Aktionen "Gentechnikfrei - so oder so!" in Berlin
Kletteraktion am Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Straßentheater und Mars-TV ... im Schneefall. So lief der erste Aktionstag gegen Gentechnik in Berlin. Die neue Zeitung wurde verteilt und das Transparent "2008 wird gentechnikfrei - so oder so" über dem BVL-Eingang angebracht.
Die Aktionen waren als Auftakt zu mehr geplant. Überraschend konnte die Kletteraktion an der BVL-Fassade über eine Stunde ungestört verlaufen - keine grünen Männchen erschienen. So wurde ein großes Transparent aufgehängt und verschiedene Leute verzierten das Gebäude. In Straßen der Umgebung waren Theatergruppen und ein Mars-TV-Team zu finden. Auch in einer Straßenbahn waren diese zu sehen.
Morgen, am 2. Januar 2008, gehen die Aktionen weiter - es sind noch deutlich mehr verschiedene Aktionen geplant. Alles beginnt mit einer Demonstration auf der Straße "Unter den Linden" zur Friedrichstraße und dann Richtung Oranienburger Tor. Schon für den Demoverlauf sind vielfältige Aktionen geplant - danach soll es an mehreren Orten und unterschiedlichen Aktionen weitergehen.
Startpunkt: Beginn der Straße "Unter den Linden" an der Museumsinsel. Um 13 Uhr. Mehr auf der Internetseite.
Morgen, am 2. Januar 2008, gehen die Aktionen weiter - es sind noch deutlich mehr verschiedene Aktionen geplant. Alles beginnt mit einer Demonstration auf der Straße "Unter den Linden" zur Friedrichstraße und dann Richtung Oranienburger Tor. Schon für den Demoverlauf sind vielfältige Aktionen geplant - danach soll es an mehreren Orten und unterschiedlichen Aktionen weitergehen.
Startpunkt: Beginn der Straße "Unter den Linden" an der Museumsinsel. Um 13 Uhr. Mehr auf der Internetseite.
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Ergänzungen
Behörden streiten über Gen-Mais
Ein Schritt vor - und zwei zurück? Im Streit um die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen ist die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer, die erst im Frühjahr erlassenen Handelsbeschränkungen für den Gen-Mais Mon 810 wieder aufzuheben, offenbar nicht so glatt über die Bühne gegangen wie es zunächst den Anschein hatte.
Denn das Votum des zuständigen Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL, das zur Aufhebung geführt hatte, stößt auf scharfe Kritik des Bundesamts für Naturschutz. Die erst seit wenigen Wochen von Beate Jessel geleitete Behörde hält den Monitoringplan, den der US-Saatgut-Multi Monsanto auf Seehofers Verlangen vorgelegt hat, für nicht geeignet, um die Auswirkungen des umstrittenen Gen-Mais auf die Umwelt ausreichend zu beurteilen.
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Das Bundesamt für Verbraucherschutz wies diese Kritik an der Aufhebung des Handelsverbots zurück. Die Umweltauswirkungen würden "umfassend betrachtet", unterstrich die Behörde.
In der Stellungnahme des Naturschutzbundesamtes liest sich das jedoch völlig anders: Die Experten bemängeln, dass "keine systematischen Erhebungen zu ökologischen Effekten" vorgesehen seien und Methoden angewendet werden, die zwar für die Landwirtschaft von Interesse seien, mögliche negative Auswirkungen auf Insekten und Schmetterlinge aber außen vor ließen.
Eine besondere Beobachtung von Arten, die durch das im Mais produzierte Gift eigentlich nicht getroffen werden sollten, sei "unabdingbar", heißt es in der Stellungnahme. Auch seltene und geschützte Tierarten seien möglicherweise gefährdet. Die Darstellung von Monsanto, "Nichtziel-Schmetterlinge" seien nicht gefährdet, stuft das Bundesamt für Naturschutz als "nicht gerechtfertigt" ein.
"Widersprüchliches Verhalten"
Greenpeace wirft Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer vor, die Einwände der Naturschutzbehörde zu ignorieren. Die Gentechnikexpertin der Organisation, Ulrike Brendel, nennt das vorgelegte Monitoring zudem "lächerlich". Das Verhalten Seehofers seit "völlig widersprüchlich". Es sei unklar, ob er die Interessen der Verbraucher und der Umwelt oder die der Gentechnik-Industrie vertrete.
Seehofer hatte Ende November für Aufsehen gesorgt, als er den vorläufigen Stopp der EU-Genehmigungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen forderte. Die Verfahren seien "hoch unbefriedigend", kritisierte Seehofer das politische Zulassungsprozedere in der EU und die Bewertungsverfahren durch die EU-Lebensmittelbehörde EFSA.
Bild zur Aktion
Aktionsbilder vom 2. Januar 2008
PLUS verschenkt Gentech-Produkte
Bilderreigen zur Aktion am 1. Januar
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
was macht — Frager
J.B.'s Präsenz — ja hab ich