Kampagne für die Freiheit von Binali Yildirim
Seit knapp acht Monaten sitzt der in Deutschland als politischer Flüchtling anerkannte
Kurde Binali Yildirim in spanischer Auslieferungshaft. Am Montag begann eine internationale Kampagne um seine Freilassung.
Kurde Binali Yildirim in spanischer Auslieferungshaft. Am Montag begann eine internationale Kampagne um seine Freilassung.
In Deutschland lebte Yildirim mit seiner Frau Saadet und seiner kleinen Tochter seit 2001. Mit seiner Hobby-Fußballmannschaft reiste er im Mai 2007 für ein Wochenende zu einem Freundschaftsspiel nach Mallorca. Noch im Hotel wurde er verhaftet. Die spanische Polizei berief sich auf einen internationalen Haftbefehl aus der Türkei. Yildirim habe sich mit seiner Flucht aus der Türkei der Verbüßung einer lebenslänglichen Haftstrafe entzogen, lautete die Begründung. Er war 1996 vom türkischen Militärgericht wegen Mitgliedschaft in einer verbotenen linken Organisation zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Yildirim beteiligte sich im Gefängnis an mehreren Hungerstreiks gegen seine Isolationshaft. Im Jahre 2001 wurde er wegen seines schlechten Gesundheitszustands aus dem Gefängnis entlassen. Im Anschluss flüchtete er nach Deutschland, wo er in medizinischer und psychologischer Behandlung war.
Die Hamburger Justiz hatte ein Auflieferungsbegehren aus der Türkei mit der Begründung abgelehnt, dass das Urteil gegen Yildirim nicht den europäischen Standards entspricht, weil ein Militärrichter den Vorsitz führte. Außerdem sei Yildirim nachweißlich in der Haft schwer gefoltert worden. Die Dokumente liegen auch der spanischen Justiz vor, erklärte sein Verteidiger, der Hamburger Rechtsanwalt Björn Stehn am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Er bezeichnete die acht Monate andauernde Haft seines Mandanten als ungewöhnlich lang. Zumal sich Yildirims Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert habe. So leide er unter akuten Schlafstörungen und traumatischen Ängsten. Durch die erneute Haft seien die Foltererlebnisse in der Türkei wieder lebendig geworden, heißt es in einem vor einigen Wochen erstellten Gutachten eines spanischen Psychiaters.
Die Haftbedingungen tragen dazu bei. Weil Binali nicht spanisch spricht, ist er im Knast noch einmal zusätzlich isoliert. Bis heute konnte Yildirim Frau trotz mehrer Anträge ihren Mann nicht im Gefängnis besuchen. Sie benannte auf der Pressekonferenz die Folgen der Haft für die Familie. „Ich musste den Kiosk verkaufen, in den mein Mann alleine arbeitete und habe jetzt viele Schulden“.
Zeitgleich mit der Presskonferenz gab es in verschiedenen europäischen europäischen Städten kleine Solidaritätsaktionen für Yildirims Freilassung. So versammelten sich knapp 20 Menschen in Hamburg vor dem spanischen Generalkonsulat.
In Berlin traf sich eine Delegation der Binali-Solidaritätsgruppe mit einem Mitarbeiter der spanischen Botschaft. Konkrete Ergebnisse gab es natürlich keine. Deshalb wollen die AktivistInnen die Kampagne für Binalis Freilassung fortsetzen.
Ende Februar will eine Delegation aus Deutschland in Spanien mit den Behörden sprechen und einer internationalen Veranstaltung in Madrid die Öffentlichkeit über den Fall informieren.
Die Hamburger Justiz hatte ein Auflieferungsbegehren aus der Türkei mit der Begründung abgelehnt, dass das Urteil gegen Yildirim nicht den europäischen Standards entspricht, weil ein Militärrichter den Vorsitz führte. Außerdem sei Yildirim nachweißlich in der Haft schwer gefoltert worden. Die Dokumente liegen auch der spanischen Justiz vor, erklärte sein Verteidiger, der Hamburger Rechtsanwalt Björn Stehn am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Er bezeichnete die acht Monate andauernde Haft seines Mandanten als ungewöhnlich lang. Zumal sich Yildirims Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert habe. So leide er unter akuten Schlafstörungen und traumatischen Ängsten. Durch die erneute Haft seien die Foltererlebnisse in der Türkei wieder lebendig geworden, heißt es in einem vor einigen Wochen erstellten Gutachten eines spanischen Psychiaters.
Die Haftbedingungen tragen dazu bei. Weil Binali nicht spanisch spricht, ist er im Knast noch einmal zusätzlich isoliert. Bis heute konnte Yildirim Frau trotz mehrer Anträge ihren Mann nicht im Gefängnis besuchen. Sie benannte auf der Pressekonferenz die Folgen der Haft für die Familie. „Ich musste den Kiosk verkaufen, in den mein Mann alleine arbeitete und habe jetzt viele Schulden“.
Zeitgleich mit der Presskonferenz gab es in verschiedenen europäischen europäischen Städten kleine Solidaritätsaktionen für Yildirims Freilassung. So versammelten sich knapp 20 Menschen in Hamburg vor dem spanischen Generalkonsulat.
In Berlin traf sich eine Delegation der Binali-Solidaritätsgruppe mit einem Mitarbeiter der spanischen Botschaft. Konkrete Ergebnisse gab es natürlich keine. Deshalb wollen die AktivistInnen die Kampagne für Binalis Freilassung fortsetzen.
Ende Februar will eine Delegation aus Deutschland in Spanien mit den Behörden sprechen und einer internationalen Veranstaltung in Madrid die Öffentlichkeit über den Fall informieren.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen