Uranmülltransport verschoben
Der für heute geplante Uranmülltransport von Gronau und Almelo/NL nach Russland wurde verschoben. Originalkommentar der Polizei heute: "Der Transport wurde abgesagt." Dabei handelt es sich aber nur um einen kurzen Aufschub - schon morgen Abend (Donnerstag) kann der Uranmüll auf die lange Reise zum Ural gehen. Das Uranschiff Doggersbank liegt im Hafen von Rotterdam schon bereit. Unterdessen fanden am Abend in Burgsteinfurt und Altenberge die angekündigten Schrankeninspektionen statt. Auch in Gronau waren Leute an der UAA.
In Steinfurt waren 15 Leute an dem Bahnübergang, wo beim letzten Urantransport im Oktober die Signalanlage und die Schranken ausgefallen waren. Schließlich hatte die Bundespolizei laut Medienberichten den Lokführer angewiesen, einfach im Dunkeln weiterzufahren - mit 1000 t hochgiftigen und radioaktivem Uranhexafluorid im Gepäck. In Altenberge inspizierten rund 20 Leute den Bahnübergang am Bahnhof (Schranken, aber kein Warnlicht ...). Denn: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Urenco sitzt auf ihrem Uranmüll und will ihn unbedingt noch dieses Jahr loswerden.
7500 t abgereichertes UF6 aus Gronau und 9375 t aus Almelo sind genehmigt. Das ist mehr als in jedem Jahr bisher - mindestens acht Transporte für 2008!
Leider ist dies nicht das einzige Problemfeld in Gronau. 2005 erteilte die rot-grüne Landesregierung der Urenco die Genehmigung zum massiven Ausbau der UAA von 1800 t auf 4500 t Urantrennarbeit pro Jahr. Der damalige Genehmigungsminister Axel Horstmann (SPD) ist mittlerweile NRW-Beauftragter für EnBW ...
Seither wird fleißig in Gronau an der so genannten UAG II gebaut. Eigentlich sollten die ersten Zentrifugen letzten Oktober in Betrieb gehen, doch mittlerweile heißt es nur noch "1. oder 2. Quartal 2008". Das heißt, die Bauarbeiten haben sich um ca. 6 Monate verzögert. Das ist prinzipiell gut, aber es muss darum gehen, die gesamte Erweiterung zu stoppen. Dieser Aspekt darf bei den Protesten gegen den Uranmüllexport nicht vergessen werden.
Auf jeden Fall geht die Beobachtung der UAA weiter, damit der Uranmüll nicht einfach vom Hof verschwindet.
7500 t abgereichertes UF6 aus Gronau und 9375 t aus Almelo sind genehmigt. Das ist mehr als in jedem Jahr bisher - mindestens acht Transporte für 2008!
Leider ist dies nicht das einzige Problemfeld in Gronau. 2005 erteilte die rot-grüne Landesregierung der Urenco die Genehmigung zum massiven Ausbau der UAA von 1800 t auf 4500 t Urantrennarbeit pro Jahr. Der damalige Genehmigungsminister Axel Horstmann (SPD) ist mittlerweile NRW-Beauftragter für EnBW ...
Seither wird fleißig in Gronau an der so genannten UAG II gebaut. Eigentlich sollten die ersten Zentrifugen letzten Oktober in Betrieb gehen, doch mittlerweile heißt es nur noch "1. oder 2. Quartal 2008". Das heißt, die Bauarbeiten haben sich um ca. 6 Monate verzögert. Das ist prinzipiell gut, aber es muss darum gehen, die gesamte Erweiterung zu stoppen. Dieser Aspekt darf bei den Protesten gegen den Uranmüllexport nicht vergessen werden.
Auf jeden Fall geht die Beobachtung der UAA weiter, damit der Uranmüll nicht einfach vom Hof verschwindet.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Fotos etc.
Auch heute kein Uranmüllzug !!
Stattdessen muss sich Urenco mit zahlreichen Presseanfragen zu ihrem Uranmüllgeschäft rumschlagen - sonst tönt die Urenco ja immer rum, wie "ethisch" und "nachhaltig" ihr Laden sei.
Auf geht's in die 2. Runde - wir bleiben dem Uranzug auf den Fersen. Unterstützung ist jederzeit willkommen.