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Aufruf zur Antifa-Demo am 01.03.08 Pinneberg

Antifa Pinneberg 16.01.2008 21:38 Themen: Antirassismus
Die aktuelle Situation in Pinneberg.
Terror durch nazis, Repression durch den Staat!
Pinneberger Kameradschaft stilllegen – Keine Toleranz für Faschist_Innen



Früher und heute…

Es ist schon eine Weile her, seit die rechtsterroristische Organisation „Combat 18“ diverse Anschläge durchführte, zum Mord am IG-Metall – Funktionär Uwe Zabel aufrief und offen Menschen bedrohte und belästigte. Auch die Kameradschaft Elbmarsch ist seit einiger Zeit nicht mehr aktiv – doch die Präsenz von Faschisten in Pinneberg ist keineswegs Vergangenheit. Schon seit einiger Zeit werden die Pinneberger Innenstadt, sowie die umliegenden S – Bahnhöfe Pinneberg, Halstenbek und Krupunder wieder stark von Neonazis frequentiert. Sie verbringen dort ihre Freizeit, betrinken sich und belästigen Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen. Wiederholt wurden Flugblätter verteilt, Parolen geschmiert und Aufkleber mit rechtsradikalem Inhalt angebracht.



Neonazis und ihre Organisation…

Dass die rechtsradikale Szene in Pinneberg keinesfalls unorganisiert ist, zeigt sich an der Teilnahme mehrerer regionaler Faschisten an NPD – Aufmärschen, sowie gutem Kontakt zum Hamburger Neonazi – Anwalt Jürgen Rieger.

Doch nicht nur durch Aufkleber und Demonstrationen machen die Pinneberger Neonazis auf sich aufmerksam: Wiederholt ist es bereits zu körperlichen Auseinandersetzungen mit Antifaschisten gekommen, bei denen sich auch eine gute Vernetzung mit Elmshorner, Uetersener und Hamburger Rechtsradikalen offenbarte. Dabei wurden auch mehrere Mitglieder der ehemaligen Kameradschaft Elbmarsch identifiziert.



Verbot und Kriminalisierung Antifaschistischer Aktivitäten…

Um diesen Zuständen entgegenzuwirken, wollten Aktivist_Innen ein Konzert unter antifaschistischem Motto in Pinneberg organisieren. Das Konzert sollte im Geschwister–Scholl–Haus (GSH) in Pinneberg unter dem Motto „Reagieren statt tolerieren – Kein Fußbreit dem Faschismus!“ stattfinden. Aufgrund von Symbolen wie einem durchgestrichenen oder zerschlagenen Hakenkreuz wurden dem GSH von der Polizei und dem Verfassungsschutz Auflagen erteilt. So durften die genannten Symbole nicht auf den Flyern abgebildet werden. Auch das Motto sollte geändert werden, es sei zu provokant der rechten Szene gegenüber. Die Auflagen wurden erfüllt und das Konzert sollte unter dem Motto „Reagieren statt tolerieren – Für ein friedliches Zusammenleben aller Völker!“ durchgeführt werden. Doch es folgten weitere Auflagen. Das Konzert dürfe nur unter strenger Polizeikontrolle stattfinden. Außerdem würde jede_r Konzertbesucher_in umgehend festgenommen werden, sollte sie/er Buttons, Aufnäher oder Ähnliches tragen, die durchgestrichene Hakenkreuze abbilden. In dem Falle wäre das Konzert ebenfalls seitens der Polizei beendet worden. Die Organisatoren entschlossen sich also dazu, in Übereinstimmung mit dem GSH, das Konzert nicht stattfinden zu lassen, da das Ziel, die Öffentlichkeit Pinnebergs zu erreichen, nicht mehr zu realisieren war.



Kommt zur Demo am 1.3.!

Bereits im Frühjahr 2007 demonstrierten rund 40 Antifaschist_Innen spontan in der Pinneberger Innenstadt gegen das Konzertverbot und die Pinneberger Naziszene. Mit einer lautstarken Demonstration wollen wir am 1. März auf diese Zustände aufmerksam machen und uns der faschistischen Ideologie in den Weg stellen. Dieses Land hat eine Vergangenheit und WIR tragen die Verantwortung dafür, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Daher rufen wir dazu auf, sich lautstark an der Antifaschistischen Demonstration zu beteiligen.





Antifaschistische Demonstration 1.3.2008 / 11.00 Uhr Bhf. Pinneberg

Pinneberger Kameradschaft stilllegen!

Keine Toleranz für Faschist_Innen!

Nicht in Pinneberg und nirgendwo sonst!
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Ergänzungen

Abfahrt Hamburg Hbf.

anifa pbg. 23.01.2008 - 13:20
Treffen Hbf. wie immer vorm DB Infopoint, um 10 Uhr

abfahrt mit der S3 Richtung Pinneberg 10:15 h



Treffen für alle aus Hamburg

ist 28.01.2008 - 17:20
zwar um 10 aber die Abfahrt erst um 10:25 Uhr da wir auf alle Anreisenden warten werden!!!

Hamburger Treffen

antifa pinneberg 27.02.2008 - 21:30
Die Hamburger Antifaschisten_Innen treffen sich um 10 Uhr in Hamburg Sternschanze zur fahrt nach Pinneberg.
Denn treffpunkt am hbf gibt es nicht mehr.

Am 26. Februar in der PZ...

The Big Lebowski 28.02.2008 - 00:37
Einem Artikel in der "Pinneberger Zeitung" zufolge rechnet die Polizei mit 300 Teilnehmenden. Der Revierleiter wird mit den Worten zitiert: "Momentan gibt es keine organisierte rechte Szene bei uns." Man habe den zehn Neonazis, die dies vor anderthalb Jahren versucht hätten, "ständig auf die Füße getreten und sie wieder aufgelöst." Hut ab vor diesen entschlossenen Freunden und Helfern! Die könnte man glatt nach Meck-Pomm, Brandenburg oder Sachsen exportieren / versetzen, damit sie dort mit den Braunen aufräumen!

Aber der Anlass für die Demo ist doch nicht gut zu vermitteln, ohne Nazis. Nazi-Terror in Pinneberg? Hab ich noch nix von mitgekriegt. Eine Kameradschaft still legen, die nicht mehr in Erscheinung tritt? Oder einfach nur mal wieder Flagge zeigen, den Gutmenschen rauskehren, Entschlossenheit signalisieren, wie immer man oder frau das auch macht, für die eigene Splittergruppe werben...aber keine Nazis? Keine Autonomen? Kein Pogo? Ist ja langweilig, irgendwie.

Das Wetter soll ja mies sein am Sonnabend...hat jemand eigentlich die "Deutsche Apfel-Front" eingeladen? Wahrscheinlich nicht.

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