Nach Polizeigewalt: Journalist einseitig taub

Henner Knorr 20.12.2007 07:40 Themen: Medien Repression
Nach der Demonstration am 15.12. in Hamburg wurde der Journalist F.Gilani so von Polizei zusammengeschlagen, dass er auf dem rechten Ohr nicht mehr hören kann
Letzten Samstag den 15ten Dezember um 19.30 Uhr wurde der iranische Journalist, Autor und Dichter Freidoun Gilani von deutschen Polizisten brutal angegriffen. Dies ereignete sich vor dem Burger King in der Mönkebergstraße in Hamburg. Nach Aussage des Bundeswehrkrankenhauses in Hamburg wurde sein rechtes Ohr schwer verletzt. Der Rechtsanwalt Dr. Heinz Jürgen Schneider hat Anklage gegen die Polizei erhoben. Dabei werden zwei Reporter als Zeugen benannt. Der Bericht des Krankenhauses wurde vom Rechtsanwalt dem General-Staatsanwalt übermittelt.

Bilder des Zwischenfalls können auf der Website  http://www.jonbesh-iran.com eingesehen werden. (momentan erster Eintrag)

Der Angriff der Polizei fand wenige Stunden nach einer Demonstration gegen die umstrittenen Paragrafen § 129a und § 129b statt, die unter anderem politische Exil-Organisationen und deren Aktivitäten kriminalisieren. Der Journalist hatte zuvor dagegen protestiert, dass die Polizei junge Leute zusammenschlug und versucht, weitere Gewalt zu verhindern.
Im Moment gibt es gegen diese Gewalt Protest von Seiten des Iranischen Exilschriftstellerverbandes, des Internationalen Pen Centers Sektion Iran und Iranern der ganzen Welt.

Wenn Sie gegen das Vorgehen der Polizei gegen den Journalisten protestieren, schicken Sie bitte eine Kopie an den Rechtsanwalt: Fax.: 040 85 13 116,  rechtsanwalt-schneider@gmx.de und an F. Gilani: Fax.: 040 209 73 001 oder  gilani@f-gilani.com.
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Ergänzungen

Nixe! 2.0

Nicht-Zamorano 20.12.2007 - 13:30
Es ist sehr ärgerlich, aber Zamorano hat wohl leider recht.

Ein Bsp.: Bei einer Versammlung (irgendwo, is' ja egal...) wird eine Demonstrantin von einem Polizeibeamten durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt. Sie stellt daraufhin Strafanzeige gegen den Polizeibeamten, dessen Name ermittelt werden konnte. Von der Szene existiert ein Video; darauf ist folgendes zu sehen:

Der Beamte kniet auf der Demonstrantin, die sich nicht wehrt, sondern sich dem Beamten ergibt und die Ingewahrsamnahme geschehen lässt - was sonst?, der Polizist ist über ihr, holt mit der rechten Faust weit, weit aus, die Faust schnellt in Richtung des Gesichts der Demonstrantin. Auf halben Weg zu ihrem Gesicht, verzerrt, verwackelt das Bild der Videoaufnahme für einen kurzen Augenblick, so dass man das Geschehen nicht genau erkennen kann. Das Bild entzerrt nur wenige Sekunden später, der Beamte kniet noch auf der Demonstrantin, die jetzt im Gesicht erheblich blutet.

Der zuständige Staatsanwalt hat das Verfahren gegen den Polizisten eingestellt, weil man den entscheidenden Augenblick nicht sehen kann und ja auch etwas anderes passiert sein könnte, was zu der Verletzung im Gesicht der Demonstrantin geführt haben könnte - die Karnevalisierung des Grundsatzes in dubio pro reo.

Das ist KEIN Scherz oder ausgedacht!! Derzeit wird gegen die staatsanwaltliche Entscheidung ein sog. Klagerzwingungsverfahren angestrengt.

Also selbst in den eher seltenen Fällen, in denen der Beamte ermittelt werden kann und die Beweislage eindeutig scheint, stellen die Staatsanwaltschaften Ermittlungsverfahren gegen "ihre" Hilfsbeamten in erheblicher Regelmäßigkeit trotzdem ein.

Es ist keine Frage, dass die Kennzeichnungspflicht unbedingt kommen muss, wobei sich allerdings auch die Frage stellt, wie sie praktisch ausgestaltet werden soll? Namen kann man getrost vergessen, das wird nie kommen, ist wahrscheinlich auch besser so und würde im Getümmel vermutlich auch nicht weiterhelfen.

Die Kennzeichnung dürfte überdies nicht das einzige Instrument bleiben; es bedarf bspw. verschiedenster struktureller Veränderungen bei der Polizei (totale Ausgliederung der Dezernate für Interne Ermittlung aus dem restlichen Polizeiapparat - in Hamburg schon der Fall- und konsequent durchgezogene disziplinarische Maßnahmen gegen das systematische Mobbing von 'Whistleblowern') und den Staatsanwaltschaften (externes Kontrollgremium, das unabhängig besetzt und gegenüber Parlamenten, ggf. sogar dem Bundestag hinsichtlich der Ermittlungsverfahren berichtspflichtig ist), eine sinnvolle Dokumentation der diesbezüglichen Amtsdelikte in der Polizeilichen Kriminal- sowie der staatsanwaltschaftlichen Erledigungsstatistik und nicht zuletzt genug Gelder für entsprechende kriminologische und strafrechtswissenschaftliche Forschung. Der Forschungsstand ist leider bislang recht dünn.

Wer sich diesbzüglich weiter informieren will:

Ausgewählte wissenschaftliche Beiträge
 http://www.amnesty-polizei.de/pages/studien-aufsE4tze.php
 http://www.thomasfeltes.de/vortraege.htm
 http://www.thomasfeltes.de/veroeffentlichungen.htm

Untersuchung zur polizeilichen TKÜ vom Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg (da stehen einem die Haare zu Berge...)
 http://hp.kairaven.de/miniwahr/telekom2.html#a5

aktueller AI-Deutschlandbericht
 http://www.amnesty-polizei.de/pages/deutschlandbericht.php

A Joint Transnational Research on Justification of Use of Force by Police
 http://www.policeuseofforce.org/

Literatur zur empirischen Polizeiforschung
 http://www.felix-verlag.de/

Besonders ärgerlich finde ich neben vielen anderem einfach, dass bei Festnahmen/Ingewahrsamnahmen dem/der Betroffenen KEIN materielles Prüfungsrecht zusteht, er/sie die jeweilige polizeiliche Maßnahme praktisch auch erdulden muss, wenn vergleichsweise offensichtlich ist, dass sie rechtswidrig ist. Soviel Demut vor dem (unzweifelhaft richtigen) polizeilichen Gewaltmonopol muss aber zwingend dadurch ausgeglichen sein, dass dem/der Betroffenen ein nachträgliches, umfangreiches gerichtliches Prüfungsrecht zusteht. Das scheint mir rechtstatsächlich in zu viel zu vielen Fällen vereitelt zu werden. DAS IST EIN JAHRZEHNTEALTER SKANDAL, DER ENDLICH BEENDET WERDEN MUSS!!

Zur Erinnerung...

... 20.12.2007 - 14:48
... für die jüngeren GenossInnen:

 http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_98/35/30a.htm

Ein gut dokumentierter 'Tathergang' hilft leider so ziemlich gar nichts, wenn die Täter im Staatsdienst stehen.

Fereidoun Gilani in Wort, Bild und Ton:

freundeskreis videoclips 20.12.2007 - 14:51
Fereidoun Gilani in Wort, Bild und Ton:

 http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22066/1.html
 http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Iran/gilani.html

Video:
fluchtursachen
deutsch // 4 Min // 12.09.2003 //
Nuernberg, 12.9.03 - Fereidoun Gilani, Secretary General der Socialist Party of Iran und aktivist der KARAWANE fuer die Rechte von Fluechtlingen und MigrantInnen beschreibt auf dem public forum ursachen fuer flucht und migration: kolonislismus, ausbeutung, imperialismus, militaerische expansion der reichen laender: "we are here because you have destroyed our countries!"
Team: jens blatt

 http://kanalb.org/topic.php?play_id=546&modul=Clip&autostart=true&clipId=45

@zamorano - zapfnix Verfahren eingestellt?

dfqagahhg 20.12.2007 - 17:26
Hast Du irgendeine Quelle, wo ich nachlesen kann, dass das Verfahren zu dem Polizeiübergriff ( http://de.youtube.com/watch?v=7eXpChc-K_Y) bei der Zapfenstreich Demo im Oktober 2005, eingestellt wurde?

Pressespiegel zu dem Übergriff gibt es hier:  http://www.bamm.de/zapfnix/ (allerdings nur für 2005)

Würde mich sehr interessieren,

vielen Dank

Zapfnix-Verfahren

(muss ausgefüllt werden) 21.12.2007 - 05:29
In der Broschüre zur Ausstellung "Vom Polizeigriff zum Übergriff" ist ein Interview mit dem Anwalt abgedruckt, der zwei Personen verteidigt hat, die bei der Zapfnix-Demo bei den Prügelorgien verletzt wurden. Dort berichtet er von der Einstellung beider Verfahren (eins davon gegen einen Zivi-Bullen):  http://polizeigriff.org/broschuere/11interview_zapfnix.html

direktlink zu allen 24 fotos

seelenlos (PigBrother.info) 22.12.2007 - 17:49

Spiegel TV Reportage / Polizeischlagstöcke

Mahir Cayan 23.12.2007 - 03:25


Eine Interessante Reportage über Schlagstöcke bei der Polizei...

man achte bei 4:58



 http://www.youtube.com/watch?v=gjpn9Mn1DD0&feature=related

Gilani äußert sich

Henner Knorr 28.01.2008 - 07:45
Herr Gilani hat sich in einem offenen Brief zu den Ereignissen geäußert. Solidarität ist gerade jetzt gebraucht, um dem Verfahren den nötigen Druck zu verleihen.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 22 Kommentare

schlägertruppen in uniform

glaubt ihr nicht 20.12.2007 - 08:35
sind nun mal leider zur normalität geworden.
die werden ja sogar noch von gerichten geschützt.
da fällt mir nur das krähenzitat ein. beweist aber
das es auch straftäter in richterrobe geben.

wahnsinn

typisch cops 20.12.2007 - 08:59
das is echt ne frechheit

und was glaubt ihr wird den bullen passiern???

wahrscheinlich eh nix!!!

die gehören alle weggesperrt

da dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie auf gewalt treffen

ich kann...

jo 20.12.2007 - 09:47
... mich kaum im Zaum halten wenn ich das hier lese, könnte mich jetzt ewig in Hasstiraden gegen diese Drecksbullen auslassen... aber es bleibt das Gefühl der Ohnmacht.

Ich denke eigentlich eine Solidemo wäre angesagt, und zu allererst eine Pressemitteilung von der Demoleitung/OrganisatorInnen in der sie explizit diesen Exzess publik machen. Es kann einfach nicht angehen.
Zur Erinnerung, auch bürgerliche Organisationen wie Amnesty pochen auf Kennzeichnungspflicht von Bullen in der EU, so dass sie leichter haftbar gemacht werden können.
 http://www.amnesty-polizei.de/media/dokumente_positionspapiere/Kennzeichnungspflicht_Positionspapier_Finale.pdf

(Zitat: "Die Straflosigkeit von BeamtInnen mit Polizeibefugnissen ist eines der zentralen menschenrechtlichen Probleme in Europa. Die fehlende Möglichkeit der individuellen Identifizierung eines „polizeilichen Täters“ trägt dazu bei, dass dieser für die Anwendung ungesetzlicher Polizeigewalt strafrechtlich nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann. Die fehlende Kennzeichnungspflicht für BeamtInnen mit Polizeibefugnissen begünstigt somit die Straflosigkeit bei begangenen Menschenrechtsverletzungen.")

Wir könnten diese abscheuliche Tat wenigstens u.a. als Untermauerung dafür einsetzen! Gerechtigkeit!

No Justice, no Peace!

Ekelhaft, schlimm und traurig

X 20.12.2007 - 09:47
Ich wünsche viel Kraft und Erfolg bei der Strafverfolgung dieser brutalen Schläger. Bitte lasst sie nicht einfach so davonkommen!

der Charaker der Polizei . . .

auch nur Menschen 20.12.2007 - 10:24
. . . . zeigt sich am Verhalten einzelner Polizisten und deshalb ist auch nicht der einzelne Polizist schuld an Übergriffen sondern der ganze Aparat der Polizei. Deshalb musss auch die Polizei im Ganzen bis zum Innenminister und seinem Ministerum verklagt werden und das Märchen von den schwarzen Scharfen unter den guten weißen Scharfen mehr und mehr angezweifelt werden.

Und die Polizei macht sich diesen faulen Trick seit Jahrzehnten zu nutze, wärend sie selber Grundrechte per Gesetz abbaut, Vermumungsverbot, passive Bewaffnung Stahlkappen etc. Eigentlich hat dieser Verein längst den Charakter einer Sekte, verstösst gegen das Gesetz der Individuen und seine Handlungen sind nicht wirklich nachzuvollziehen.

Sich an dem Polizeiaparat anzupassen scheint zwar logisch und ist scheinbar erfolgreich aber die Ähnlichkeit mit faschistischen oder inqusitorischen Organisationen sollte doch alle abschrecken die mit ihren Protesten und Demonstrationen gegen das "System" kämpfen. Das Märchen vom Einzeltäter Polzist ist eine Lüge und das sollte auch deutlich gemacht werden.

polizei-standards

- 20.12.2007 - 11:27
Falls hier alles seinen gewohnten Lauf geht, wird Gilani angezeigt wegen "Widerstand", evtl. "Beamten-Beleidigung" und (so genau ist das auf den Bildern nicht zu erkennen) auch sowas wie "Tätlichkeit", "versuchte Körperverletzung" oder "Gefangenenbefreiung"

So ist nunmal das Standard-Vorgehen bei Festnahmen. Die Art der Festnahme ist Demo-Alltag und regt bei jüngeren "Opfern" niemanden mehr auf. Sich dagegen zu wehren ist kontraproduktiv, da Gegenanzeigen folgen - vor Gericht haben immer die Cops recht.

Den vielen Fotos und den Journalisten-Zeugen sei Dank, könnte dieser Fall anders ausgehen. Dass hier Unrecht geschieht, ist offensichtlich. Einige Polizisten sind auf den Fotos klar erkennbar und hätten - auch wenn sie nicht direkt an der "Tat" beteiligt waren - eingreifen müssen.

Nixe!

Zamorano 20.12.2007 - 12:08
Das läuft mit Sicherheit nicht anders! Ich erinnere nur an den Zivibullen bei der Zapfnixdemo in Berlin, der -gefilmt von zig Kameras- mehrere Menschen ins Krankenhaus geprügelt hat und nach anfänglichen Dementis der Bullen doch tatsächlich ein Verfahren an den Hals bekommen hat (nachdem ein Video in der Tagesschau der großen weiten Welt gezeigt wurde). Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage dann aber doch lieber fallen gelassen. Begründung an die ich mich ohne Garantie erinnere: es sei zu dunkel und gelaut gewesen als dass der Angeklagte sich orientieren hätte können. No Justice, No Peace...

Verletzung

masolta 20.12.2007 - 12:38
Moin GenossInnen!

hab gehört, dass sein Ohr so schwer verletzt ist, dass er auf dem Ohr taub ist.

Wisst ihr mehr???

tja

nun 20.12.2007 - 12:38
ich hoffe die schriftsteller und journalistenverbände haben mehr glück als unsereins bei der verfolgung von polizeigewalt.dem genossen viel glück und gute besserung.

nach dem was wir samstag in hh erlebt haben, sollte mensch über gewisse nachdrückliche massnahmen gegenüber einigen einheiten mal ernsthaft nachdenken....

Glaubwürdigkeit der deutschen Politik

haha 20.12.2007 - 12:49
Also mal vorgestellt, en deutschen Journalist wäre bei einer Demo in Moskau taubgeprügelt worden... Es würde von den Grünen bis zur CSU ein Aufschrei durch dieses schöne Land gehen und von Russland die Einhaltung der Menschenrechte fordern. Wenn es aber her im eigenen Land zu solchen Polizeiübergriffen kommt bleiben eben diese Damen und Herren imer erstaunlich ruhig bzw. verteidigen das Verhalten der BeamtInnen. Diese doppelte Moral der deutschen Politik kotzt mch an! Wo bleibt der Aufschrei der selbsternannten Menschenrechtsschützer bei Polizeigewalt im eigenen Land. Auch die Praxis der Polizei, Journalisten bei Festnahmen wegzudrängen und die Sicht zu verstellen ist höchst zweifelhaft. Da es in Deutschland leider keine BEhörde gibt, die einzig die Polizei überwacht 8wie es sie in den USA gibt), ist die PResse die einzige Institution, die ein gewisses Maß an Kontrolle über das Verhalten der Polizei ausüben kann. Wenn die Polizei diese Kontrolle stets so extrem verhindert, ist das ein Problem von großen gesellschaftlicher Relevanz. Denn in einer funktionierenden liberalen Demokratie ist die Überwachung der Exekutive ein ganz zentraler Punkt im Gleichheitsgebot.
Die Gewaltausbrüche der deutschen Polizei gehören auf die politische Tagesordnung!

Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte

1. Schritt 20.12.2007 - 13:42
Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte !


Das Thema muss wieder auf die Tagesordnung !


aufregung wegen

gegengewalt 20.12.2007 - 15:16
und dann regen sich alle politiker der konservativen partein noch drüber auf, dass die demonstranten so gewalttätig sind

die dürfen sich nicht wundern, dass wir gewalt anwenden, wenn jemand von bullen so zusammengeschlagen wird, dass er auf einem ohr taub is

gewalt verursacht gegengewalt
an das sollten die politiker erst mal denken, bevor sie uns demonstranten als "böse" und "brutal" und "gewlattätig" bezeichnen und die cops davonkomme lassen

und glaubt ihr, dass dieser fall auf irgendeinem gericht zu nem fairen urteil kommt???

genau so wie die anklage gegen den mörder von carlo giuliani
diese anklage wurde auch fallen gelassen

und dann werden wir beschuldigt, dass wir diese "demokratie" mit gewalt beenden wollen

welche demokratie bitte???

A.C.A.B

suche nach Gründen...

dabeigewesener 20.12.2007 - 16:54
... für die Gewalt inner bzw bei der Demo scheint erfolgreich; zwar wusste während und auch danach keiner etwas von der Verletzung des Journalisten, aber nun kann man ja die Randale legitimieren. Nun nennnen wir es "Gegengewalt"... wie pervers.
ich bin "gegen Gewalt"... immer und überall!

hundertschaft 32 zur rechenschaft ziehen....

gewalttäter 20.12.2007 - 17:14
Solidemo und die hundertschaft 32 aus Hamburg bei der nächsten Gelegeneheit zur Rechenschaft ziehen. Und damit meine ich keine Anzeige! Wenn die meinen sich so etwas rausnehmen zu können müssen sie von unserer Seite endlich mal eine entsprechende Antwort bekommen.

an gewalttäter

schlechtes licht 20.12.2007 - 20:23
willst du einfach so ohne einem grund, der DIREKT bei der demo auftritt, gegen die cops losgehen???

genau das ist es nämlich, warum die demonstranten und vor allem der schwarze block als "böse" bezeichnet wird und in den hauptmedien in einem schlechten licht dargestellt wird

ich sehe den schwarzen block anders

gegen das system, wie es weltweit herrscht, ist teilweise gewalt die einzige sprache, weil den mächtigen dadurch gezeigt wird, dass nicht alle friedlich zuschaun

wer die deutsche geschichte kennt, weiß vielleicht, dass das deutsche volk schon mal einen krieg durch genügend gegengewalt beendet worden ist
leider wurden danach die ziele nicht stark genug verfolgt

ich bin eigentlich auch gegen gewalt
aber seitdem ich den film von genua 2001 gesehen habe und tielweise auch bei anderen vorfälle wie diesem jetzt, ob es wirklich was nützt, wenn man nur friedlich demonstriert
natürlich wäre es besser, wenn man die welt friedlich verändern könnte, weil es viele wunden und viel leid ersparen könnte, aber leider geht das nicht gegen jede staatsmacht
man muss opfer bringen

daher die bitte an leute, die im schwarzen block mitgehen: lasst von euch keine gewalt ausgehen, aber wehrt euch

ich kann nicht mitgehen, da ich noch zu jung bin

naja

doing 20.12.2007 - 20:53
naja ich hab das ganze gesehen. will hier aber auch keine bullen entlasten.
die hätten auf jeden fall anders reagieren können.
ich verstehe aber auch nicht was so eine unreflektierter artikel über das geschehene soll.
das geschehen wird nicht richtig wiedergegeben.

@doing

schreib halt 20.12.2007 - 21:09
dann schreib bitte wie du das gesehen hast

wir wollen ja schließlich genau wissen, was passiert is

@ Nicht-Zamorano

asdjkfh 21.12.2007 - 02:44
"Es ist keine Frage, dass die Kennzeichnungspflicht unbedingt kommen muss"

Genau. Und bei der nächsten Demo gegen Online-Überwachung, gefilmte Städte, überwachte Konten usw. biste dann auch wieder dabei?

Hat irgendwie einen kleinen Hauch von Doppelmoral in sich...

Erwartungen..

Mister X 21.12.2007 - 09:47
..werden etnttäuscht, die eigentlich nicht enstehen können. Man kann doch nicht die Macht mit dem Vorwand angreifen, dass sie rechtlos handelt, im eignen Fall dann aber von den Halbfaschisten Recht einfordern.. und sich dann wundern wenn mans nicht bekommt. Das ist inkonsequent ohne Ende, Märchenland

4. foto

--------- 21.12.2007 - 12:11
ist es möglich, dass auf dem 4. foto "dort bearbeitet", der beamte in blau rouven k. ist?
dieser ist interessanterweise der zivilbeamte, welcher auf der "zapfnix"-demonstration wahllos in die menschenmenge geprügelt hat.
wenn ja, dann ist es eine verhöhnung der opfer, da gegen ihn lediglich ohne ergebnisse ermittelt wurde und er als "maßnahme" der polizei in einen anderen bereich versetzt wurde.
wie dieser "andere" bereich, dann aussieht, kann man ja sehen.
kennzeichnungspflicht sofort!

nicht die demonstranten...

boa 21.12.2007 - 12:56
...sondern rouven k. soll bearbeitet werden, wenn er das wirklich aufm foto is
aber wenn er's nicht is, dann gehört der bulle trotzdem bearbeitet

is eh klar, dass die cops unter "anderer bereich" immer was anders meinen als wir

A.C.A.B.

angst

antifa 4-ever 23.12.2007 - 20:30
wieso erfinden die cops denn neue waffen???

weil sie angst vor uns haben

die können sich nicht genug wehren

aber wenn die neue schlagstöcke einsetzen, mit denen sie noch mehr schmerzen verursachen, dann dürfen sie sich halt nicht wundern, wenn wir linken noch härter und SCHLAGkräftiger werden

GEWALT VERURSACHT GEGENGEWALT!!!