Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Text aus einer anderen Quelle, ein Flugblatt, eine Presseerklärung oder eine Stellungnahme einer Gruppe reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia ein umfassendes Infoportal mit Kopien möglichst vieler vermeintlich wichtiger und lesenswerter Texte anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihre eigenen Inhalte bieten. Die strategische Zweitveröffentlichung von Texten gehört nicht zu den Zielen dieses Projektes.
Bitte lest zu diesem Thema auch die Crossposting FAQ.
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Nazis provozieren in Aachen
Gestern provozierten bis zu 40 Neonazis in der Aachener Innenstadt. Antifaschistische Gruppen und Organisationen haben heute zu dem Vorgang eine Erklärung abgegeben.
Neonazis provozieren in der Aachener Innenstadt – privater Sicherheitsdienst und Polizei gehen gegen antifaschistische Jugendliche vor
Etwa 35 kostümierte Neonazis, darunter Aktivisten der „Kameradschaft Aachener Land“ hielten sich am Rande des Marktplatzes auf. Eine handvoll antifaschistischer Jugendlicher, die zufällig auf die Gruppe stiess, wurde von diesen gegen 11 Uhr umzingelt, bedrängt und fotografiert.
Infolgedessen rissen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes, der vermutlich im Auftrage der Stadt Aachen zur Unterstützung des Ordnungsamts angeheuert wurde, einen der bedrängten Jugendlichen mit roher Gewalt zu Boden, nachdem dieser sich nicht von den Mitarbeitern des privaten Sicherheitsdienstes grundlos wegführen lassen wollte. Die ärztliche Diagnose des zu Boden gerissenen jugendlichen Antifaschisten lautet: Schädelprellung mit Schürfwunde am Kopf, Verstauchung eines Ellenbogens, Kratzspuren am Unterarm.
Der Verletzte wurde festgenommen und zunächst in das Verwaltungsgebäude am Katschhof gebracht. Drei Freunde begleiteten ihn dorthin. Im Beisein von zwei bekannten Neonazis aus Aachen und Düren wurden dort die Personalien des Betroffenen aufgenommen. Als die Jugendlichen dagegen protestierten, dass die Neonazis den Personalausweis des Verletzten einsehen und sogar abfotografieren konnten, wurden auch die drei Begleiter von der Polizei festgenommen. Die antifaschistischen Jugendlichen wurden erkennungsdienstlich behandelt und teilweise bis 19 Uhr festgehalten.
Währenddessen zog die Neonazi-Gruppe – zeitweise bis auf rund 40 Personen angewachsen - weiter durch die Stadt. Im weiteren Verlauf des Tages attackierte diese eine Gruppe Punks am Elisenbrunnen. Ob es bei diesem und anderen Vorfällen weitere Verletzte gegeben hat, ist derzeit unbekannt. Weiterhin sollen Migranten und andere Passanten durch die Neonazis provoziert und beschimpft worden sein. Dabei soll auch der „Hitlergruss“ gezeigt worden sein.
Die Unterzeichner kritisieren in einer ersten gemeinsamen Stellungnahme das Vorgehen der Polizei und des Sicherheitsdienstes. Nach glaubhaften Augenzeugenberichten hätten die privaten Wachleute völlig unangemessen und einseitig eingegriffen. Die antifaschistischen Jugendlichen seien demnach friedlich gewesen und der Sicherheitsdienst habe sie offenbar grundlos abführen wollen.
„Allem Anschein nach trägt diese private Sicherheitsfirma nicht zur Sicherheit bei, sondern ist selbst ein Teil des Problems“, heißt es in der am Freitag verbreiteten Stellungnahme. „Es ist in keiner Weise hinnehmbar, wenn in Aachen private Hilfssheriffs eingesetzt werden sollten, um gewaltsam gegen Antifaschisten vorzugehen. Den Mitarbeitern der Sicherheitsfirma empfehlen wir den Besuch einer Fortbildung über die Gefahren der extremen Rechten. Wir fordern zudem Aufklärung über das Vorgehen der Polizei. Während diese hart gegen antifaschistische Jugendliche vorging, konnten die Neonazis offenbar bis in den Nachmittag hinein ungestört durch Aachen ziehen. Die Aachener Bevölkerung rufen wir auf, sich den Umtrieben von Nazis auch in der Aachener Innenstadt entgegenzustellen und die örtlichen antifaschistischen Gruppen zu unterstützen.“
Vertreterinnen und Vertreter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Aachen, der Partei DIE LINKE, der DKP Aachen, des ak sub.version, der FAU Aachen, der UWG Bürgerwille Aachen, der Antifaschistischen Aktion Aachen, des Anti-Kriegs-Bündnisses Aachen, der SDAJ Aachen, der FDJ Aachen, der SAV Aachen, der Antifa Düren sowie Horst Schnitzler (Mitglied des Aachener Stadtrates), Marc Treude (Mitglied des Aachener Stadtrates), Andrej Hunko (Mitglied im Landesvorstand der Partei DIE LINKE) und weitere Aachener AntifaschistInnen.
Textquelle:
http://www.antifa-dueren.org
Etwa 35 kostümierte Neonazis, darunter Aktivisten der „Kameradschaft Aachener Land“ hielten sich am Rande des Marktplatzes auf. Eine handvoll antifaschistischer Jugendlicher, die zufällig auf die Gruppe stiess, wurde von diesen gegen 11 Uhr umzingelt, bedrängt und fotografiert.
Infolgedessen rissen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes, der vermutlich im Auftrage der Stadt Aachen zur Unterstützung des Ordnungsamts angeheuert wurde, einen der bedrängten Jugendlichen mit roher Gewalt zu Boden, nachdem dieser sich nicht von den Mitarbeitern des privaten Sicherheitsdienstes grundlos wegführen lassen wollte. Die ärztliche Diagnose des zu Boden gerissenen jugendlichen Antifaschisten lautet: Schädelprellung mit Schürfwunde am Kopf, Verstauchung eines Ellenbogens, Kratzspuren am Unterarm.
Der Verletzte wurde festgenommen und zunächst in das Verwaltungsgebäude am Katschhof gebracht. Drei Freunde begleiteten ihn dorthin. Im Beisein von zwei bekannten Neonazis aus Aachen und Düren wurden dort die Personalien des Betroffenen aufgenommen. Als die Jugendlichen dagegen protestierten, dass die Neonazis den Personalausweis des Verletzten einsehen und sogar abfotografieren konnten, wurden auch die drei Begleiter von der Polizei festgenommen. Die antifaschistischen Jugendlichen wurden erkennungsdienstlich behandelt und teilweise bis 19 Uhr festgehalten.
Währenddessen zog die Neonazi-Gruppe – zeitweise bis auf rund 40 Personen angewachsen - weiter durch die Stadt. Im weiteren Verlauf des Tages attackierte diese eine Gruppe Punks am Elisenbrunnen. Ob es bei diesem und anderen Vorfällen weitere Verletzte gegeben hat, ist derzeit unbekannt. Weiterhin sollen Migranten und andere Passanten durch die Neonazis provoziert und beschimpft worden sein. Dabei soll auch der „Hitlergruss“ gezeigt worden sein.
Die Unterzeichner kritisieren in einer ersten gemeinsamen Stellungnahme das Vorgehen der Polizei und des Sicherheitsdienstes. Nach glaubhaften Augenzeugenberichten hätten die privaten Wachleute völlig unangemessen und einseitig eingegriffen. Die antifaschistischen Jugendlichen seien demnach friedlich gewesen und der Sicherheitsdienst habe sie offenbar grundlos abführen wollen.
„Allem Anschein nach trägt diese private Sicherheitsfirma nicht zur Sicherheit bei, sondern ist selbst ein Teil des Problems“, heißt es in der am Freitag verbreiteten Stellungnahme. „Es ist in keiner Weise hinnehmbar, wenn in Aachen private Hilfssheriffs eingesetzt werden sollten, um gewaltsam gegen Antifaschisten vorzugehen. Den Mitarbeitern der Sicherheitsfirma empfehlen wir den Besuch einer Fortbildung über die Gefahren der extremen Rechten. Wir fordern zudem Aufklärung über das Vorgehen der Polizei. Während diese hart gegen antifaschistische Jugendliche vorging, konnten die Neonazis offenbar bis in den Nachmittag hinein ungestört durch Aachen ziehen. Die Aachener Bevölkerung rufen wir auf, sich den Umtrieben von Nazis auch in der Aachener Innenstadt entgegenzustellen und die örtlichen antifaschistischen Gruppen zu unterstützen.“
Vertreterinnen und Vertreter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Aachen, der Partei DIE LINKE, der DKP Aachen, des ak sub.version, der FAU Aachen, der UWG Bürgerwille Aachen, der Antifaschistischen Aktion Aachen, des Anti-Kriegs-Bündnisses Aachen, der SDAJ Aachen, der FDJ Aachen, der SAV Aachen, der Antifa Düren sowie Horst Schnitzler (Mitglied des Aachener Stadtrates), Marc Treude (Mitglied des Aachener Stadtrates), Andrej Hunko (Mitglied im Landesvorstand der Partei DIE LINKE) und weitere Aachener AntifaschistInnen.
Textquelle:
http://www.antifa-dueren.org
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Bericht bei KLARMANN
Privater Sicherheitsdienst
Nach inzwischen bestätigten Informationen gab es heute Vormittag auf dem Aachener Marktplatz gewaltsame Übergriffe gegen junge AntifaschistInnen.
Etwa dreißig als Karnevalisten verkleidete Neonazis hielten sich am Rande des Marktplatzes (zwischen Ecke Großkölnstraße/Ecke Büchel) auf. Als die Neonazis eine kleine Gruppe junger AntifaschistInnen entdeckte, kreisten sie diese ein und versuchten, Fotos von ihnen zu schießen. Um sich davor zu schützen, zogen sich diese ihre Mützen vor das Gesicht.
[stark überarbeitete Fassung von 20.30 Uhr]
Nach Zeugenaussagen eskalierte darauf die Situation wie folgt: Ein Mitarbeiter des privaten - von der Stadt Aachen angeheuerten - Aachener Sicherheitsdienstes DND, forderte einen jungen völlig friedlichen Antifaschisten auf, die Mütze aus dem Gesicht zu ziehen, was dieser verneinte, weil er nicht von den Faschisten fotografiert werden wollte. Der - nach Zeugenaussagen völlig überforderte - Sicherheitsmann zog den jungen Mann am Arm, wogegen sich dieser mit Wegziehen seines Armes ohne Anwendung jeglicher Gewalt wehrte.
In Folge dessen stürzten sich mindestens drei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes auf den zuvor am Arm gegriffenen friedlichen Jugendlichen der Antifa und rissen ihn mit brachialer Gewalt zu Boden. Dabei wurde der Jugendliche am Kopf und am Arm verletzt.
In dem Zusammenhang erfolgten Festnahmen dieses und drei weiterer junger Antifaschisten. Sie wurden zur Ermittlung der Personalien in einen Raum im Verwaltungsgebäude Katschhof gebracht. Zwei bekannte Neonazis folgten unaufgefordert der Gruppe in das Verwaltungsgebäude.
Dort ergab sich nach Zeugenaussagen die Situation, dass die Personalausweise der Antifaschisten offen einsehbar auf einem Tisch lagen, was die beiden ebenfalls anwesenden Neonazis dazu nutzen konnten, sich diese in aller Ruhe anzusehen. Auf den Protest und den Hinweis der Antifas, zu verhindern, dass die Ausweise für die Neonazis einsehbar und fotografierbar seien, habe die Antwort des Polizisten, der die Personalien aufnahm, gelautet, sie sollten sich nicht so anstellen.
Die vier Antifaschisten wurden zur erkennungsdienstlichen Ermittlung in Polizeigewahrsam gebracht. Zwei der Festgenommenen, so auch der Verletzte, wurden am Nachmittag aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die beiden anderen Jugendlichen wurden am Abend entlassen.
Die ärztliche Diagnose des zu Boden gerissenen jugendlichen Antifaschisten lautet: Schädelprellung mit Schürfwunde am Kopf, Verstauchung eines Ellenbogens, Kratzspuren am Unterarm. Nach Aussage einer Angehörigen des Betroffenen soll gegen die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Anzeige erstattet werden.
Achtung: Auch am frühen Abend sind offenbar immer noch Nazis in der Innenstadt unterwegs.
Übergriff auf Jugendliche in Aachen
Bericht in der Lokalpresse
In der Printausgabe ist auch ein Foto abgebildet, in dem drei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, deren Gesichter unkenntlich gemacht sind, einen jungen Mann, dessen Gesicht von Körper eines der Sicherheitsdienstler verdeckt wird, ziemlich unsanft in die Mangel genommen haben.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Auch Sicherheitsdienste.... — Zündelnder
Anzeige — Ex-Sicherheitsmitarbeiter