Chiapas-Solidarität in Bremen
Zum internationalen Aktionstag gegen die Repressionswelle in Mexiko bekam der mexikanische Honorarkonsul Besuch von AktivistInnen.
Im Gebäude des mexikanischen Honorarkonsuls in Bremen protestierte eine Gruppe von AktivistInnen am 15.2.2008 gegen Menschenrechtsverletzungen und Repression in Mexiko. Der Honorarkonsul ist Chef eines Logistikunternehmens, welches mit anderen Unternehmen im gleichen Gebäude eng zusammenarbeitet. Die AktivistInnen suchten die MitarbeiterInnen in ihren Büros auf, um sie über die aktuelle Situation zu informieren und Flugblätter zu verteilen. Bevor die AktivistInnen das im fünften Stock gelegene Konsulat erreichten, hatte der Honorarkonsul sich schon eingeschlossen. Nur nach hartnäckigem Klingeln ließ der sichtlich nervöse Vertreter der mexikanischen Regierung sich darauf ein, mit den BesucherInnen zu sprechen. Er wurde von den BesucherInnen dazu aufgefordert, sich für ein Ende der Menschenrechtverletzungen einzusetzen. Diese Aktion fand parallel zu Aktivitäten in Berlin, Frankfurt und Marburg statt. Anlaß war der Internationale Aktionstag gegen die Repression in Mexiko.
Hintergrund des Aktionstages ist die zunehmende Gewalt gegen die rebellischen indigenen Gemeinden im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Die Aggressionen, die sich besonders gegen die zivil agierende Bewegung der Zapatistas richten, haben in den letzen Monaten deutlich zugenommen. Die Methoden der Angreifer gleichen sich dabei immer wieder: Morde, willkürliche Verhaftungen, Folter, schwere Verletzungen, Brandstiftung und Androhung von Vertreibung. Dabei arbeiten Militär- und Polizeikräfte so offen mit paramilitärischen Gruppen zusammen wie schon lange nicht mehr.
So ist das zapatistische Dorf Bolon Ajaw seit September 2007 immer wieder Ziel von Bedrohungen und Übergriffen durch die regierungsnahe paramilitärische Organisation OPDDIC. Der Hintergrund: Die Gemeinschaft lebt in unmittelbarer Nähe der Wasserfälle von Agua Azul. Das Land auf dem die ZapatistInnen wohnen soll für touristische Zwecke erschlossen werden, weshalb die indigenen BewohnerInnen vertrieben werden sollen.
In der Gemeinde Betel Yochip wurde am 29.12.2007 einem Zapatisten ins Bein geschossen. Die Täter gehören ebenfalls zur paramilitärischen Organisation OPDDIC. Aufgrund der Bedrohungssituation muss sich der Verwundete nun versteckt halten.
Zwei weitere Zapatisten wurden am 1.2.2008 angeschossen und von der Polizei in einem Wagen der OPDDIC verhaftet. Im Gefängnis von Palenque waren sie einer 8-stündigen Folter ausgesetzt und gezwungen, sich mit Waffe in der Hand fotografieren zu lassen.
Und diese Beispiele ließen sich fortsetzen.
Solidarische Aufmerksamkeit und internationaler Druck sind jetzt unverzichtbar.
Aktuelle deutschsprachige Informationen und weiterführende Links gibt es auf der Seite chiapas98.de
Hintergrund des Aktionstages ist die zunehmende Gewalt gegen die rebellischen indigenen Gemeinden im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Die Aggressionen, die sich besonders gegen die zivil agierende Bewegung der Zapatistas richten, haben in den letzen Monaten deutlich zugenommen. Die Methoden der Angreifer gleichen sich dabei immer wieder: Morde, willkürliche Verhaftungen, Folter, schwere Verletzungen, Brandstiftung und Androhung von Vertreibung. Dabei arbeiten Militär- und Polizeikräfte so offen mit paramilitärischen Gruppen zusammen wie schon lange nicht mehr.
So ist das zapatistische Dorf Bolon Ajaw seit September 2007 immer wieder Ziel von Bedrohungen und Übergriffen durch die regierungsnahe paramilitärische Organisation OPDDIC. Der Hintergrund: Die Gemeinschaft lebt in unmittelbarer Nähe der Wasserfälle von Agua Azul. Das Land auf dem die ZapatistInnen wohnen soll für touristische Zwecke erschlossen werden, weshalb die indigenen BewohnerInnen vertrieben werden sollen.
In der Gemeinde Betel Yochip wurde am 29.12.2007 einem Zapatisten ins Bein geschossen. Die Täter gehören ebenfalls zur paramilitärischen Organisation OPDDIC. Aufgrund der Bedrohungssituation muss sich der Verwundete nun versteckt halten.
Zwei weitere Zapatisten wurden am 1.2.2008 angeschossen und von der Polizei in einem Wagen der OPDDIC verhaftet. Im Gefängnis von Palenque waren sie einer 8-stündigen Folter ausgesetzt und gezwungen, sich mit Waffe in der Hand fotografieren zu lassen.
Und diese Beispiele ließen sich fortsetzen.
Solidarische Aufmerksamkeit und internationaler Druck sind jetzt unverzichtbar.
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Ergänzungen
Soliaktion auch in Kiel!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Reaktion ?
Wir hat sich der Honorarkonsulat denn nun geäußert, also was hat er gesagt als er mit den Forderungen der Demonstranten konfrontiert wurde ?!?