Fachkonferenz gegen illegale Graffiti
Leipzig: Fachkonferenz gegen illegale Graffiti zementiert einseitiges Sauberkeitsparadigma. Jugendsubkulturen haben keinen Platz im öffentlichen Raum.
Am 23. Januar fand im Leipziger Rathaus das 1. Fachforum gegen illegale Graffiti statt. Der Ausrichter dieser Veranstaltung, das Aktionsbündnis Stattbild – ein Bündnis u.a. aus Unternehmern, Hauseigentümern und der Stadtverwaltung, will damit konzertierte Strategien gegen die Beschädigung privaten Eigentums und die „Zerstörung des Stadtbilds“ diskutieren.
Seine einseitige Stossrichtung macht das Forum derweil schon im Titel klar. Auch der Kreis der Beteiligten – Wirtschaftsverbände und Polizei – unterstreicht die Herangehensweise: es geht nicht um Kommunikation zwischen den verschiedenen Seiten – nämlich Hauseigentümern, staatlichen Behörden, Wirtschaftsvertretern und Graffitikünstlern - sondern um eine „Kampfansage“. In diesem Sinne werden im Zuge der Kooperation des Aktionsbündnisses Stattbild mit Leipziger Schulen Schülerinnen und Schüler zu „Blockwarten“ gegen Graffiti gemacht. Der Wettbewerb „Saubere Schule 2008 – wir sind dabei“ schickt junge Leute in die Spur, damit sie im Umfeld ihrer Schulen selbst Hand gegen Graffiti anlegen.
Dass Graffiti integraler und etablierter Bestandteil von Jugendsubkulturen und längst keine subversive Untergrundpraxis mehr ist, der es mit law-and-order-Konzepten entgegenzutreten hieße, interessiert im herrschenden Sauberkeitsparadigma nicht. Mit dem 2005 verschärften Strafrecht in Sachen Graffiti - auch in Sachsen erfüllt das Bemalen fremder Hauswänden den Tatbestand einer Straftat, verankert im § 303 Strafgesetzbuch (Sachbeschädigung) - wird die Kriminalisierung zudem festgeschrieben.
Trotzdem ist in Leipzig seitdem sogar ein Anstieg illegaler Graffiti zu verzeichnen. Die Schadenssummen belaufen sich nach Aussagen der Polizei auf jährlich 2 Millionen Euro.
Die Zahl, die das „Deutsche Städtetag-Bulletin“ zuletzt im Jahr 2003 veröffentlichte - in Gemeinden, die öffentliche Graffiti-Projekte fördern sei die Anzahl der illegalen Graffitis um bis zu 40% zurückgegangen – macht recht deutlich, dass ein Strategiewechsel im Umgang mit Graffiti auf die Tagesordnung gehört: Dialog, Akzeptanz und Förderung legaler Betätigungsfelder... Mehr lesen unter: href="
http://www.linke-bueros.de/kampfansage-statt-dialog_4178,451.html"
Seine einseitige Stossrichtung macht das Forum derweil schon im Titel klar. Auch der Kreis der Beteiligten – Wirtschaftsverbände und Polizei – unterstreicht die Herangehensweise: es geht nicht um Kommunikation zwischen den verschiedenen Seiten – nämlich Hauseigentümern, staatlichen Behörden, Wirtschaftsvertretern und Graffitikünstlern - sondern um eine „Kampfansage“. In diesem Sinne werden im Zuge der Kooperation des Aktionsbündnisses Stattbild mit Leipziger Schulen Schülerinnen und Schüler zu „Blockwarten“ gegen Graffiti gemacht. Der Wettbewerb „Saubere Schule 2008 – wir sind dabei“ schickt junge Leute in die Spur, damit sie im Umfeld ihrer Schulen selbst Hand gegen Graffiti anlegen.
Dass Graffiti integraler und etablierter Bestandteil von Jugendsubkulturen und längst keine subversive Untergrundpraxis mehr ist, der es mit law-and-order-Konzepten entgegenzutreten hieße, interessiert im herrschenden Sauberkeitsparadigma nicht. Mit dem 2005 verschärften Strafrecht in Sachen Graffiti - auch in Sachsen erfüllt das Bemalen fremder Hauswänden den Tatbestand einer Straftat, verankert im § 303 Strafgesetzbuch (Sachbeschädigung) - wird die Kriminalisierung zudem festgeschrieben.
Trotzdem ist in Leipzig seitdem sogar ein Anstieg illegaler Graffiti zu verzeichnen. Die Schadenssummen belaufen sich nach Aussagen der Polizei auf jährlich 2 Millionen Euro.
Die Zahl, die das „Deutsche Städtetag-Bulletin“ zuletzt im Jahr 2003 veröffentlichte - in Gemeinden, die öffentliche Graffiti-Projekte fördern sei die Anzahl der illegalen Graffitis um bis zu 40% zurückgegangen – macht recht deutlich, dass ein Strategiewechsel im Umgang mit Graffiti auf die Tagesordnung gehört: Dialog, Akzeptanz und Förderung legaler Betätigungsfelder... Mehr lesen unter: href="
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Ergänzungen
pro graffiti
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Typisch links — meikel64
@ meikel64 — gaaanz typischer linker
hach ja — leipziger
undemokratisch — antipub
@antipub — leipziger