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Nazi-Aufmarsch vor Dresdner Synagoge

AntiFa 13.02.2008 16:24
Am kommenden Samstag wollen wieder alte und neue Nazis der "Zerstörung Dresdens" 1945 "gedenken" und dabei an der Neuen Synagoge vorbeimarschieren - diese Provokation gilt es zu unterbinden.
Wie jedes Jahr, so wollen auch dieses Jahr alte und neue Nazis anlässlich des Jahrestages des alliierten Bombenangriffs auf Dresden 1956 in der sächsischen Metropole aufmarschieren.

Die Route ihres Aufmarsches wird auch dieses Jahr wieder an der Neuen Synagoge und dem Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde zu Dresden vorbei führen. 70 Jashre nach der Reichspogromnacht, in der auch die Synagoge in Dresden von den Nationalsozialisten zerstört wurde, wollen die Nazis an der Synagoge vorbeiziehen, provozieren und ihre menschenverachtende, antisemitische Hetze artikulieren.

Die Jüdische Gemeinde protestiert dagegen und möchte an diesem Tag, der zugleich auch der Schabbat ist, einen besonderen öffentlichen Schabbat-Gottesdienst in der Synagoge und im Innenhof des Gemeindezentrums abhalten. Daneben soll es auf dem Rathausvorplatz ein besonderes Schabbat-Fest geben, bei dem man mit Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde und dem Gemeinderabbiner in´s Gespräch kommen kann.

Besonders an diesem Tag, wenn Nazis von der Polizei eskotiert an der Synagoge versuchen vorbeizumarschieren, ist es nocheinmal besonders wichtig für alle Antifaschisten und Demokraten öffentlich zu zeigen: Die Jüdische Gemeinschaft steht nicht alleine. Nicht nocheinmal wird die nichtjüdische Bevölkerung die Augen verschließen, wenn sich Nazis einer Synagoge nähern.

Der Aufruf der Jüdischen Gemeinde zu Dresden mit weiteren Informationen zum öffentlichen Schabbat-Gottesdienst und dem Schabbat-Fest auf dem Rathausvorplatz:
 http://www.fischer24.eu/index.php?site=artikel1&id1=1356
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Ergänzungen

Synagoge

. 13.02.2008 - 16:55
Also ich bin stark dafür, dass da wirklich viele (junge) Menschen hinkommen. Vor einigen Jahren wurde von Nazi-Seite auch schon mal versucht, die Synagoge anzugreifen. Nicht, dass das diesmal wieder so ist und die Bullen dann aus welchem Grund auch immer zufällig nicht da sind. Ich will jetzt keinen Müll von "Synagoge veteidigen!" schreiben, aber die Anwesenheit von autonomen Menschen ist für alle Beteiligten (außer Bullen und Nazis) sicher angenehm.

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