Unser Erdöl und andere Märchen (Venezuela)
Der polemische Dokumentarfilm über die Erdölindustrie in Venezuela wurde endlich ins Deutsche übersetzt.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die FilmemacherInnen von “unser Erdöl und andere Märchen”, sich in diesem Film kritisch mit dem Chavez-Regime auseinandersetzen, während sie noch einige Jahre zuvor in ihrem anderen Film „Venezuela ein anderer Weg ist möglich“ den revolutionären Prozess dokumentierten und viele positive Aspekte hervorhoben.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die FilmemacherInnen von “unser Erdöl und andere Märchen”, sich in diesem Film kritisch mit dem Chavez-Regime auseinandersetzen, während sie noch einige Jahre zuvor in ihrem anderen Film „Venezuela ein anderer Weg ist möglich“ den revolutionären Prozess dokumentierten und viele positive Aspekte hervorhoben.
„Unser Erdöl und andere Märchen“ legt dar, wie sich die ökonomischen und sozialen Verhältnisse trotz revolutionärer Regierung und höheren Erdöleinnahmen kaum verändert haben.
Nach seiner Erscheinung wurde der Film in Venezuela zwar nicht verboten, dennoch wurde seine Verbreitung stark beeinträchtigt. Zugesagte Gelder für die Produktion wurden vom Kulturministerium nicht mehr ausgezahlt und im staatlichen Fernsehsender durfte er auch nicht gezeigt werden.
Siehe Interview mit dem Filmemacher auf indymedia Brasilien.
http://www.midiaindependente.org/pt/blue/2005/04/315634.shtml
Der Film wurde hauptsächlich auf öffentlichen Vorführungen gezeigt und auf DVD verbreitet. Er löste meistens viel Diskussion aus. Im Nachrichten- und Diskussionsportal
http://aporrea.org findet Mensch mehrere Diskussionsbeiträge zum Inhalt des Films.
Der Film ist in Europa bei cine rebelde erhältlich.
Fotos, Trailer und Bestellungen:
http://www.cinerebelde.org/product_info.php?products_id=66
Synopsis „Unser Erdöl und andere Märchen“
„Das Erdöl gehört uns allen“, heißt es im revolutionären Venezuela. Auf einer zweimonatigen Reise quer durch das Land, vom Maracaibo See bis zum Orinoco Delta, wird erstmals die Problematik der Erdölförderung und des Kohleabbaus umfassend dokumentiert.
Arbeiter der Erdölindustrie, indigene Gemeinschaften und BewohnerInnen, die unmittelbar auf den Fördergebieten leben, erzählen von ihren Erfahrungen.
Der Film thematisiert die geopolitischen und ökonomischen Seiten der Erdölförderung und des Kohleabbaus zusammen mit den Aspekten der Souveränität und der Selbstbestimmung der venezolanischen Bevölkerung, die sich mitten in einem Veränderungsprozess befindet.
Ein Film von Gattacicova (Italien) und Yeast Films (UK), Venezuela 2005
den Filmemachern von „Ein anderer Weg ist möglich... in Venezuela – 2003“
Regie: Elisabetta Andreoli, Gabriele Muzio, Sara Muzio y Max Pugh
DVD Pal 83 Minuten
Spanisch mit deutschen und englischen Untertiteln
http://www.cinerebelde.org/product_info.php?products_id=66
Nach seiner Erscheinung wurde der Film in Venezuela zwar nicht verboten, dennoch wurde seine Verbreitung stark beeinträchtigt. Zugesagte Gelder für die Produktion wurden vom Kulturministerium nicht mehr ausgezahlt und im staatlichen Fernsehsender durfte er auch nicht gezeigt werden.
Siehe Interview mit dem Filmemacher auf indymedia Brasilien.
http://www.midiaindependente.org/pt/blue/2005/04/315634.shtml Der Film wurde hauptsächlich auf öffentlichen Vorführungen gezeigt und auf DVD verbreitet. Er löste meistens viel Diskussion aus. Im Nachrichten- und Diskussionsportal
http://aporrea.org findet Mensch mehrere Diskussionsbeiträge zum Inhalt des Films. Der Film ist in Europa bei cine rebelde erhältlich.
Fotos, Trailer und Bestellungen:
http://www.cinerebelde.org/product_info.php?products_id=66 Synopsis „Unser Erdöl und andere Märchen“
„Das Erdöl gehört uns allen“, heißt es im revolutionären Venezuela. Auf einer zweimonatigen Reise quer durch das Land, vom Maracaibo See bis zum Orinoco Delta, wird erstmals die Problematik der Erdölförderung und des Kohleabbaus umfassend dokumentiert.
Arbeiter der Erdölindustrie, indigene Gemeinschaften und BewohnerInnen, die unmittelbar auf den Fördergebieten leben, erzählen von ihren Erfahrungen.
Der Film thematisiert die geopolitischen und ökonomischen Seiten der Erdölförderung und des Kohleabbaus zusammen mit den Aspekten der Souveränität und der Selbstbestimmung der venezolanischen Bevölkerung, die sich mitten in einem Veränderungsprozess befindet.
Ein Film von Gattacicova (Italien) und Yeast Films (UK), Venezuela 2005
den Filmemachern von „Ein anderer Weg ist möglich... in Venezuela – 2003“
Regie: Elisabetta Andreoli, Gabriele Muzio, Sara Muzio y Max Pugh
DVD Pal 83 Minuten
Spanisch mit deutschen und englischen Untertiteln
http://www.cinerebelde.org/product_info.php?products_id=66
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Leider ein sehr schlechter Film
Man mag ja vom bolivarianischen Prozess halten was man möchte, aber man sollte sich schon an die Fakten halten. Keiner sagt, dass in Venezuela der bürgerliche kapitalistische Staat überwunden sei, michtmal Chávez selbst. Aber die MacherInnen des Films erwarten anscheinend, dass sich alles von jetzt auf gleich ändern muss. Dann werden Schnipsel aus der venezolanischen Geschichte präsentiert, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind und wesentliche Teile (wie z.B. die Rolle der Basisbewegung seit dem Caracazo 1989) werden gar nicht erwähnt. So entsteht einzig ein moralisches Anprangern der Regierung, weil nach Jahrzehnten der Erdölökonomie der Maracaibo-See immernoch verschmutzt ist und weil es immernoch Armut gibt. Dabei wird der politische und historische Kontext völlig außen vor gelassen oder sogar falsch dargestellt.
@einer
> "man sollte sich schon an die Fakten halten"
Nenn doch mal ein paar Beispiele. An welche Fakten wird sich denn im Film nicht gehalten?
> Aber die MacherInnen des Films erwarten anscheinend, dass sich alles von jetzt auf gleich ändern muss.
Das ist m.E. gerade die Haltung, die in Venezuela immer schlechter zieht ("in Zukunft wird alles anders") und die beim letzten Referendum viele Chavez Anhänger zu Hause ließ.
> Dann werden Schnipsel aus der venezolanischen Geschichte präsentiert, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind und wesentliche Teile (wie z.B. die Rolle der Basisbewegung seit dem Caracazo 1989) werden gar nicht erwähnt.
Im ersten Film wird der Caracazo und seine Bedeutung für die Bewegung extensiv thematisiert:
Dass die Schnipsel aus der venezolanischen Geschichte aus dem Zusammenhang gerissen werden...., da muss ich dir leider widersprechen. Die historischen Aufnahmen werden immer mit den aktuellen Aufnahmen kontrastiert. Es geht um den gleichen Kontext nur in verschiedenen Momenten.
Ich denke, dass die Filmemacher keineswegs Chavez-Gegner sind. Sie haben durchaus die Erwartung in den Prozess einwirken zu wollen. Ich sehe den Film als eine solidarische Kritik.
Geld nicht bekommen?? - LÜGE
In diesem offenen Brief an den Kultusminister Venezuelas bedankt sich der Filmemacher zumindest für die großzügige bekommene Unterstützung....
Aber es klingt natürlich viel interessanter, wenn er das Geld angeblich nicht bekommen hat, so wie von allen möglichen kubanischen Bands im Ausland behauptet wird sie hätten in Kuba Auftrittsverbot, damit alles interessanter und authentischer klingt...
@anticapitalist
Die FilmemacherInnen bedanken sich tatsächlich für die Unterstützung durch das Kulturministerium (CONAC). Nicht nur finanziell übrigens, sondern auch in Form von Drehgenehmigungen, Kontakte usw. Im Film werden viele Orte gezeigt und Menschen interviewt, die ohne die Erlaubis des Ministeriums nie hätten dokumentiert werden können (zb Erdölanlagen und Personal).
Das Ministerium war mit dem Ergebnis inhaltlich eben nicht einverstanden.
Im diesem Brief an den Kulturminister, bitten sie ihm die Ausstrahlung des Films in der Cinemateca Nacional nicht zu verbieten. (Er hatte es vor - musste aufgrund des Drucks dann doch nachgeben). Sie bitten ihm auch den Film in seiner Verbreitung zu unterstützen und laden ihn zu einem öffentlichen Gespräch ein, um über seine inhaltlichen Bedenken zu diskutieren.
Soweit wir das wissen wurden nicht alle Gelder ausgezahlt. Nur ein Teil. Wir können beim Filmemacher Gabriel Muzio noch genau nachfragen. Das Logo des Kulturministeriums mussten wir auf jeden Fall aus der Version, die hier in Europa verbreitet wird, rausnehmen. Es war wohl auch eine Forderung des Ministeriums.
Tatsache ist, dass dieser Film viele Schwierigkeiten hatte Verbreitung über offizielle Kanäle in Venezuela zu finden.
Das scheint sich bis hier auf indymedia durchzuziehen, da indymods wahrscheinlich die einzigen sind, die diese Kommentare noch lesen. Scheinbar mögen hier Leute nicht, dass das Chavez Regime von links kritisiert wird. Die Postings der anarchistischen Gruppe 'El Libertario' werden hier ähnlich behandelt.
Dabei sind die FilmemacherInnen alles andere als Chavez GegnerInnen. Lies doch mal das Interview auf indymedia Brasilien.
Sie haben den Film auch nicht produziert um Geld damit zu machen.
Der Film ist hier online zu sehen:
und hier
Aktualisierter Link
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Immer noch Armut — Zweiner
Filmregisseur ist Immobilienspekulant — august
@cinerebelde — anticapitalist
Typisch Old School Antikommunismus — anarcho-leninist