Übergriff auf Jugendliche in Aachen
Nach inzwischen bestätigten Informationen gab es heute Vormittag auf dem Aachener Marktplatz gewaltsame Übergriffe gegen junge AntifaschistInnen. Etwa dreißig als Karnevalisten verkleidete Neonazis hielten sich am Rande des Marktplatzes (zwischen Ecke Großkölnstraße/Ecke Büchel) auf. Als die Neonazis eine kleine Gruppe junger AntifaschistInnen entdeckte, kreisten sie diese ein und versuchten, Fotos von ihnen zu schießen. Um sich davor zu schützen, zogen sich diese ihre Mützen vor das Gesicht. Nach Zeugenaussagen eskalierte darauf die Situation wie folgt:
Ein Mitarbeiter eines privaten - mutmaßlich von der Stadt Aachen angeheuerten - Sicherheitsdienstes, forderte einen jungen völlig friedlichen Antifaschisten auf, die Mütze aus dem Gesicht zu ziehen, was dieser verneinte, weil er nicht von den Faschisten fotografiert werden wollte. Der - nach Zeugenaussagen völlig überforderte - Sicherheitsmann zog den jungen Mann am Arm, wogegen sich dieser mit Wegziehen seines Armes ohne Anwendung jeglicher Gewalt wehrte. In Folge dessen stürzten sich mindestens drei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes auf den zuvor am Arm gegriffenen friedlichen Jugendlichen der Antifa und rissen ihn mit brachialer Gewalt zu Boden. Dabei wurde der Jugendliche am Kopf und am Arm verletzt. In dem Zusammenhang erfolgten Festnahmen dieses und drei weiterer junger Antifaschisten. Sie wurden zur Ermittlung der Personalien in einen Raum im Verwaltungsgebäude Katschhof gebracht. Zwei bekannte Neonazis folgten unaufgefordert der Gruppe in das Verwaltungsgebäude.
Dort ergab sich nach Zeugenaussagen die Situation, dass die Personalausweise der Antifaschisten offen einsehbar auf einem Tisch lagen, was die beiden ebenfalls anwesenden Neonazis dazu nutzen konnten, sich diese in aller Ruhe anzusehen. Auf den Protest und den Hinweis der Antifas, zu verhindern, dass die Ausweise für die Neonazis einsehbar und fotografierbar seien, habe die Antwort des Polizisten, der die Personalien aufnahm, gelautet, sie sollten sich nicht so anstellen. Die vier Antifaschisten wurden zur erkennungsdienstlichen Ermittlung in Polizeigewahrsam gebracht. Zwei der Festgenommenen, so auch der Verletzte, wurden am Nachmittag aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die beiden anderen Jugendlichen wurden am Abend entlassen. Die ärztliche Diagnose des zu Boden gerissenen jugendlichen Antifaschisten lautet: Schädelprellung mit Schürfwunde am Kopf, Verstauchung eines Ellenbogens, Kratzspuren am Unterarm. Nach Aussage einer Angehörigen des Betroffenen soll gegen die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Anzeige erstattet werden.
Dort ergab sich nach Zeugenaussagen die Situation, dass die Personalausweise der Antifaschisten offen einsehbar auf einem Tisch lagen, was die beiden ebenfalls anwesenden Neonazis dazu nutzen konnten, sich diese in aller Ruhe anzusehen. Auf den Protest und den Hinweis der Antifas, zu verhindern, dass die Ausweise für die Neonazis einsehbar und fotografierbar seien, habe die Antwort des Polizisten, der die Personalien aufnahm, gelautet, sie sollten sich nicht so anstellen. Die vier Antifaschisten wurden zur erkennungsdienstlichen Ermittlung in Polizeigewahrsam gebracht. Zwei der Festgenommenen, so auch der Verletzte, wurden am Nachmittag aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die beiden anderen Jugendlichen wurden am Abend entlassen. Die ärztliche Diagnose des zu Boden gerissenen jugendlichen Antifaschisten lautet: Schädelprellung mit Schürfwunde am Kopf, Verstauchung eines Ellenbogens, Kratzspuren am Unterarm. Nach Aussage einer Angehörigen des Betroffenen soll gegen die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Anzeige erstattet werden.
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Ergänzungen
Bericht bei KLARMANN
Erklärung verschiedener Gruppen dazu
Neonazi-Hetze stoppen!
"Es gilt die Provokation der Neonazis zurückzuweisen und deutlich zu machen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen", erklärte eine Sprecherin der Antifa Düren. "Ein Aufmarsch mit Fackeln in faschistischer Ästhetik wirft Parallelen zu den historischen Vorbildern von NPD & Co. Auf. Es darf nicht sein, dass Neonazis in SA-Manier durch Düren marschieren, um politische Gegner einzuschüchtern."
Die Antifa Düren fordert Landrat Wolfgang Spelthahn auf, die Neonazi-Demonstration zu verbieten. Für den Fall, dass die Polizei den Aufmarsch genehmigt, kündigt die Gruppe energischen Protest an: "Der Hetze und Propaganda der Neonazis werden wir uns entgegenstellen. Wir rufen zur zahlreichen Beteiligung an der antifaschistischen
Demonstration auf."
Die Antifa-Demonstration richtet sich auch gegen die geistigen Brandstifter aus der selbst ernannten "Mitte der Gesellschaft". Der ausländerfeindliche Wahlkampf von Roland Koch in Hessen hat erneut gezeigt, wie sich rechte Biedermänner als Stichwortgeber für Neonazis und andere neofaschistische Kräfte betätigen.
Die antifaschistische Protest beginnt mit einer Auftaktkundgebung um 17 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Anschließend folgt eine kurze Demonstration durch die Innenstadt. Der Zeitrahmen sieht vor, dass auch diejenigen, die an der Vollversammlung des Bündnisses gegen Rechts teilnehmen wollen, die Möglichkeit haben, sich vorher am Protest zu beteiligen.
Änderungen am Ablauf sind kurzfristig möglich und werden ggf. auf der Website der Antifa Düren External link bekannt gegeben.
Polizei: Kein Szenario wie am 22. September
Die Polizei hat am Mittwoch die Sorgen der Dürener zerstreut, es könne am Freitag zu einem ähnlichen Szenario wie am 22. September kommen, wenn der NPD-Kreisverband die Vollversammlung des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt in der Christuskirche zum Anlass nimmt, erneut auf die Straße zu gehen.
«Wir gehen auf beiden Seiten von deutlich geringeren Teilnehmerzahlen aus», erklärte Polizeidirektor Josef Henkel, kommissarischer Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz (GE) der Kreispolizeibehörde, auch mit Blick auf die von der Dürener Antifa angekündigte Gegendemonstration. Trotzdem wird sich die Bevölkerung im engeren Innenstadtbereich wieder auf Beeinträchtigungen einstellen müssen. Die Polizei will die betroffenen Anlieger ab Donnerstagmorgen mit Handzetteln informieren.
«Ab Freitag wird unter der Dürener Rufnummer 949-11 auch wieder ein Bürgertelefon eingerichtet», erklärt Kriminalrat Ingo Wünsch, ohne aus einsatztaktischen Gründen auf die Aufzugswege eingehen zu wollen.
Die Polizeiführung setzt auf das schon vor vier Monaten erfolgreich praktizierte Prinzip der Deeskalation und wird die beiden politischen Lager mit einem massiven Aufgebot strikt voneinander trennen, um eine Konfrontation von vornherein zu vermeiden. Gleichzeitig wird sie das Treffen des Bündnisses in der Christuskirche schützen. «Wir nehmen die Sorgen und Ängste der Bevölkerung sehr ernst, einen Grund zur Beunruhigung aber gibt es nicht», so Wünsch weiter.
Für ein Verbot des NPD-Aufzuges und der angekündigten Kundgebung gegen das Bündnis fehlte der Polizei nach dem Versammlungsrecht die juristische Handhabe, die einer etwaigen Überprüfung durch die Verwaltungsgerichte standgehalten hätte, betonte Polizeidirektor Henkel gestern noch einmal. Allerdings hat die Polizei der NPD mit der Bestätigung ihrer Versammlung umfangreiche Auflagen erteilt. Alles, was an einen Aufmarschcharakter wie zu Zeiten des NS-Regimes erinnern könnte, ist nach Polizeiangaben untersagt, unter anderem das Mitführen von Fackeln oder Trommeln.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Dienstaufsichtsbeschwerde — gegen den bullen
name der sicherheitsfirma.. — jfhjkgf
Name der größten Nazi-Sicherheitsfirma — toll
Anwalt einschalten — Soli
Warum stört Euch das? — Doris
Stadtrat — PolitikerIn
Aachen bleibt rot! — f.u.c.k.u.p.
mabk — schwarz-rot
Securities — feind der obrigkeit