Repression wegen Uranmüllprotesten

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen 14.02.2008 11:37 Themen: Atom Ökologie
Vier Wochen nach der spektakulären Abseilaktion am 16. Januar bei Burgsteinfurt im Münsterland, durch die ein Uranmülltransport von Gronau nach Russland für 7 Stunden gestoppt wurde, gibt es nun erste konkrete Repressionsversuche im Münsterland. Gegen einen Atomkraftgegner aus Altenberge wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil er angeblich gegen das Versammlungsrecht verstoßen hat. In Altenberge hatten rund 25 Leute gegen den Uranmülltransport am Bahnhof demonstriert. Schon an dem Abend hatte die Steinfurter Kreispolizei Jugendliche aus Telgte bis an die Kreisgrenze verfolgt und kontrolliert.
Weil die Polizei gegen die Aktion der französischen Aktivistin Cécile Lecomte machtlos war, versucht sie nun offensichtlich an anderer Stelle Druck auszuüben. Den Telgter Jugendlichen wurde mit dem Staatsschutz gedroht, nun soll auch der Protest in Altenberge (an der Bahnstrecke zwischen Gronau und Münster) kriminalisiert werden. Am selben Abend hatten auch in Burgsteinfurt, Münster, Greven, Hengelo und Almelo Proteste stattgefunden.

Cécile selbst wurde ein Verfahren wegen Schweren Eingriffs in den Bahnverkehr und Nötigung angedroht sowie heftige Schadensersatzforderungen. U. a. musste ein Kletterteam aus St. Augustin bei Bonn anrücken, um Cécile vom Seil runterzuholen (Fotos von der Aktion auf www.anti-atom-aktuell.de).

Repression geht nicht nur die direkt Betroffenen an, sondern uns alle. Eine Möglichkeit Solidarität zu zeigen, bietet sich am kommenden Sonntag in Ahaus: Nach dem traditionellen Sonntagsspaziergang und dem Film über die Clownsarmy wird Cécile über aktuelle Atomprojekte in Frankreich und die deutsch-französischen Atombeziehungen erzählen (www.bi-ahaus.de, www.sofa-ms.de).

Gib Repression keine Chance!!

Und übrigens: Der nächste Uranmülltransport lässt nicht mehr lange auf sich warten!!
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Ergänzungen

GSG9

Klettereinheit BP 14.02.2008 - 15:57
Übrigens... die Klettereinheit der Bundespolizei, das war die GSG9...

Anscheinend haben die nix anderes zu tun als 'ne Aktivistin vom Baum herunter zu holen. Damit die Urenco ihre heisse Fracht quer duch Europa transportieren kann....

Die DB-Netz AG hat gerade der Kletter-Aktivistin eine Schadenanzeige verschickt. Darin steht sie solle für den Einsatz von Fahrdienstleiter (Überstunden), Feuerwehr, THW, GSG9 (!), ... bezahlen. Die Anzeige war aber -noch- ohne Betrag...
Ob das als rechtsmässig sein kann... Da gibt's große Zweifel!!!
Angst werden sie uns damit nicht machen! Lächerlich ist eher, wie viele Kräfte die Polizei wegen der Aktion einer einzigen Person da einsetzen musste... Die Interessen der Atomwirtschaft sind sooo wichtig!

Bilder und 1 Artikel zu der Aktion sind in der Zeitschrift Anti-Atom-Aktuell, Ausgabe Februar 2008 zu finden. Und online unter  http://www.anti-atom-aktuell.de/fotos/2008-01-16_uranzugstop/index.html

Ein weiterer Artikel dazu erscheint in die GWR, Ausgabe März 2008.

Veranstaltung

Eichhoernchen 14.02.2008 - 15:59
Das Programm von Sonntag...

17. Februar 2008 Sonntag
Ahaus, 14 Uhr in der Innenstadt am Rathaus
159. Ahauser Sonntagsspaziergang
Im Anschluss zeigt die BI Ahaus etwa ab 15:30 Uhr im Schloßhotel den Film über die "Clownsarmy im Wendland".

Danach berichtet eine französische Aktivistin über Globalisierte Atomgeschäfte und Widerstand:
Exeption Française - Französische Ausnahme- ? Jaein!
Frankreich bezieht 80% Atomstrom. Die französische Firma AREVA ist Weltführer in Sachen schmutzige Atomgeschäfte. Neue Atomreaktoren werden gebaut. Cécile Lecomte, eine engagierte französische Anti-Atom-Aktivistin, wird über die Atompolitik ihres Landes und den Widerstand dagegen berichten. Schwerpunkt ihres Vortrags sind die globaliserten Atomgeschäfte (Beziehung Urenco-Areva, Atomtransporte, Neubaupolitik) und der notwendige internationale Widerstand dagegen, am Beispiel der deutsch-französischen Beziehungen.
Infos unter: www.bi-ahaus.de

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