Kunstblut-Aktion gegen BiBA in Hamburg

animal liberation 04.02.2008 05:36 Themen: Biopolitik Weltweit Ökologie
Demonstration im Rahmen des globalen Aktionswochenendes gegen den Pelzverkauf der ESCADA AG in Hamburg.

Samstag Nachmittag, 02.02.08: In der Mönckebergstraße wurden zwei Tierbefreiungs-AktivistInnen auf dem Boden liegend und Pelzjacken tragend mit Kunstblut übergossen, um symbolisch die mit der „Produktion“ von Pelz einhergehende Ermordung tierlicher Individuen darzustellen.
30 weitere AktivistInnen hielten Transparente und skandierten fast pausenlos Slogans wie „Für BiBA's Profit umgebracht – Ein fühlendes Wesen zu Pelz gemacht“ und „Sie haben gelebt, geatmet so wie wir – Pelz (... Leder, Fleisch) ist ein Stück ermordetes Tier“.

Demoteilnehmerin Melanie H.: „Ziel der Aktion ist es, den direkten Zusammenhang von pelzverkaufenden Modeunternehmen wie der ESCADA AG und der z.B. auf sog. „Pelzfarmen“ erzeugten Gewalt gegen Tiere sichtbar zu machen.“

Seit dem 13. Oktober 2007 läuft eine globale Kampagne gegen den Pelzverkauf der ESCADA AG. Tierbefreiungs- und Tierrechtsgruppen aus der ganzen Welt organisieren seither Demonstrationen und andere Proteste, wie Aktionen zivilen Ungehorsams oder spektakuläre Kunstaktionen. Das Aktionswochenende fand insbesondere gegen das Unternehmen BiBA statt, welches in den letzten Jahren immer wieder durch den Verkauf von Kleidung mit Pelzbesätzen auffiel. Ziel der Kampagne ist es, das Unternehmen ESCADA dazu zu bewegen, vollumfänglich und unbefristet aus dem Handel mit Echthaarfellen auszusteigen. Dies bezieht sich ebenfalls auf die Tochterfirmen apriori, BiBA, cavita und Laurèl. Melanie H. hierzu: „Da diese Unternehmen nicht an Transparenz und Aufklärung über die Herkunft ihrer Waren interessiert sind, wollen wir diese notwendige Arbeit übernehmen. Pelz ist untrennbar mit der Ausbeutung und Tötung von Tieren verbunden. Wer Pelz kauft oder verkauft, gibt diese Gewalt, der weltweit jährlich über 50 Millionen Tiere zum Opfer fallen, in Auftrag. Wer vom Handel mit Produkten, für die Tiere ausgebeutet und ermordet werden, profitiert, muss mit Protesten rechnen.“ Diese einfache Botschaft sollte den PassantInnen in der Hamburger Innenstadt vermittelt werden.

Gleichzeitig fanden Aktionen in Berlin, Dortmund, Bielefeld, Warschau (Polen), Minneapolis (USA), Luzern (Schweiz) und vielen anderen Städten statt.

Weitere Informationen zur Kampagne und Aktionsberichte aus anderen Städten weltweit sind auf der Webseite www.escada-campaign.org zu finden
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Ergänzungen

Ausserdem

fghtr 04.02.2008 - 12:44
Ausserdem hab es laut www.escada-campaign.org noch zwei weitere Aktionen in Hamburg an dem Tag:

"7 Banners were hung up on several places in Hamburg which are visible very well (like bridges or balustrades). The banners had messages against the furtrade at BiBA and ESCADA and urged the by-passers to boykott these stores. One banner was put within spitting distance to the ESCADA store in Hamburg. At least two (but most likely more) of them were still hanging over streets with heavy traffic in the rush hour on saturday late afternoon."

"2000 mini-leaflets have been thrown from the highest floor of the shopping center "Europa-Passage" in Hamburg. The flyers were spreading quickly all over the centre so every shopper could read messages about the furtrade at BiBA!"

@weitere Aktionen

xxx 04.02.2008 - 13:26
Ich bin zufällig an diesen zwei Transparenten in der Hamburger Innenstadt vorbei gekommen.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 25. – 30. JÄNNER

http://austria.indymedia.org 04.02.2008 - 22:09

Pelz

Antonietta 28.02.2008 - 08:16
Schätzungsweise werden weltweit etwa 90 Mio. Tiere jedes Jahr für den Handel mit Pelzen getötet. Die sogenannten Pelztiere sterben qualvoll in Fallen oder werden - bis sie getötet werden - unter grausamen Bedingungen in Farmen gehalten, um ihre Felle zu Mänteln, Jacken oder Mützen zu verarbeiten. Für einen Pelzmantel sterben 40 - 60 Nerze, 10 - 20 Füchse oder Biber, 30 - 50 Waschbären, 6 - 10 Robben, 110 Eichhörnchen oder 130 - 200 Chinchillas oder...

Millionen Pelztiere - Waschbären, Füchse , Marder und viele andere Tierarten - geraten alljährlich in Fangeisen oder Schlingen von Fallenstellern. Dabei werden die Tiere keineswegs immer sofort getötet.

Das Fangeisen ist vielleicht die grausamste, jedoch nicht die einzige Fangmethode für Pelztiere. Für Tiere, die teilweise in Gewässern leben, werden auch die als human gepriesenen Unterwasser-Fallen eingesetzt, die nichts anderes aind als Erstickungsboxen. Die Tiere kämpfen bis zu 20 qualvolle Minuten um ihr Leben, bis sie verenden.

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