Ein Wochenende vom Widerstand in Palestina
Auch dieses Wochenende (27-28.12.07) gab es viele Aktionen gegen die Besetzung und das Apartheidsystem in den besetzen Gebieten und in Israel. ein kurzer Bericht:
Die monatliche "Critical Mass gegen die Besetzung und für die Bewegungsfreiheit" hat Donnerstag Abend in Tel Aviv stattgefunden. Der Aufruf hieß: "Unsere Möglichkeit uns frei zu bewegen verpflichtet uns, denen die eine Stunde weit weg von Tel Aviv wohnen und denen man ihre Grundrechte verweigert, eine Stimme zu geben". Die 35 Fahradfahrer sind durch die Straßen Tel Aviv gefahren, haben Samba getrommelt, Parolen gegen die Belagerung von Gaza gerufen und den Straßenverkehr ein bisschen gestört. Bullen auf Motorrädern und Polizeistreifen haben die Fahrradfahrer begleitet und auch gefilmt. Dieses Mal wurden aber die Demonstranten nicht von den Bullen angegriffen wie es im letzten mal passiert ist, als 50 Spezieleinheitbullen die Fahrradfahrer sehr aggressiv angegeriffen und 6 Leute festgenommen haben.
Ein kurzer Film in youtube von diesem Critical Mass
http://www.youtube.com/watch?v=90SFUXQPqEI
Freitag gab es 3 Demonstrationen gegen die Mauer und das Apartheidsystem in den besetzen Gebieten: In den Dörfern Bil'in und Beit Ur und in Bethlehem.
In Bil'in war es die 150. Demo gegen die Mauer und die Besatzung. Das Dorf kämpft seit 2004 gegen den Bau der Apartheidbarrier auf seinem Land zusammen mit internationalen Aktivisten und Israelis von der Gruppe "Anarchisten gegen die Mauer" (awalls.org). Im September 2007 hat selbst der oberste Gerichtshof Israels entschieden, dass der Zaun umgebaut werden soll und sich einigermaßen zu der nächsten israelischen Siedlung (die auch auf dem Land Bil'ins aufgebaut ist) nähern. Bis heute aber bleibt der Zaun wo er war: 10 meter entfernt von den Häusern Bil'ins. Die Demo diesen Freitag wurde von der Seite der Demonstranten gewaltfrei durchgeführt und wie immer gewalttätig von den Soldaten angegriffen, Grenzenschutzbullen und "normale" Bullen. Die Demo wurde mit Tränengaskanistern und Schockgranaten angeschossen und hat sich dadurch aufgelöst.
In der Nähe von der Apartheidstraße 443 haben Palästinenser, Internationale und Israelis demonstriert. Die Straße 443 verbindet Jerusalem mit Modi'in und läuft auf dem Land von vielen palästinensischen Dörfern, deren Anwohner nicht auf der Straße fahren dürfen. Seit 3 Monaten finden direkte Aktionen und Demos gegen diese Straße statt und der Staat hat angefangen einen Zaun an der Straße zu bauen, um die Demonstranten daran zu hindern, ihren Protest zu zeigen. Diesen Freitag wurde die Demo auch sehr aggressiv, mit Tränengas, plastikummantelten Metalkugeln und Schockgranaten angegeriffen.
Eine Demo gegen die Mauer und Checkpoints hat auch in Bethlehem stattgefunden. Neben den Anwohnern Bethlehems und israelischen und internationalen Aktivisten waren auch viele lokale Politiker und internationale Journalisten in dieser Demo und aus diesem Grund wurde sie wahrscheinlich nicht angegriffen.
In West-Jerusalem gab es eine große Kundgebung der "Women in Black", die das 20jährige Bestehen dieses Protestes gefeiert hat. Die "Women in Black" haben vor genau 20 Jahren ihre Kundgebungen gegen die Besetzung angefangen. Seit Dezember 1987, dem ersten Monat der Intifada, stehen diese Frauen auf Plätzen, in Innenstädten oder verkehrskreuzungen, schwarzgekleidet, um ihre Trauer über die Besetzung und Krieg zu zeigen. Die Kundgebung diesen Freitag war größer als die, die jede Woche stattfinden, mehr als 400 israelische und palästinensische Frauen und auch einige Männer haben teilgenommen. Neben den Redebeiträgen gab es auch ein Konzert von "Hasavtot Hazoamot" (die wütende Omas), einer Gruppe von alten Frauen, die lustige Lieder gegen Krieg und für Soziale Gerechtigkeit singen. Eine Gruppe von 10 Nazis (jüdische Nazis gibt's auch: Mitglieder der illegalen Partei "kakh" und andere Anhänger vom Rabbi Kahana) haben dagegen demonstriert mit Parolen die Erschießung von verräter forderten.
Bilder von all diesen Aktionen könntet ihr in Website von Activestills, einem linken israelischen PhotografInnen-Kollektiv, angucken:
http://www.flickr.com/photos/activestills
Ein kurzer Film in youtube von diesem Critical Mass
http://www.youtube.com/watch?v=90SFUXQPqEI Freitag gab es 3 Demonstrationen gegen die Mauer und das Apartheidsystem in den besetzen Gebieten: In den Dörfern Bil'in und Beit Ur und in Bethlehem.
In Bil'in war es die 150. Demo gegen die Mauer und die Besatzung. Das Dorf kämpft seit 2004 gegen den Bau der Apartheidbarrier auf seinem Land zusammen mit internationalen Aktivisten und Israelis von der Gruppe "Anarchisten gegen die Mauer" (awalls.org). Im September 2007 hat selbst der oberste Gerichtshof Israels entschieden, dass der Zaun umgebaut werden soll und sich einigermaßen zu der nächsten israelischen Siedlung (die auch auf dem Land Bil'ins aufgebaut ist) nähern. Bis heute aber bleibt der Zaun wo er war: 10 meter entfernt von den Häusern Bil'ins. Die Demo diesen Freitag wurde von der Seite der Demonstranten gewaltfrei durchgeführt und wie immer gewalttätig von den Soldaten angegriffen, Grenzenschutzbullen und "normale" Bullen. Die Demo wurde mit Tränengaskanistern und Schockgranaten angeschossen und hat sich dadurch aufgelöst.
In der Nähe von der Apartheidstraße 443 haben Palästinenser, Internationale und Israelis demonstriert. Die Straße 443 verbindet Jerusalem mit Modi'in und läuft auf dem Land von vielen palästinensischen Dörfern, deren Anwohner nicht auf der Straße fahren dürfen. Seit 3 Monaten finden direkte Aktionen und Demos gegen diese Straße statt und der Staat hat angefangen einen Zaun an der Straße zu bauen, um die Demonstranten daran zu hindern, ihren Protest zu zeigen. Diesen Freitag wurde die Demo auch sehr aggressiv, mit Tränengas, plastikummantelten Metalkugeln und Schockgranaten angegeriffen.
Eine Demo gegen die Mauer und Checkpoints hat auch in Bethlehem stattgefunden. Neben den Anwohnern Bethlehems und israelischen und internationalen Aktivisten waren auch viele lokale Politiker und internationale Journalisten in dieser Demo und aus diesem Grund wurde sie wahrscheinlich nicht angegriffen.
In West-Jerusalem gab es eine große Kundgebung der "Women in Black", die das 20jährige Bestehen dieses Protestes gefeiert hat. Die "Women in Black" haben vor genau 20 Jahren ihre Kundgebungen gegen die Besetzung angefangen. Seit Dezember 1987, dem ersten Monat der Intifada, stehen diese Frauen auf Plätzen, in Innenstädten oder verkehrskreuzungen, schwarzgekleidet, um ihre Trauer über die Besetzung und Krieg zu zeigen. Die Kundgebung diesen Freitag war größer als die, die jede Woche stattfinden, mehr als 400 israelische und palästinensische Frauen und auch einige Männer haben teilgenommen. Neben den Redebeiträgen gab es auch ein Konzert von "Hasavtot Hazoamot" (die wütende Omas), einer Gruppe von alten Frauen, die lustige Lieder gegen Krieg und für Soziale Gerechtigkeit singen. Eine Gruppe von 10 Nazis (jüdische Nazis gibt's auch: Mitglieder der illegalen Partei "kakh" und andere Anhänger vom Rabbi Kahana) haben dagegen demonstriert mit Parolen die Erschießung von verräter forderten.
Bilder von all diesen Aktionen könntet ihr in Website von Activestills, einem linken israelischen PhotografInnen-Kollektiv, angucken:
http://www.flickr.com/photos/activestills
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Ergänzungen
ich möchte nicht pingelig sein..
Des weiteren den Begriff "jüdische Nazis" zu verwenden verbietet sich für eine emanzipatorische, radikale Linke! Wer den jüdischen Glauben bzw. Orthodoxe Juden, egal wie "bescheiden" ihre Ansichten sind, mit Nazis und ergo die Shoha wohl auch noch mit den Geschehnissen im Nahen Osten gleichsetzt ist weder progressiv, noch links, sondern einfach reaktionär und argumentiert auf der gleichen Schiene wie die deutschen Nazis. Und ganz nebenbei sollte mensch endlich einmal diesem völkischen Konstrukt von Ethnien und Nationen den Kampf ansagen, anstatt dem vermeintlichen "Volkskollektiv" der "Palästinenser" einfache bedinungslose Treue und Unterstützung zuzusagen...
Gegen jede Volkskonstruktion & für echten Individualismus - für das Existenzrecht von Israel!
ich will auch nicht pingelig sein
aus dem Wikipedia:
Kach (hebräisch: "So!") und Kahane Chai ("Kahane lebt") sind zwei rassistische, jüdische Organisationen in Israel. Sie wurden durch die israelischen Behörden wegen ihrer Unterstützung von Anschlägen gegen die arabische Minderheit und die israelische Regierung für illegal erklärt. Die EU[1] sowie die USA[2] führen beide Organisationen auf ihrer Liste der Terrororganisationen. Nach Angaben der US-amerikanischen Regierung zählen zu ihren Aktivitäten:
* die Organisation von Protesten gegen die israelische Regierung;
* die Belästigung und Bedrohung von Palästinensern in Hebron und im Westjordanland und
* die Bedrohung von israelischen Regierungsbeamten.
Beide Organisationen schworen zudem Rache für den Tod von Binyamin Ze'ev Kahane und seiner Frau[3].
Die Aktivitäten von Kach und von Kahane Chai gehen über reine Bedrohung und die Durchführung von Protesten jedoch hinaus. Baruch Goldstein, der 1994 beim Massaker von Hebron 29 Palästinenser während des Gebets in der Moschee über Abrahams Grabhöhle tötete, stammt ebenfalls aus dem Einflussbereich der beiden Organisationen.
Kach wurde zunächst von Meir Kahane angeführt. Die Partei beteiligte sich 1984 an den Wahlen und erlangte für Kahane einen Einzelsitz in der Knesset. Kurz danach änderte das Parlament gesetzliche Vorschriften und verbot damit rassistischen Bewegungen eine Wahl in die Knesset. Kahane rief das Oberste Gericht Israels an, das ihm jedoch - der israelischen Gesetzgebung folgend - die Teilnahme an den folgenden Wahlen 1988 untersagte.
Nach der Ermordung Kahanes 1990 spaltete sich die Bewegung in die heute bestehenden, sich ähnelnden Gruppierungen "Kach" und "Kahane Chai" auf. Kahane Chai wurde zunächst von Kahanes Sohn Binyamin geführt, bis dieser im Jahr 2000 in einem Hinterhalt durch militante Palästinenser getötet wurde.
Beide Gruppen gelten seit 1994 durch die damals erlassenen Antiterrorismusgesetze in der Folge des Massakers durch Baruch Goldstein am Grab des Patriarchen als illegal. Ihnen gehören heute mehrere hundert Radikale an, einschließlich einem Kreis von Unterstützern in den USA und Europa.
Am 4. August 2005 erschoss der 19-jährige Eden Natan Zada, Mitglied der Kach-Bewegung, in einem Bus in Schfaram 5 Araber und verletzte 12 weitere. Daraufhin wurde er von der aufgebrachten Menge gelyncht.
ja...
a) Wikipedia keine wirklich wissenschaftliche Quelle - inhaltlich mag das ja stimmen, nur gibt es dafür bessere Quellen zum zitieren und auch einen mindestens graduellen Unterschied zwischen terroristisch als Tateigenschaft und Nationalsozialistischer Ideologie - bitte ließ einmal einige Grundlagenbücher, was den Begriff und die Ideologie des "Nazis" ausmacht, ergo biologischer Rassismus, immanenter Antisemitismus, bestimmte Formen des nationalen Kapitalismus usw. - das ist z.B. bei den von Dir genannten Organisationen nicht der Fall, insbs. da sie aus religiösen Gründen den Staat Israel ablehen (ergo auch den Zionismus), da sie auf den eigentlichen Erlöser aus der Diaspora, gesandt von Gott, warten. Das ist keinesfalls mit dem Terminus "Nazi" zu bezeichnen - genauso wenig wie wir in einem faschistischen Staat leben - das wäre z.B. eine verharmlosung echter, existierender Polizeistaaten mit faschistischen Tendenzen und führt nur zu einem "Macho-Revolutionärsgehabe", wo es keine echte Revolution gibt - so findet mensch sich schnell wieder als Opfer und nicht Täter - aber das geht jetzt hier etwas zu weit.
b) Ist es kein Antisemitismus, welchen ich verbreite, und solch eine Unterstellung ist ja geradezu grotesk - da ich diese "terroristischen" Gruppen nicht als Nazis bezeichnen möchte, sei ich ein Antisemit, da ich diese mit dem jüdischen Glauben gleichsetze - ich glaube, in Deiner Argumentationskette und dem dahinter stehenden anarchistischen Weltbild ist was falsch gelaufen - ich habe gerade nicht diese beiden Gruppen/Ideen/Religionen gleichgesetzt und das Existenzrecht Israels leitet sich auch primär an der erlittenen Shoha und der Idee des Zionismus ab, nicht Aufgrund von den Ideen einer "Minderheit" innerhalb der israelischen Gesellschaft.
Gegen jeden Antisemitismus - nie wieder Deutschland! Für das Existenzrecht von Israel! (Entschuldigt diese "platten/dualistischen" Parolen, aber wohl hier von Nöten).
Women in Black
Ein Bericht dazu hier zu finden:
Von israelischen Nazis zu sprechen, ist so oder so Bullshit und spricht mehr von Demagogie als politischer Analyse. Das mögen Rassisten und Rechtsradikale sein; aber Nazi-Ideologie, nämlich Verschwörungsantisemitismus, völkischer Korporatismus, Autoritarismus etc. läßt sich bei denen nicht finden. Aber wer Israel als Apartheidsstaat bezeichnet, der ist sowieso eher an Polemik und Delegitimierung als an emanzipativer Kritik interessiert.
warum begriffe verwischen?
ein kurzer FIlm dazu
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
leider ... — antifa
Nachtrag II — Old School AFA
aufklaerung — a. habibi
@ a. habibi — b. habibi
Old School; — Lippi
@ Old School AFA — LOL
ich lach mich weg — Endlich
Israel, das freiheitlichste Land in Nah-Ost — sü
Wer Israel sagt muss auch Palästina sagen — @Nachtrag II
@ oldschool afa — phantomias
für den anarchismus — Body