Magdeburg vor dem Naziaufmarsch am 19. Januar
Im Vorfeld des Naziaufmarschs am 19. Januar 2008 in Magdeburg scheint sich bei der Stadt und der Versammlungsbehörde zunehmend Panik auszubreiten. In einem am Montag erschienen Artikel in der Lokalzeitung Volksstimme hieß es bereits, die Polizei bereite sich auf den größten Einsatz des Jahres vor. Allein für diesen Tag seien 6 Veranstaltungen von Linken und Rechten angemeldet. Zudem findet mit über 25.000 Zuschauern noch ein ausverkauftes Fußballspiel des 1. FC Magdeburg gegen Schalke 04 statt. Hochbetrieb also bei der Polizei. Polizeisprecherin Anja Flagmansky sagte dazu: „Schon jetzt haben wir aber Einsatzhundertschaften aus anderen Bundesländern angefordert“.
Auch Antifas haben unter den Vorbereitungsdruck zu leiden: So wurde ein Antifa in den letzten 24 Stunden gleich 2 Mal von einer Mitarbeiterin der Versammlungsbehörde besucht, (auf eigene Auskunft unbezahlt und in ihrer Freizeit) die auf ein schnelles Kooperationsgespräch für eine angemeldete Versammlung drängte. Bei einem dritten Besuch hinterließ sie dann ein Schreiben in dessen Briefkasten, in dem sie erneut ein baldiges Kooperationsgespräch forderte, da, so wörtlich, „erhebliche Planungsarbeit erforderlich ist“.

Unterdessen scheinen die Nazis ihr Kooperationsgespräch für den 19.01. bereits geführt zu haben. So wurde die Anfangszeit der Nazidemo laut Mobilisierungs-Website der neonazistischen „Initiative gegen das Vergessen“ auf 14 Uhr verlegt. Der Magdeburger Hauptbahnhof als deren Anfangspunkt scheint jedoch bestehen zu bleiben. Da die Polizei offensichtlich um eine zeitliche Trennung von Naziaufmarsch und angemeldeten Gegenaktivitäten bemüht ist, liegt auch der Versuch einer räumlichen Trennung nahe. Da sich die Gegenaktivitäten gegen 14 Uhr auf den Raum um den Westfriedhof konzentrieren, könnte das eine Streckenverlegung des Naziaufmarsches in den Innenstadtbereich bedeuten.
Wie heute außerdem bekannt geworden ist, planen die Neonazis für den 16. Januar eine Pressekonferenz im städtischen Rathaus, unter Beteiligung des NPD Landesgeschäftsführers Matthias Heyder, einem Vertreter der „Initiative gegen das Vergessen“, sowie Olaf Rose, der im Anschluss über den „geschichtlichen Hintergrund des Bombenkrieges“ lamentieren soll.
Der Stadt Magdeburg und allen anreisenden Antifas stehen also ereignisreiche Tage bevor. Außerdem wollen wir im Rahmen des 16. Januar den Alliierten danken, dass sie die damalige deutsche Bevölkerung durch militärischen Druck zur Kapitulation zwangen und der deutschen Barbarei damit vorläufig ein Ende setzten! Der Sieg über das nationalsozialistische Deutschland bedeutet nicht weniger als die Beendigung des Holocaust. Wer die militärisch herbeigeführte Kapitulation betrauert, betreibt aktiv Geschichtsrevisionismus und deutet in widerwärtiger Weise Täter zu Opfer um! Dem gilt es sich entgegenzustellen!
Gegen Geschichtsrevisionismus und deutsche Opfermythen!

Unterdessen scheinen die Nazis ihr Kooperationsgespräch für den 19.01. bereits geführt zu haben. So wurde die Anfangszeit der Nazidemo laut Mobilisierungs-Website der neonazistischen „Initiative gegen das Vergessen“ auf 14 Uhr verlegt. Der Magdeburger Hauptbahnhof als deren Anfangspunkt scheint jedoch bestehen zu bleiben. Da die Polizei offensichtlich um eine zeitliche Trennung von Naziaufmarsch und angemeldeten Gegenaktivitäten bemüht ist, liegt auch der Versuch einer räumlichen Trennung nahe. Da sich die Gegenaktivitäten gegen 14 Uhr auf den Raum um den Westfriedhof konzentrieren, könnte das eine Streckenverlegung des Naziaufmarsches in den Innenstadtbereich bedeuten.
Wie heute außerdem bekannt geworden ist, planen die Neonazis für den 16. Januar eine Pressekonferenz im städtischen Rathaus, unter Beteiligung des NPD Landesgeschäftsführers Matthias Heyder, einem Vertreter der „Initiative gegen das Vergessen“, sowie Olaf Rose, der im Anschluss über den „geschichtlichen Hintergrund des Bombenkrieges“ lamentieren soll.
Der Stadt Magdeburg und allen anreisenden Antifas stehen also ereignisreiche Tage bevor. Außerdem wollen wir im Rahmen des 16. Januar den Alliierten danken, dass sie die damalige deutsche Bevölkerung durch militärischen Druck zur Kapitulation zwangen und der deutschen Barbarei damit vorläufig ein Ende setzten! Der Sieg über das nationalsozialistische Deutschland bedeutet nicht weniger als die Beendigung des Holocaust. Wer die militärisch herbeigeführte Kapitulation betrauert, betreibt aktiv Geschichtsrevisionismus und deutet in widerwärtiger Weise Täter zu Opfer um! Dem gilt es sich entgegenzustellen!
Gegen Geschichtsrevisionismus und deutsche Opfermythen!
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Ergänzungen
der letzte absatz zum kotzen!
eine bessere lösung dieses themas findet ihr in der diskussion bei wendy* zur thematik um dresden...
*[riot] und der betreiber von wendy.blogsport.de stimmen nicht überein!
weitere Seite zu Gegenaktivitäten
Naziaufmarsch am 19.01.2008 in Magdeburg verh
Antifa-Demo in Magdeburg | 19.01.2008 | 11 Uhr | Hauptbahnhof
EA???
cops-reviere und HBF als nazitreffpkt
das 2. bullenrevier befindet sich in der sternstraße 12
ziemlich gleich unter der bildgrenze(markiert)
sobald routen bekannt, werden sie eingezeichnet
würde mich freuen, wenn ich tipps bekommen, wo naziknepen, -häuser, etc. sind
mfg euer antifa 4-ever
Berlin: Zugtreffpunkt und Infoveranstaltung
Infoveranstaltung in Berlin am 15. Januar (Dienstag) um 19 Uhr in der K9 (Kinzingstraße 9, U-Bhf Samariterstraße).
Dank den Allierten ???
dem stehen beim platten "Anti D" Mantra "Dank den Alliierten", aufgrund der zu Tage tretenden Unwissenheit, Ignoranz, Pauschalität... die Haare zu Berge.
über die Quandts hilten die Briten ihre schützende Hand
10.01.2008 19 Uhr BERLIN
Das Schweigen der Quandts Gespräch mit den Filmautoren Eric Friedler + Barbara Siebert
Zitat im Film vom Nazi/Kriegsgewinnler Quandt (frei wiedergegeben):
"Hätte Hitler überlebt wäre er auch als Mitläufer eingestuft worden"
Erinnert sei hiermit auch nochmal an Churchills Zitat vom falschen Schwein das geschlachtet wurde !
sehr interessanter Vortrag - Buch zum Nachlesen
Dienstag, 23.10.2007
Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus
Vortrag: Dr. J. Adam Tooze, Cambridge
Moderation: Professor Dr. Andreas Nachama, Berlin
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
zum letzten Absatz
Natürlich!
Nie Wieder Deutschland!
@egal
Ich möchte mal wissen, wieviele von diesen Maulhelden, die jetzt die Bombardierungen abfeiern, damals in Deutschland die Fresse aufgemacht hätten.
rein strategischer natur
zwar ist die schuld der deutschen bevölkerung am nationalsozialismus mit all seinen übeln zu leugnen, doch das abfeiern auf bombardements gegen die zivilbevölkerung genauso wenig zu tolerieren. es zeugt nur von nicht vorhandener reflexion und gut-böse/schwarz-weiß denkmustern.
letztendlich ist die einebnung der deutschen großstädte durch die royal air force auch als das zu begreifen was was sie war: vorraussehend strategische schwächung der infrastruktur in der sowjetischen besatzungszone und damit eine schwächung des kommenden feindlichen wirtschaftssystems der staatssozialistischen ostblock-republiken. mit einer kriegsstrategischen schwächung deutschlands im WW2 haben die bombardements nun weißgott sehr wenig zu tun, denn betrachtet man den stand der kriegerischen auseinandersetzung haben die deutschen militärs zu jenem zeitpunkt mit ihren abwehrversuchen auch nur noch um hilfe gefleht.
krieg is scheiße!
wider linkem militarismus!
Wat is?
@Beobachter
sagt de facto aus, dass die deutsche Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt politische und tatsächliche Trägerin des Nationalsozialismus war und nur durch ein Flächenbombardement und damit durch den Tod weiterer abertausender eine Beendigung des NS nicht möglich gewesen wäre.
Stellt sich einem nur die Frage weshalb es dann in Magdeburg und den andren deutschen Städten überlebende gab? Weil sie alle(gemeint ist die Gesamtheit der Zivilbevölkerung) so überzeugte VertreterInnen des NS waren um dafür ALLES in der letzten großen Schlecht um "ihre" Stadt zu geben?
Differenziert an die Thematik heran zu gehen, hat nichts, aber auch rein garnichts, mit der geschichtsrevisionistischen Propaganda der Neofaschisten um NPD und Kameradschaften zu tun.
Es ist genauso abartig auf die aliierten Flächenbombardements abzufeiern, wie diese zum Bombenholocaust umdeuten zu wollen!
...aber vielleicht wollt ihr ja mal von Bomber Harris weggebombt und von der Flut weggespült werden?!
langweilig
den alliierten wird auch kein genuiner antifaschismus unterstellt (@wendy), sondern lediglich die sachlage beurteilt. es gibt durchaus menschen die auch mit der vielleicht falschen motivation, durch zufall oder glück, das richtige getan haben.
niemand wird sich dagegen stellen, persönliche opfer zu beklagen - das ist eine absolut menschliche regung. es geht doch vielmehr darum wenn diese persönlichen schicksaale als ein politisches statemend gegen das ende des holocaust instrumentalisiert werden. genau das ist widerlich!
abc
linke, juden,christen
@"alter" antifa
Die Bombardierungen waren gegen die Zivilbevölkerung gerichtet, was durchaus ein Verstoß gegen geltendes Kriegsrecht war. Getroffen hat es sicher auch Nazis, aber die Bevölkerung bestand eben zu einem Großteil auch nicht aus Nazis und war genauso betroffen. und eben auch die Zwangsarbeiterinnen. Eine der ersten Opfer der Bombardierungen deutscher Städte, war übrigens eine in Deutschland lebende Engländerin. Dazu kommte dass verfolgte Bevölkerungsgruppen in Deutschland auch noch schlechtere Chancen bei Bombardierungen hatten, als andere, weil sie beispielsweise nicht in Luftschutzkeller gelassen worden sind. Das ist natürlich auch eine Schande für die Deutschen, aber auch ein Punkt, der gegen eine Verherrlichung der Bombardierungen spricht.
Dazu kommt, dass die Bombardierungen höchst ineffektiv waren. Mitnichten wurde mit jeder Bombe der Sieg über Deutschland ein Stück näher gebracht. Der Krieg wurde auf anderen Ebenen, nämlich an der Front entschieden. Nicht durch Experimente wie man am besten die städtische Bevölkerung des Gegners vernichtet.
Es ist richtig, dass öffentliches Gedenken an die Toten durch die Bombardierungen oft mißbraucht wird, um von der Schuld der Deutschen abzulenken. Aber Feiern der Bombardierungen und Sprüche wie "Bomber Harris do it again" treffen ausnahmslos jeden (eben nicht nur Nazis und Sympathisanten) der bei den Bombardierungen Freunde oder Angehörige verloren hat. Damit scheißt man auch Menschen ins Gesicht, die sonst still für sich ohne großen Popanz gedenken, und das auch politisch richtig einordnen.
Prozess zu Überfall auf Jugendclub angelaufen
Cottbus Am Landgericht Cottbus müssen sich seit gestern zwei junge Männer wegen schweren Landfriedensbruchs verantworten. Sie sollen im Mai 2005 am Überfall auf einen Cottbuser Jugendclub beteiligt gewesen sein. Besucher wurden dabei verletzt, das Inventar zerstört. Die juristische Aufarbeitung des Geschehens, an dem etwa 30 Rechtsradikale beteiligt waren, erweist sich als schwierig.
Der Überfall im Stil eines Rollkommandos dauerte nur etwa eine Viertelstunde. Eine Horde von etwa 30 Rechtsradikalen, die meisten vermummt, stürmte im Mai 2005 den Cottbuser Jugendclub «Fragezeichen» . Als sie abzogen, lagen mehrere schwer verletzte Clubbesucher am Boden, das Inventar war demoliert. Ziel der Aktion: den Cottbuser Stadtteil Sachsendorf «von der roten Pest säubern» .
So steht es in der Anklageschrift, die gestern am Landgericht Cottbus vor der Jugendkammer verlesen worden ist. Auf der Anklagebank sitzen Heiko L. (24) und Felix W. (21), die nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft an dem Überfall beteiligt waren und sich deshalb wegen des schweren Landfriedensbruchs und anderer Delikte verantworten müssen. Dem Älteren der beiden wird außerdem vorgeworfen, wenige Tage vor dem Überfall in einem Cottbuser Nachtbus einen Inder beschimpft, verfolgt und verprügelt zu haben.
Dabei hätte Heiko L., ein eher schmächtiger Bursche mit fast kahlem Kopf und trotzig vorgeschobener Unterlippe, allen Grund gehabt, sich tadellos zu benehmen. Erst vier Monate vorher war er nach Teilverbüßung einer Haftstrafe auf Bewährung aus dem Gefängnis gekommen. Eine der damit verbundenen Auflagen: kein Kontakt mehr zur rechtsradikalen Szene. Der Cottbuser war trotzdem am 1. Mai 2005 in Leipzig bei einer Demonstration dabei, die der Hamburger Rechtsextremist Christian Worch organisiert hatte. Damals, so erzählte Heiko L. vor Gericht, habe er schon unterwegs im Zug gehört, dass in Cottbus «etwas gegen die Antifa laufen soll» . Dass er dann wirklich dabei war, als sich etwa 30 Anhänger der rechten Szene zum Sturm auf den Cottbuser Jugendclub bereit machten, sei Zufall gewesen.
Mit einem anderen daran Beteiligten habe er kurz vorher telefoniert. Der habe ihn mitgenommen, ohne ihm Genaueres zu sagen. Dass er nicht umkehrte, als er merkte, was da geplant war, begründete er mit dem «Hass auf Linke» , den er damals gehabt habe. Heiko L. selbst will in dem Jugendclub nur auf das Inventar, nicht aber auf Besucher eingeschlagen haben: «Als ich reinkam, lagen schon welche am Boden.» Wer geschlagen und getreten habe, keine Ahnung.
Frühere Aussagen revidiert
Felix W., der neben ihm auf der Anklagebank sitzt, war nach eigenen Angaben per SMS zum «Zeckenverprügeln» eingeladen worden. Nur aus «Neugier» will er mitgegangen sein, sich an den Ausschreitungen selbst aber kaum beteiligt haben. Bei seiner Vernehmung durch die Polizei und später durch eine Richterin hatte Felix W. sich durchaus an Mittäter erinnert und diese belastet, vor allem Sebastian K.. Den hatte er damals als einen der Anführer bezeichnet und als einen, der zuschlug. Gestern wollte er davon nichts mehr wissen: «Das habe ich nur so gesagt.»
Sebastian K. gehört wie auch andere mutmaßlich an dem Überfall Beteiligte zur gewaltbereiten Fan-Szene des FC Energie Cottbus. Das Signal zum Sturm auf den Jugendclub hatte nach Überzeugung der Cottbuser Staatsanwaltschaft hingegen nicht der Hooligan, sondern Marcel F., ein bekannter Rechtsex tremist aus Lübbenau, gegeben.
Dass diese beiden, wie auch andere Beschuldigte, noch nicht auf der Anklagebank sitzen, hat etwas mit den schwierigen Ermittlungen in diesem Fall zu tun. «Fast alle waren vermummt, wir hatten anfangs mehr als 20 Verdächtige und mussten sehr viele Zeugen vernehmen» , erklärt die Cottbuser Oberstaatsanwältin Petra Hertwig, vor welchen Problemen die Ermittler standen. Dazu kam, so Hertwig, dass fast alle Verdächtigen schwiegen und sich gegenseitig deckten.
Deshalb sitzen offenbar jetzt zunächst auch nur zwei der mutmaßlichen Täter auf der Anklagebank, die in den Ermittlungen weitgehend geständig waren. Wenn sie verurteilt werden, könnten sie als Zeugen in weiteren Verfahren geladen werden und müssten dann aussagen. Gestern versuchte Felix W. jedoch zunächst, möglichst keinen anderen Beteiligten an dem Überfall auf den Jugendclub zu belasten. Von der Rädelsführerschaft seines früheren Fußball-Kumpels Sebastian K. wollte er nichts mehr wissen. Wer auf die angegriffenen Jugendclubgäste eingeschlagen und getreten hatte, will er nicht gesehen haben.
Auf mehrfache Nachfragen von Staatsanwaltschaft und Nebenklagevertretern nach diesem plötzlichen Sinneswandel blieb Felix W. dabei, diese Aussagen nur erfunden zu haben. Er habe damit der Polizei entgegenkommen und seinen damaligen Arbeitgeber günstig stimmen wollen. Nach RUNDSCHAU-Recherchen war Felix W. damals bei der Bundeswehr und wollte als Zeitsoldat länger dienen.
Zeugenvernehmung notwendig
Der 21-Jährige rückte davon auch nicht ab, als ihm die Vorsitzende Richterin Sigrun von Hasseln mögliche Konsequenzen aufzeigte. Wegen falscher Verdächtigung müsse er nun erneut mit einem Strafverfahren rechnen, wenn er weiter behaupte, dass er Sebastian K. fast drei Jahre lang zu unrecht beschuldigt habe. Felix W. blieb gestern auch nach Beratung mit seinem Anwalt dabei.
Doch er hat noch Zeit, sich die Sache zu überlegen, denn nun werden zahlreiche Zeugen gehört. Der Prozess wird bis in den Februar hinein dauern. Vernommen werden soll dann auch der indische Koch, den Heiko L. grundlos beschimpft und verprügelt haben soll. Der 24-jährige Cottbuser behauptete gestern, der 57-jährige Inder habe ihn zuerst angegriffen.
Polizei will mehr Erkenntnisse über Autonome
Nach zweistündiger Strategiedebatte tendierte deren Mitteilungsbedürfnis jedoch gegen Null. "Die Krawalle können keinesfalls akzeptiert werden", so Rosenthal im Anschluss knapp. Am Abend gab die Stadt eine eher wolkig formulierte Mitteilung heraus. Fazit: Die Analyse des Silvestergeschehens werde "noch einige Zeit in Anspruch nehmen". Und: Die hochrangige Runde will sich erneut treffen, um Strategien festzulegen. "Über Details wurde Stillschweigen vereinbart", sagte Polizeichef Müller. "Wir wollen Ergebnisse vorlegen und nicht Versprechen abgeben, die wir nicht halten können."
Mit Landespolizeipräsident Bernd Merbitz - dieser hatte eine "grundsätzlich andere Vorgehensweise" gegenüber autonomen Randalierern angekündigt - habe er bereits "ein sehr langes Gespräch" geführt, so Müller. "Wir sind uns einig, solche Ausschreitungen müssen von Leipzig ferngehalten werden."
Das Hauptproblem sei auch zu Silvester gewesen, dass zuvor keine Erkenntnisse über gezielte Aktionen der Autonomen vorgelegen hätten. "Daran werden wir mit Landeskriminalamt und Verfassungsschutz noch intensiver arbeiten, um künftig schon im Vorfeld rechtliches Instrumentarium wie Aufenthaltsbeschränkungen und Meldeauflagen anwenden zu können."
Bei den Silvester-Krawallen waren 46 Beamte verletzt worden und 25 000 Euro Schaden entstanden. Die Polizei ermittelt inzwischen gegen 35 Tatverdächtige, unter anderem wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung, sagte gestern Mario Luda vom Direktionsbüro. 18 von ihnen seien bereits polizeibekannt - darunter acht Linksautonome, gegen die schon wegen gleicher Delikte ermittelt worden war.
Stadt verhängt Auflagen für Demonstranten
Leipzig. Trotz erheblicher Sicherheitsbedenken dürfen rund 300 Mitglieder der rechten Szene am Sonnabend in Leipzig demonstrieren, allerdings nur unter Auflagen. Für ein Verbot seien die Vorbehalte nicht ausreichend gewesen, sagte ein Sprecher der Stadt Leipzig am Mittwoch.
Polizei und Stadtverwaltung befürchten, dass sich Gegendemonstrationen bilden und es zu Auseinandersetzungen kommt. Das Marschieren in Blöcken, Zügen und Reihen sei verboten, sagte der Sprecher. Auch Springerstiefel und Bomberjacken dürften nicht getragen werden. Insgesamt wurde ein Katalog mit 20 Auflagen verfügt. Verändert wurde nach Angaben der Stadt auch die Streckenführung.
Die Auftaktkundgebung werde am S-Bahnhof Anger-Crottendorf abgehalten. Anschließend führe die Route über die Stegerwaldstraße, Herrnhuter Straße, Zweinaundorfer Straße, Martinstraße, Oststraße und die Lipsiusstraße. An der Ecke Holsteinstraße / Lipsiusstraße ist den Angaben zufolge eine Zwischenkundgebung geplant. Danach soll es weitergehen über die Holsteinstraße, Stötteritzer Straße, Schönbachstraße, Ferdinand-Jost-Straße, Lange Reihe, Papiermühlstraße, Rudolph-Hermann-Straße, Weißestraße, Untere Eichstädt-Straße, Papiermühlstraße bis zum S-Bahnhof Stötteritz. Mit einer Abschlusskundgebung soll der Aufmarsch dort enden. Entlang der Aufzugsstrecke gilt am Sonnabend ein Halteverbot für Autos.
nja
man darf allerdings die leute nicht als unschuldige bezeichnen, denn jeder der schweigt, stimmt zu und wehrt sich nicht
der haulocaust wurde nur durch dieses schweigen möglich und auch der tod abermillionen menschen
strafe war es das bombardement
darüber, ob die strafe zu schlimm war lässt sich streiten
aber seht mal die positive seite
auch wenn so viele leute starben ist es eine lehre für die menschheit: nationalsozialismus ist nichts gutes
aber leider gibt es so viele trottel
findet jetzt ne gegendemo statt???
welche auflagen gibts dafür???
von wo nach wo???
gibts wieder out-of-control gruppen???
is es eine große demo, oder werden auch kleiner gruppen durch die stadt ziehen und flyer verteilen und die nazidemo angreiffen???
schickt mir den stadtplan und die route von antifa-demo und nazi-demo und ich mach was
?
Waren sich die Alliierten sich zum Zeitpunkt der Bombadierungen über die Ausmaße des Holocaustes bewusst? Es kann nicht von Strafe die rede sein, sondern von einem Kriegsverbrechen erster Ordnung. Die Magdeburgisierung ganzer Städte samt ihrer unschuldigen Einwohner ist genauso schlimm wie der Holocaust an sich. Beides waren planmäßige Vernichtungen menschlichen Lebens außerhalb des Kriegsrechtes. Ich kann nicht verstehen wie manche Leute hier soetwas gutheißen können. Vielleicht braucht ihr aber nur einen Tunnel für euren Blick. Die Welt ist nicht schwarz-weiß, sondern bunt ihr Idioten!
Bombenkrieg aus Sicht von AusländerInnen
@lesender Mensch
Es ist übrigens eine Sache, wenn sich Menschen die davon betroffen waren darüber zu entscheiden, wie sie das mit der Bombardierung sehen. Es ist aber etwas völlig anderes sich heute (als Enkel der Täter) hinzustellen, und die pauschale Bombardierung der städtischen Zivilbevölkerung zu feiern und gut zu heißen und alles als in Kauf zu nehmende Kollateralschäden zu rechtfertigen. Bombardierungen sind ja so schön abstrakt. Tot ist aber tot, ob durch Bombardierungen oder durch Erschiessen. Vielleicht kann man sich die Widerwärtigkeit von "Bomber Harris do it again" so auch besser klar machen, dass das nichts andere heißt als "schlagt sie alle tot, ohne Ausnahme". Würdest du es auch gutheißen, wenn einfach jeder vierte Einwohner erschossen wird, egal was die Person für einen Hintergrund hat?
wie du mir,...
und ja, die allies wussten zu diesem zeitpunkt schon in etwa, welche ausmaße die vernichtung der nazis
denn es gab spione
weg vom krieg
wie schon bei dem naziaufmarsch am 12.1. zu sehen ist, hab ich einen plan ausgearbeitet, wie man die nazidemo stören kann
wenn ihr wollt, kann ich das für diese demo auch machen
weis aber noch nicht, ob es sich zeitlich ausgeht
ich bräuchte allerdings die route und ein paar fotos, welche 100%ig übereinstimmen sollten, nicht so, wie beim 12.
SCHARFE bilder
route
HBF für beide demos
antifa-demo um 11 uhr und nazidemo um 12 uhr
die cops werden schaun, dass sie die antifas so schnell wie möglich wegbringen
wenn wir uns widersetzen können wir es schaffen, dass die nazidemo sich verzögert
sonst würd ich drum bitten, dass ihr die demo macht und einige out-of-contorol-gruppen die nazidemo am HBF empfängt
es kommen noch weitere vorschläge
mfg euer antifa 4-ever