Dresden: Mehr als 100 protestieren gegen Heidefriedhof

ra0105 13.02.2008 13:49 Themen: Antifa
Mehr als 100 Antifaschisten protestierten heute vormittag gegen das offizielle Gedenken anlässlich des Jahrestages der Bombardierung Dresden. In Redebeiträgen kritisierten sie die Haltung der Stadt, die weiter dem Opfermythos Dresdens mit dieser Inszenierung Vorschub leistet.
Nach vorläufigen Angaben nahmen etwa 200 Menschen, darunter auch 50 Neonazis, an der Kranzniederlage teil.
Wie bereits im letzten Jahr demonstrierten auch heute Antifaschisten gegen das offizielle Gedenken der Stadt. Gegen 10:00 Uhr hatten sich die Demonstranten versammelt. Mit ihnen in Schlepptau auch eine Einheit der Berliner PMS (Politische Polizei). Die Polizei verhielt sich jedoch zurückhaltend, nur vereinzelt kam es zu Rangeleien.
Während die Antifaschisten durch Sprechchöre versuchten ein ruhiges Gedenken unmöglich zu machen, trugen Nazis ihren Teil dazu bei das dies auch gelang. Einige Neonazis im 'BlackBlock' - Style wollten sich eine Schlägerei mit Antifas liefern und provozierten. Noch bevor Antifaschisten gegen diese unfreiwille Störung gegen das 'würdige und andächtige Gedenken' vorgehen mussten, hatte die Polizei schnell die Lage zu Ungunsten der Störer geklärt.
Die Demonstranten beschäftigten sich derweil mit dem Bau von Miniaturbombern und simulierten Bombenangriffe auf den Heidefriedhof.

Heute abend werden mehrere Hundert Nazis zu ihrer Demonstration erwartet, dagegen wird auf einer Kundgebung in der Nähe der Synagoge protestiert werden.
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Ergänzungen

PMS-Einheit

ergänzerin 13.02.2008 - 15:28
PMS steht für "Politisch motivierte Straßengewalt".
Die gibt es imo nur so in Berlin und beschäftigt sich damit Leute einzuschüchtern und einen überblick über die Szene zu behalten.
achja, die bullen haben teilweise auch brötchen und äpfel eingesammelt. wer weiß, wann die das letzte mal was zwischen die zähne bekommen haben :D

so wirkt es und wird verkauft/genutzt!!!

bewusst zuhausbleiber 13.02.2008 - 15:38

 http://cdu-politik.de/2008/02/13/selber-schuld/

prinzipiell finde ich es richtig und auch notwendig den so genannten "opfermythos" und das (teilweise) gemeinsame gedenken von neonazis und bürgern zu kritisieren. dennoch kann man sich nicht beschweren, wenn man sich die verhöhnung der opfer vorwerfen lassen muss.
Genau so unrealistisch wie die völlig unschuld dresdens und seiner bevölkerung ist umgedreht die völlige schuld aller! die bombadierung ziviler ziele kann und sollte niemals als wünschenswert angesehen werden. weder guernica, noch london, coventry, hiroshima oder auch dresden. wer in kauf nimmt unschuldige menschen zu töten sollte dafür geächtet und nicht bejubelt werden ("bomber harris do it again"). So wird man wie im 2. Beitrag angesprochen nie ein umdenken bewirken. beispielsweise bei der untragbaren nennung dresdens in einem atemzug mit auschwitz (siehe denkmal bzw. "bombenholocaust")
ich verstehe und teile auch vermeintl antid argumentation (bsp.:  http://projekte.free.de/a2k2/mainpage.php?cat=news&id=800), aber wenn man effektiv gegen eine inzwischen leider europaweit bedeutenden naziaufmarsch demonstrieren und vor allem mobilisieren will sollten motto und verhalten (bomber basteln) zwar deutlich gegen nazis und gesellschaftliche fehlentwicklungen gerichtet sein, aber dennoch einigermaßen real/human.
dann beteiligen sich im nächsten jahr auch die antifaschisten/bürger, welche solche mottos nicht tragen wollen, sondern mal wieder auf den punkt kommen.

Blogbericht von der Kundgebung (mit Bild)

Kuno 13.02.2008 - 15:50
Der morgendliche Auftakt zu den (im Vorfeld wegen angeblich unhaltbarer bzw. kontraproduktiver Positionierung kritisierten) Gegenaktivitäten zur Opferwoche der Dresdendeutschen fiel wieder stimmungsvoll aus, obwohl die Polizei sich alle Mühe gab, den antideutschen Stimmungsverderbern die Stimmung zu verderben.

Jede einzelne Kundgebungsteilnehmerin wurde mehrere Minuten lang mit deutscher Massage sexuell belästigt, Zöpfe wurden befingert, in Hosen wurde gefaßt, viele mußten gar ihre Schuhe ausziehen - herrschte Terrorgefahr? Irgendwie schien das alles den Beamten aber auch keinen richtigen Spaß zu machen; die insgesamt mehr als eine Stunde dauernde Fummelei wurde gegen Ende mit immer mehr und immer längeren Belehrungen in labyrinthischem Beamtendeutsch ergänzt. Als einer der Protestierenden einen Beamten wegen Beleidigung anzuzeigen versuchte, verstieg sich ein ranghörerer Kollege zu Formulierungen wie: “Der nachfolgende Werdegang ist der Versammlungsleiterin soeben entsprechend bekannt gemacht worden”.

Mit zusammengebissenen Zähnen und unter sichtbarer Niederkämpfung aggressiver Reflexe mußte die Rennleitung dann doch die üblen Parolen und die “Bombenstimmung” aus nächster Nähe mitverfolgen. Wie im Vorjahr dürften etwa 100 Antifas vor Ort gewesen sein. Ob die Nazis und die anderen Teilnehmenden des Friedhofrituals allerdings mehr als nur ihre Begrüßung und Verabschiedung von unserer Veranstaltung mitbekamen, ist schwer zu sagen. Es gab Musik in annehmbarer Lautstärke und vor allem einen Weitwurfwettbewerb mit verschiedenfarbigen Bombern zum Selberfalten. (Auf dem Foto sind leider nur sehr wenige zu sehen.)

Was jedoch jemanden mit einer Jacke, auf deren Rücken groß der Spruch stand, Töten für den Frieden sei wie Ficken für die Keuschheit, auf die Kundgebung bewegt haben mag, kann ich wirklich nicht nachvollziehen.
Bomber Contest

Der weitere Verlauf des Tages ist noch recht unklar, vor allem wie stark die Mobilisierung auf beiden Seiten heute schon greift.

In der Sächsischen Zeitung war heute zu lesen, daß Sachsen in den kommenden Jahren Nazidemos “an sensiblen Orten und Gedenktagen” verbieten will. Im Falle Dresdens und des 13. Februar soll der Bannkreis allerdings um die Frauenkirche gezogen werden, während der Skandal dieses Jahr ja vor allem darin besteht, daß die Nazis an zwei Tagen direkt an der Synagoge vorbeilaufen. Mal sehen, wie groß das “weiträumige Gebiet” dann definiert wird.


aus dem classless Blog:
 http://www.classless.org/2008/02/13/dresden-selber-schuld-teil-1-kundgebung-am-heidefriedhof/

Re: so wirkt es und wird verkauft/genutzt!!!

is doch egal 13.02.2008 - 16:32
natürlich ist das sterben von menschen nicht lustig, trotzdem ist die betrauerung dreist, da die kollektive betrauerung und damit die einnahme einer kollektiven opferrolle von menschen praktiziert wird, die die existenz einer kollektivschuld abstreiten, wie funktioniert das?

Auschwitz-Stele bombardiert??

Antifa mit Hirn 13.02.2008 - 16:49
"Die Demonstranten beschäftigten sich derweil mit dem Bau von Miniaturbombern und simulierten Bombenangriffe auf den Heidefriedhof."

Äh, sonst gehts euch aber noch gut? Auf dem Friedhof steht nicht nur die Dresden-Stele sondern auch Stelen im Gedenken z.B. an Guernica, Coventry und eben auch Auschwitz, und das wolltet ihr bombardieren?!

@kulla/classless

Fergi 13.02.2008 - 17:04
Die Synagoge gehört zu den sensiblen Orten, um die es bei der Verschärfung des Versammlungsrechts geht.

"Außerdem sollen sogenannte Erinnerungsorte besonders geschützt werden. Darunter sind die Synagogen Dresden und Görlitz, die Gelände ehemaliger Konzentrationslager in Sachsen, das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und die Dresdner Frauenkirche."
Quelle:  http://www.mdr.de/sachsen/5253148.html

Was sich die Leute beim simulierten Bombardieren unter anderem der Auschwittz-Stele gedacht haben, erschließt sich mir auch ganz und garnicht.

noch mal

Alt Antifa 13.02.2008 - 19:23
Von bei Indymedia rumheulen und alles ist ja so menschenverachtend wird leider kein unrecht beendet.
Aber das im Krieg menschen sterben wird euer kleinhirn schon verstanden haben und um diesen zu beenden
gibt es halt auch Opfer. Ihr könnt ja in zukunft mit Wattebällchen werfen ich bin der Überzeugung das es nichts bringen wird.
Das es natütlich bei mir um den Deutschensonderweg geht stell ich noch mal klar.
Und deshalb trauer ich keinem deutsch Opfer nach der durch die Bomben der Allierten gestorben ist. Ich weiss jetzt kommt bestimmt glecih wieder was war mit den linken und Juden die dadurch starben? Da sag ich nur die starben in deuschen KZs.

Dresden erinnert an Zerstörung

http://www.pr-inside.com/ 13.02.2008 - 19:44
Dresden erinnert an Zerstörung am 13. Februar 1945

Mit Kranzniederlegungen auf dem Heidefriedhof ist in Dresden der Zerstörung der Stadt am 13. Februar 1945 gedacht worden. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU), Dresdens amtierender Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos), Landtagsvizepräsidentin Regina Schulz (Die Linke) und US-Generalkonsul Mark Sheland nahmen am Mittwochvormittag an der stillen Gedenkzeremonie teil. Auch die im sächsischen Landtag vertretenen Parteien hatten Vertreter entsandt. Am Rande der Veranstaltung gab es Proteste gegen die Beteiligung von Mitgliedern der NPD-Landtagsfraktion.

Im Lauf des Tages sollte bei zahlreichen weiteren Veranstaltungen der Ereignisse von vor 63 Jahren gedacht werden. In Vorträgen, bei Konzerten und Gedenkgottesdiensten sollte an die mindestens 25.000 Opfer erinnert werden, die die verheerenden Luftangriffe alliierter Bomber am 13. Februar 1945 gefordert hatten. Für den Abend haben Vogel, der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Jochen Bohl und der Bischof des katholischen Bistums Dresden-Meissen, Joachim Reinelt, zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung auf den Dresdner Neumarkt eingeladen.

Ab 20.30 Uhr wird in Frauenkirche ein ökumenischer Gottesdienst anlässlich der Zerstörung begangenen, zu dem unter anderen die Bundestagsabgeordnete Kathrin Göring-Eckhardt erwartet wurde. Von 21.45 Uhr bis 22.00 Uhr sollen die Glocken aller Dresdner Kirchen läuten, um an den Zeitpunkt der Bombardierung zu erinnern. Ab 22.00 Uhr soll sich die sogenannte «Nacht der Stille» in der Frauenkirche anschließen.

Unglaublich...

muss ausgefüllt werden 13.02.2008 - 22:29
...hier ständig von deutschen Opfern zu lesen.

Spätestens mit dem Spruch, der Krieg war längst zu Ende gewesen, zeigt wie sehr ihr Euch dem Dresden-Tränenkollektiv angenähert habt.

Wenn also der Krieg zu Ende war, warum hatten dann eben die letzten Juden ihre Gestellungsbefehle bekommen, um Mitte Februar in die Vernichtung gebracht zu werden?

"Lieber eine Bombe auf den Kopf, als nach Auschwitz", so beschrieb eine Dresdner Jüdin, die mit einem der letzten Transporte in die Vernichtung gebracht werden sollte, ihre Situation Anfang 1945. Was ihren Peinigern und deren aktiven und passiven Unterstützern der Untergang war, war den wenigen Überlebenden, die von den Deutschen zu "Rasse-Juden" gemacht worden waren, Rettung. Der Bombenangriff vom 13. Februar 1945 auf Dresden rettete rund 200 Juden im Großraum Dresden das Leben, deren Abtransport für die nächsten Tage vorgesehen war.

Die letzten arbeitsfähigen Dresdner Juden sollten zwischen 14. und 16. Februar 1945 zur Kriegsproduktion zu Zeiss-Ikon gebracht werden. Es sollte ihre Vernichtung sein.
Dass die, die Opfer sein sollten, durch die Bombardierung gerettet, ist eine selten zur Kenntnis genommene Tatsache. Aber es hat auch unschuldige Opfer gegeben. Doch galten die "Trauerfeierlichkeiten" nicht ihnen, sondern einem kollektiven Opfer, in dem jeder Unterschied zwischen Tätern und Opfern eingeebnet wird.

in: "konkret", Nr. 3, 1965

Ulrike M. Meinhof 15.02.2008 - 15:31
Dresden
Von Ulrike M. Meinhof

Vor zwanzig Jahren, am 13. und 14. Februar 1945, in der Nacht von Fastnachtdienstag auf Aschermittwoch, ist der größte Luftangriff der alliierten Bomberkommandos im Zweiten Weltkrieg auf eine deutsche Stadt geflogen worden: Der Angriff auf Dresden.

Dreimal innerhalb von 14 Stunden wurde die Stadt bombardiert. Von 22 Uhr 13 bis 22 Uhr 21 dauerte der erste Schlag. Als die englischen Bomber abflogen, hinterließen sie ein Flammenmeer, das über 80 Kilometer weit den Himmel glühend machte. Der zweite Schlag erfolgte von 1 Uhr 30 bis 1 Uhr 50. Die abfliegenden Bomber haben die Feuer von Dresden über 300 Kilometer weit beobachten können. Den dritten Angriff flog ein amerikanisches Bombengeschwader am nächsten Vormittag zwischen 12 Uhr 12 und 12 Uhr 23.

Über 200 000 Menschen sind in den Flammen von Dresden umgekommen.

Der Engländer David Irving schreibt in seinem Buch “Der Untergang Dresdens”:
“Zum ersten Mal in der Geschichte des Krieges hatte ein Luftangriff ein Ziel so verheerend zerstört, daß es nicht genügen unverletzte Überlebende gab, um die Toten zu begraben.”

Dresden hatte 630 000 ständige Einwohner. Als es zerstört wurde, hielten sich über eine Million Menschen in dieser Stadt auf. Man schätzt 1,2 bis 1,4 Millionen. Flüchtlinge aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen, Evakuierte aus Berlin und dem Rheinland, Kindertransporte, Kriegsgefangene und Fremdarbeiter. Dresden war eine Sammelstelle für genesende und verwundete Soldaten. Dresden hatte keine Rüstungsindustrie. Dresden war eine unverteidigte Stadt ohne Luftabwehr.

Dresden galt in ganz Deutschland als eine Stadt, die nicht bombardiert werden würde. Es gab Gerüchte, wie: Die Engländer würden Dresden schonen, wenn Oxford nicht angegriffen würde - oder: Die Alliierten würden Dresden nach dem Krieg zur deutschen Hauptstadt machen und deshalb nicht zerstören. Es gab noch mehr Gerüchte, aber vor allem konnte sich kein Mensch vorstellen, daß eine Stadt, die täglich neue Krankenhäuser und Lazarette einrichtete, in die täglich Hunderttausende von Flüchtlingen, hauptsächlich Frauen und Kinder, einströmten, bombardiert werden würde.

Militärisch interessant an Dresden war höchstens ein größerer Güter- und Truppenumschlagsbahnhof. Aber in den drei Angriffen, als man zuerst Sprengbomben abwarf, um Fenster zum Platzen zu bringen und Dächer zum Einsturz, um Dachstühle und Wohnungen den folgenden Brandbomben um so schutzloser auszuliefern, als das alles planmäßig mit höchster Präzision ablief, da wurde dieser Bahnhof kaum getroffen.

Als Tage darauf Berge von Toten aufgeschichtet wurden, waren die Gleise schon wieder repariert. Dresden hat sieben Tage und acht Nächte lang gebrannt. Man hatte den englischen Soldaten, die die Angriffe geflogen haben, nicht die Wahrheit gesagt. Man hat gesagt: Ihre Flotte greift das Oberkommando des Heeres in Dresden an. Man hat gesagt, Dresden sei ein wichtiges Nachschubzentrum für die Ostfront. Man hat gesagt, das Angriffsziel sei ein Gestapo- Hauptquartier im Stadtzentrum, ein wichtiges Munitionswerk, ein großes Giftgaswerk.

Schon 1943 hatte es in der britischen Öffentlichkeit Proteste gegen die Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung gegeben. Der Bischof von Chichester, der Erzbischof von Canterbury, der Kirchenpräsident der Church of Scotland erhoben ihre Stimme.

Ihnen aber ebenso wie einem Labourabgeordneten im englischen Unterhaus wurde gesagt, das sei nicht wahr, dass ein Befehl ergangen wäre, Wohngebiete statt Rüstungszentren zu zerstören. Es ist der englischen Regierung unter ihrem Premierminister Sir Winston Churchill bis zum Ende des Krieges, bis März 45, gelungen, den tatsächlichen, absichtlichen, planmäßigen Charakter der britischen Bombenangriffe auf deutsche Städte geheimzuhalten.

Dresden war der Höhepunkt dieser Politik. Dresden ging in Schutt und Asche, zwei Jahre nachdem der Ausgang des Zweiten Weltkrieges in Stalingrad entschieden worden war. Als Dresden bombardiert wurde, standen die sowjetischen Truppen schon an der Oder und Neiße, lag die Westfront am Rhein. Der Oberbefehlshaber der Royal Air Force, Sir Arthur Harris, der den Einsatz gegen Dresden geleitet hatte, ging ein Jahr danach, am 13. Februar 1946, in Southhampton an Bord, um das Land zu verlassen, das nicht mehr bereit war, seine Verdienste zu würdigen. Als die deutsche Bevölkerung die Wahrheit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Bevölkerung die Wahrheit über Dresden.

Den Tätern wurde der Ruhm versagt, der ihnen von den Regierenden versprochen worden war. Hier und dort. In Dresden ist der Anti-Hitler- Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt.

Wenn es eines Beweises bedürfte, daß es den gerechten Krieg nicht gibt - Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß der Verteidigungsfall zwangsläufig zu Aggression entartet - Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß die Völker von den kriegsführenden Regierungen selbst mißbraucht werden - Dresden wäre der Beweis.

Daß an der Bahre Sir Winston Churchills das Stichwort Dresden nicht gefallen ist, legt den Verdacht nahe, Dresden sollte immer noch dem Volk angelastet werden, das doch selbst betrogen worden ist. Es ist der gleiche Takt, den die Bundesregierung praktiziert, wenn sie die Verjährungsfrist für in der NS-Zeit begangenen Mord nicht aufhebt. Wer die Täter nicht denunziert, denunziert aber die Völker.

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16.02. — actionday

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Innenminister lässt Polizisten bespitzeln — http://www.sueddeutsche.de

glück gehabt — lala

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