Molotovanschlag auf Konsulat in Bregenz

novak 03.01.2008 16:07 Themen: Antifa Militarismus
Zu Silvester machten nicht nur Feuerwerke Lärm. Zu Beginn des neuen Jahres wurde eine alte Botschaft verkündet: Nieder mit Faschismus und Krieg – überall.
Nach Anschlägen auf türkisch nationalistisch/ faschitische Einrichtungen in Wien, Berlin und anderen Städten, kam es gestern auch in Bregenz (Bodensee) zu einer militanten Aktion. Mehrere Molotovkoktails wurden durch Fensterscheiben in das türkische Konsolat geworfen. Es kam zu Sachschaden, Menschen wurden keine verletzt. Die Polizei sprach von den "Tätern" zunächst wenig, doch mittlerweile ist es klar geworden, dass es sich um AntifaschistInnen handelt. Den Kontext stellt der Kriegswille der Türkei, der seit eingigen Wochen Angriffe gegen die kurdische Bevölkerung vollzieht. In den letzten Jahrenzehnten wurden in der Türkei Tausende von linkspolitischen Menschen hingerichtet, ganze Dörfer ausgelöscht. Dies setzt sich immer aggresiver fort. (mehr dazu: Kriegswille der Türkei.  http://de.indymedia.org/2007/11/198990.shtml)

Neben der aktuellen Situation in der Türkei und Kurdistan, hat das türkische Konsulat in Bregenz einen besonderen Ruf. Es kam dort, hinter verschlossen Türen des öftern zu Misshandlungen von linkspolitischen Menschen. Des weiteren ließ das Konsluat linkspolitischen Menschen in Westösterreich und Süddeutschland verfolgen, die bei der Einreise in die Türkei verhaften und gefoltert wurden. Bei halböffentlichen und öffentlichen Veranstaltungen schürt das Konsulat Hass gegenüber KurdInnnen und linker Politik, bei der tiefste rassistische und faschitische Ideologie zum Vorschein kommt.

Ob dieser Anschlag an der Situation was ändern kann, sei dahin gestellt. Auf eines hat es aufmerksam gemacht: die Probleme von anders- und alternativdenken Menschen, die Probleme von Menschen, die zu Minderheiten gemacht werden, haben überall auf der Welt ähnliche Strukturen und Mechanismen. Daher kann man sich gegenüber dieser Situation nicht abschotten. Vor allem dann nicht, wenn auf der einen Seite faschistische Einrichtungen, wie das türkische Konsulat in Bregenz als suverän gelten und auf der anderen Seite AntifaschistInnen mit Repressionen zu rechnen haben. Die Entwicklungen in der Türkei, Kurdistan und Bregenz sind Fragen einer weltweiten antifaschitischen Betroffenheit: Ist eine andere Welt möglich?
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Ergänzungen

Brandanschlag auf türkisches Generalkonsulat

http://www.borlife.de 03.01.2008 - 21:19
Auf das türkische Generalkonsulat im österreichischen Bregenz wurde in der Nacht ein Brandanschlag versucht. Die Täter warfen insgesamt vier Brandsätze auf das Gebäude. Die Brandsätze zündeten jedoch nicht richtig und es kam lediglich zu einer Rauchentwicklung. Der entstandene Sachschaden sei gering, verletzt wurde niemand, so die Polizei. Eine Fahndung nach den Tätern wurde eingeleitet. Sie wurden von verschiedenen Überwachungskammeras aufgenommen.
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Demo, Schlägerei & Molotow-Cocktail

http://www.nachrichten.at/ 03.01.2008 - 21:27
LINZ. Samstag gegen 17 Uhr flogen in der Nähe des Geschäftes des 21-jährigen Recep Celepci im Linzer Neustadtviertel die Fäuste. Sonntag gegen drei Uhr Früh flog ein Molotow-Cocktail in Celepcis, ein türkischer Laden.

Der Schlägerei beim Hauses Goethestraße 31 war am Samstag eine Demonstration in der Linzer Landstraße vorangegangen. Kurden demonstrierten gegen die Angriffe der türkischen Armee auf Kurden im Nordirak. Die Demonstranten in Linz führten großformatige Bilder von Abdullah Öcalan mit, dem Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Diese Organisation ist in zahlreichen Staaten als terroristische Vereinigung eingestuft.

Die von zahlreichen Polizisten begleitete Demonstration, die um 15 Uhr beim Linzer Schillerpark begonnen hatte, verlief ohne ernste Zwischenfälle. Gegen 17 Uhr kam es zum Zusammenstoß in der Goethestraße. Türken und Kurden gingen aufeinander los. Einem Kurden wurde ein Schneidezahn ausgeschlagen. Die Polizei, die die Goethestraße zwischen Humboldt- und Schubertstraße abgeriegelt hatte, konnte die Schlägerei schnell beenden. Zwei Beteiligte wurden wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen.

Mehr auf:  http://www.nachrichten.at/regional/629778

Dritter Anschlag auf Türken

http://www.nachrichten.at/ 03.01.2008 - 21:33
Die Polizei in Bregenz sucht weiter nach vier Personen, die in der Nacht auf Mittwoch einen Brandanschlag auf das türkische Generalkonsulat verübt haben. "Wir analysieren derzeit das Material aus der Überwachungskamera", sagte Hans-Peter Ludescher von der Sicherheitsdirektion Vorarlberg. Auf Spekulationen zu dem Motiv der Tat wollte sich Ludescher nicht einlassen.

Vier Täter, offenbar Jugendliche, hatten gegen 3.15 Uhr vier Brandsätze gegen das Gebäude geworfen. Ein Brandsatz gelangte durch eine Fensterscheibe in das Innere des Konsulats. Ein Feuer konnte verhindert werden, es kam lediglich zu einer starken Rauchentwicklung.

Das Konsulat, das bisher nur tagsüber überwacht wurde, erhalte in den nächsten Tagen eine Rund-um-die-Uhr-Bewachung, sagt Ludescher. Das türkische Generalkonsulat gab keine Stellungnahme zu dem Brandanschlag ab. Am Mittwoch bleibe das Konsulat geschlossen, ab heute wird es für den Parteienverkehr wieder geöffnet haben.

Linzer Fall vor Klärung?

In Linz verfolgt die Polizei bereits Spuren zu jenen Unbekannten, die am vergangenen Sonntag ein Lokal im Linzer Neustadtviertel in Brand gesteckt haben. Dabei wurden 13 Menschen, darunter drei Polizisten verletzt. "Aufgrund intensiver kriminalpolizeilicher Ermittlungen sind wir zuversichtlich, die Tat im Neustadtviertel klären zu können. Momentan werden einerseits noch Zeugen gesucht, andererseites bereits konkrete Einvernahmen durchgeführt. Aus Ermittlungsgründen kann ich aber keine näheren Angaben machen", sagt dazu der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl.

Botschafter kritisiiert Polizei

Medien 05.01.2008 - 03:07
Das türkische Generalkonsulat sei nicht ausreichend geschützt gewesen, sagt der türkische Botschafter in Wien. ÖVP-Landesrat Schwärzler will verhindern, dass fremde Konflikte "ins Land getragen" werden.

Nach dem Brandanschlag auf das Generalkonsulat in Bregenz hat der türkische Botschafter in Wien, Selim Yenel, Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen geübt. In den vergangenen Jahren seien Sicherheitskräfte vom Konsulat abgezogen worden. Es habe wohl erst etwas passieren müssen, damit die Sicherheitsvorkehrungen erhöht werden, wurde der Botschafter in einem Bericht von ORF Radio Vorarlberg zitiert.

Die Vorkehrungen seien stets im Einvernehmen mit dem Konsulat erfolgt, wies Vorarlbergs Sicherheitsdirektor Elmar Marent die Vorwürfe laut dem Bericht zurück. Die Kritik sei daher nicht nachvollziehbar. Auf der Homepage der türkischen Botschaft in Wien hieß es am Donnerstag, man habe bei den österreichischen Behörden interveniert, um die Sicherheitsvorkehrungen für die türkischen Vertretungen in Österreich und den privaten türkischen Einrichtungen zu erhöhen.

"Immer wieder Sachbeschädigungen"

In Bregenz sei es in den letzten Monaten und Jahren immer wieder zu Handgreiflichkeiten zwischen Türken und kurdischen PKK-Anhängern gekommen, so Yenel im Radio Vorarlberg-Interview. Zudem habe es immer wieder Sachbeschädigungen am Gebäude des türkischen Konsulats in Bregenz gegeben. Die Wände seien mit Graffitis beschmiert worden, die Flagge sei auseinandergebrochen worden, sagt Yenel.

Überwachungsvideo undeutlich

Von den Tätern fehlte am Mittwochabend noch jede Spur. Das Motiv für die Tat ist laut Polizeiangaben unklar. Man ermittle in alle Richtungen, so Hans-Peter Ludescher, stellvertretender Leiter der Sicherheitsdirektion Vorarlberg. Das Video der Überwachungskamera wurde am Mittwoch ausgewertet, auf den Aufnahmen sei jedoch nicht viel zu erkennen, bedauerte Ludescher.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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nationalistisch — raconteur

Brandanschlag auch am 10.Dez in Launingen (D) — http://www.augsburger-allgemeine.de/

pkk — 666