Baumbesetzung von Robin Wood
Die bundesweit und international engagierte Umweltschutzorganisation "Robin Wood" hat in den heutigen frühen Morgenstunden die zur Fällung anstehende Buche an der Angelika-Straße in Dresden besetzt um auch für die Erhaltung des Welterbetitels zu demonstrieren.
Gemeinsam mit Dresdner Bürgern will Robin Wood die Fällung verhindern und ein Zeichen gegen die verfehlte Verkehrspolitik von Milbradt setzen.
Gestern nachmittag war der Besitzer des Grundstücks, auf dessen Boden die Buche steht, vor Gericht gescheitet, die Fällung zu verhindern. Er wird um eine Teilfläche seines Grundstücks enteignet. -
Bei gutem Willen der Stadtverwaltung wäre es möglich, die Straßenführung zur geplanten Waldschlößchenbrücke derart zu ändern, daß die Buche erhalten bleibt: Die Bautzner Straße müßte ca. 1,20 m weiter südlich als bisher geplant, verlaufen.
Für eine schonende Verkehrspolitik und zum Erhalt des Dresdner UNESCO-Welterbes Mit einer gemeinsamen Aktion protestieren die Umweltschutzorganisation "Robin Wood" und engagierte Dresdner Bürgerinnen und Bürger gegen die beabsichtige Fällung weiterer uralter Bäume. Nachdem am Wochenende bereits eine wertvolle Traubeneichen-Allee auf der Waldschlößchenstrasse den Kettensägen und damit der sinnlosen, verkehrspolitisch kurzsichtigen Politik des sächsischen Ministerpräsidenten Milbradt (CDU) zum Opfer fiel, soll nun eine 300 Jahre alte Buche wegen der Waldschlößchenbrücke gefällt werden.
Während Deutschland international eine Vorreiterrolle im Klimaschutz übernehmen möchte, werden in Dresden wertvolle Bäume gefällt, internationale Verträge gebrochen und eine einzigartige Landschaft zerstört! Die Folgen: Mehr Autoverkehr, Lärm und Feinstaubbelastung in den betroffenen Stadtteilen.
Mit der friedlichen Besetzung des Baumes rufen wir zum Umdenken hin zu einer sinnvollen Verkehrspolitik und zum Erhalt dieser einmaligen Landschaft auf.
Die Baumbesetzung wird in den frühen Morgenstunden am heutigen Mittwoch, den 12.12.2007, beginnen und auf unbestimmte Zeit andauern.
Wir bitten alle um das Welterbe besorgten Menschen in Dresden, Deutschland und der Welt, sich für den Erhalt des Welterbes und gegen einen sinnlosen Brückenbau mit Protesten, zivilen und friedlichen Mitteln zur Wehr zu setzen und diese mutigen Menschen auf diesem uralten Baum zu unterstützen.
Ort der Baumbesetzung: Dresden, Neustädter Elbseite, Bautzener Str. / Ecke Angelikastrasse
Bürgerinitiative „Welterbe Bewahren“
Gestern nachmittag war der Besitzer des Grundstücks, auf dessen Boden die Buche steht, vor Gericht gescheitet, die Fällung zu verhindern. Er wird um eine Teilfläche seines Grundstücks enteignet. -
Bei gutem Willen der Stadtverwaltung wäre es möglich, die Straßenführung zur geplanten Waldschlößchenbrücke derart zu ändern, daß die Buche erhalten bleibt: Die Bautzner Straße müßte ca. 1,20 m weiter südlich als bisher geplant, verlaufen.
Für eine schonende Verkehrspolitik und zum Erhalt des Dresdner UNESCO-Welterbes Mit einer gemeinsamen Aktion protestieren die Umweltschutzorganisation "Robin Wood" und engagierte Dresdner Bürgerinnen und Bürger gegen die beabsichtige Fällung weiterer uralter Bäume. Nachdem am Wochenende bereits eine wertvolle Traubeneichen-Allee auf der Waldschlößchenstrasse den Kettensägen und damit der sinnlosen, verkehrspolitisch kurzsichtigen Politik des sächsischen Ministerpräsidenten Milbradt (CDU) zum Opfer fiel, soll nun eine 300 Jahre alte Buche wegen der Waldschlößchenbrücke gefällt werden.
Während Deutschland international eine Vorreiterrolle im Klimaschutz übernehmen möchte, werden in Dresden wertvolle Bäume gefällt, internationale Verträge gebrochen und eine einzigartige Landschaft zerstört! Die Folgen: Mehr Autoverkehr, Lärm und Feinstaubbelastung in den betroffenen Stadtteilen.
Mit der friedlichen Besetzung des Baumes rufen wir zum Umdenken hin zu einer sinnvollen Verkehrspolitik und zum Erhalt dieser einmaligen Landschaft auf.
Die Baumbesetzung wird in den frühen Morgenstunden am heutigen Mittwoch, den 12.12.2007, beginnen und auf unbestimmte Zeit andauern.
Wir bitten alle um das Welterbe besorgten Menschen in Dresden, Deutschland und der Welt, sich für den Erhalt des Welterbes und gegen einen sinnlosen Brückenbau mit Protesten, zivilen und friedlichen Mitteln zur Wehr zu setzen und diese mutigen Menschen auf diesem uralten Baum zu unterstützen.
Ort der Baumbesetzung: Dresden, Neustädter Elbseite, Bautzener Str. / Ecke Angelikastrasse
Bürgerinitiative „Welterbe Bewahren“
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Ergänzungen
Waldschlößchenbrücke:
Literaturnobelpreisträger Günter Grass setzt sich gegen den Bau der Waldschlößchenbrücke im Dresdner Elbtal ein. Deutschlands "wohlbekannte Lobbypolitik" habe Schuld daran, dass die Stadt in Friedenszeiten mutwillig zerstört werde.
Im Streit um den Bau der Waldschlößchenbrücke im Dresdner Elbtal haben die Brückengegner prominente Unterstützung erhalten. Literaturnobelpreisträger Günter Grass unterzeichnete als erster einen neuen Aufruf zum Erhalt des Unesco-Welterbetitels und kritisierte vor rund 500 Demonstranten die Baupläne scharf: "Diese Stadt hat schon genug gelitten", sagte Grass in Anspielung auf die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg in der sächsischen Landeshauptstadt. Mutwillig und mit Ignoranz werde die Zerstörung in Friedenszeiten fortgesetzt.
Gerade wegen der Aufbauleistung nach der grauenhaften Zerstörung Dresdens 1945 "muss man besonders zornig und aufmerksam sein, damit diese Art von Zerstörung sich nicht wiederholt". Neben der Politik machte Grass die in Deutschland "wohlbekannte Lobbypolitik" für die Situation verantwortlich. "Es ist die Lobby, die hineinregiert, die Gesetze bestimmt", kritisierte Grass. Es seien nicht die gewählten Volksvertreter, es seien die Wirtschaftsverbände. Auch in diesem Fall werde beschämenderweise in der Demokratie die Hilfe einer starken Lobby gesucht, um etwas durchzusetzen, gegen den Bürgerwillen.
Grass: "Das Weltkulturerbe gehört ganz Deutschland"
Der 80-jährige Schriftsteller besuchte auf Einladung der Initiative "Welterbe erhalten" den Standort, an dem vor drei Wochen nach der gerichtlichen Aufhebung eines Baustopps mit den Bauarbeiten für die Waldschlößchenbrücke begonnen worden war. Die Unesco hatte zuvor mehrfach angekündigt, im Falle des Brückenbaus dem Elbtal den Welterbetitel abzuerkennen. Eine entsprechende Entscheidung des Welterbekomitees wird für Juli 2008 erwartet.
"Das Weltkulturerbe gehört nicht nur den Dresdnern, sondern ganz Deutschland", sagte der Schriftsteller, der nach eigenen Angaben eine Tunnellösung als Kompromiss akzeptieren würde.
Proteste gegen Baumfällungen
Bereits am Samstag hatten mehrere Hundert Demonstranten gegen Baumfällungen für den Brückenbau protestiert. Nach Angaben eines Polizeisprechers nahmen etwa 300 Menschen an einer genehmigten Kundgebung teil. Mehrere Demonstranten behinderten die Fällungen, indem sie sich vor die Bäume setzten. Insgesamt 60 Demonstranten mussten vom Baustellengelände getragen werde. Die Proteste verliefen dem Sprecher zufolge insgesamt friedlich. Die Polizei war mit 75 Beamten im Einsatz.
Das Verwaltungsgericht Dresden hatte die Fällungen am Freitag zugelassen. Der Umweltverband Grüne Liga hatte versucht, die Fällungen der über einhundertjährigen Traubeneichen mit einem gerichtlichen Eilverfahren zu stoppen. Die zehn bis zwölf Bäume sollten einem Stadtsprecher zufolge gefällt werden, um Baufreiheit für den Bau der Waldschlößchenbrücke zu schaffen.
Bilder des Protestes
siehe auch:
Baumbesetzung geht weiter
Im Zuge der Bauarbeiten an der Waldschlösschenbrücke sollen dort historische Bäume gefällt werden. Zusammen mit Brückengegnern möchte Robin Wood die Fällung verhindern, um ein Zeichen gegen die Verkehrspolitik von Ministerpräsident Milbradt setzen. Ihr Widerstand richtet sich unter anderem gegen die hohe Feinstaubbelastung in der Dresdner Neustadt. Sie befürchten, dass mit dem Bau der Brücke dann mehr Autos durch die Straßen rollen werden. Die Bauarbeiten nach der Aufhebung des Baustopps am 14. November haben bereits begonnen. Nach Aussagen der Umweltschützer wollen diese den Baum noch für einige Tage besetzen.
Weitere Aktion vor 3 Tagen
ROBIN WOOD fordert, dass aus der neuen Studie über die Häufung von Krebserkrankungen bei Kindern, die in der Nähe von Atomkraftwerken wohnen, politische Konsequenzen gezogen werden. "Angesichts der erdrückenden Fakten wollen wir uns nicht noch weiter hinhalten lassen und warten, bis noch mehr Kinder an Krebs erkrankt sind. Die AKWs müssen vom Netz. Jetzt nur weitere Studien anzukündigen, wie Bundesumweltminister Gabriel das getan hat, ist verantwortungslos", sagt Dirk Seifert, Energiereferent bei ROBIN WOOD. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, demonstrieren AktivistInnen von ROBIN WOOD heute vor dem AKW Krümmel östlich von Hamburg. Vor dem Tor des AKWs spannten sie Transparente auf mit einem großen Totenschädel und dem Slogan "Für unser Recht auf Leben. Abschalten statt Atome spalten."
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wird heute Mittag ausführlich die "Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie)" vorstellen, die das Deutsche Kinderkrebsregister - im Auftrag des BfS und gefördert vom Bundesumweltministerium - erstellt hat. Die Studie hat festgestellt, "dass in Deutschland ein Zusammenhang zwischen der Nähe der Wohnung zum nächstgelegenen Kernkraftwerk zum Zeitpunkt der Diagnose und dem Risiko, vor dem 5. Geburtstag an Krebs (bzw. Leukämie) zu erkranken, beobachtet wird".
Das Ergebnis dieser Studie gibt vielen kritischen WissenschaftlerInnen und internationalen Studien recht, die seit vielen Jahren auf einen Zusammenhang von Krebserkrankungen und der Nähe des Wohnortes zu einem Atommeiler hinweisen.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat in Reaktion auf die Studie gesagt, dass nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand die Strahlenbelastung der Bevölkerung durch den Betrieb der Atomkraftwerke zu niedrig sei, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos zu verursachen. "Anstatt nun die Studienergebnisse anzuzweifeln, sollten nach Ansicht von ROBIN WOOD die derzeitigen Strahlenschutz-Grenzwerte auf den Prüfstand. Offenbar wird die biologische Wirkung vor allem der so genannten Niedrigstrahlung auf Kinder bis heute völlig unterschätzt", so Seifert. Schon seit Jahren steht die atomfreundliche Internationale Strahlenschutzkommission ICRP in der Kritik, dass sie neue Erkenntnisse über die stärkere Wirksamkeit radioaktiver Strahlung nicht konsequent berücksichtigt und aus wirtschaftlichen Gründen niedrigere Grenzwerte verhindert. Die Empfehlungen der ICRP zum Strahlenschutz sind Grundlage auch für die deutschen Strahlenschutzbestimmungen.
Besonders hoch ist die Zahl der Krebserkrankungen rund um das AKW Krümmel. Im Umfeld eines der größten Siedewasserreaktoren der Welt sind seit 1989 insgesamt 17 Kinder und Jugendliche an Leukämie erkrankt, vier davon sind inzwischen gestorben. Seit Anfang der 90er Jahre wird - gestützt auf viele Indizien - ein Zusammenhang zwischen dem Atommeiler sowie der benachbarten Atomforschungsanlage GKSS und der weltweit einzigartig hohen Zahl von Leukämieerkrankungen im Umfeld der Anlagen vermutet. Nun liegt eine staatlich finanzierte Studie vor, die diesen Zusammenhang bestätigt.
"Allein die Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung", so Seifert, "müssten für die zuständige Atom-Ministerin in Schleswig-Holstein, Gitta Trauernicht, Grund genug sein, die Betriebsgenehmigungen für den Vattenfall-Reaktor in Krümmel und den Forschungsreaktor der GKSS umgehend zu widerrufen."
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
DAUMEN HOCH! — anarcho
Grass raus — Anti-Grass