Tiefkühl-Geflügel mit Vogelgrippe

Werner Hupperich 31.12.2007 17:54 Themen: Biopolitik Weltweit Ökologie
TIEFKÜHL-GEFLÜGEL MIT VOGELGRIPPE: FÜR MENSCHEN GESUND, FÜRHÜHNER TÖDLICH?

DUISBURG, DEN 31. DEZEMBER 2007: Seit Mitte Dezember ist die Geflügelpest / Vogelgrippe zurück in Deutschland: In Brandenburg gab es kurz nacheinander drei Ausbrüche in kleinen Beständen. Und bei der Suche nach der Herkunft der Viren haben die Behörden zum ersten mal eine Spur, allerdings eine eiskalte.
Die aktuellen Fälle von Geflügelpest in Brandenburg weisen einige überaus bemerkenswerte Besonderheiten auf. Anders als bisher üblich wurden diesmal nicht reflexartig Wildvögel für die Einschleppung der Seuche verantwortlich gemacht. Amtsveterinär Schönherr schloss bereits am 17.12. gegenüber der "Märkischen Allgemeinen" Zugvögel als Ursache des Ausbruchs aus. Ebenfalls am 17.12. lieferte "Berlinonline" unter dem Titel "Die Spur führt in den Kühlschrank" einen ersten Hinweis für die ungewohnte Zurückhaltung bei Wild- und Zugvogelbeschuldigungen. In der Folge des zweiten und dritten Ausbruchs verdichteten sich offenbar die Hinweise auf Tiefkühlgeflügel als Auslöser der Infektionen – der "Tagesspiegel" berichtete am 28. und 29.12. darüber. Dem Netzwerk Phoenix – einem Informationsforum von kritischen Beobachtern der Vogelgrippe, darunter Tiermediziner, Naturschützer, Geflügelhalter und Biologen – bieten die aktuellen Ausbrüche somit Anlass zu einer eigenen Stellungnahme.

H5N1-Kontaminiertes Tiefkühlgeflügel: Kein wirklich überraschendes Phänomen

Dass sich Viren in kalter Umgebung hervorragend konservieren lassen, ist kein Geheimnis: In kontaminierten Exkrementen oder im Gewebe toter Tiere bleibt das Virus bei 0 Grad Celsius bereits 30 Tage lang infektiös – im Eis nahezu unbegrenzt.

An Hinweisen auf kontaminierter Tiefkühlware mangelte es in der Vergangenheit keineswegs. Gab bereits die von englischen Stellen nach dem Ausbruch in Suffolk (Januar 2007) geäußerte Vermutung, die Viren stammten aus einem (unentdeckten) Ausbruch bei ungarischen Puten, deutlichen Hinweis auf eine mögliche Verbreitung durch Tiefkühltransporte, so müssten spätestens die Ausbrüche in Bayern im August 2007 auch die letzten Zweifel an der Möglichkeit H5N1-kontaminierter Geflügelprodukte im Handel ausgeräumt haben.

Dem "Epidemiologischen Bulletin Nr.8/2007" des Friedrich-Löffler-Institutes lässt sich folgendes entnehmen:

Am 25.8.07 starben plötzlich in einem bayrischen Mastentenbetrieb Jungenten, die kurz zuvor aus Niedersachsen geliefert worden waren, an der Vogelgrippe. Auf der Suche nach der Ursache stießen die Behörden auf vier Wochen alte Proben aus einer Schlachtung am 1.8.. Auch in diesen Proben wurde das Vogelgrippe-Virus gefunden. Sie stammten jedoch aus einem anderen Bestand derselben Firma, mehr als 100 km entfernt. Dort war kurz zuvor (28.8.) eine Routineuntersuchung ergebnislos geblieben. Eine erneute, gründlichere Suche zeigte, dass nicht nur in diesem Bestand, sondern auch in einem dritten, benachbarten, Vogelgrippe-Viren vorhanden waren.

Am 07.09.2007 wurde die Tötung der Bestände angeordnet, obwohl keine der Enten Symptome einer H5N1-Infektion zeigte. Daraus ergibt sich zwingend der Schluss, dass H5N1 Viren in dem Betrieb mindestens einem der Betriebe, mindestens 39 Tage lang, völlig unbemerkt zirkulieren konnten. Weiters ergibt sich unmittelbar, dass sowohl die Kontrollen bei der Schlachtung als auch die Routinekontrolle am 28.08. völlig ineffektiv und wertlos waren. Um den Verbraucher möglichst sicher vor dem Verzehr kontaminierter Geflügelprodukte zu schützen, erwiesen sie sich jedenfalls als untauglich. Die "Mitteldeutsche Zeitung" titelte am 10.09.2007 "Enten mit H5N1 möglicherweise im Handel gelandet" – Roland Eichhorn, Sprecher des Bayrischen Verbraucherministeriums: "Ganz ausschließen kann man das nicht."

Ob und wieweit die Rückrufaktion erfolgreich war, bei der das nach dem 30.7. geschlachtete Geflügel aus dem infizierten Bestand aus dem Handel gezogen werden sollte, blieb unklar. Allein 1,5 Tonnen wurden in Südhessen gefunden. Zumal es keinen Grund zur Annahme gibt, dass nicht bereits früher infizierte Enten geschlachtet und verkauft worden sind. Im Gegenteil: Es wäre ein erstaunlicher Zufall, wenn die Infektion der Bestände erst am Tag der Schlachtung am 1.8. begonnen hätte.

Wie dem "Tagesspiegel" am 29.12. zu entnehmen war, führt die Spur des Brandenburger Tiefkühl-Geflügels nach Niedersachsen. Auch im Falle der Ausbrüche in Bayern lagen die Herkunftsbetriebe der Entenküken in Niedersachsen. Womöglich lediglich ein – wenn auch zweifellos merkwürdiger – Zufall?

Auch bei jüngsten Ausbrüchen in Polen soll H5N1-kontaminiertes Geflügel so wie kontaminierte Eier in den Handel gelangt sein. Auch das vermag kaum zu überraschen.

Brandenburger Singularitäten: Innereien auf den Komposthaufen

Die Verbindung zwischen den Geflügelpest-Ausbrüchen in Brandenburg soll in der Verfütterung von Innereien H5N1-kontaminierten Tiefkühl-Geflügels an die Hühner bestehen. Einem Artikel von "Berlinonline" vom 17.12. zufolge wurde bereits beim Ausbruch in Altglobsow eine Probe des Tiefkühl-Geflügels entnommen und erwies sich als H5N1-positiv. Zweifellos interessant wären dabei die Umstände aus welchen sich der Verdacht ergab – bei bisherigen Ausbrüchen, etwa in Wickersdorf (Thüringen) ließ man die Kühlschränke und Komposthaufen der Geflügelhalter unbehelligt. Die Frage nach dem Grund für das spontane Interesse an Kühlschrankinhalten ist sicher nicht unberechtigt.

Mutierte Risikobewertungen:

Das auch für den Menschen gefährliche / Das für den Koch harmlose Vogelgrippevirus H5N1™
Bei früheren Ausbrüchen wurden Untersuchungsergebnisse häufig binnen 48h veröffentlicht. Diesmal übt sich das Friedrich-Löffler-Institut in Zurückhaltung. Auf der FLI-Webseite findet sich bis heute (31.12.2007) nicht der geringste Hinweis auf die Brandenburger Ausbrüche.

Stattdessen übt sich FLI-Präsident Prof. Thomas C. Mettenleiter in Tipps für die gefahrlose Zubereitung von H5N1 kontaminierter Tiefkühlware. "Mindestens auf 70 Grad erhitzen und insgesamt gut durchgaren" soll das Virus töten und die Bedenken der Verbraucher zerstreuen. Angesichts der Meldung des Indonesischen Gesundheitsministeriums vom 06.09.2007, der 200. an Vogelgrippe verstorbene Mensch habe sich bei der Zubereitung eines infizierten Huhns angesteckt, entbehren Prof. Mettenleiters Zubereitungshinweise nicht einer gehörigen Portion Zynismus. Auch in deutschen Küchen gelangt tiefgekühltes Geflügel nicht von selbst und auf direktem Wege vom Gefrierfach in den Ofen. Dieses wird vielmehr in den meisten Fällen aufgetaut, ausgenommen, gewürzt, filetiert usw. – in jedem Fall zumindest aber mehrfach in die Hand genommen. In nicht wenigen Haushalten dürfte bei der Zubereitung obendrein auch gleich buchstäblich noch etwas "für die Katz'" abfallen. In Indonesien wies in Geflügelpestgebieten jede fünfte Katze H5N1-Antikörper auf. Selbst die Entsorgung kontaminierter Geflügelreste über den Hausmüll birgt Risiken. Mit lapidaren Hinweisen im Sinne von "gut durchgaren!" ist es also nicht getan.

Ganz abgesehen von der Frage, welcher Stellenwert denn eigentlich der Anspruch des Verbrauchers auf gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel hat. Ausgerechnet das Friedrich-Löffler-Institut hat darauf nunmehr – wenn sicherlich auch unbeabsichtigt – eine Antwort geliefert.

Bereits im Sommer 2007 veröffentlichte das Netzwerk Phoenix ein Öffentliches Plädoyer für eine seriöse, umfassende, ergebnisoffene epidemiologische Untersuchung aktueller Geflügelpest-Fälle. Die bislang unzureichenden epidemiologischen Untersuchungen kritisierte im September ebenfalls die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) in einer einstimmig verabschiedeten Resolution. Bislang sowohl vom Friedrich-Löffler-Institut wie auch vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unbeachtet.

Wozu auch? Das "auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus mit pandemischem Potential" verliert offenbar seinen Schrecken in den Küchen deutscher Haushalte. Zumindest, wenn man verseuchtes Tiefkühl-Geflügel – idealerweise ohne es dabei vorher zu berühren – gut genug durchgart. Und die Reste nicht achtlos auf den Kompost wirft oder an Hühner verfüttert. Das zubereiten und der eigene Verzehr hingegen soll unbedenklich sein. Na denn: Wohlbekomm's!

Werner Hupperich
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Ergänzungen

H5N1 Vogelgrippe von Trinkwasser ausgelöst

Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann 01.01.2008 - 08:16
Die Übertragung der Vogelgrippe durch direkten Kontakt mit infiziertem Geflügel ist eine unbewiesene Annahme der WHO. Infiziertes Geflügel kann überall das als Trinkwasser genutzte Wasser kontaminieren. Alle Menschen haben Kontakt zu Trinkwasser. Gerade bei dezentralen Wasserversorgungen erklärt dieser Übertragungsweg Häufungen in einem Haushalt. Im heißen Klima ist die Influenza nach Überschwemmungen nach extremen Niederschlägen typisch. Die Virulenz von Influenzaviren hängt von der Temperatur und der Zeit ab. Wenn frisch kontaminiertes Wasser aus flachen Brunnen, Zisternen, Tanks, Regenfässern oder Reisfeldern getrunken wird, kann die Temperatur von Wasser mit virulenten Influenzaviren weit höher sein (bei 24°C 2 Tage ansteckend) als bei zentralen Wasserversorgungen mit „älterem“ Wasser (bei 7°C 14 Tage ansteckend).

Die Risikobewertungen des Umweltbundesamtes UBA und des Bundesinstitutes für Risikobewertung BfR zusammen mit dem Friedrich-Loeffler-Institut FLI zur Übertragung der Vogelgrippe mit dem Trinkwasser sind grundlegend falsch. Das Trinkwasser wird in Deutschland nicht zu 70% aus tiefem, gut geschütztem Grundwasser gewonnen. Viren werden nicht umfassend aus dem Trinkwasser gefiltert.

Die Influenza-Übertragungen von Mensch zu Mensch und die Influenza-Kontaktinfektionen geschehen, sie sind aber weit überbewertet. In der vergleichsweise heftigen Influenza-Saison 2004/2005 wurden nur 9% der labordiagnostisch nachgewiesenen Influenzafälle im Zusammenhang mit Häufungen erkannt.

Im gemäßigten Klima Deutschlands wird die lebensgefährliche Vogelgrippe auf die Menschen initial und somit primär streng saisonal mit dem kalten Trinkwasser zur Zeit der maximalen Kältesumme, meist im Februar/März, und verstärkt bei Tauwetter (Sachsen mit seinen Trinkwassertalsperren!) übertragen werden, so wie bei den Wasservögeln.

Jüngste Forschungsergebnisse müssen beunruhigen: Bisher musste das Virus die Bronchien und die Lunge der Menschen erreichen, um anzustecken. Jetzt infiziert es auch die oberen Atemwege (Schleimhäute des Rachens z.B. beim Trinken, Schleimhäute der Nase und vmtl. auch die Bindehaut der Augen sowie die Ohrtrommelfellmembran z.B. beim Duschen). In mindestens drei Fällen (Vietnam, Thailand) waren Magen und Darm durch das H5N1-Virus befallen, nicht jedoch die Bronchien und die Lunge. Das Virus dürfte in diesen Fällen oral aufgenommen worden sein, z.B. beim Trinken von kontaminiertem Wasser.

Das in Deutschland als Trinkwasser genutzte Grundwasser ist bei weitem nicht so unproblematisch, wie UBA und BfR/FLI falsch behaupten. Die Vireneliminationsleistung der Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Deutschland erfüllt regelmäßig nicht die Anforderungen der WHO und der USA. Hinsichtlich der Virenelimination bei der Trinkwasseraufbereitung ist Deutschland Entwicklungsland. Herkömmliche Desinfektionsverfahren bringen wenig, weil Viruspartikel im Rohwasser nicht einzeln, sondern verklumpt vorkommen und deshalb von diesen nicht erreicht werden können.

Norovirus- und Rotavirusinfektionen verlaufen im gemäßigten Klima Deutschlands streng saisonal in Abhängigkeit von der Trinkwassertemperatur – so wie die Influenza. Norovirus- und Rotavirusinfektionen werden primär fäkal-oral entweder durch Lebensmittel oder das Trinkwasser übertragen. Lebensmittel haben das Jahr über in etwa konstante Temperaturen, das Trinkwasser verändert über das Jahr seine Temperatur ganz erheblich. Das Temperaturminimum des Trinkwassers stellt sich der Kältesumme des Winters folgend meist im Februar/März ein, zu der Zeit der Maxima der Norovirus- und Rotavirusinfektionen – und der Influenza-Infektionen. Welches andere seine Temperatur verändernde Medium kann die offenkundig von den Veränderungen der Temperaturen abhängigen fäkal-oralen Norovirus- und Rotavirus-Infektionen primär, also initial auslösen, so wie das Trinkwasser? Vogelgrippe-Infektionen können - in der Wissenschaft unstreitig – auf demselben Weg fäkal-oral übertragen werden.


Die primäre Übertragung der Influenza durch die biotische Tröpfcheninfektion ist nicht bewiesen und darüber hinaus extrem unwahrscheinlich, weil Influenza-Epidemien

• nur in 9% der Fälle (Saison 2004/2005) zusammen mit erkannten Häufungen auftreten.
• virologisch örtlich singulär auftreten (Influenza-Subtypen und Feintypisierung).
• geografisch örtlich singulär auftreten.
• nicht vorrangig in Großstädten und Ballungsgebieten nachgewiesen werden.
• überwiegend in den kälteren Regionen Deutschlands auftreten.
• ihre Maxima regelmäßig in bestimmten Kreisen/kreisfreien Städten erreichen.
• streng parallel zur Ganglinie der winterlichen Kältesumme verlaufen.
• sich kaum durch Speicheltröpfchen ausbreiten können. Speichel enthält weit weniger Influenzaviren als der - schwerere - Schleim aus Rachen und Nase.

Die strenge Kälteabhängigkeit der Influenza im gemäßigten Klima kann nicht mit der biotischen Übertragung von Mensch zu Mensch bei 37,5 °C erklärt werden. Die Influenza muss durch ein zur Ausbreitung von Infektionen mit zunehmender Kälte zunehmend effizientes abiotisches Vehikel übertragen werden. Deshalb muss für die Übertragung der Influenza nach von der Kälte abhängigen abiotischen Vehikeln gesucht werden. Trinkwasser ist ein solches abiotisches Vehikel. Ein anderes vergleichbar geeignetes Medium gibt es nicht. Bei einem Anschlussgrad von nahezu 100% an die zentrale öffentliche Wasserversorgung ist in Deutschland die Kälte des Wassers (etwa 3°C-7°C) zur Konservierung virulenter Influenzaviren bei der Übertragung der im Trinkwasser stark verdünnten Influenzaviren entscheidend.

Wilfried Soddemann
Freier Wissenschaftsjournalist
Ltd. Regierungsbaudirektor i.R.
Bauassessor Dipl.-Ing.
BBU e.V. Mitglied
Bundesverband Buergerinitiativen Umweltschutz
dugi e.V. Mitglied
Deutsche Umwelt-Gesundheits-Initiative
IGUMED e.V. Mitglied
Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin
Epidemiologie:  http://www.dugi-ev.de/TW_INFEKTIONEN_H5N1_20071019.pdf

Vogelgrippe durch tiefgekühltes Geflügel?

Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann 01.01.2008 - 08:21
Wenn diese Annahme zutrifft, müssen unsere Lebensmittel, hier Geflügel und Eier, mit H5N1 Vogelgrippeviren verseucht sein, und zwar weit verbreitet. Die drei Einzelfälle in Brandenburg können sonst mit diesem Übertragungsweg nicht erklärt werden. Gefahren bestehen dann nicht allein beim Verzehr von nicht durchgegartem Fleisch und beim Essen von weichen und Spiegeleiern sowie von Speisen mit rohen Eiern, sondern auch bei der Zubereitung von Geflügel, z.B. durch Kontakt von Auftauwasser mit anderen Speisen und durch Kontakt mit z.B. ungewaschenen Händen. Eintrittspforten beim Menschen sind die Augenbindehaut, die Nasenschleimhaut, die Mundschleimhaut, die Ohrtrommelfellmembran und auch Wunden.
Konsequent wäre es, auch das flüssige Futtermittel Tränkwasser zu untersuchen. Ansteckende Vogelgrippeviren werden im kalten Tränkwasser über Wochen konserviert. Die H5N1 Vogelgrippe kann deshalb insbesondere auch mit dem kalten Tränkwasser übertragen werden. Das Oberflächenwasser und das Grund- sowie Quellwasser ist auch in Deutschland nicht unproblematisch. Die Vireneliminationsleistung der Trinkwasseraufbereitung in Deutschland erfüllt regelmäßig nicht die Ziele der WHO und der USA. Viren werden nicht oder nur unvollständig gefiltert. Desinfektionsverfahren wie die Chlorung bringen wenig, weil Viren im Wasser nicht einzeln, sondern verklumpt vorkommen und deshalb von herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht erreicht werden können.

Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann

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