LL-Demo 2008 in Berlin - ein Fotobericht

Bernd Kudanek alias bjk 16.01.2008 17:12 Themen: Antifa Antirassismus Globalisierung Repression Soziale Kämpfe Weltweit
Und wieder kamen am vergangenen Sonntag, den 13.01.08, Zehntausende zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin, um der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken. Nach Angaben der Veranstalter waren es sogar einige Tausend mehr als im vergangenen Jahr. Es war ein herrlicher Sonnentag mit angenehmen demogerechten Temperaturen so um die 7- 8 Grad - nur Amateur-Fotografen mit einfachen Digi-Fotoapparaten (wie beim Verfasser ) hatten's wegen der extremen Lichtverhältnisse nicht immer leicht, insbesondere bei Gegenlicht-Aufnahmen.
Wie in jedem Jahr am 2. Sonntag im Januar haben auch diesmal verschiedene linke Gruppen zur Demo am U-Bahnhof Frankfurter Tor aufgerufen. Als ich um 10:15 Uhr dort eintraf, hatte sich der kilometerlange Demozug schon längst in Richtung Gedenkstätte der Sozialisten in Bewegung gesetzt. Ich konnte gerade noch zwei Aufnahmen machen, bis zum nächsten U-Bahnhof Samariterstraße nach dem Motto "Überholen ohne Einzuholen" mitsprinten und mußte dann erkennen, daß ich es so kaum schaffen würde, mich durch die proppenvolle Frankfurter Allee durchzuwühlen und bis zum Internationalen Block aufzuschließen. Also fuhr ich mit der U-Bahn gleich 2 Stationen bis zur Station Magdalenenstraße, um dort in Ruhe auf den Demozug zu warten.

Als dort nach einer halben Stunde noch immer keine Demo in Sicht kam, ich aber blinkende Polizei-Streifenfahrzeuge am Bahnhof Frankfurter Alle sah, fuhr ich schnell die eine Station zurück. Die Demo setzte sich auch gerade wieder in Bewegung. Ich erfuhr, schikanöse Bullenwillkür unter anderem wegen vorgeblich unzulässiger überlanger Seitentransparente und Vermummung mit angeblich zu tief heruntergezogenen Wollmützen etc. pp war wieder einmal die Ursache, weil's nicht weiterging. Den vorläufigen schikanösen Demostop hatte, wie soll's auch anders sein, die sattsam berüchtigte Einsatzleitung der 13. Einsatzhundertschaft angeordnet. Berlins oberster Demo-Erlaubnis-Einschränkungs-Chef, Joachim Haß, war natürlich mit im Staatsmachtschikanen-Bunde. Fehlen durfte dabei natürlich nicht die herzige Bullenversteherin der mitregierenden Berliner DIE LINKE, Marion Seelig. der Genossin Marions ohnehin schon wenig seeliger Gesichtsausdruck beim Betrachten des unbotmäßigen Internationalen Blocks wurde gleich noch um einiges grämlicher, beinahe so, als ob sie und Joachim Haß einen Wettbewerb um den verhärmtesten Gesichtsausdruck austrügen.

Ich erfuhr weiter, daß eine Demonstrantin bei der Einsatzleitung vorstellig wurde und sich über deren Willkür beschwerte. Der Einsatzleiter soll ihr dann gedroht haben, sie wegen ihrer "Renitenz" in Haft zu nehmen und, wenn er nur wollte, seine schon vor Aggressivität dampfenden Schlägerhorden auf die DemonstrantInnen zu hetzen. Diese Demonstrantin mit Zivilcourage war Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Bundesfraktion DIE LINKE. - Ich traf sie etwas später, als ich ein Foto von ihr und Marion Seelig machen wollte, denn es war ein Bild für Götter, zu sehen, wie die von nebenherlaufenden Bullen "beschützte" ungenießbare Genossin Seelig immer verstockter, starr geradeaus blickend vor sich hin harmte und Ulla sich gerade zornig gleich meterweit von ihr und dem Polizei-Wanderkessel entfernte. Aus dem Foto wurde nichts, denn Ulla bedeutete mir, sie wolle keinesfalls mit der Parteifreundin Seelig, der Senats-Sprecherin für Innenpolitik von DIE LINKE Berlin, zusammen auf einem Foto aufgenommen werden. Sie kam jedoch gleich darauf zu mir und erzählte, daß sie mit Marion Seelig nur gesprochen habe, um sie zur Mithilfe in Sachen Intervention bei der Polizei-Einsatzleitung zu bewegen, was die Bullenversteherin jedoch uneinsichtig und pikiert abgelenht hat. Ich pflichtete Ulla bei, daß wir alle diese ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin "gefressen" hätten - symbolisch natürlich. Wir unterhielten uns noch ein paar hundert Meter lang über Themen wie z. B. die grottendämliche Diskussion mancher Linker, darunter Halina Wawzyniak, Mitglied im Bundesvorstand DIE LINKE, um Sarah Wagenknechts kürzliches Hummeressen. Dann waren wir auch schon am U- und S-Bahnhof Lichtenberg, also gerade mal noch etwa 500 m vor der Gedenkstätte.

Insgesamt ist die Demo bis auf die Bullen-Provokation wegen der Seitentranspis ruhig verlaufen. Nur die Transpi-Vielfalt schien mir nach meinen Beobachtungen in den vergangenen jedoch zahlreicher gewesen zu sein. Trotzdem war es wieder ein eindrucksvolles Bekenntnis linker Solidarität, denn aus dem gesamten Bundesgebiet und teilweise auch aus dem Ausland kamen Delegationen.

Der rotrote Provo-Schandstein, "Den Opfern des Stalinismus" gewidmet, löste jedoch vieltausendfaches Kopfschütteln über den erbärmlichen Kotau vor dem neoliberalen Zeitgeist der Berliner SpitzengenossInnen von DIE LINKE aus. Ein paar Nelken mit Fotos von sogenannten Stalin-Opfern lagen zwar auch auf der steingewordenen Provokation, die stammten aber vor allem von den VorzeigegenosInnen, die schon um 9 Uhr sich medienwirksam präsentiert haben. Spaßvögel sollen sogar ironischerweise Fotos von NSDAP-Genossen angehängt haben. Als die Ordner das merkten, wurden sie schnell entfernt. Es soll später auch einen Eklat gegeben haben, weil eine empörte Delegation aus dem Ruhrgebiet die Stalinismus-Klamotte angeblich mit Lehm bedeckt und so "geschändet" hätten. Die Ordner von DIE LINKE hatten nichts Eiligeres zu tun, als eine Sondereinheit der staatmachtlichen Schläger herbeizurufen. Es soll vor Ort aber nur eine kurze Rangelei gegeben haben. Unter  http://www.antiimperialistische-aktion.de/ ist aber nachzulesen, daß die Bullen später wohl doch noch versucht haben, die nordrheinwestfälische Delegation bei ihrer Heimfahrt mit dem Bus "aufzumischen". So ganz ist ihr das offenbar doch nicht gelungen.

Fazit: Zoff und Randale auf Demos gehen IMMER nur von der Bullerei aus !!!

Fast vergessen hätte ich, daß mich ja zwischen Bahnhof Frankfurter Alle und Magdalenenstraße Berlins oberster Demo-Erlaubnis-Beschränkungs-Chef, Joachim Haß, bei unserem Aufeinandertreffen sogleich mit der launigen Frage begrüßte, ob ich nicht der Sudel-Bernd aus indymedia sei und ob ich Sudel-Ede (er meinte Eduard von Schnitzler und sein "Schwarzer Kanal") kenne. Fröhlich antwortete ich, daß ein solcher Vergleich aus seinem Munde für mich geradezu gleichbedeutend mit einem Ehrentitel wäre und ob ich ihn, wie jedesmal beim Zusammentreffen, wieder indymediawirksam fotografieren dürfte, natürlich würde ich unter sein Foto wieder ein paar nette situationsgerechte Zeilen schreiben. Daraufhin grummelte er sein Einverständnis und machte mich dabei auch darauf aufmerksam, daß er nun das Geld beisammen hätte, sich einen neuen Jack-Wolfskin-Anorak kaufen zu können. Es würde also sozusagen eine historische Aufnahme von ihm in seinem (alten) Jack-Wolfskin-Outfit werden. Bei diesen Worten härmten seine Mundwinkel gleich noch ein bißchen mehr und ich mußte beim Knipsen wie ein Honigkuchenpferd grienen - dementsprechend geriet dann auch das historische Porträtfoto des Jack-Wolfskin-Anoraks. Das letzte Foto von ihm ist unter  http://www.carookee.com/forum/freies-politikforum/17/19309687#19309687 in Foto Nr. 31 anzuschauen.

Alle 40 Fotos gibt's unter  http://www.carookee.com/forum/freies-politikforum/1/19673781#19673781
und unter  http://www.carookee.com/forum/WISP/4/19673619#19673619

Weitere Berichte und Fotos gibt's unter:
 http://de.indymedia.org/2008/01/205064.shtml
 http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/ll2008.html
 http://www.antiimperialistische-aktion.de/
 http://de.indymedia.org/2008/01/205028.shtml
 http://sozialbetrug.org/thread.php?postid=94087#post94087

Bernd Kudanek alias bjk
ALG II-Unterschichtler
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Ergänzungen

Nachtrag

Bernd Kudanek alias bjk 16.01.2008 - 17:32
die Plakate vor der Stalinistenklamotte hier im Großformat

noch mehr Fotos

asd 16.01.2008 - 20:03

linkes Kasperletheater

Katjusha 16.01.2008 - 21:25
Der Gedenkstein zur Erinnerung an die Opfer des Stalinismus steht auf der Gedenkstätte der Sozialisten. Ergo werden an diesem Gedenkstein Sozialisten gedacht, die Opfer des Stalinismus waren. Alle die sich mal die Zettel die dort niedergelegt wurden zusammen mit Nelken und Kränzen mal durch gelesen haben, konnten feststellen, dass es sich bei den Personen denen da gedacht wurde auch mehrheitlich um Kommunisten gehandelt hat. Sicher gab es auch einige Beiträge die Diskussionswürdig waren, wie etwa einfach "allen politischen Gefangenen der DDR zu gedenken", das schließt auch Nazis mit ein, und die haben auf der Gedenkstätte der Sozialisten nichts zu suchen. Ich habe aber absolut kein Verständnis für Leute, die das Andenken verstorbener Sozialisten im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen treten. Ich bin erst auf die Gedenkstätte, nachdem die Masse schon wieder weg war, und es war erschütternd wie es am Gedenkstein aussah, als wenn eine Horde Nazis gewütet hätte, und noch während einige ältere Frauen wieder anfingen, das Gedeck herzurichten, versuchten immer noch einzelne Leute alles wieder durcheinander zu bringen und auf den Boden zu werfen. Es ist absolut erbärmlich und eine Schande, wie sich einige dort an dem Tag aufgeführt haben.

... und noch mehr Fotos!

Veselin 17.01.2008 - 12:34
 http://www.bautzener-poebel.de/media_fotos_zeug_lldemo.php

hier gibt's bilder vom Bautzener-Poebel!

Nur so am Rande

Egal 17.01.2008 - 19:24
Ein Migrantischer Genosse sagte letztens:" Indymedia nicht gut, zu viel bla bla..." und wenn man sich die "Ergänzungen" hier ansieht kann ich ihm nur Recht geben. Indymedia ist KEINE Diskussionsplattform. Ich würde es wirklich gut finden wenn die Mods dumme Diskussionskommentare gar nicht mehr zulassen und als Ergänzungen, wirklich nur noch objektive nicht wertende inhaltliche Ergänzungen freischalten.

Denn wer hat schon Lust mehrere Seiten "bla bla" zu lesen, wenn ich das wollte melde ich mich in einem Forum an und diskutiere da rum.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 14 Kommentare

was mir

auf die eier ging 16.01.2008 - 21:59
war das man es bei dem potenzial das die demo hat nichts macht als die meter zur gedenkstätte abzureisen
nartülich war die menge beindruckend

10000 linke auf einem haufen sieht man nicht alle tage aber warum bekomme es die berliner genossen den nicht auf
die reihe mal durch dne block zulaufen und instrucktionen für einen spaziergang im anschlus und im weitlingskitz zuerteilen ?

da kommen menschne aus allen teilen der BRD und noch darüberhinaus
und dann ? laufen se ein paar meter schmeisen blumen auf die erde wünschen sich den sozialismus herbei und gehn wieder heim

wäre es zu viel verlangt das man deis potenzial ausnutzt ??

und selbst wenn man so was nicht ausnutzen will aus diversen gründen dann kan man doch wenigstens das gerücht dementiern das so was geplant sein soll


naja
schade halt

rotfront
akb member

"sogenannte Opfer" des Stalinismus?

Radek-Trotzki-Bucharin-Sinowjew 16.01.2008 - 22:29
"Schandstein", "sogenannte Opfer", ... wie kann man nur so geschichtsvergessen sein. und warum indymedia statt von undogmatischen radikalen Linken so gerne von Stalinisten - ob seiner Formulierungen scheint bjk ein solcher zu sein - genutzt wird...
Nur noch mal zur Erinerung:
Stalin hat die revolutionäre Partei Lenins physisch vernichtet und ausgemerzt - kaum ein führender Bolschewik überlebte seine Herrschaft. Vermutlich fielen deutlich mehr Kommunisten dem Terror Stalins zum Opfer als den NS-Verbrechern. Die Umwandlung der III. Internationale in eine Agentur russischer Außenpolitik, den Pakt mit Hitler, um Polen überfallen zu können.
Eine kommunistische Perspektive muss durch und durch anti-stalinistisch sein, oder es wird sie nicht geben.
Dass solche Diskussionen im jahre 2001 noch geführt werden müssen, ist ein einziges Armutszeugnis.

PS: Die Formulierung "Den sozialistischen und kommunisischen Opfern des Stalinismus" wäre sicher treffender gewesen, aber was solls, es ist eine sozialistische Gedenkstätte und keiner der Nazis und bürgerlichen Opfern irgendeiner Art gedacht wird.

Durchblicker

Berliner Hedonist 16.01.2008 - 22:59
@ Radek-Trotzki-Bucharin-Sinowjew

Ich hätte es nicht besser sagen können.

wobei wir beim nichtvorhandenen

anarchist 16.01.2008 - 23:06
unterschied zu hitler wären. beide waren massenmörder, nur noch von mao übertroffen. beide überfielen die polen und beides waren ausgemachte antisemiten.
was sie wieder trennt ist die singularität der vernichtung der juden. das konnten die deutschen besser.

bitte mal erklären

blub 17.01.2008 - 01:09
leider hat von denen, die sich über den gedenkstein für die opfer des stalinismus aufregen, keiner hier erklärt, worauf genau sich ihre kritik bezieht. also erklärt doch bitte mal für alle: seid ihr der meinung, es gäbe keine opfer des stalinismus oder stört euch, das ihrer gedacht wird? und im letzteren fall: warum stört euch das?

Kriege jedesmal das Kotzen

Kommunist 17.01.2008 - 01:25
wenn sogenannte Kommunisten an dem Anti Stalin Stein stehen.
Ich könnte jedem einzelnen eins aufs Maul hauen als Verräter des Kommunismus.
Ihr solltet echt mal überlegen ob ihr nicht zu den Anarchisten wechseln solltet,denn dort könnte ich es verstehen. Dieser Stein ist nur eine Anti Kommunistische Propagander der Leute die versuchen die Kommunistische Bewegung zu spalten. Die Leute die Stalin mit Hitler gleichsetzen sollte man direkt ins Gulak schicken denn Stalin hat fehler gemacht aber er war Antifaschist und das sollte man nicht vergessen. Kommunisten kann man kritisieren aber nicht als Faschist betiteln. Nächstes Jahr wird es anders werden dann werden Kommunisten die Treu geblieben sind den Stein entfernen. Falls Ihr die sogenannten Kommunisten mal gehört habt das man Kritiken auch anders lösen kann anstatt ein symbol des Antikommunismus auf dem Friedhof der Sozialisten aufzustellen. Das wars sonst werde ich noch Ausfälliger.
(Falls Ihr Rechtschreibfehler findet und jetzt vor habt darauf anzuspringen viel spass beim wixxen)

Rot Front!


gegen Antisemitismus
gegen Rassismus
gegen Imperialismus
gegen Nichtdenkern
gegen Nazis
gegen Nationalismus




@Autor

bekannt 17.01.2008 - 02:00
"Der rotrote Provo-Schandstein, "Den Opfern des Stalinismus" gewidmet"
Wie schon einige Verredner betonten wird hier mit Sicherheit NICHT den gefallenen Soldaten der Wehrmacht oder hingerichteten Offizieren der SS gedacht. Hier wird Freiheitskämpfern gedacht, die unter Stalin nicht weniger zu leiden hatten als unter Hitler! Und im Umkehrschluss könnte man dir unterstellen die Opfer Stalins zu verleugnen und somit das antisemitische, faschistoide Staatssystem Stalins gut zu heißen....
"Stalinismus-Klamotte angeblich mit Lehm bedeckt und so "geschändet" hätten Und das gutheißen zeugt von einem geringen geistigen Horizont... tut mir echt leid. man könnte hier auch unterstellen, dass tatsächlich mal eine handvoll geschichtlich nicht ungebildeter Bullen gewillt waren an richtiger Stelle einzugreifen...

Wo ich dir recht gebe ist das Infragestellen der Politik der Rot-Roten Berliner Landesregierung. Diese hat beispielsweise die Ausweitung der 1-Eurojobs mitgefördert, während sie gerade in den Landeswahlkämpfen wieder lräftig dagegen wettert. In diesem Zusammenhang verstehe ich auch immer wieder die tiefgreifenden Vorbehalte der ehemaligen WASG Mitglieder die auch aus diesen Gründen einen Zusammenschluss mit der PDS nicht mittragen wollten.

Zum Schluss sei noch die Bemerkung gestattet, dass dich persönlich die kleine Privatfede mit Joachim Haß, und Eure berauschenden Gespräche über Jackenmode, dich sicher jeden Abend vorm Spiegel zu tode belustigt....ob das hier einen interessiert wag ich zu bezweifeln. Wertet deinen inhaltlich schwachen, dafür mit blumigen Worten geschmückten, Beitrag aber nicht weiter auf.

man

seid ihr 17.01.2008 - 02:00
alle krasse hoschies heut nacht, liegt vielleicht am thema

Plakattext.

Renegat 17.01.2008 - 11:29
Den Plakattext kennt man doch schon vom letzten Jahr. Is original der gleiche Schrieb. Halt was für Stalinisten die verdrängen, das n Haufen Linke und Kommunisten damals Opfer des Stalinismus wurden. Viele Flüchtlinge wurden sogar ins Nazideutschland ausgewiesen, wo sie direkt ins KZ landeten.

text

paule 17.01.2008 - 12:00
Das liest sich ja grauenhaft, wenigstens ein wenig objektiv hätte man ja bleiben können? Ich "hab gehört", "erfahren", "wurde erzählt" - tolle Leistung.
Die Kilometer lange Demo, die von der 13. schikaniert wurde. Ich glaub, ich war auf ner anderen Demo.

Geschichtsrevisionismus von Links

.. 17.01.2008 - 12:05
Ich finde es gerade zu ekelerregend, wie manche Leute hier für ihre Ideologie über symbolische Leichen gehen. Das einige dies auch in real tun würden wenn sie die Macht dazu hätten beweisen Kommentare wie der von Kommunist: "Die Leute die Stalin mit Hitler gleichsetzen sollte man direkt ins Gulak schicken"

Nicht das es richtig wäre Stalin mit Hitler gleichzusetzen, aber dafür in den Gulag? Auf infantile Phrasen wie 'Verräter des Kommunismus' 'treue Kommunisten' brauch ich wohl garnicht weiter einzugehen.

Stalin hat ein paar Fehler gemacht? 20.000.000 Tote? Ja das waren bestimmt alles Nazis und Terroristen. Warum habt ihr eigentlich was gegen 129a?

Stalin ein aufrechter Antifaschist? Ich weiß ja nicht wie es gekommen währe wenn sich Hitler an den Pakt gehalten hätte. Ach nein, sorry, der ist doch so eine böse antikommunistische Mähr.

Einige scheinen es auch nur schlimm zu finden, wenn Sozialisten umgebracht werden. Die jüdische Kapitalistin, die im KZ vergast wurde hats wohl auch verdient oder wie?

Kritik an Stalin und Gedenken seiner Opfer darf nicht mit plumpen Antikommunismus oder Relativierung der Verbrechen Hitlers verwechselt werden. Und auf Gedenkstätten, die nicht gerade ein verklärenden Hintergrund haben, herum zu trampeln ist einfach mal aller-aller tiefstes, gerade zu menschenverachtendes Niveau.

Etwas mehr selbstreflektion bitte.

@Kommunist

Anarcho 17.01.2008 - 14:49
Du Pfosten, erst sich drüber aufregen das Väterchen Josef mit Hitler gleichgesetzt wird und im nächsten Satz Leuten mit dem Gulag drohen. Am besten alle die sich unter Kommunismus was anderes Vorstellen als Verfolgung Gleichschaltung und Staatskapitalismus vergasen! Hoffentlich sterbt ihr Spinner endlich aus oder wandert nach Nord-Korea aus!

wieso bloss...

RTS 17.01.2008 - 14:59
wieso bloss gibts hier immer noch so einen beschissenen personenkult? wir brauchen keine andren herren sondern KEINE!!! geht euch das endlich mal in die birne?

tranparente

subventions heuschrecke 18.01.2008 - 01:52
wenn diese scheiss auflagen immer so scheisse sind dann schnappt euch doch einfach mal euer tranparent
und geht aus dem demozug raus und zeigt das ding.