Dresden: Rassisten schlagen zu

Alexander Schneider 24.12.2007 10:21 Themen: Antifa
Dresden: Rassisten schlagen zwei sudanesische Studenten zusammen

In der Nach vom Freitag zu Samstag, dem 22.12.2007, wollten zwei sudanesische Studenten in der Dresdner Diskothek "Dance Factory" feiern. Nach Aussagen der Polizei wurden diese aus einer Gruppe von ca. 70-100 Hooligans in der Diskothek verbal attackiert und später auch bedrängt. Zwei der Täter nannten die Sudanesen wegen ihrer Hautfarbe „Nigger“ oder „Scheiß-Ausländer“. Die Security der Dance Factory machte die beiden Studenten als die Störenfriede aus und brachte sie nach draußen, "um sie zu schützen". Draußen wurden die beiden Studenten von ca. 10-15 Rassisten, die mit nach draußen gefolgt waren, erneut angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Ein 20 jähriger, der eingreifen wollte, wurde ebenfalls angegriffen und verletzt. Die Sächsische Zeitung schreibt dazu: "Die zahlenmäßig unterlegenen Ordner konnten nicht verhindern, dass der Mob auf die Studenten eingeprügelt hat." Die Polizei wurde erst eine Stunde nach dem Angriff verständigt. Die Polizei meint, dass es sich trotz "Fremdenfeindlichkeit als Tatmotiv" zeigen wird, ob ein rechtsextremistischer Hintergrund vorliegt.
Derzeit schläft Dresdens linke Szene weiter ihren Sommer/Winter(Jahres)schlaf, ist auf Geschenkeeinkauftour, den Weihnachtsbraten vorbereiten oder sitzt gemütlich beim Glühwein zusammen. Nur so lässt sich erklären, dass noch keine adäquate Reaktion auf diesen erneuten rassistischen Angriff in Dresden erfolgt ist.
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Ergänzungen

Presse

Gebhardt 24.12.2007 - 13:04
Bei der Disko handelt es sich um die Dance Factory auf der Bautzener Straße. Ansonsten kann ich den Sicherheitsdienst verstehen, wer will sich schon mit 100 Hools anlegen. Die Sudanesen nach draußen zu bringen, statt die Idioten rauszuwerfen klingt erstmal scheiße, war aber in der Situation bei den Kräfteverhältnissen das einzig Richtige. Hat leider aber nicht geklappt. Scheiß Nazis!

Das steht in der Presse:
Sächsische Zeitung Montag, 24. Dezember 2007

Hooligans schlagen sudanesische Studenten nieder
Von Alexander Schneider

Schon wieder wurden zwei Ausländer wegen ihrer Hautfarbe beleidigt und angegriffen. Der Staatsschutz ermittelt.

Motiv: Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit. Eine Gruppe von zehn bis 15 Fußball-Hooligans hat am Sonnabend vor der Diskothek Dance-Factory (Dafa) auf zwei 21-jährige Sudanesen eingeprügelt. Laut Polizei wurde ein couragierter Dresdner (20), der den afrikanischen Studenten zu Hilfe kam, ebenfalls niedergeschlagen. Die drei Opfer wurden leicht verletzt.

Es geschah kurz nach drei Uhr – ausgerechnet bei einer „Black Beat Night“ in der Disko auf der Bautzner Straße. Dort haben zwei Täter die Sudanesen wegen ihrer Hautfarbe mit Begriffen „Nigger“ oder „Scheiß-Ausländer“ beschimpft und attackiert. Nach Polizeiangaben schritt der Sicherheitsdienst ein. Um die Sudanesen zu schützen, brachte man sie nach draußen. Dort wurden die Dunkelhäutigen von etwa einem Dutzend Hooligans erneut angegriffen, geschlagen und getreten. Die zahlenmäßig unterlegenen Ordner konnten nicht verhindern, dass der Mob auf die Studenten eingeprügelt hat. Erst gegen vier Uhr wurde die Polizei gerufen.

Auf der Suche nach Zoff

„Nach ersten Ermittlungen stammen die Verdächtigen aus der Fußball-Szene“, sagte Polizeisprecher Thomas Herbst. 75 bis 100 Hooligans kamen gegen zwei Uhr in die Dafa. Schon auf dem Weg dorthin habe es Ärger gegeben. So lief ein Chaot über den Opel eines Disko-Besuchers, der gerade in die Bautzner Straße einbiegen wollte. Auch Müllcontainer seien angesteckt worden. Offenbar war der Mob zuvor auf einer Weihnachtsfeier und hatte einiges an Alkohol getrunken.

Die Polizei nennt Fremdenfeindlichkeit als Tatmotiv. Herbst: „Ob wir es mit einem rechtsextremistischen Hintergrund zu tun haben, wird sich zeigen.“ Der Staatsschutz ermittelt nun und wird von Beamten unterstützt, die sich in der Fußball-Hooligan-Szene gut auskennen. „Wir werten jetzt Überwachungsbilder aus Straßenbahnen aus“, sagte Herbst. Die Hooligans sind offenbar mit der Linie 11 zur Dafa gefahren. „Die Täter sollten über Weihnachten überlegen, sich besser selbst zu stellen.“

Zeugenaufruf: Zeugen der Tat, die noch nicht vernommen wurden, werden gebeten sich unter 4832233. zu melden.

Zeugen ???

gesucht !!! 24.12.2007 - 14:14
Ich habe diese riesige Gruppe am Freitag Abend auf ihren Weg in die DaFa gesehen. Sie kamen aus Richtung Johannstadt mit der Linie 6 oder 13 und stiegen an der Ecke Bautzner- Rothenburger Str. in die Linie 11 Richtung Bühlau um. Zu diesem Zeitpunkt waren die Meisten, der NaziHoolkörper, schon total Straff und wie man sie kennt, reichte deren geistiger Horizont höchstens, um "Dynamo" oder "Willste uff´s Maul" zu sabbeln. Nun wäre es wichtig, heraus zufinden, woher genau dieser riesige Haufen Rassisten kam und welcher Anlass dafür ausschlaggebend war, in so großer Zahl aufzulaufen. Wer hat in dieser Nacht ähnliche Begegnungen gemacht. Es ist wichtig, dass wir die, die unsere Gäste dermaßen zurichten und denken, in der Meute untertauchen zu können, heraus bekommen und es dafür ordentlich paar auf die Fresse gibt.

toensberg = scherbenhaufen

gonzo 24.12.2007 - 16:32
zum thema winterschlaf. am selben Abend/ selbe Nacht wurden ebenfalls die scheiben des Neonaziladens Toensberg nähe postplatz eingeworfen, vor dem es vor 1ner Woche eine Kundgebung der Kampagne "Ladenschluss" gegeben hat. die Dresdner Szene ist aktiv aber was willst du machen? Die antifa wird keiner rufen wenn vor DAFA zwei Sudanesen zusammengeschlagen werden. Und man kann ja nicht überall sein. eine reaktion muss folgen, das ist klar aber so zeitnah - unmöglich.

tüdelü

hmmmmmmmmm....... 24.12.2007 - 23:34
na moin

so. nun erstmal was zur dance-factory.
die ist meiner meinung nach relativ blöd gelegen. alternative menschen gehen da eigentlich nie hin. also eigentlich gar nicht. die sind halt meist alle in der neustadt oder im hechtviertel. folglich ist da das ganze proll-hool-metro-partyvolk und eben auch immer leute die auf jeden fall rechts-offen sind. das ist da immer so.

zum zweiten zu den nazi-hools. es gibt in dresden mehrere hool-gruppierungen. unter anderem auch den "jungsturm-dresden". die leute die da dabei sind, können alle mindestens (!!echt aufpassen!!) eine kampfsportart und sind komplett in die rechte szene einzuordnen. es wäre nicht verwunderlich wenn die das waren. sehen alle von der frisur recht einheitlich aus. das heißt: sehr kurzer seitenscheitel der eben genau am scheitel einen cut hat. also der scheitel ist einrasiert. in dresden umfasst er ca. 60 mann die "aktiv" sind. weitere 10-20 mann sind über 30, haben das gegründet und stehen als "elite" über den 60 anderen.
ich weiß auch aus das es schon einmal vor der dafa zu zusammenstößen von eben dieser gruppierung mit anderen leuten kahm. die sind verdammt aggressiv. echt aufpassen.

am gleichen tag kahm es in der dresdner neustadt zu einem ähnlichen überfall auf einen alternativen jugendlichen auf der alaunstraße. er hat jetzt ein sehr gerötetes gesicht was sich schon bläulich färbt. wann das war weiß ich jetzt nicht mehr. habs vergessen. reich das aber noch nach. könnte im zusammenhang halt stehen.

alles doof..............

tschüssi

@Zeugen

Mensch Meier 25.12.2007 - 00:02
Ich war am betreffenden Tag an der besetzten Buche auf der Bautzener Straße als Nachtwache eingeteilt. Den Trupp den Du beschreibst habe ich gesehn, waren 20 - 30 Leute die nach ihrem auftreten und der spärlichen Haarpracht zu urteilen recht wahrscheinlich dem Hool-Spektrum zugeordnet werden können. Die Truppe stieg Haltestelle Angelikastraße aus und mein erster Gedanke war "Scheiße wir sind fällig..." Naja dem war jedoch nicht so, sie zogen unter recht agressiven Dynamo-Sprechchören weiter die Bautzener Straße hinauf. Ich dachte mir, dass an dem Tag wahrscheinlich ein Spiel war (hab keine Ahnung von Fußball) und die einfach noch ein wenig saufen gehen. Mach mir mittlerweile ziemliche Vorwürfe, naja mehr weiß ich auch nicht.

[redok]

[redok]_Lesende_Weihnachtsfrau 25.12.2007 - 18:41
"(...) In der gleichen Nacht wurden vor einer Dresdner Diskothek zwei Sudanesen von 10 bis 15 Unbekannten angegriffen. Nach Polizeiangaben beschimpften die Angreifer die beiden jungen Männer wegen ihres Aussehens. Im Weiteren wurde ein zu Hilfe eilender Dresdner ebenfalls attackiert. Die drei Opfer erlitten leichte Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen soll es sich bei den Angreifern um Personen handeln, "die auch im Umfeld von Fußballspielen durch Gewalttätigkeiten auffallen". Das zuständige Staatsschutzdezernat und szenekundige Beamte der Dresdner Kriminalpolizei haben in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung mit fremdenfeindlichem Hintergrund aufgenommen."

Aus: "Übergriffe in Sachsen-Anhalt und Sachsen"  http://www.redok.de/content/view/961/38/ (23.12.2007)

waren keine junghools

egal 28.12.2007 - 17:09
so also diese leute waren von der Acki`s Bande (ist ein gemischter Haufen von Hools und zum Teil aus bestehend aus eher Alternativen).Weiß nur soviel das die oben genannte Gruppe eine Weihnachtsfeier an dem Tag hatte.Zum Ausklang wollten sie in die DaFa.Im Vornherein wurde schon gesagt das alle die die blöde rumprollen eins auf die Lichter kriegen , egal ob Deutsch o. Mitgrantisch.Dabei haben sich dann halt auch andere Leute eingemischt.Dann haben die Security`s die zwei Suddanesen raus geschmissen.Was dann halt der Anlaufpunkt für die Nasen war.Man weiß aber auch das in der DaFa fast nur Nasen bzw. Fussball Leute sind (War selbst schon dort).Zum Thema Türsteher.Die meisten der Türsteher sind auch in der HoolSzene.

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