Lage in Afghanistan
Der Text soll, auch in Hinblick auf die NATO-Sicherheitskonferenz, einen Einblick in die polit. Lage Afghanistans geben.
Die Lage In Afghanistan
1.Regierung
Der Regierungschef Hamid Karzai Wurde am 4.Dez.2001 von UND und UN ins Amt eingesetzt.
Karzai arbeitete seit Mitte der 80er mit amerikanischen Geheimdiensten und Erdölgesellschaften zusammen. Mitte der 90er Jahre war er als Berater des amerikanischen Erdölunternehmens UNOCAL an Pipeline Projekten am Kaspischen Meer tätig.
Auch war er in den 90er Jahren ein Unterstützer der Taliban (
http://de.wikipedia.org/wiki/Hamid_Karzai)
Eine -wie man sich denken kann- für die Vertretung der Interessen der Besatzungsmächte Hervorragende Figur.
Ausländische Firmen dominieren zunehmend die Wirtschaft des Landes und die Preise für den täglichen Bedarf steigen. 90 Prozent der Waren auf dem afghanischen Markt stammen aus Importen und westliche Konzerne übernehmen afghanische Fabriken. Die Drogenbarone und Milizen nutzen die neuen Wirtschaftsstrukturen zur Geldwäsche, zum Waffenhandel und investieren in Grundstücke sowie importierte Luxusgüter für zahlungskräftige Ausländer und die Besatzungstrupppen.
Weiterhin befinden sich in dieser Regierung Kriegsfürsten der mit der USA Verbündeten Nordallianz (
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Islamische_Vereinigte_Front_zur_Rettung_Afghanistans= )
Die Frauen der RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan ),die sogar von amerikanischen Medien gefeiert wurden, weil sie ihr Leben aufs Spiel setzen um Taliban Verbrechen öffentlich zu machen zu diesen Warlords: " Die Menschen der Welt müssen die Verbrecher der Nordallianz kennen... Es sind dieselben Leute, die unmittelbar nach der Machtergreifung...-neben anderen niederträchtigen Einschränkungen den Schleierzwang für Frauen Einführen. Die Menschen der Welt müssen wissen, dass die Taliban es in der Zahl der Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen zwischen 7 und 70 Jahren nicht annähernd mit ebendiesen Verbündeten der Nordallianz aufnehmen können..."( 10.Dez.2001 )
Auch die afghanische Politikerin Malalai Joya kritisert die Nordallianz aufs heftigste: "Das afghanische Volk ist gefangen zwischen 2 Feinden: den Taliban und den Kriegsfürsten. Erstere sind Gegner der USA, Letztere sind Partner (und beide wurden von den USA abwechselnd zur Kontrolle des Erdöls am Kasp. Meer als Verbündete unterstützt [Anmerkung des Autors]). Beide haben Verbrechen begangen. Sogar Präsident Hamid Karsai hat kürzlich gesagt, dass die Nordallianz inzwischen gefährlicher ist als die Taliban. Aber Karsai ist ein Geisel der Fundamentalisten, die inzwischen in unserem Parlament die Oberhand haben." ( 19.09.2007 "Die USA sind in Afghanistan Besatzer" taz )
Auserdem befinden sich in der Regierung auch Druglords , die die liberalisierten Märkte zur Geldwäsche benutzen.
Malalai Joya:" Es gäbe Hilfe für Bildung , aber das meiste ist in die Tasche korrupter Warlords und Druglords goflossen" ( 19.09.2007 )
Die Taliban hatten in Afghanistan den Opiumanbau aus religiösen Gründen verboten. Seit den 90ziger Jahren stellt Afghanistan weltweit das größte Ursprungsland von illegalem Opium und Heroin dar. Gegen Ende der 90ziger Jahre zeichnete sich Afghanistan für 70 % der weltweiten illegalen Opiumproduktion verantwortlich, weit vor Myanmar (22%) und Laos (3%) liegend.
Durch das von den Taliban durchgesetzte Verbot des Schlafmohnanbaus, sanken diese Zahlen 2001 abrupt, was zu einem offensichtlichen Heroinangebotsmangel auf den europäischen Märkten führte. Aus diesem Grund und dem sich anschließenden Ausfall der Frühlingsernte stiegen die Preise um ein Zehnfaches. Diese Einschränkung des Drogenanbaus birgt auch ein Problem für Geheimdienste. Denn diese nutzen für die Beschaffung von Geldern, die keiner parlamentarischen Kontrolle unterworfen sind, auch den Drogenhandel.
Diese Einschränkung des Opiumanbaus also war zusammen mit der talibanischen Weigerung einer Pipeline durch Afghanistan zuzustimmen, ein Motiv für den Krieg der NATO gegen Afghanistan. Nach der Absetzung der Taliban (und der Tötung von Hunderttausenden Zivilisten) nun kann der Drogenanbau wieder relativ ungestört weitergehen. (hahn.blogkade.de/archives/2007/01/C13.html - 210k - )
2. Frauenrechte
Ein Argument des Krieges war die Frauenbefreiung .
Was hat sich getan?
Nach Malalai Joya hat sich die Lage der Frauen nicht verbessert nein sie ist schlechter als vor der Infasion.
Als sie die Strafverfolgung der Warlords und Drogenschmuggler forderte erfolgten 4 Mordanschläge die sie allerdings Überlebte. Später wurde sie aus dem Parlament geworfen weil sie die Kriegsfürsten mit Tieren verglichen hatte.
Militärische Auftragsgeber wie Blackwater, Kellog Brown and Root kaufen Frauen, die von krimenellen Organisationen entführt werden berichtet Dr. Daud Miraki.
Vor allem für Frauen die sich für Bildung engagieren ist die Situation lebensgefährlich.
Eine 22-jährige Journalistin wurde in ihrem Haus in Kabul erschossen. Eine andere Journalistin wurde nachts im Schlaf ermordet, neben ihren Kindern
3. Lage der Civilbevölkerung
Die Lebenskosten sind nach der Invasion heftig angestiegen und jeder der 3 Mahlzeiten am Tag ergattern kann ist überglücklich
auch die Grundstückspreise sind in die Höhe geschnellt. Lagen sie vor der Invasion noch bei 50 Dollar für ein bescheidenes Haus, so liegen die Preise heute teilweise schon bei 1500 Dollar. (Stand: Sept. 07)
Auch sind Wasserversorgung noch Abwasserversorgung in einem erbärmlichen zustand.
Die Stromversorgung funktioniert selbst in Kabul nur drei bis vier Stunden am Tag.
1.Regierung
Der Regierungschef Hamid Karzai Wurde am 4.Dez.2001 von UND und UN ins Amt eingesetzt.
Karzai arbeitete seit Mitte der 80er mit amerikanischen Geheimdiensten und Erdölgesellschaften zusammen. Mitte der 90er Jahre war er als Berater des amerikanischen Erdölunternehmens UNOCAL an Pipeline Projekten am Kaspischen Meer tätig.
Auch war er in den 90er Jahren ein Unterstützer der Taliban (
http://de.wikipedia.org/wiki/Hamid_Karzai) Eine -wie man sich denken kann- für die Vertretung der Interessen der Besatzungsmächte Hervorragende Figur.
Ausländische Firmen dominieren zunehmend die Wirtschaft des Landes und die Preise für den täglichen Bedarf steigen. 90 Prozent der Waren auf dem afghanischen Markt stammen aus Importen und westliche Konzerne übernehmen afghanische Fabriken. Die Drogenbarone und Milizen nutzen die neuen Wirtschaftsstrukturen zur Geldwäsche, zum Waffenhandel und investieren in Grundstücke sowie importierte Luxusgüter für zahlungskräftige Ausländer und die Besatzungstrupppen.
Weiterhin befinden sich in dieser Regierung Kriegsfürsten der mit der USA Verbündeten Nordallianz (
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Islamische_Vereinigte_Front_zur_Rettung_Afghanistans= ) Die Frauen der RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan ),die sogar von amerikanischen Medien gefeiert wurden, weil sie ihr Leben aufs Spiel setzen um Taliban Verbrechen öffentlich zu machen zu diesen Warlords: " Die Menschen der Welt müssen die Verbrecher der Nordallianz kennen... Es sind dieselben Leute, die unmittelbar nach der Machtergreifung...-neben anderen niederträchtigen Einschränkungen den Schleierzwang für Frauen Einführen. Die Menschen der Welt müssen wissen, dass die Taliban es in der Zahl der Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen zwischen 7 und 70 Jahren nicht annähernd mit ebendiesen Verbündeten der Nordallianz aufnehmen können..."( 10.Dez.2001 )
Auch die afghanische Politikerin Malalai Joya kritisert die Nordallianz aufs heftigste: "Das afghanische Volk ist gefangen zwischen 2 Feinden: den Taliban und den Kriegsfürsten. Erstere sind Gegner der USA, Letztere sind Partner (und beide wurden von den USA abwechselnd zur Kontrolle des Erdöls am Kasp. Meer als Verbündete unterstützt [Anmerkung des Autors]). Beide haben Verbrechen begangen. Sogar Präsident Hamid Karsai hat kürzlich gesagt, dass die Nordallianz inzwischen gefährlicher ist als die Taliban. Aber Karsai ist ein Geisel der Fundamentalisten, die inzwischen in unserem Parlament die Oberhand haben." ( 19.09.2007 "Die USA sind in Afghanistan Besatzer" taz )
Auserdem befinden sich in der Regierung auch Druglords , die die liberalisierten Märkte zur Geldwäsche benutzen.
Malalai Joya:" Es gäbe Hilfe für Bildung , aber das meiste ist in die Tasche korrupter Warlords und Druglords goflossen" ( 19.09.2007 )
Die Taliban hatten in Afghanistan den Opiumanbau aus religiösen Gründen verboten. Seit den 90ziger Jahren stellt Afghanistan weltweit das größte Ursprungsland von illegalem Opium und Heroin dar. Gegen Ende der 90ziger Jahre zeichnete sich Afghanistan für 70 % der weltweiten illegalen Opiumproduktion verantwortlich, weit vor Myanmar (22%) und Laos (3%) liegend.
Durch das von den Taliban durchgesetzte Verbot des Schlafmohnanbaus, sanken diese Zahlen 2001 abrupt, was zu einem offensichtlichen Heroinangebotsmangel auf den europäischen Märkten führte. Aus diesem Grund und dem sich anschließenden Ausfall der Frühlingsernte stiegen die Preise um ein Zehnfaches. Diese Einschränkung des Drogenanbaus birgt auch ein Problem für Geheimdienste. Denn diese nutzen für die Beschaffung von Geldern, die keiner parlamentarischen Kontrolle unterworfen sind, auch den Drogenhandel.
Diese Einschränkung des Opiumanbaus also war zusammen mit der talibanischen Weigerung einer Pipeline durch Afghanistan zuzustimmen, ein Motiv für den Krieg der NATO gegen Afghanistan. Nach der Absetzung der Taliban (und der Tötung von Hunderttausenden Zivilisten) nun kann der Drogenanbau wieder relativ ungestört weitergehen. (hahn.blogkade.de/archives/2007/01/C13.html - 210k - )
2. Frauenrechte
Ein Argument des Krieges war die Frauenbefreiung .
Was hat sich getan?
Nach Malalai Joya hat sich die Lage der Frauen nicht verbessert nein sie ist schlechter als vor der Infasion.
Als sie die Strafverfolgung der Warlords und Drogenschmuggler forderte erfolgten 4 Mordanschläge die sie allerdings Überlebte. Später wurde sie aus dem Parlament geworfen weil sie die Kriegsfürsten mit Tieren verglichen hatte.
Militärische Auftragsgeber wie Blackwater, Kellog Brown and Root kaufen Frauen, die von krimenellen Organisationen entführt werden berichtet Dr. Daud Miraki.
Vor allem für Frauen die sich für Bildung engagieren ist die Situation lebensgefährlich.
Eine 22-jährige Journalistin wurde in ihrem Haus in Kabul erschossen. Eine andere Journalistin wurde nachts im Schlaf ermordet, neben ihren Kindern
3. Lage der Civilbevölkerung
Die Lebenskosten sind nach der Invasion heftig angestiegen und jeder der 3 Mahlzeiten am Tag ergattern kann ist überglücklich
auch die Grundstückspreise sind in die Höhe geschnellt. Lagen sie vor der Invasion noch bei 50 Dollar für ein bescheidenes Haus, so liegen die Preise heute teilweise schon bei 1500 Dollar. (Stand: Sept. 07)
Auch sind Wasserversorgung noch Abwasserversorgung in einem erbärmlichen zustand.
Die Stromversorgung funktioniert selbst in Kabul nur drei bis vier Stunden am Tag.
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