Anquatschversuch des VS in Berlin

Alerta 14.02.2008 01:00 Themen: Repression
Am Freitag den 1. Februar 2008 kam es in Berlin zu einem Anquatschversuch durch einen Beamten des Verfassungsschutzes. Der folgende Bericht dokumentiert das Geschehen.
Am Freitag den 1. Februar 2008 kam es in Berlin zu einem Anquatschversuch durch einen Beamten des Verfassungsschutzes. Die betroffene Person kam mehrere Stunden früher als sonst von der Schule nach Hause und wurde in der Nähe des Wohnhauses von einem Beamten des Verfassungsschutzes angesprochen. Hier eine ungefähre Wiedergabe des Gesprächsverlaufs:

VS: "Tschuldigung, ich suche Person XY"

"Worum geht es denn ?"

VS: "Also sie sind Person XY. Ich komme vom Bundesamt für Verfassungsschutz und arbeite in einer Projektgruppe Rechtsextremismus mit,
und würde gerne Ihre Ansichten über das Thema hören."

Die angequatschte Person verstand zuerst nur "Projektgruppe Rechtsextremismus".

"Woher kennen Sie meinen Namen ?"

VS: "Glauben Sie mir, dass ist für uns nicht so schwierig herauszufinden, wir wissen auch dass Sie beim G8 waren."

"Woher kommen Sie nochmal ?"

VS: "Bundesamt für Verfassungsschutz"

"Achso, nee, ich glaub, dann hat sich das jetzt erledigt."

VS: "Wieso denn ? Wir könnten uns doch einfach in ein Cafe setzen, ich lade Sie ein. Wenn Sie wollen können wir uns heute Abend oder auch Morgen treffen."

"Nee, ist nicht."

Dabei wendet sich die Person ab und will die Tür aufschließen.

VS: "Wissen Sie vielleicht noch jemand anderen, an den ich mich wenden kann ?"

"Nein, ganz sicherlich nicht."

VS: "Schade, aber ich versteh immer noch nicht, warum Sie nicht mit mir reden wollen."

"Ich glaube, Sie wissen ganz genau, warum ich nicht mit ihnen reden werde."

VS: "Nein, aber Sie können sich ja später bei mir melden."

"Das werde ich sicherlich nicht tun."

Die betroffene Person will jetzt endgültig reingehen, wendet sich aber nochmal kurz um.

"Aber Sie könnten mir Ihren Namen sagen."

VS: "Wir können über alles reden, Sie können mir tausend Fragen stellen."

Daraufhin ging die angequatschte Person endgültig ins Haus.


Beschreibung des Beamten: kurze Haare, kurzer Bart, beides hell-rötlich, blaue Augen, schwarze Kleidung, schwarze Mütze

Anquatschversuche, wie dieser, sind bei Weitem keine Seltenheit. In der Vergangenheit gab es in Berlin mehrere solcher Vorfälle, insbesondere waren jüngere Personen davon betroffen. Doch davon lassen wir uns nicht einschüchtern, für uns kommt eine Zusammenarbeit mit staatlichen Repressionsorganen nicht in Frage.
Lasst auch ihr euch nicht anquatschen und weist eventuelle Versuche entschlossen zurück. Außerdem ist es ratsam, Versuche schnellstmöglich zu veröffentlichen. Denn betroffen sind Wenige, gemeint sind wir alle !
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Ergänzungen

bei VS-Anquatschversuchen

RHelfer 14.02.2008 - 08:43
wendet euch bitte an eure Rote Hilfe Ortsgruppe! Toll, dass ihr den Vorfall dokumentiert habt, wär cool, wenn ihr das jetzt auch der RH zu Verfügung stellt, die dies veröffentlichen kann.

Selber Typ?

... 14.02.2008 - 09:42
der beschriebene Typ vom VS Berlin scheint immer der Selbe zu sein.
in mehreren Berichten wird er ähnlich beschrieben.
vergleiche auch:
 http://de.indymedia.org/2007/10/197808.shtml
 http://de.indymedia.org/2007/04/172532.shtml

Rote Hilfe

Solidarität 14.02.2008 - 11:47
Warum ist der einzig richtige Beitrag in diesem ganzen thread als "nicht inhaltliche Ergänzung" moderiert? Natürlich ist es richtig, sich an die Ortsgruppw der Roten Hilfe zu wenden. Dort laufen solche Erkenntnisse zusammen (zeitgleich gab es einen Anwerbeversuch im Nürnberger Raum - Bericht folgt) und Solidarität kann organisiert werden. Soviel erst mal mit solidarischen Grüßen von der Nürnberger Ortsgruppe der Roten Hilfe

immer das gleiche

Igel 14.02.2008 - 11:49
Es ist das immer gleiche Lockmittel: "Wenn sie mit uns zusammenarbeiten können sie dem politischen Gegner schaden". Genau das selbe erzählen sie aber auch bei Anwerbeversuchen unter Nazis. Mit staatlichen Organen gibt es keine Zusammenarbeit. Als Verräter wird man gebraucht aber nicht gemocht. Wird man innerhalb des Dienstes verbrand wird man ganz schnell fallen gelassen. Dazu kommt die Unsicherheit zwischen die Räder konkurrierender Dienste zu geraten. Bei einigen vor Jahren aufgeflogenen VS-Spitzeln in Berlin und Brandenburg kann man davon ausgehen, dass sie in Folge von Machtkämpfen vom Berliner Staatsschutz verraten wurden um den VS unter anderem für die Nichtweitergabe von Informationen abzustrafen. Seitdem bastelt der Staatsschutz, PMS oder wie auch immer genannt an einem eigenen Informantennetz.

Die Idee mit dem aufmischen des Agenten ist eine Idee der man mal nachgehen könnte. Zwei Probleme sehe ich da:
a) Bei mir waren es zwei VS´ler plus einem mehrere Personen starken Sicherungstrupp in Zivil(vermutlich von der Polizei ausgeliehen), u.a. als Paar mit leerem Kinderwagen getarnt.
b) Wenn sie mit Angriffen rechnen können und werden sie das ausnutzen um, sich selbst ausreichend abgesichert, Personen zu Körperverletzungen zu provozieren damit diese dann strafrechtlich verfolgt werden können.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Erklärung? — Demokrat

muss ausgefüllt werden — muss ausgefüllt werden

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polizei? — checker

Notwehr — @checker