Keine Narrenfreiheit am Faschingsdienstag

HANS W. 07.02.2008 19:14 Themen: Repression SiKo München
Keine Narrenfreiheit am Faschingsdienstag in München!
20.000 Narren ausgesperrt!
Übung der Polizei für die Sicherheitskonferenz und Gewöhnung der Münchner an stärkere
Reglementierungen?
Am Faschingsdienstag, dem traditionellen Faschingsfeiertag in München, griff die Polizei massiv in die Bewegungsfreiheit der Münchner Faschingsnarren ein.
Weiträumige Absperrungen, mit Gittern und Polizeikordons um den Viktualienmarkt, verhinderten ab mittags den freien Zugang auf das traditionell größte Faschingsfest Münchens.
Unzählige Polizeifahrzeuge, Polizisten und Hubschrauber waren im Einsatz. Faschingsnarren
vor den Absperrgittern wurden zur Gefahrenabwehr vorsorglich von Polizeikamerateams
vor der Schrannenhalle abgefilmt.
Polizei und private Sicherheitsfirma (PSD) verhinderten hinter den Absperrgittern das einsickern von Faschingsteilnehmern. Menschen mussten sehr oft vor den Absperrungen
einen halben Meter Abstand halten und durften nicht auf Tuchfühlung mit Freunden sprechen.
Viele Faschingsnarren waren verärgert und enttäuscht, die Faschingsstimmung war dahin.
Rufe, wie: Spaßbremser und Polizeistaat gingen mancherorts Richtung Polizei.
Daraufhin suchte Frau und Mann andere Wege um auf den Viktualienmarkt zu kommen
und fand diese auch. Es wurden Hinterhöfe gestürmt, und mit Hilfe von Mülltonen und Leitern, Zäune und Mauern überwunden um so durch Toreinfahrten und Hauseingängen auf den Viktualienmarkt zu gelangen.
Tatsache ist auch, dass viele abgesperrte Strassen und Teile des Viktualienmarkts fasst
Menschenleer waren und kleine Händler und Kneippen große Einnahmeverluste hinnehmen mussten.
Die offizielle Version der Polizei zu den Absperrungen lautete: Überfüllung verhindern und
Durchfahrten für Rettungskräfte ermöglichen. Doch wie das? Da doch die letzten Jahrzehnte, bei der selben Menschenmenge, es auch ohne diese Polizeieinsätze und Reglementierungen ging. Außerdem ist zu bezweifeln das die Rettungskräfte durch die vor den Absperrungen wartenden Menschenmengen schneller durch kämen.
Es ist stark zu vermuten, dass es den herrschenden Kreisen und der Polizeiführung in München darauf ankam, die Bürger an stärkere staatliche und polizeiliche Reglementierungen und Einschränkungen zu gewöhnen sowie ihre Einsatzkräfte –es waren viele junge PolizistInnen- für die Sicherheitskonferenz fit zu machen.
Dies sind weitere öffentliche Schritte letzte Grundrechte einzuschränken und die Bürger daran zu gewöhnen.

Die Forderung, Narren- und Bewegungsfreiheit für Narren und Nichtnarren, muss deswegen
dieser Amts- und Polizeiwillkür entgegengehalten werden.

Nehmen wir so was ohne größeren Widerstand und Aktionen nicht mehr hin, weder zur Sicherheitskonferenz noch im nächsten Fasching!

Hans W. aus München
07.02.08 / 19 h
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interessanter — berichterstatter

sind doch alle selber narren — alerta antifascista