligung der „Danuben“ Hans-Ulrich Kopp und Alexander Wolf wurde 1989 der “Republikanische Hochschulverband“ gegründet. “Danube“ Sascha Jung wirkte in den 1990er Jahren an der Reorganisation des völkischen Hofgeismarer Kreises in der SPD mit. Mitglieder der Danubia bauten die rechtsradikale Zeitung “Junge Freiheit“ mit auf (Frank Butschbacher, Thomas Clement, Hans-Ulrich Kopp, Michael Paulwitz), waren Redaktionsmitglied der REP-Parteizeitung „Der Republikaner“ (Michael Paulwitz) oder Redakteur von “Nation & Europa“ (Karl Richter, später Chefredakteur von Opposition). Im Jahr 2001 geriet die Danubia unter Druck, weil in ihrem Haus ein polizeilich gesuchter neonazistischer Schläger versteckt wurde.
Veranstaltung zu Burschenschaften mit aktuellen Infos zur Mobilisierung gegen die DB-Verbandstagung | Montag 25.02. ab 20 Uhr im Rahmen des Anarchistischen Infocafés im NewYorck59 (Südflügel vom Bethanien)
01.03. - 19 Uhr
U-Bhf. Uhlandstrasse
Demo gegen die DB-Verbandstagung
Ein Interview am Ende der Autonomen VV
21167. Automome Vollversammlung Berlin
viele, viele weitere Veranstaltungen
Kundgebung "Keine Träne für Horst Wessel!"
25.02.2008 19 Uhr BERLIN
"Frontex und die Militarisierung des EU-Grenzregimes"
Veranstaltungshinweise mit Hintergrundinfos
und teilweise Nachberichterstattung
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
s
tztztztz
kultureller Nachtrag zum Radio Interview ;-)
Text
Offenheit, ausschließende Sprache, ...
Es ist schade das oben immer nur VV steht.
Außenstehende können mit deraertigen Sprachcodes wenig anfangen - das ist das Gegenteil von Offenheit...
ansonsten, was z.B. eine "Vollversammlung"s Definition betrifft,
zeigt das bürgerlich staatstragende Projekt wikipedia an diesem Beispiel mal wieder deutlich die Beschränktheit des Projektes:
Alternative !?
Frauenblock bei Andrea Demo
bitte leitet den aufruf auf all euern listen, zu all euern freundinnen,
genossinen und polit-zusammenhängen weiter.....
Macht mit beim Frauenblock auf der Freiheit für Andrea Demo am 8. März
2008 in Berlin!
Wir gehen für die Freiheit von Andrea und gegen den Knast auf die Straße
und um gegen die uns konkret umgebenen sexistischen Strukturen
aufzubegehren. Mit den weltweit stattfindenden Kämpfen von Frauen gegen
jeweils spezifische Formen von Ausbeutung und Unterdrückung
erklären wir uns solidarisch.
> > KAMPF DEM PATRIARCHAT!
> > KAMPF DEM STAAT UND DER REPRESSION!
> > BILDET BANDET! BILDET BLÖCKE! BILDET REIHEN!
> > WIDERSTÄNDIG UND LEBENDIG GEGEN SEXISMUS, KAPITALISMUS, RASSISMUS
8. März - 14 Uhr - U-Bhf. Eberswalderstr.
Wir wünschen uns einen lauten, bunten und vielfältigen Frauen/Lesben
Block am Anfang der Demo und ein solidarisches Miteinander, das uns
ermöglicht, unser „NEIN zu Patriarchat!“ kraftvoll auszudrücken.
Freiheit für Andrea, Freiheit für alle politischen und sozialen Gefangenen!!
Infos zur Demo gibt es auf: www.freeandrea.de.vu
Für Rückmeldungen jeder Art schreibt bitte mit Betreff „Frauenblock“ an:
Und falls ihr euch beteiligen wollt, kommt zum Vorbereitungstreffen im
Bethanien am Montag, den 03.03.2008 um 19 Uhr.
Anschließend: Soli-DruzBar für Andrea mit Vokü und Cocktails
Und hier noch mal der aufruf:
Macht mit beim Frauenblock auf der Freiheit für Andrea Demo am 8. März
2008 in Berlin!
Der 8. März wird seit 1910 als Frauentag mit internationalem Charakter
gefeiert. Dieser Tag wurde
> > und wird als Kampftag für die Interessen der Frauen, gegen Unterdrückung und Krieg, für das
> > Frauenwahlrecht, für Gleichberechtigung und gegen Kapitalismus und Rassismus verstanden.
> > Indem wir einen Frauenblock organisieren, wollen wir die Wichtigkeit und Stärke der Organisierung
> > von Frauen vorantreiben und damit deutlich machen, dass die Verhältnisse noch lange nicht so
> > sind, wie sie sein sollten, weder in der radikalen Linken, noch in der deutschen Gesellschaft, noch
> > weltweit.
> > Wir gehen für die Freiheit von Andrea und gegen den Knast auf die Straße und um gegen die
> > uns konkret umgebenen sexistischen Strukturen aufzubegehren. Mit den weltweit stattfindenden
> > Kämpfen von Frauen gegen jeweils spezifische Formen von Ausbeutung und Unterdrückung
> > erklären wir uns solidarisch.
> > KAMPF DEM PATRIARCHAT!
> > KAMPF DEM STAAT UND DER REPRESSION!
> > BILDET BANDET! BILDET BLÖCKE! BILDET REIHEN!
> > WIDERSTÄNDIG UND LEBENDIG GEGEN SEXISMUS, KAPITALISMUS, RASSISMUS
> > 8. März - 14 Uhr - U-Bhf. Eberswalderstr.
> > Gesellschaftliche Veränderungen z. B. in der BRD haben zu formellen Gleichbehandlungen z.B. bei
> > Zugangsmöglichkeiten zu Bildung, Beruf und Politik geführt, durch das Wahlrecht haben Frauen die
> > Möglichkeit, in der Sphäre der gesellschaftlichen Öffentlichkeit zu wirken, einzelne Forderungen
> > der diversen Frauenbewegungskämpfe wurden erfüllt, all dies konnte aber bisher wunderbar in das
> > kapitalistische, patriarchale System integriert werden.
> > Die patriarchale Gesellschaft existiert aufgrund von Macht- und Hierarchiestrukturen, die mit
> > kapitalistischen Wirtschafts- und Lebensformen verflochten sind, funktioniert an manchen Stellen
> > heute etwas subtiler als noch vor 30 Jahren. Der Kapitalismus nutzt die Geschlechtertrennung,
> > insbesondere zeigt sich das immer noch bei der Trennung von Produktions- (Lohnarbeit) und
> > Reproduktionssphäre (Haushalt, Familie) und das nicht nur im gesellschaftlichen Kontext, sondern
> > leider auch in der sich sogenannten emanzipatorischen Linken.
> > Die Situation für Frauen in Bezug auf die Geschlechtertrennung ist weltweit sehr verschieden. In
> > Regionen, die immer noch von den Auswirkungen jahrhundert langer kolonialistischer Herrschaft
> > betroffen sind, unterscheidet sie sich von der in Metropolstaaten, wie Deutschland oder Frankreich.
> > Ja, es gab in den letzten Jahrzehnten immer wieder Verschiebungen innerhalb der traditionellen
> > Geschlechterrollen, dennoch verändert sich nichts an den gesellschaftlichen Strukturen.
> > Emanzipation wird damit so verstanden, das Frauen der männlichen Norm angeglichen werden,
> > dabei geht es um keine Abschaffung allgemeiner Herrschaftsstrukturen, kein Hinterfragen und
> > schon gar nicht der Aufhebung von Geschlechterrollen. Vermeintlich progressive Ansätze werden
> > und wurden in das flexible System mit eingebunden und von konservativen Gegen- bzw. Backlash-
> > Bewegungen begleitet.
> > einen oder zwei Blicke auf die Linke
> > Klar ist, dass die sogenannte Szene nicht außerhalb der Gesellschaft steht. Nur aufgrund ihrer
> > emanzipatorischen Ansprüche werden Linke nicht zu besseren Menschen. In einem linken Umfeld,
> > zum Beispiel innerhalb einer (sub-)kulturellen Szene, deren Leute als weitestgehend politisiert
> > bezeichnet werden, fehlt oftmals das Bewusstsein für antipatriarchale Themen. Ein antisexistisches
> > Selbstverständnis gehört zwar in linken Projekten inzwischen beinahe zum Standard, wird jedoch
> > kaum mit Inhalten gefüllt.
> > Kein Thema sorgt in der Szene für so viel Unmut und Unbehagen wie das Thema Sexismus und
> > Patriarchat. Gerade, wenn es um Themen wie sexuelle Übergriffe, Vergewaltigungsvorwürfe,
> > Grenzüberschreitungen, Mackerverhalten bei Plena etc. geht, scheiden sich spätestens an der Stelle
> > immer noch die Geister. Und dabei müssen Frauen immer noch um jeden Quadratmillimeter Raum
> > kämpfen, müssen begründen, diskutieren, argumentieren, sich verteidigen.
> > Geschlechtsspezifische Machtverhältnisse werden aber in der Linken wahlweise als Nebenwiderspruch
> > (Wir haben jetzt aber echt wichtigeres zu tun) abgetan, empört verleugnet (Wir
> > sind doch keine Sexisten!) oder (auch ich fördere eine Frau) paternalistisch zugedeckt. Diesen
> > Umgangsweisen gemein ist, das sie eine kugelsichere Distanz zu diesem Thema aufzeigen. Denn
> > viele Männer leben mit der Gewissheit eben ein Guter - und damit kein Gesprächsthema zu
> > sein. Dabei tragen sie die Grundnorm der hegemonialen Männlichkeit, die zugleich ihre eigene
> > verinnerlichte und gelebte ist, unfähig sie als solche zu be- und schon gar nicht anzugreifen. Auch in
> > unseren Zusammenhängen ist die gesellschaftlich-tradierte Norm der Männlichkeit unangefochten
> > akzeptiert und wird – meist sogar zufrieden und durchaus stolz – von den Männern der Szene
> > praktiziert. Gestützt vom platten Spruch „Wir sind die Guten“, der in Worte fasst, was die meisten
> > tatsächlich für sich in Anspruch nehmen, ist zwar nett, suggeriert aber damit im Machtverhältnis auf
> > der guten Seite zu stehen, zumindest nicht Profiteur, Täter, Herrscher zu sein. Jedes Hinterfragen ist
> > somit nicht notwendig.
> > Dabei werden durch alltägliche Handlungen, Gesten, Äußerungen die gesellschaftlichen
> > Geschlechterverhältnisse aufs Neue reproduziert, und der eigene aktive Anteil daran wird einfach
> > schlichtweg naiv verkannt.
> > An dieser Stelle soll noch mal an ein oft formuliertes Ziel in der Linken erinnert werden, es lautet:
> > Für eine herrschafts-freie Gesellschaft! Wenn patriarchale Strukturen nicht angegriffen werden, wird
> > auch diese Forderung Utopie bleiben.
> > ein paar Sachen über Frauen und Knast
> > Frauen kommen nicht nur viel seltener in den Knast als Männer, sie begehen auch andere Straftaten:
> > die meisten sind wegen Eigentumsdelikten wie Diebstahl oder Betrug verurteilt worden, sehr
> > viele auch wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, verhältnismäßig wenige aufgrund
> > von Gewaltdelikten. Frauenkriminalität ist unbedeutend, Strafvollzug ist Männersache. Darunter
> > leiden müssen die rund 3000 Frauen, die in Deutschland inhaftiert sind. Die geringe Zahl spezieller
> > Frauengefängnisse hat zur Folge, dass Frauen häufi ger als Männer heimatfern eingesperrt werden
> > und damit u.U. seltener Besuch von Angehörigen und FreundInnen bekommen.
> > Während bei deutschen Frauen angeblich versucht wird sie zu resozialisieren, also für diese
> > Gesellschaft tauglich zu machen, geht es bei Migrantinnen um etwas anderes. Sie sollen (mit allen
> > Mitteln) bestraft werden (alleine schon für ihren Aufenthalt in Deutschland) und ihnen soll deutlich
> > gemacht werden, dass sie in der Hierarchie ganz unten stehen (dass sie hier ein Niemand sind).
> > Meistens werden sie nach Ende der Haftstrafe abgeschoben. Genauso hoffnungslos ist die Situation
> > für Frauen, die einen Teil der Haftstrafe in deutschen Knästen absitzen, abgeschoben werden und in
> > ihren Herkunftsländern gleich wieder in den Knast müssen, was oftmals den Tod für sie bedeutet.
> > Mit der Situation der Frauen nach außen zu gehen, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und
> > Auseinandersetzungen über das Thema Knast anzuregen ist von daher notwendig. In der Linken
> > wird es zunehmend schwieriger über Knast und Repression zu diskutieren. Die Gefangenen werden
> > häufi g vergessen. Wenn dann doch mal an den einen oder anderen Gefangenen gedacht wird, geht
> > es vorzugsweise um politische Gefangene. Alles schön und gut, aber wenn dabei die sozialen
> > Gefangenen ignoriert werden und eine allgemeine Auseinandersetzung mit dem Knastsystem nicht
> > mehr stattfi ndet, läuft eindeutig etwas falsch.
> > Knast ist die Spitze des gesellschaftlichen Ausschlussmechanismus. Unter dem Motto der
> > Resozialisierung sollen die Gefangenen gezwungen werden, sich in die ihnen zugedachten
> > gesellschaftlichen Rollen zu fügen. So z.B. Frau, Mann, MigrantIn, Arbeitskraft usw. Um staatlich
> > gesetzte Normen aufrecht zu erhalten, ist ein umfassendes System von sozialer und staatlicher
> > Kontrolle und Bestrafung notwendig. Am Ende der Bestrafungshierarchie in diesem Staat steht
> > Knast.
> > Knast ist eine mögliche Form von Bestrafung, hat darüber hinaus aber noch die wesentlichere
> > Funktion der Bestätigung noch in der Norm Lebender durch Abgrenzung von anderen.
> > Kriminalisierung und Knast haben also eine wesentliche Bedeutung für draußen, sie dienen zur
> > Stabilisierung der sozialen Kontrolle.
> > Überall auf der Welt sind Frauen aktiv in Kämpfen um Befreiung, überall sind Frauen im
> > Knast. Dabei unterliegen sie im Gefängnis oder bei Festnahmen besonders entwürdigender
> > geschlechtsspezifi scher Repression und Folter. Sie zielen darauf, Frauen zu demütigen, ihnen die
> > politische Identität abzusprechen und sie auf Objekte von Männern zu reduzieren.
> > Widerstand von Frauen außerhalb und innerhalb des Knastes ist immer auch ein Kampf um Würde,
> > Selbstbestimmung, gegen patriarchale Gewaltverhältnisse.
> > Um zu einer libertären Gesellschaft zu gelangen, ist es nur konsequent, das Ausschlusssystem Knast
> > abzuschaffen.
> > 8. März, Frauenblock!
> > Wir wollen mit dem Frauenblock Kritik an bestehenden Verhältnisse (Kapitalismus, Rassismus...)
> > und Unterdrückungsformen (sei es aufgrund von Hautfarbe, Herkunft, Aussehen, Alter...) üben und
> > darauf hinweisen, dass das Patriarchat eine der ältesten Unterdrückungsformen ist. Genau deshalb ist
> > der 8. März nach wie vor ein wichtiger Tag an dem Frauen/Lesben weltweit auf die Straße gehen und
> > gegen jegliche Art der Unterdrückung kämpfen. Es gibt immer noch viel zu tun!
> > Wir halten die vereinzelte Abschaffung eines Unterdrückungsverhältnisses innerhalb des
> > bestehenden Ganzen weder für möglich noch für sinnvoll. Es gibt x verschiedene Richtungen von
> > Feminismus. Was allen verschiedenen Ansätzen gemein ist, ist das Bestreben, Unterdrückungsverhältnisse
> > zwischen den Geschlechtern aufzuheben. Jedoch sollte es nicht dabei stehen bleiben,
> > denn die Aufhebung dieses einen Unterdrückungsverhältnisses ändert noch lange nicht die
> > gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen wir leben müssen.
> > Nach unserem Verständnis sind die Geschlechterkategorien konstruiert und gehören aufgehoben.
> > Jeden Tag werden von Menschen, die uns als Frauen identifizieren zu können glauben, Grenzen
> > gesetzt. Solange das so ist, müssen wir uns gemeinsam als Frauen organisieren, um die bestehenden
> > patriarchischen Strukturen aufdecken und angreifen zu können. Wir sehen vorläufig die punktuelle
> > Bezugnahme auf Geschlechtsidentitäten in entsprechenden Kontexten als wichtig an, um die
> > bestehenden sexistischen Strukturen fassen, aufdecken & angreifen zu können.
> > Wir finden es erstmal ganz positiv, wenn sich Männer mit Frauenkämpfen und feministische
> > Forderungen oder eben mit einer Demo für Andrea solidarisch erklären. Aber: Obwohl das
> > männliche Geschlecht ebenfalls konstruiert ist und Männer unter Druck stehen, die ihnen
> > zugewiesene Rolle zu erfüllen, bringt diese konstruierte Zugehörigkeit, diese Rolle für Männer,
> > einen erheblichen Machtgewinn mit sich – Die Männer stehen also somit erstmal auf der Seite der
> > Unterdrücker, ob sie es wollen oder nicht. Um dieses Verhältnis nicht zu verschleiern finden wir
> > einen starken Frauenblock absolut wichtig und
> > „bedürfen wir nicht so sehr der männlichen Genossen, die sich für ihre [der Frauen] Freunde halten,
> > als der männlichen Genossen, die bereit sind, zum Feind des Mannes zu werden.“
> > (Zitat Ingrid Strobl: Die Angst vor den Frösten der Freiheit)
> > Wir wollen einen Frauenblock zum Frauenknast Pankow organisieren, um unsere Solidarität mit den
> > inhaftierten Frauen zu zeigen. Dort wollen wir aber nicht nur den Gefangenen Grüsse übermitteln,
> > sondern auch Knastindustrie, Privatisierung, sowie die überall zunehmende Repression zum Thema
> > machen.
> > Lasst euch nicht auf die staatliche Logik ein, dass es Menschen gibt die in den Knast gehören. Seid
> > solidarisch, unterstützt die Leute im Knast!!! Für eine Gesellschaft ohne Knäste!!!!!
> > Lasst uns gemeinsam gegen Ausbeutung und Unterdrückung und gegen Knast kämpfen.
> > Für das Leben. Für die Menschlichkeit. Für die Würde. Für Gerechtigkeit. Und für die Freiheit.
> > Wir wünschen uns einen lauten, bunten und vielfältigen Frauen/Lesben Block am Anfang der Demo
> > und ein solidarisches Miteinander, das uns ermöglicht, unser „NEIN zu Patriarchat!“ kraftvoll
> > auszudrücken.
> > Freiheit für Andrea, Freiheit für alle politischen und sozialen Gefangenen!!
> > Infos zur Demo gibt es auf: www.freeandrea.de.vu
> > Für Rückmeldungen jeder Art schreibt bitte mit Betreff „Frauenblock“ an:
> >
> > Und falls ihr euch beteiligen wollt, kommt zum Vorbereitungstreffen im Bethanien am
> > Montag, den 03.03.2008 um 19 Uhr.
> > Anschließend: Soli-DruzBar für Andrea mit Vokü und Cocktails
party für andrea und gegen represssion am 8.3
Linke Autonome attackieren mehrere Banken
Acht Geldinstitute in Athen betroffen - Vermummte warfen Molotow-Cocktails und zündeten Gasflaschen an
Athen - Die Serie von Anschlägen linksgerichteter autonomer Gruppen in Griechenland reißt nicht ab. In der Nacht auf Donnerstag attackierten Vermummte acht Banken in verschiedenen Stadtteilen von Athen. Sie kamen auf Motorrädern, warfen mehrere Molotow-Cocktails und zündeten Gasflaschen an, berichteten Augenzeugen im Rundfunk.
Bei den Attacken wurden auch vier Autos angezündet. Schwere Schäden seien auch an der Fassade einer Versicherung entstanden, berichtete der staatliche Rundfunk. Am Vorabend hatten Vermummte mehrere Haushaltsgasflaschen vor dem Eingang des Büros eines Parlamentsabgeordneten im Zentrum Athens angezündet.
Polizeiwachen angegriffen
Linksgerichtete Gruppen verüben immer wieder ähnliche Anschläge in Griechenland. In den vergangenen vier Wochen hatten Unbekannte insgesamt zwölf Autos im Zentrum Athens zerstört und zwei Polizeiwachen mit Brandsätzen angegriffen. Zudem attackierten sie eine Filiale des Arbeitsamtes.