Massenzensur in der SZ Süddeutsche Zeitung
Das schnelle Zensur von SZ-Kritikern im eigenen Medium täglich betrieben wird, ist ein offenes Geheimnis. Neue Vorwürfe erhärten die Vorwürfe, Kommentatoren der Süddeutschen können in der Zeit von 19:00 Uhr bis 8:00 Uhr keine Kommentare mehr veröffentlichen, da diese angeblich nicht "überwacht" werden können.
Seit drei Tagen herrscht Ausnahmezustand auf der Webseite der Süddeutschen Zeitung, die, trotz heftiger Kritik in den letzten Monaten wegen leichtfertiger Zensur, die Situation weiter zuspitzt. Ab sofort können Kritiker und Kommentatoren nur noch zwischen 8:00 und 19:00 Uhr Beiträge und Themen der SZ öffentlich kritisieren. Die Webseite ist in der restlichen Zeit, wie auch am Wochenende mit einer Kommentarsperre versehen.
Die Mitglieder des "Südcafes", das SZ-eigene Mitgliederforum, sind über diese Tatsache fassungslos. "Forum nur für Arbeitslose?" beschreibt ein User dieses Verhalten, hinsichtlich der Tatsache, dass die meisten Kommentare außerhalb der neuen Sperrfrist geschrieben werden. "Was können wir nur tun, dass kann doch nicht entgültig sein", schreibt Martin Hanschel, Puplizist und Autor, in einem eigens dafür angelegtem Protestforum "Szenso" (www.szenso.de).
Von einem Skandal spricht der Schauspieler und Regisseur Daniele Coscia: "Ich bin selbst Kritiker der SZ und geschockt über diese neue Art der Zensur. Wieso will in diesem Land jeder verbergen, was in den Köpfen der Menschen wirklich vorgeht?" antwortet er auf die Frage, ob dieser Schritt wirklich die Folge einiger geistloser Beleidigungen und Kommentare weniger Mitglieder sei. "Hauptsache Deutschland steht äußerlich toll da. Unsere Gesellschaft ist eben von Mitläufern geprägt, schauen Sie sich doch mal die Politik und die dazugehörigen Wähler an. Es gibt aber auch eine intellektuelle Minderheit in diesem Land, einige davon habe ich im Südcafe kennengelernt und es ist schade, dass solche Leute dort immer rarer werden. Vorallem wurden selten unsinnige Kommentare gesperrt, meistens solche, die sich mit den Hintergründen von Politik und Wirtschaft ernsthaft auseinander setzten, ich kann die Wut der SZ-Leser verstehen", fuhr er weiter fort.
Viele Kritiker schließen ein Einwirken der Regierung in die Pressefreiheit und der somit zusammenhängenden Zensur schon lange nicht mehr aus: "Es ist anzunehmen, dass wir im vorliegenden Fall ein Beispiel dafür haben. Allen Anschein nach gab es wohl beschwerden von Oben, ggf. sogar Drohungen", so Prof. Dr. Reinold von der Universität Marburg. In wie weit die SZ dieser Kritik stand hält, wird sich wohl die nächsten Tage zeigen, fakt ist: Die Gleichstellung sämtlicher Zeitungen durch Zensur und Überwachung ist wohl keine Utopie mehr.
Global Ausg. Nr. 18 ein Bericht von Maximilian Zeiss
Die Mitglieder des "Südcafes", das SZ-eigene Mitgliederforum, sind über diese Tatsache fassungslos. "Forum nur für Arbeitslose?" beschreibt ein User dieses Verhalten, hinsichtlich der Tatsache, dass die meisten Kommentare außerhalb der neuen Sperrfrist geschrieben werden. "Was können wir nur tun, dass kann doch nicht entgültig sein", schreibt Martin Hanschel, Puplizist und Autor, in einem eigens dafür angelegtem Protestforum "Szenso" (www.szenso.de).
Von einem Skandal spricht der Schauspieler und Regisseur Daniele Coscia: "Ich bin selbst Kritiker der SZ und geschockt über diese neue Art der Zensur. Wieso will in diesem Land jeder verbergen, was in den Köpfen der Menschen wirklich vorgeht?" antwortet er auf die Frage, ob dieser Schritt wirklich die Folge einiger geistloser Beleidigungen und Kommentare weniger Mitglieder sei. "Hauptsache Deutschland steht äußerlich toll da. Unsere Gesellschaft ist eben von Mitläufern geprägt, schauen Sie sich doch mal die Politik und die dazugehörigen Wähler an. Es gibt aber auch eine intellektuelle Minderheit in diesem Land, einige davon habe ich im Südcafe kennengelernt und es ist schade, dass solche Leute dort immer rarer werden. Vorallem wurden selten unsinnige Kommentare gesperrt, meistens solche, die sich mit den Hintergründen von Politik und Wirtschaft ernsthaft auseinander setzten, ich kann die Wut der SZ-Leser verstehen", fuhr er weiter fort.
Viele Kritiker schließen ein Einwirken der Regierung in die Pressefreiheit und der somit zusammenhängenden Zensur schon lange nicht mehr aus: "Es ist anzunehmen, dass wir im vorliegenden Fall ein Beispiel dafür haben. Allen Anschein nach gab es wohl beschwerden von Oben, ggf. sogar Drohungen", so Prof. Dr. Reinold von der Universität Marburg. In wie weit die SZ dieser Kritik stand hält, wird sich wohl die nächsten Tage zeigen, fakt ist: Die Gleichstellung sämtlicher Zeitungen durch Zensur und Überwachung ist wohl keine Utopie mehr.
Global Ausg. Nr. 18 ein Bericht von Maximilian Zeiss
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Ergänzungen
Zensur findet nicht statt
"information media" im Gegensatz zu "mass media",
Unterhaltend darf es sein auch Kochbücher und Rezepte falls keine Menschen zubereitet werden oder Kalender falls keine abgeschafften Feiertage enthalten sind.
08. Dezember 2007 ÜBERNAHME "Süddeutsche Zeitung" soll bis Weihnachten verkauft sein
Wer wird Mehrheitseigner der "Süddeutschen Zeitung"? Nach Informationen des SPIEGEL sind die Verkaufsgespräche schon fortgeschritten - so weit, dass bis Weihnachten ein Käufer feststehen soll.
Freelancers Walk Out at MTV Networks
Ja, gut dass es publik gemacht wird
Wie oft muß ich es noch sagen ?
Hingegen kann jede Zeitung selbst entscheiden, ob sie Kommentare und Leserbriefe bzw. sonstige Inhalte veröffentlicht (ob nun gedruckt oder im Netz).
Die Pressefreiheit und das Zensurverbot schützen die Presse, nicht vor der Presse !
P.S.: Abgesehen davon sollen gerüchteweise auf Indymedia auch schon Beiträge "zensiert" worden sein, aber das ist jetzt bestimmt faschistische Propaganda...
Problem verkannt
Indy hält sich auch das Recht vor, irgendwelche unpassenden Kommentare (rechte Hetze etc.) so schnell wie möglich unsichtbar zu machen. Wenn die SZ nicht die dafür notwendigen Administratoren hat, dann kann eben nur während der üblichen Geschäftszeiten geschrieben werden.
Mit einem Eingriff in die freie Meinungsäußerung hat dies nichts zu tun...
Haftung für Foreneinträge
Website-Betreiber müssen im Bilde sein, was ihre Nutzer schreiben, um sich vor rechtlichen Folgen z.B. bei übler Nachrede zu schützen. Deshalb gibt es Moderatoren (die auch mal schlafen müssen) oder Beiträge werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Und letztlich stimmt auch das: die SZ kann auf ihrer Seite tun und zensieren was sie will, der User stimmt dem i.d.R. bei der Anmeldung zu. Das Internet ist keine Blümchenwiese und noch seltener Free-Speech-Corner.
telepolis macht es jetzt auch zum Thema
Mich würde...
Nicht wirklich Zensur
Die rechtliche Situation in Deutschland ist hier das Problem. Die SZ (sowie alle anderen Webseiten und Blogs) müssen für die Inhalte der Kommentatoren haften. Das heißt sie sind praktisch verpflichtet diese vorher zu überprüfen nach rechtswidrigen Inhalten.
Muss mich mal zu Wort melden
Wer ist der Bösewicht?
Die Diskussion in wiefern es eine Vor- oder Nachzensur von Kommentaren auf Seiten von Onlinemedien geben darf hat durchaus seine Berechtigung. Schlagendes Argument wird hier aber immer die Rechtslage bleiben, denn der Betreiber der Website haftet für die Inhalte und muss diese im Rahmen seiner Möglichkeiten überprüfen und ggf. löschen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Ein bisschen Populismus zum Schluss...
So sieht die SZ ihre Leser
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Krass! — Hoppelpoppel
SZensur — sz.leser
Meine Fresse... — lkafj
Auch andere Medien — Roland Ionas Bialke
ausnahme ? — ikke
Ihr macht es euch zu einfach! — jojo
und nochwas... — jojo
Recht so — Pedant
wer soll das ein? — pepper