Berlin: Thor-Steinar eröffnet Laden
In Berlin eröffnet am Freitag (1.2.08) ein neues Geschäft von "Thor Steinar", eine Modemarke, die in der neonazistischen Szene sehr beliebt ist. Das Geschäft befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Straße 18 zwischen Alexanderplatz und der Volksbühne.
Der neue Laden von "Thor Steinar" befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Straße 18, nur wenige Meter vom Alexanderplatz entfernt. Um 10 Uhr findet eine antifaschistische Protestkundgebung auf Initiative der Grünen statt – zur gleichen Zeit ist die Eröffnung des Ladens geplant.
Die in der rechtsextremen Szene sehr verbreiteten Modemarke „Thor Steinar“ wird hergestellt von der MediaTex GmbH aus Königs Wusterhausen im südlichen Berliner Umland. Ein erstes Logo der Marke wurde in Berlin verboten, da es verschiedenen NS-Symbolen zum verwechseln ähnlich sah. Seither wird ein unverfängliches Markensymbol von MediaTex auf die Textilien genäht. Inhaber der Firma sind Axel Kopelke und Uwe Meusel. Kopelke betreibt in Königs Wusterhausen zudem einen rechten Szeneladen mit dem Namen „Explosiv“.
Der Vermieter des neuen Ladens zeigte sich desinteressiert an seinen neuen Mietern. Ein Sprecher von „Impala-Immobilien“ aus Hamburg äußerte gegenüber der Antifaschistischen Linken Berlin, dass die Verantwortung bei den zuständigen Behörden liege, die für die Zulassung des Geschäftsbetriebs zuständig seien. Impala sei nur Vermieter und nicht verantwortlich.
Am Mittwoch und Donnerstag brachten Mitarbeiter von „Thor Steinar“ kistenweise Material in den Laden, der von außen noch nicht als solcher erkennbar war. Türen und Fenster waren mit schwarzer Folie blickdicht verklebt. Die Mitarbeiter von „Thor Steinar“ zeugten sich geheimnisvoll. Gegenüber Gewerbetreibenden der Rosa-Luxemburg-Straße äußerten sie, dass sie nicht wüssten, was für ein Laden dort entsteht. Vermieter des Ladens ist die Immobilienfirma Impala aus Hamburg. Erst vor wenigen Monaten musste ein Geschäft der gleichen Firma in einem Einkaufscenter am Alexanderplatz schließen, nachdem der Mietvertrag gekündigt wurde.
Am Freitag gibt es ab 10 Uhr eine Protestkundgebung vor dem Laden in der Rosa-Luxemburg-Straße 18 (zwischen Volksbühne und Alexanderplatz). Veranstalter sind die Grünen.
Die in der rechtsextremen Szene sehr verbreiteten Modemarke „Thor Steinar“ wird hergestellt von der MediaTex GmbH aus Königs Wusterhausen im südlichen Berliner Umland. Ein erstes Logo der Marke wurde in Berlin verboten, da es verschiedenen NS-Symbolen zum verwechseln ähnlich sah. Seither wird ein unverfängliches Markensymbol von MediaTex auf die Textilien genäht. Inhaber der Firma sind Axel Kopelke und Uwe Meusel. Kopelke betreibt in Königs Wusterhausen zudem einen rechten Szeneladen mit dem Namen „Explosiv“.
Der Vermieter des neuen Ladens zeigte sich desinteressiert an seinen neuen Mietern. Ein Sprecher von „Impala-Immobilien“ aus Hamburg äußerte gegenüber der Antifaschistischen Linken Berlin, dass die Verantwortung bei den zuständigen Behörden liege, die für die Zulassung des Geschäftsbetriebs zuständig seien. Impala sei nur Vermieter und nicht verantwortlich.
Am Mittwoch und Donnerstag brachten Mitarbeiter von „Thor Steinar“ kistenweise Material in den Laden, der von außen noch nicht als solcher erkennbar war. Türen und Fenster waren mit schwarzer Folie blickdicht verklebt. Die Mitarbeiter von „Thor Steinar“ zeugten sich geheimnisvoll. Gegenüber Gewerbetreibenden der Rosa-Luxemburg-Straße äußerten sie, dass sie nicht wüssten, was für ein Laden dort entsteht. Vermieter des Ladens ist die Immobilienfirma Impala aus Hamburg. Erst vor wenigen Monaten musste ein Geschäft der gleichen Firma in einem Einkaufscenter am Alexanderplatz schließen, nachdem der Mietvertrag gekündigt wurde.
Am Freitag gibt es ab 10 Uhr eine Protestkundgebung vor dem Laden in der Rosa-Luxemburg-Straße 18 (zwischen Volksbühne und Alexanderplatz). Veranstalter sind die Grünen.
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Ergänzungen
Schöne Aktion, aber...
Grenzenlose Solidarität, statt beschränktem Nationalismus!
Lage des Ladens
Die Firmwagen von Thor Steinar, die den Laden seit Mittwoch beliefern sind weisse, große Busse mit Kennzeichen LDS (Königs Wusterhausen, wo Thor Steinar herkommt). Stehen meist direkt vor dem Geschäft.
so wie in Rostpck
der Laden war so schon ständig zu..aufgrund vieler anderer Aktionen.. das werdet ihr in Berlin wohl packen.
Impala
IMPALA Immobilien GmbH & Co.KG
Billbrookdeich 197
22113 Hamburg
Telefon 040/732 20 01
Telefax 040/733 00 90
Email
Stand donnerstag 22 uhr
Frage
Gehört der ebenfalls zu Media-Tex? Und gab es schon Aktionen gegen einen derart zentral gelegenen Naziladen? Habe kein Wachpersonal gesehen und im Laden standen nur zwei Verkäuferinnen, beide im szenetypischen Look.
alter Laden
Als Reaktion darauf wird der oben beschrieben neue Thor Steinar-Laden am Freitag eröffnet. Nur zwei Minuten zu Fuß vom alten Laden.
Nur liegt der neue laden wier schon von einigen beschrieben nicht in einem "sicheren" einkaufszentrum, sondern ganz offen in einer angesagten mitte-yuppie-strasse.
hier ein vorab-artikel aus dem tagesspiegel zu dem neuen laden. Morgen gibt es bestimmt in einigen zeitungen dazu mehr:
Neonazi-Kleidung unerwünscht
Von Johannes Radke
Am Berliner Alexanderplatz muss die bei Neonazis beliebte Modemarke Thor Steinar ihren Laden schließen. Jetzt gibt es Proteste gegen ein neues Geschäft.
Die Inhaber der umstrittenen Modemarke Thor Steinar wollen ein neues Ladengeschäft in Berlin eröffnen. Die Marke ist vor allem bei Neonazis beliebt. Das bisherige Thor-Steinar-Geschäft im Berlin-Carré am Alexanderplatz muss Ende des Monats schließen. Nach breiten Protesten hatte die Wohnungsbaugesellschaft Mitte im vergangenen Sommer den Mietvertrag gekündigt. Nach Informationen des Tagesspiegels hat die Firma bereits andernorts wieder Räume angemietet. In der kommenden Woche soll der neue Laden eröffnet werden. Die genaue Adresse ist bislang nicht bekannt. Szenekenner gehen davon aus, dass das Geschäft wieder im Zentrum liegen wird. Die Mediatex GmbH aus Königswusterhausen, die für Thor Steinar auftritt, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Linke Gruppen planen Protestaktionen gegen das neue Geschäft. „Wir werden so lange mit Aktionen gegen den Laden protestieren, bis auch dieser wieder schließen muss“, sagt Silvio Kurz, Sprecher der Initiative „Stop Thor Steinar“. Der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber hat angekündigt den neuen Vermieter – sobald er bekannt ist – aufzufordern das Mietverhältnis zu kündigen. Schreiber geht davon aus, dass dem Eigentümer der Räume nicht klar ist, um was für eine Marke es sich bei Thor Steinar handelt. Auch die Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus will sich gegen die Szenemarke engagieren. „Über solche Kleidung wird der Kontakt zwischen der rechten Szene und jungen Leuten aufgebaut“, sagt die Grünen-Abgeordnete Clara Herrmann. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Grünen vor dem Thor-Steinar-Laden Flugblätter verteilt, um über die Hintergründe der Marke zu informieren. Thor Steinar ist für Rechtsextremisten „ein identitätsstiftendes Erkennungszeichen“, bestätigt Geert Piorkowski vom Verfassungsschutz Brandenburg. „Sie bezeichnen die Firma in ihren Internetdiskussionsforen als ,zur Bewegung gehörig‘, die Bekleidung ,werde nicht ohne Grund getragen‘.“
Vor drei Jahren war das Runen-Logo der Marke aufgrund der Ähnlichkeit mit Symbolen aus dem Nationalsozialismus in Brandenburg, Berlin und Tschechien zeitweise verboten worden. Daraufhin änderte Mediatex das Motiv. Den zwei Ladengeschäften der Mediatex GmbH in Leipzig und Magdeburg droht nach Protesten ebenfalls die Kündigung. Die Berliner Immobilienfirma Immovaria hat eine Räumungsklage gegen den Leipziger Thor-Steinar-Laden eingereicht. In Magdeburg verhandelt das Landgericht wegen der Räumungsklage eines Vermieters gegen Mediatex. Das Tragen der Marke ist inzwischen in vielen Berliner Klubs sowie im Stadion bei Spielen von Hertha BSC verboten.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.01.2008)
Presseschau
Neuer Thor-Steinar-Laden lockt Neonazis nach Mitte
von Johannes Radke
Die umstrittene Modemarke Thor Steinar will heute ein neues Geschäft in der Rosa-Luxemburg-Straße in Mitte eröffnen. Der Laden, der ausschließlich die bei Neonazis äußerst beliebte Marke verkauft, hat Proteste bei Grünen, SPD und der Linken ausgelöst. Bis zuletzt hatte die für Thor Steinar auftretende Mediatex GmbH aus Königs Wusterhausen die Adresse des neuen Geschäfts geheim gehalten. Mit Briefen, die nur an bereits bekannte Kunden verschickt wurden, lockt die Marke mit großen Eröffnungsangeboten für Freitag und Sonnabend.
„Wir werden den Neonazis ihr Einkaufsvergnügen gründlich vermiesen“, sagte Silvio Kurz, Sprecher der Kampagne „Stop Thor Steinar“. Er kündigte an, dass die Initiative am heutigen Freitag vor dem Laden protestieren wolle. Mit Flugblättern und persönlichen Gesprächen habe man bereits am Donnerstag viele Anwohner über die Hintergründe der Marke informiert. „Die Nachbarn waren ziemlich erschrocken, dass in ihrer Straße ein Anlaufpunkt für Rechtsextremisten aufmachen soll“, sagte Kurz. Der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber hat Impala-Immobilien aus Hamburg, die die Räume vermietet hat, telefonisch aufgefordert den Mietvertrag sofort zu kündigen – ohne Erfolg. „So lange die ihre Miete zahlen, werden wir sie nicht rausschmeißen“, sagte ein Sprecher von Impala dem Tagesspiegel.
Heute Vormittag wollen Politiker der Grünen, SPD und der Linken gemeinsam vor dem Geschäft Informationsmaterial an die Passanten verteilen. „Es darf in Berlin keinen Platz für solch einen rechten Laden geben, egal ob öffentlich oder privat vermietet“, sagte die Grünen-Abgeordnete Clara Herrmann.
Die Marke ist auch dem Verfassungsschutz bekannt. Thor Steinar sei „ein identitätsstiftendes Erkennungszeichen“ für Rechtsextremisten, sagte Geert Piorkowski vom Verfassungsschutz Brandenburg. „Sie bezeichnen die Firma in ihren Internet-Diskussionsforen als ‚zur Bewegung gehörig’, die Bekleidung ,werde nicht ohne Grund getragen’.“ Das alte Thor-Steinar-Geschäft im Berlin Carre am Alexanderplatz musste nach der Kündigung durch den Vermieter gestern schließen.
lage und detail
den werbetext muss man sich mal reinziehen:
"In urbaner Lage zwischen Hackschem Markt, Rosa-Luxenburg-Platz und Alexanderplatz entstehen in einem liebevoll und stilvoll sanierten Altbau 4 Ladenlokale/Shop- flächen. Die Rosa-Luxenburg-Strasse 18 ist die Adresse der Zukunft. In unmittelbarer Umgebung finden Sie ein über Berlins Grenzen hinaus bekanntes Angebot an Kunst, Kultur, Cafés und Restaurants."
falls noch wer da einziehen möchte:
stehen die angebote für den rest des hauses
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Frage...
Straße
Antwort
Du bist eher Bulle, als Berliner.
Oder war deine eigentliche Frage, von wo und wie der Naziladen am Besten anzugreifen ist?
Tut mir leid, aber als "Berliner" keine Vorstellung zu haben, wo der Laden ist, obwohl eine örtliche Einschränkung angegeben wurde, lässt dich irgendwie unglaubwürdig erscheinen!
Deine Frage nach Kameras in unmittelbarer Umgebung des Ladens, wirkt dann voll planlos und verpeilt. Als wenn unser Antifa-"Geheimdienst" d i r das hier auf Indymedia mitteilen würde?! Wahrscheinlich solltest du und d e i n e "Zelle" mal wieder zur Schule gehen.
Keine Ahnung von deinem Zuhause, aber den Aktionisten raushängen lassen.
thor-steinar ist zum kotzen!
Auch in Harburg -Hamburg
im Gemeindehaus Kirche Bremerstr. am
Soldatendenkmal. Für Abwechselung wird gesorgt.
@ essenurcops-müsli
hh harberg
da geht ja nichts aus der ankündigung hervor.
Einfach mal die Fresse halten
muss ja wa
Wenn ihr was tun wollt kommt morgen erstmal zur Kundgebung.
Gucken wir uns das Drecksding erstmal an.
Alles andere wird schon passiert schon irgendwann
Morgen
@auswärtiger
@einstein: was willst du denn? ist doch total korrekt von anna und arthur diese peinlichen militanz- und rostockanspielungen rabiat zu beenden und dem kindergarten hier klar zu machen, dass militanter antifaschismus sicher nicht öffentlich diskutiert wird. das hat weder etwas mit raf, noch mit rambo zu tun, sondern mit sicherheitsstandarts. und dass keiner so dumm ist bei einem naziladen die scheiben einzuwerfen, nachdem auf indymedia breit darüber debattiert wurde, sollte klar sein.
Thx
Dann mal gutes Gelingen, auch den neuen Laden dichtzumachen. Wenn der so innenstadtmäßig liegt, hilft das vielleicht, das Problem öffentlichkeitswirksam zu thematisieren. Viel Erfolg mit der Kundgebung, kann leider nicht in Berlin sein.
Mackertum
@sorry
Wie willst du denn diesem Naziladen entgegentreten???
Mach mal einen Vorschlag...???
PDS
@sorry
die staatliche repression und die dummheit einiger verbalradikaler sind die umstände, die gewisse umgangsformen leider notwendig machen. das kannst du in deiner gummibärchenbandenwelt natürlich nicht wissen, also sei nicht traurig.
Stand Freitag 11:30h
6 Bullenwannen
2 Nazi-"Securities" vorm Laden
ACHTUNG: ES IST DAVON AUDZUGEHEN; DASS IN DEM LADEN HEUTE NACHMITTAG / ABEND EINE "PARTY" "GEFEIERT" WIRD! KOMMT ALLE ZUM LADEN, TROTZ BVG-STREIK!
@antifaschist
Neben der Tatsache, dass ich es persönlich unklug finde, solche Dinge hier auszudiskutieren, muss sich ein Diskurs wie der von dir geführte dennoch einige peinliche Fragen gefallen lassen.
Als da wären:
1) Welche Folgen hat ein Posting auf indymedia für den gesellschaftlichen Diskurs, respektive die Diskursnahme in Polizeikreisen.
Ausgehend von der Tatsache, dass ich persönlich (wie wohl auch du, zumindest lässt du ja keine Gelegenheit aus den armen Tropf mit dem Initialposting zu denunzieren) nicht davon ausgehe, dass jemand der naiv (Entschuldige@ Fragesteller, aber diesen Vorwurf musst du dir zumindest gefallen lassen) genug ist, eine solche Frage auf Indy zu stellen, nicht die Sache selbst durchziehen würde (und somit die Spuren auf seine Person via Vorratsdatenspeicherung etc.pp. ins leere gehen) bleibt als Aussage des Postings folgendes zurück:
A) Jemand klärt sich über die Gegebenheiten des Ladens auf. Daraus lässt sich für die Bullen natürlich relativ einfach deduzieren: B) Die linke Szene hat Interesse daran, Thor Steinar Läden platt zu machen.
Jetzt stellt sich für mich die Frage, wo du für mich auch in einen logischen Widerspruch gerätst: Du schwadronierst hier von staatlicher Repression, von der ich angeblich keine Ahnung hätte, usw.usf und glaubst GLEICHZEITIG ALLEN ERNSTES, dass der Verfassungsschutz (von BKA und diversen LKAs mal abgesehen) nicht vielleicht schon... IRGENDWANN auf die Idee gekommen sein könnte, dass wir mit den Steinar Typen nicht so ganz klarkommen?
Aber in dubio pro reo, gehen wir davon aus, dass du recht behältst und tatsächlich - entgegen aller Empirie - entgegen der staatlichen Repression (von der du anscheinend auch nur marginal Ahnung hast, oder sie aber als Deckmantel für linkes Mackertum benutzt, um hanebüchene Vorwürfe zu rechtfertigen)
bleibt Einwand
2) Angenommen die Information steht noch nicht zur Debatte, dann ist sie spätestens durch dieses Posting ins Netz geleaked. Gehen wir davon aus, dass die Information für uns ungünstig ist. (Ist sie, kein Zweifel, dennoch: sie ist jetzt draussen). Eine Reaktion ist also vonnöten.
Die Frage die sich dir jetzt als emanzipatorisch interessiertem (trotz deiner Ausfälle gestehe ich dir zu, dass du sicherlich zumindest Interesse an dieser Selbstdarstellung hättest) Individuum stellen sollte ist folgende: Welche Reaktionsmöglichkeiten bieten sich mir und wie grenze ich entstandenen oder zukünftigen Schaden am effektivsten ein.
Die Information selbst kannst du nicht mehr löschen, also wäre es vielleicht sinnvoll zumindest die zukünftige Verbreitung zu verhindern.
Da offenbaren sich jetzt zwei Möglichkeiten: 1) Entweder mensch erklärt hinreichend die Problematik die sich daraus ergibt, dass die Information herauskam. Mensch verweist auf die staatliche Repression und ihre Mechanismen oder macht sich zumindest die Mühe, einen oder zwei Quellentexte zu verlinken die Repression und Überwachung thematisieren, sodass der Ursprungsposter sich erschließen kann, weshalb es innerhalb eines emanzipatorisch-antikapitalistischen Diskurses kontraproduktiv ist, dergestalte Anfragen zu stellen. Oder aber zweitens, und diese Möglichkeit hast du (bist du eigentlich der Ursprungsposter, dem du hier deine Apologien schreibst? Wenn nicht, dann eben er) gewählt: Schlicht den Befehl (!) geben das Maul zu halten, keine wirklich ausreichenden Informationen über Hintergründe abliefern und zusätzlich den Poster diffamieren. Damit reproduzierst du schlicht und einfach Machtstrukturen der derzeitigen Gesellschaft und nicht zuletzt auch - Repression.
Die Frage die sich mir stellt ist wie du eine gesellschaftliche Überwindung mittels machohaft-repressivem Verhalten schaffen willst, oder ob eine solche Systemkritik nicht arg verkürzend wirkt und sich letztlich nur als Austausch der alten Herren gegen neue versteht.
Wozu du in deinem Posting effektiv aufrufst, ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt, ist dass der Poster deine "antifaschistisch-militante" Wahrheit zu akzeptieren hat, ohne dass du die Gründe erläuterst. Das ist genau der Dogmatismus, der letztlich zur Systemkonstruktion führen kann (und führt.)
Ansonsten und weiterhin, neben der Tatsache dass Variante 1 fast ebenso einfach gewesen wäre, diskreditierst du dich auch selbst damit und outest dich als ebenjener "Verbalradikaler" den du zu denunzieren versuchst.
"Wie sieht das da aus" zu beantworten mit: "Du Idiot, jetzt haben die Leute die da wirklich was planen es schwerer" expliziert die Thesen noch und erfüllt somit genau den gleichen Tatbestand wie das Initialposting.
Militanz und radikaler Antifaschismus heisst nicht, und das kann ich nur nochmal betonen und unterstreichen, dass mensch im Netz sich naiv nach allem möglichen Scheiss erkundigt. Aber es heisst ganz sicher auch nicht, Leute verbal herunterzuputzen, weil mensch ggf. eine marginal größere Erfahrung hat was Sicherheitsstandards öffentlicher Kommunikation anbelangt (Die marginalität deduziert sich hier aus der Tatsache, dass der Antwortposter ohne es zu ahnen in genau das gleiche Fettnäpfchen trat.) sondern eben für einen freizügigen Diskurs zu sorgen, innerhalb dessen mensch sich frei artikulieren kann. Das heißt AUCH Abschaffung von Machtstrukturen und nicht Neuetablierung und Reproduktion.
Um das klarzumachen: Auf dein Posting wäre, gesetzt den Fall deine Antwortmöglichkeit wäre logisch konsistent gewesen, die adäquate Antwort von mir gewesen (statt der Kritik an der Reproduktion von Machtstrukturen die ich zu üben versuchte):
Alter, bist du bescheuert? Die Bullen lesen hier auf indy mit, halt mal die Fresse. Verbalradikale wie du machens nur schwerer wirklich eine Aktion zu starten.
Dieselbe Kritik hätte dann sofort auch wieder an mir geäussert werden können und mensch wäre in einem Zirkel gelandet, weil jede Kritik sich selbst wieder bedingt.
Also war dein Posting nicht nur aus emanzipatorisch-kritischer Sicht bedenklich sondern auch schlicht und einfach logisch für den Arsch. :)
Ich bitte nur, das zu bedenken und beim nächsten Mal vielleicht etwas solidarischer mit Menschen zu sein, die eventuell noch nicht so lange in der Szene sind wie du.
Ich bin auch nicht mit einem schwarzen Halstuch und Kapu geboren worden. Aber ich weiss nicht, du ja vielleicht schon, von daher...
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