Sozialforum in Marokko: Proteste gegen Razzien
Bericht vom maghrebinischen Sozialforum vom 25.-27.1.08 in Bouznika/Marokko, u.a. zu Migration
Migration als Thema auf dem Maghrebinischen Sozialforum in Marokko
Auf dem Sozialforum vom 25.-27.1.08 in Bouznika/Marokko nahmen statt
der erwarteten 700 über 1400 Menschen teil, darunter sehr viele marokkanische
Jugendliche und über 100 AktivistInnen aus anderen Ländern. Es gab Proteste
gegen erneute Razzien gegen MigrantInnen, die am 25./26.1. (ausgerechnet am
vom Weltsozialforum beschlossenen Aktionstag, auf den sich das Forum bezog)
in Rabat stattfanden. Am Workshop zu Migration nahmen über 300 AktivistInnen
und Interessierte teil.
zu den aktuellen Razzien in Marokko und ihren Hintergründen siehe:
http://no-racism.net/article/2428
Ergebnis der Versammlung der MigrantInnen (französisch/deutsch):
COMMUNIQUE FINAL DE L’ASSEMBLEE DES MIGRANTS
Nous, Réfugiés, Demandeurs d’asile, migrants et les acteurs des organisations de soutient aux migrants venant de l’Europe, de l’Amérique et de l’Afrique ; avons tenu une Assemblée des migrants en marge du Forum social Marocain le 27 janvier 2008 à Bouzinika.
Après des échanges, des analyses et de partage d’expériences,
Nous participants de cette Assemblée ;
Considérant l’incrimination, les violations massives de droits et libertés fondamentaux et les atteintes à la dignité humaine, dont sont victimes les migrants, les réfugiés et les demandeurs d’asile, tant dans les pays d’accueil et dans les pays de transit,
Considérant les arrestations des migrants le 25 janvier 2008 à Rabat, alors que se déroule le Forum Social Marocain à Bouzinika ;
1. Dénonçons les pratiques d’arrestation, de rétention, d’enfermement, de refoulement et d’exploitation des migrants, réfugiés et demandeurs d’asile.
2. Rejetons les politiques et accords entre les pays du Nord et du Sud sur les migrations.
3. Exigeons :
- la liberté de circulation et d’établissement partout et pour tous.
- Le respect et l’application des conventions et traités internationaux et régionaux sur les migrations.
- La régularisation de tous les sans papiers.
4. Décidons :
- La mise en place d’une plate – forme internationale des migrants, des réfugiés et des demandeurs d’asile.
- L’appropriation par les migrants, les réfugiés et les demandeurs d’asile des journées internationales ; notamment le 08 Mars, le 20 juin, le 10 décembre et le 18 décembre pour les grandes mobilisations sur les questions des migrations et des droits d’asile.
- La mise en synergie des actions communes et concertées entre les acteurs du Nord et du Sud.
Fait à Bouzinika, le 27 janvier 2008.
L’ASSEMBLEE DES MIGRANTS
Übersetzung:
ABSCHLUSSERKLÄRUNG DER VERSAMMLUNG DER MIGRANTINNEN
Wir, Flüchtlinge, Asylsuchende, MigrantInnen und AkteurInnen von
Unterstützerorganisationen aus Europa, Amerika und Afrika, haben unsere
Versammlung der MigrantInnen am Rand des marokkanischen Sozilaforums am 27.
Januar in Bouznika abgehalten.
Nach Austausch, Analysen und Teilen von Erfahrungen haben wir, die
TeilnehmerInnen dieser Versammlung, Folgendes beschlossen:
- In Anbetracht der Tatsache von Diskriminierungen, massiven Verletzungen
der grundlegenden Rechte und Freiheiten und Angriffen gegen die
Menschenwürde, deren Opfer MigrantInnen, Flüchtlinge und Asylsuchende sind,
sowohl in den Aufnahme- als auch in den Transitländern;
- In Anbetracht der Tatsache von Festnahmen von MigrantInnen am 25. Januar
2008 in Rabat, während das Sozialforum stattfand;
1. Verurteilen wir die Praktiken der Festnahme, Inhaftierung, Rückschiebung
und Ausbeutung von MigrantInnen, Flüchtlingen und Asylsuchenden.
2. Lehnen wir die Politik und die Abkommen zwischen den Ländern des Nordens
und des Südens über Migration ab.
3. Fordern wir:
- Bewegungsfreiheit und Niederlassungsfreiheit überall und für alle.
- Die Respektierung und Anwendung der internationalen und regionalen
Konventionen und Verträge über Migration.
- Die Legalisierung aller sans papiers.
4. Beschließen wir:
- Die Erarbeitung einer internationalen Plattform von MigrantInnen,
Flüchtlingen und Asylsuchenden.
- Die Zustimmung der MigrantInnen, Flüchtlinge und Asylsuchenden zu
internationalen Tagen, insbesondere dem 8. März, dem 20. Juni, dem 10.
Dezember und dem 18. Dezember, für große Mobilisationen zu Fragen der
Migration und des Asylrechts. (Anmerkung: nach Herausgabe der Erklärung
wurde bemerkt, dass hier der 7.10., der Jahrestag der Ereignisse von Ceuta
und Melilla, der inzwischen ein internationaler Mobilisierungstag ist,
vergessen wurde)
- Gemeinsame und abgestimmte Aktionen zwischen AktivistInnen des Nordens und
des Südens, um eine Synergie zu erreichen.
Beschlossen in Bouznika am 27. Januar 2008
Versammlung der MigrantInnen
Übersetzung des Artikels aus der marokkanischen Tageszeitung Liberation vom 30.1.08:
Welle des Protests der TeilnehmerInnen gegen die Razzien vom 25. Januar in Rabat
Marokko: Das marokkanische Sozialforum prangert die Verhaftungen von MigrantInnen an
Organisiert unter dem Thema: "Marsch der sozialen Bewegungen in Richtung eines Maghreb der Völker und für eine bessere Welt", hat das marokkanische Sozialforum seine Arbeit am 27. Januar in Bouznika abgeschlossen.
Sich einfügend in den Rahmen der weltweiten Mobilisierung sozialer Bewegungen, hat das Forum mehrere Themen von maghrebinischer, afrikanischer und weltweiter Dimension behandelt. Obwohl diese Themen mit einer lokalen Sensibilität und auf der Basis von Erlebtem und lokalen Erfahrungen behandelt wurden, folgen auf sie, wie in einer Darstellung dieser Sitzungen erläutert wurde, Forderungen eines gemeinsamen Kampfes und eines Dialogs zwischen den sozialen Bewegungen des Maghreb, Afrikas und der ganzen Welt.
Unter anderen Themen, die auf der Tagesordnung standen, hatte das der Migration einen wichtigen Platz. Eine Erklärung, die am Ende dieser Arbeiten veröffentlicht wurde, kritisiert in diesem Sinne "die Verhaftungen von MigrantInnen, die am 25. Januar in Rabat stattfanden" und verurteil bei derselben Gelegenheit "die Praktiken der Festnahmen, Inhaftierung, Einschließung, Zurückschiebung und Ausbeutung von MigrantInnen, Flüchtlingen und AsylbewerberInnen". Während sie diese Politik und die Abkommen zwischen den Ländern des Nordens und des Südens über Migration ablehnen, fordern die TeilnehmerInnen stattdessen "Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit überall und für alle", "die Respektierung und Anwendung der internationalen und regionalen Konventionen und Verträge über Migration" und "die Legalisierung aller sans papiers". Nach dem Beschluss, "eine internationale Plattform von MigrantInnen, Flüchtlingen und Asylsuchenden zu erarbeiten", beschlossen die TeilnehmerInnen des Forums von Bouznika ebenfalls, den 8. März, den 20. Juni, den 10. und den 18. Dezember zu Tagen "für große Mobilisationen zu Fragen der Migration und des Asylrechts" zu machen und "gemeinsame und abgestimmte Aktionen zwischen AktivistInnen des Nordens und des Südens, um eine Synergie zu erreichen".
Das Treffen von Bouznika, das gekennzeichnet war durch die Teilnahme von VertreterInnen von mehr als 700 Nicht-Regierungsorganisationen und Vereinigungen, die aktiv sind im Bereich der Menschenrechte rund um die Welt, war ebenfalls begleitet von einer breiten Debatte über die Frauenfrage mit dem Ziel, die Vereinigungen, die in diesem Bereich arbeiten, für die Bedeutung ihrer Unterstützung des Kampfs gegen die Globalisierung zu sensibilisieren.
Die erste Arbeitsgruppe dieses Forums hat in diesem Sinne über so verschiedene Themen gesprochen wie "Auswirkungen der Globalisierung auf die Situation der Frauen", den "Kampf der Frauenbewegungen", "die Frau und die kulturellen Rechte: die Berberfrage (Amazighität)", "die Gewalt gegen die Frauen", die Frage der "Frauen und Armut", "Frauen und Arbeit", "Frauen und öffentliche Dienstleistungen", "Frauen und bewaffnete Konflikte" und den "Kampf der Frauen und die Herausforderungen der Zukunft: welche Strategie?".
Abzielend auf die Herstellung oder Verstärkung von Netzwerken zu spezifischen Themen in Ergänzung von Aktionen für eine bessere Welt, strebte das Forum auch eine Festlegung konkreter Aktionen unter den TeilnehmerInnen an.
Mohamed Sakhi
Liberation 30 01 2008
Levée de boucliers des participants contre les rafles du 25 janvier à Rabat
Le Forum social marocain dénonce les arrestations de migrants
Organisé sous le thème : "Marche des mouvements sociaux vers un Maghreb des peuples et pour un monde meilleur", le Forum social marocain a clos ses travaux le 27 janvier à Bouznika.
S’inscrivant dans le cadre de la mobilisation mondiale des mouvements sociaux, il a abordé plusieurs thèmes de dimension maghrébine, africaine et mondiale. Bien qu’ils aient été abordés selon une sensibilité locale et sur la base du vécu et des expériences locales, ces thèmes, indique la note de présentation de ces assises, découlent des exigences de lutte commune et de dialogue entre les mouvements sociaux du Maghreb, de l’Afrique et du monde entier.
Entre autres thèmes inscrits à l’ordre du jour, figure celui de la migration. Un communiqué rendu public à l’issue des travaux dénonce, dans ce sens, « les arrestations de migrants qui ont été opérées le 25 janvier 2008 à Rabat et rejette, par la même occasion, «les pratiques d’arrestation, de rétention, d’enfermement, de refoulement et d’exploitation des migrants, réfugiés et demandeurs d’asile ». Rejetant les politiques et accords entre les pays du Nord et du Sud sur les migrations, ils ont également exigé « la liberté de circulation et d’établissement partout et pour tous », « le respect et l’application des conventions et traités internationaux et régionaux sur les migrations » et « la régularisation de tous les sans-papiers ».Après avoir décidé de « la mise en place d’une plateforme internationale des migrants, des réfugiés et des demandeurs d’asile », les participants au Forum de Bouznika ont ainsi décidé de faire des le 8 mars, 20 juin, 10 décembre et 18 décembre des journées « pour les grandes mobilisations sur les questions des migrations et des droits d’asile » et de mettre «en synergie des actions communes et concertées entre les acteurs du Nord et du Sud ».
La rencontre de Bouznika qui a été marquée par la participation des représentants de plus de 700 organisations non gouvernementales et associations actives dans le domaine de la défense des droits humains à travers le monde, a été également suivie par un large débat sur la question féminine dans l’objectif de sensibiliser les associations oeuvrant dans le domaine sur l'importance de leur adhésion à la lutte contre la mondialisation.
Le premier atelier de ce forum s'est, à cet égard, articulé autour de thèmes aussi divers que ceux des "répercussions de la mondialisation sur la situation des femmes", de "la lutte des mouvements féminins", de "la femme et les droits culturels : la question de l'amazighité" , de "la violence contre les femmes", de la question de "la femmes et la pauvreté", de "la femme et la question de l'emploi", des «femmes et services publics", de "la femme et les conflits armés" et de "la lutte des femmes et les défis de l'avenir : quelle stratégie ?".
Visant à renforcer la mise en place ou le renforcement des réseaux autour de thématiques spécifiques dans la complémentarité des actions pour un monde meilleur, le forum a ainsi visé à développer une programmation d’actions concrètes entre les participants. Mohamed Sakhi
Auf dem Sozialforum vom 25.-27.1.08 in Bouznika/Marokko nahmen statt
der erwarteten 700 über 1400 Menschen teil, darunter sehr viele marokkanische
Jugendliche und über 100 AktivistInnen aus anderen Ländern. Es gab Proteste
gegen erneute Razzien gegen MigrantInnen, die am 25./26.1. (ausgerechnet am
vom Weltsozialforum beschlossenen Aktionstag, auf den sich das Forum bezog)
in Rabat stattfanden. Am Workshop zu Migration nahmen über 300 AktivistInnen
und Interessierte teil.
zu den aktuellen Razzien in Marokko und ihren Hintergründen siehe:
http://no-racism.net/article/2428 Ergebnis der Versammlung der MigrantInnen (französisch/deutsch):
COMMUNIQUE FINAL DE L’ASSEMBLEE DES MIGRANTS
Nous, Réfugiés, Demandeurs d’asile, migrants et les acteurs des organisations de soutient aux migrants venant de l’Europe, de l’Amérique et de l’Afrique ; avons tenu une Assemblée des migrants en marge du Forum social Marocain le 27 janvier 2008 à Bouzinika.
Après des échanges, des analyses et de partage d’expériences,
Nous participants de cette Assemblée ;
Considérant l’incrimination, les violations massives de droits et libertés fondamentaux et les atteintes à la dignité humaine, dont sont victimes les migrants, les réfugiés et les demandeurs d’asile, tant dans les pays d’accueil et dans les pays de transit,
Considérant les arrestations des migrants le 25 janvier 2008 à Rabat, alors que se déroule le Forum Social Marocain à Bouzinika ;
1. Dénonçons les pratiques d’arrestation, de rétention, d’enfermement, de refoulement et d’exploitation des migrants, réfugiés et demandeurs d’asile.
2. Rejetons les politiques et accords entre les pays du Nord et du Sud sur les migrations.
3. Exigeons :
- la liberté de circulation et d’établissement partout et pour tous.
- Le respect et l’application des conventions et traités internationaux et régionaux sur les migrations.
- La régularisation de tous les sans papiers.
4. Décidons :
- La mise en place d’une plate – forme internationale des migrants, des réfugiés et des demandeurs d’asile.
- L’appropriation par les migrants, les réfugiés et les demandeurs d’asile des journées internationales ; notamment le 08 Mars, le 20 juin, le 10 décembre et le 18 décembre pour les grandes mobilisations sur les questions des migrations et des droits d’asile.
- La mise en synergie des actions communes et concertées entre les acteurs du Nord et du Sud.
Fait à Bouzinika, le 27 janvier 2008.
L’ASSEMBLEE DES MIGRANTS
Übersetzung:
ABSCHLUSSERKLÄRUNG DER VERSAMMLUNG DER MIGRANTINNEN
Wir, Flüchtlinge, Asylsuchende, MigrantInnen und AkteurInnen von
Unterstützerorganisationen aus Europa, Amerika und Afrika, haben unsere
Versammlung der MigrantInnen am Rand des marokkanischen Sozilaforums am 27.
Januar in Bouznika abgehalten.
Nach Austausch, Analysen und Teilen von Erfahrungen haben wir, die
TeilnehmerInnen dieser Versammlung, Folgendes beschlossen:
- In Anbetracht der Tatsache von Diskriminierungen, massiven Verletzungen
der grundlegenden Rechte und Freiheiten und Angriffen gegen die
Menschenwürde, deren Opfer MigrantInnen, Flüchtlinge und Asylsuchende sind,
sowohl in den Aufnahme- als auch in den Transitländern;
- In Anbetracht der Tatsache von Festnahmen von MigrantInnen am 25. Januar
2008 in Rabat, während das Sozialforum stattfand;
1. Verurteilen wir die Praktiken der Festnahme, Inhaftierung, Rückschiebung
und Ausbeutung von MigrantInnen, Flüchtlingen und Asylsuchenden.
2. Lehnen wir die Politik und die Abkommen zwischen den Ländern des Nordens
und des Südens über Migration ab.
3. Fordern wir:
- Bewegungsfreiheit und Niederlassungsfreiheit überall und für alle.
- Die Respektierung und Anwendung der internationalen und regionalen
Konventionen und Verträge über Migration.
- Die Legalisierung aller sans papiers.
4. Beschließen wir:
- Die Erarbeitung einer internationalen Plattform von MigrantInnen,
Flüchtlingen und Asylsuchenden.
- Die Zustimmung der MigrantInnen, Flüchtlinge und Asylsuchenden zu
internationalen Tagen, insbesondere dem 8. März, dem 20. Juni, dem 10.
Dezember und dem 18. Dezember, für große Mobilisationen zu Fragen der
Migration und des Asylrechts. (Anmerkung: nach Herausgabe der Erklärung
wurde bemerkt, dass hier der 7.10., der Jahrestag der Ereignisse von Ceuta
und Melilla, der inzwischen ein internationaler Mobilisierungstag ist,
vergessen wurde)
- Gemeinsame und abgestimmte Aktionen zwischen AktivistInnen des Nordens und
des Südens, um eine Synergie zu erreichen.
Beschlossen in Bouznika am 27. Januar 2008
Versammlung der MigrantInnen
Übersetzung des Artikels aus der marokkanischen Tageszeitung Liberation vom 30.1.08:
Welle des Protests der TeilnehmerInnen gegen die Razzien vom 25. Januar in Rabat
Marokko: Das marokkanische Sozialforum prangert die Verhaftungen von MigrantInnen an
Organisiert unter dem Thema: "Marsch der sozialen Bewegungen in Richtung eines Maghreb der Völker und für eine bessere Welt", hat das marokkanische Sozialforum seine Arbeit am 27. Januar in Bouznika abgeschlossen.
Sich einfügend in den Rahmen der weltweiten Mobilisierung sozialer Bewegungen, hat das Forum mehrere Themen von maghrebinischer, afrikanischer und weltweiter Dimension behandelt. Obwohl diese Themen mit einer lokalen Sensibilität und auf der Basis von Erlebtem und lokalen Erfahrungen behandelt wurden, folgen auf sie, wie in einer Darstellung dieser Sitzungen erläutert wurde, Forderungen eines gemeinsamen Kampfes und eines Dialogs zwischen den sozialen Bewegungen des Maghreb, Afrikas und der ganzen Welt.
Unter anderen Themen, die auf der Tagesordnung standen, hatte das der Migration einen wichtigen Platz. Eine Erklärung, die am Ende dieser Arbeiten veröffentlicht wurde, kritisiert in diesem Sinne "die Verhaftungen von MigrantInnen, die am 25. Januar in Rabat stattfanden" und verurteil bei derselben Gelegenheit "die Praktiken der Festnahmen, Inhaftierung, Einschließung, Zurückschiebung und Ausbeutung von MigrantInnen, Flüchtlingen und AsylbewerberInnen". Während sie diese Politik und die Abkommen zwischen den Ländern des Nordens und des Südens über Migration ablehnen, fordern die TeilnehmerInnen stattdessen "Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit überall und für alle", "die Respektierung und Anwendung der internationalen und regionalen Konventionen und Verträge über Migration" und "die Legalisierung aller sans papiers". Nach dem Beschluss, "eine internationale Plattform von MigrantInnen, Flüchtlingen und Asylsuchenden zu erarbeiten", beschlossen die TeilnehmerInnen des Forums von Bouznika ebenfalls, den 8. März, den 20. Juni, den 10. und den 18. Dezember zu Tagen "für große Mobilisationen zu Fragen der Migration und des Asylrechts" zu machen und "gemeinsame und abgestimmte Aktionen zwischen AktivistInnen des Nordens und des Südens, um eine Synergie zu erreichen".
Das Treffen von Bouznika, das gekennzeichnet war durch die Teilnahme von VertreterInnen von mehr als 700 Nicht-Regierungsorganisationen und Vereinigungen, die aktiv sind im Bereich der Menschenrechte rund um die Welt, war ebenfalls begleitet von einer breiten Debatte über die Frauenfrage mit dem Ziel, die Vereinigungen, die in diesem Bereich arbeiten, für die Bedeutung ihrer Unterstützung des Kampfs gegen die Globalisierung zu sensibilisieren.
Die erste Arbeitsgruppe dieses Forums hat in diesem Sinne über so verschiedene Themen gesprochen wie "Auswirkungen der Globalisierung auf die Situation der Frauen", den "Kampf der Frauenbewegungen", "die Frau und die kulturellen Rechte: die Berberfrage (Amazighität)", "die Gewalt gegen die Frauen", die Frage der "Frauen und Armut", "Frauen und Arbeit", "Frauen und öffentliche Dienstleistungen", "Frauen und bewaffnete Konflikte" und den "Kampf der Frauen und die Herausforderungen der Zukunft: welche Strategie?".
Abzielend auf die Herstellung oder Verstärkung von Netzwerken zu spezifischen Themen in Ergänzung von Aktionen für eine bessere Welt, strebte das Forum auch eine Festlegung konkreter Aktionen unter den TeilnehmerInnen an.
Mohamed Sakhi
Liberation 30 01 2008
Levée de boucliers des participants contre les rafles du 25 janvier à Rabat
Le Forum social marocain dénonce les arrestations de migrants
Organisé sous le thème : "Marche des mouvements sociaux vers un Maghreb des peuples et pour un monde meilleur", le Forum social marocain a clos ses travaux le 27 janvier à Bouznika.
S’inscrivant dans le cadre de la mobilisation mondiale des mouvements sociaux, il a abordé plusieurs thèmes de dimension maghrébine, africaine et mondiale. Bien qu’ils aient été abordés selon une sensibilité locale et sur la base du vécu et des expériences locales, ces thèmes, indique la note de présentation de ces assises, découlent des exigences de lutte commune et de dialogue entre les mouvements sociaux du Maghreb, de l’Afrique et du monde entier.
Entre autres thèmes inscrits à l’ordre du jour, figure celui de la migration. Un communiqué rendu public à l’issue des travaux dénonce, dans ce sens, « les arrestations de migrants qui ont été opérées le 25 janvier 2008 à Rabat et rejette, par la même occasion, «les pratiques d’arrestation, de rétention, d’enfermement, de refoulement et d’exploitation des migrants, réfugiés et demandeurs d’asile ». Rejetant les politiques et accords entre les pays du Nord et du Sud sur les migrations, ils ont également exigé « la liberté de circulation et d’établissement partout et pour tous », « le respect et l’application des conventions et traités internationaux et régionaux sur les migrations » et « la régularisation de tous les sans-papiers ».Après avoir décidé de « la mise en place d’une plateforme internationale des migrants, des réfugiés et des demandeurs d’asile », les participants au Forum de Bouznika ont ainsi décidé de faire des le 8 mars, 20 juin, 10 décembre et 18 décembre des journées « pour les grandes mobilisations sur les questions des migrations et des droits d’asile » et de mettre «en synergie des actions communes et concertées entre les acteurs du Nord et du Sud ».
La rencontre de Bouznika qui a été marquée par la participation des représentants de plus de 700 organisations non gouvernementales et associations actives dans le domaine de la défense des droits humains à travers le monde, a été également suivie par un large débat sur la question féminine dans l’objectif de sensibiliser les associations oeuvrant dans le domaine sur l'importance de leur adhésion à la lutte contre la mondialisation.
Le premier atelier de ce forum s'est, à cet égard, articulé autour de thèmes aussi divers que ceux des "répercussions de la mondialisation sur la situation des femmes", de "la lutte des mouvements féminins", de "la femme et les droits culturels : la question de l'amazighité" , de "la violence contre les femmes", de la question de "la femmes et la pauvreté", de "la femme et la question de l'emploi", des «femmes et services publics", de "la femme et les conflits armés" et de "la lutte des femmes et les défis de l'avenir : quelle stratégie ?".
Visant à renforcer la mise en place ou le renforcement des réseaux autour de thématiques spécifiques dans la complémentarité des actions pour un monde meilleur, le forum a ainsi visé à développer une programmation d’actions concrètes entre les participants. Mohamed Sakhi
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Liebe Freundinnen und Freunde
Am Montag, dem 28.1., protestierten AktivistInnen von Attac Berlin vor der marokkanischen Botschaft gegen die drohende Inhaftierung.
# Schickt den gemeinsamen Protestbrief als Privatperson und als Gruppe per Fax an den marokkanischen Justizminister, Fax: 00 212 37 72 37 10 oder 00 212 37 40 23 98
# Schickt den Brief ebenso an die marokkanische Botschaft in Berlin (Adressen siehe unten)
# Schickt diesen Protestaufruf an Eure FreundInnen und weitere Mailinglisten und ermuntert sie, ebenfalls zu protestieren.
Siehe dazu auch
Im Zuge von Protesten zum 1. Mai 2007, von Gewerkschaften organisiert, wurden in Marokko mehrere AktivistInnen festgenommen. Grund für die Verhaftung war laut Infos von Attac das Rufen von Parolen.
In erster Instanz wurden zehn AktivistInnen zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. In einigen Tagen wird das marokkanische Bundesgericht sein Berufungsurteil fällen.
Weiter lesen:
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
obwohl s schade ist ,diesem klaren Text — M.K.