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Einladung zur autonomen Vollversammlung, 13.2

autonomeVV 30.01.2008 16:11
Einladung zur autonomen Vollversammlung am 13.02.2008 im
Mehringhof, 19.30 Uhr
Einladung zur autonomen
Vollversammlung am 13.02.2008 im
Mehringhof, 19.30 Uhr

Bei der autonomen VV im Januar wurde über den Bullenkongress und die Demo aus diesem Anlass gesprochen. Aus dieser Diskussion ist die Idee entstanden bei der nächsten VV über verschiedene Demokonzepte zu reden. Ausgehend davon und von der Diskussion über die Freiräume-Demo vom 8.12.07 wollen wir erörtern, welche verschiedenen Demokonzepte es gibt und welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Strategien haben. Konkret weden verschiedene Konzepte vorgestellt (z.B. Out of Control, Black Block, Raves, Critical Mass und andere) und so auch diskutiert werden, wie wir Demos dem Anlass entsprechend gestalten können. Das Ganze geschieht natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, und alle Teilnehmenden sind aufgefordert, ihre Erfahrungen und Kenntnisse mit einzubringen.

Wer rastet der rostet... ????
Daneben soll aber auch darüber diskutiert werden, wie bestimmten „Ritualen“ auf Demos vorgebeugt werden kann (z.B. im Kessel kleben bleiben, bloßer „Verbalradikalismus“ etc.). Wie ist es möglich, uns als DemonstrantInnen aus dieser Konsumhaltung herauszureißen,
wieder eigenständig, kreativ, selbstbestimmt und unkontrollierbar zu
sein. Dabei stellt sich die Frage, wie solche Handlungsmöglichkeiten
eröffnet werden können.

Außerdem möchten wir zur Disposition stellen ob und inwieweit
Demonstrationen überhaupt noch Optionen für eine radikale Linke
darstellen. Das Demonstrationsrecht in diesem vermeintlichen
„Rechtsstaat“ ist eins der wenigen politischen Grundrechte, welches
gewährt werden (muss), und selbst in diesem engen Rahmen wird es
ständig verletzt und zunehmendst eingegrenzt. Eine Demo besteht kaum
noch daraus, eigene Inhalte und Forderungen in die breite
Öffentlichkeit zu tragen und oder gar mit ihr in Kommunikation zu
treten. Meistens bietet sich das selbe Bild: schikanöse Vorkontrollen,
idiotische Auflagen, abfilmen, spalieren, prügeln, festnehmen etc. So
gehen wir meist gefrustet nach Hause, Ohnmachtsgefühl macht sich breit
und bei der nächsten Aktion wird drei mal überlegt ob wir uns das jetzt
schon wieder antun wollen. Auch wenn das daran liegen mag, dass sich
die klassiche Demonstration an die Regeln hält, die von denen
aufgestellt werden, gegen die sich der Protest eigentlich richtet.

Auch hier sollte überlegt werden: was machen wir
nach der Demo? Sollten direkte Aktionen (wieder) eine zentralere Rolle
spielen? Wie können wir trotz vielleicht ja auch mit und wegen
dämlichen Auflagen unsere Inhalte und Forderungen vermitteln? Wie
kommen wir aus der Defensive?
Auch das alt-bewährte
Problem taucht an dieser Stelle wieder auf: die Kommunikation auf
Demos; Kommunikation unter den Demo-Teilnehmenden, der Moderation, den verschiedenen Blöcken etc. Für die Gestaltung dieses Diskussionspunktes werden AktivistInnen eines freien Radiosenders anwesend sein, welcher schon zum G8-Gipfel in Heiligendamm auf Sendung war, um alle auf dem Laufenden zu halten.
Desweiteren fällt auf, dass die meisten Demos von uns für uns gemacht werden, und das obwohl die thematisierten Dinge gesellschaftliche Probleme betreffen. Wir sollten uns daher überlegen, wie man breitere gesellschaftliche Schichten anspricht, vor allem bei Themen wie z.B. Hartz IV, Sozialabbau...
Das Thema „Demokonzepte“ wurde zwar auf der letzten VV auserkoren, das heißt aber nicht, dass andere Themen nicht diskutiert werden sollen. Wenn ihr ein solches Thema auf die Diskussionsliste setzen wollt oder sonst wie eine wichtige Ankündigung machen wollt, könnt ihr das gerne an folgenden e-mail Adresse schicken:

 autonomeVV@web.de.
Dies würde unsere Vorbereitung erleichtern, doch
natürlich könnt ihr auch spontan und vor Ort euren Beitrag zur
Diskussion leisten.
Angedacht wurde auch, ob nicht Leute, die bisher kontinuierlich an den VV´s teilgenommen haben, eine Art Bericht oder Zusammenfassung anfertigen könnten. Auf den VV´s wurde so vieles diskutiert und ausgearbeitet und wir finden es wichtig, Ergebnisse, Diskussion, wenn auch nur angerissen, fest zu halten, um den Diskussionsprozess dokumentieren zu können.
Eine kleine Vorschau: Passend zu diesem
Thema, wird auf der VV am 13.03.08 voraussichtlich „Anti-Repression-Arbeit“ diskutiert.
Wir freuen uns auf euch!
Euer VV-Vorbereitungsteam!
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Ergänzungen

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zehnn minuten? — genderanarchist